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Full text of "Hitler, Adolf - Das Geheime Zweite Buch"

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Inhaltsverzeichnis 



Band Drei 
1928 



1. Vorwort 

Erläuterung des Entschlusses zu einer eingehenden Darlegung der Grundgedanken 
nationalsozialistischer Außenpolitik unter Hinweis auf die 1926 veröffentlichte 
Broschüre über die Südtiroler Frage. Notwendigkeit solcher Stellungnahme angesichts 
der Verständnislosigkeit, auf die die NSDAP in ihrer proitalienischen Politik in 
Deutschland treffe. 

2. Krieg und Frieden im Lebenskampf 

Ausführungen über Geschichte als Kampf um die Erhaltung und Fortpflanzung des 
Lebens. Politik wegen des begrenzten Umfangs der Erde ein Kampf um Lebensraum. 
Bedeutung von Krieg und Frieden im Kampf um den Lebensraum: Krieg nur berechtigt 
für große Ziele in diesem Kampf. Nachteile eines Friedens um jeden Preis: Verlust der 
rassisch Wertvollsten durch Auswanderung oder Ausfall der Wertvollen durch 
Geburtenbeschränkung. 

3. Der Kampf, nicht die Wirtschaft sichert das Leben 

Ideale wertvoll allein als Kraftquelle für den Lebenskampf des Volkes. Notwendigkeit 
der Deckung des Brotbedarfs im eigenen Land. Steigerung der Produktion kein 
Ausgleich. Die Gewinnung von Lebensraum für Deutschland als Ursache und 
Rechtfertigung von Kriegen. Begrenzung der Bevölkerungszahl kein Ausweg. Gefahren 
der Geburtenbeschränkung. Lösungsvorschläge ohne Aussicht auf Dauer: innere 
Kolonisation durch Aufteilung des Großgrundbesitzes oder Steigerung des 
Warenexports zur Deckung der Nahrungsmitteleinfuhr ~ eine Möglichkeit, die durch 
langsame Industrialisierung der ganzen Welt immer mehr eingeschränkt wird. Krieg 
mit der Waffe auch bei derartigen Lösungsversuchen auf die Dauer unvermeidbar. 
Schwäche des Wirtschaftsstaats in solchem Kampf. Vorbereitung für den 
unvermeidlichen Krieg als Aufgabe der inneren Politik. 

4. Rasse. Kampf und Macht 

Waffenrüstung eine Voraussetzung für den Kampf, ihr derzeitiges Fehlen kein 
unüberwindliches Hindernis. Rassenmäßige Stärke des Volkes hingegen die wichtigste 
Voraussetzung. Rassebewußtsein des Volkes als seine eigentliche Lebenskraft, 
Notwendigkeit seiner Pflege. Gefahren für die Erhaltung der rassischen Eigenart: die 
internationale Gesinnung als Todfeind der Rasse; Demokratie als Hindernis für die 
Entwicklung führender Persönlichkeiten, der Kraftquelle einer kühnenPolitik. 
Selbsterhaltungstrieb als dritter notwendiger Faktor. Die Förderung dieser Grundlagen 
der Machtbildung Hauptaufgabe der Regierung. Die Herstellung der militärischen 
Machtmittel eine fast zwangsläufige Folge davon. 



5. Außenpolitische Kritik und Vorschläge 

Gewinnung der Ernährungsgrundlage wichtigste Aufgabe der Außenpolitik. Schwächen 
der zeitgenössischen Kritik an der deutschen Außenpolitik vor 1914. Notwendigkeit 
eines neuen Weges. Unvermeidbarkeit von Nachteilen bei jeder außenpolitischen 
Neuorientierung. Wichtiger als hundertprozentige Richtigkeit die entschlossene 
Durchführung des einmal gefaßten Plans. 

6. Die Politik der NSDAP 

Raumpolitik statt Grenzpolitik. Keine Germanisierung der zu unterwerfenden Völker, 
sondern Ausbreitung des eigenen Volkes. 

7. Von der Reichseinigung zur Raumpolitik 

Außenpolitik der Kampf um den zur Volksernährung notwendigen Raum. Deutschlands 
Einigung im 19. Jahrhundert ein Schritt in dieser Richtung. Polen und Franzosen im 
Reich Fremdkörper im nationalen wie völkischen Staat. Schwäche des bürgerlichen 
Staats: Verzicht auf Austreibung. Raumproblem auch nach 1864, 1866 und 1871 
ungelöst. Gesteigerte Raumnot infolge der Vermehrung der Volkszahl nach der 
Reichsgründung. 

8. Die verfehlte Wirtschafts- und Bündnispolitik des Zweiten Reiches 

Das von Bismarck geschaffene Machtinstrument ungenutzt. Auflösung des 
Habsburgerstaates ein vertretbares Ziel, nicht Bündnis mit ihm. Schärfste Kritik am 
Staat der Habsburger, seinen Parteien, seiner Presse und seinem Herrscherhaus. Italien 
ein geeigneter Verbündeter Deutschlands, Brüchigkeit des Dreibunds wegen der 
österreichisch-italienischen Feindschaft. Ursachen und Berechtigung der Haltung 
Italiens im Weltkrieg. Notwendigkeit einer völkischen Außenpolitik fiir Deutschland. 
Frühere koloniale Politik nicht Gewinn von Siedlungsgebieten, sondern allein Teil 
Wirtschaftspolitik. Ursache des Kriegs mit England, der außenpolitisch nicht 
vorbereitet war. Als Alternative: Verzicht auf Überseeabenteuer und Kampf gegen 
Rußland. 

9. Notwendigkeit der Militärmacht 

Das Fehlen wirklicher Kriegsziele im Weltkrieg eine Ursache des Zusammenbruchs. 
Hauptursachen allerdings in der Innenpolitik. Seither statt innerer Wandlung weiterer 
Verfall und damit Gefahr für Deutschland, aus der Zahl der Nationen auszuscheiden. 
Aufgabe der NSDAP, den außenpolitischen Lebenskampf vorzubereiten. Voraussetzung 
ein Heer wie das der Vorkriegszeit; die damalige Chance durch Verzicht auf 
Präventivkrieg versäumt. Die Reichswehr eine Söldnertruppe, in Gefahr des Ansinkens 
zur Polizei truppe. Voraussetzung einer Änderung die Sprengung der Koalition der 
Siegermächte. Das Ziel der Grenzen von 1914 nicht wünschbar, weil ein Bindemittel 
zwischen den ehemaligen Gegnern Deutschlands. Zudem Unvollkommenheit dieser 
Grenzen angesichts der großen Zahl außerhalb wohnender Deutscher. 



10. Weder Grenzpolitik noch Wirtschaftspolitik noch Paneuropa 

Gewinnung der Deutschen außerhalb der Grenzen nur durch Kampf, nicht durch 
Protestkundgebungen. Ungenügende Ernährungsgrundlage Deutschlands. Gründe für 
den begrenzten Wert einer Produktionssteigerung. Wirtschaftspolitik auch in den 
Grenzen von 1914 wegen der Überlegenheit Englands zum Scheitern verurteilt. 
Amerika als neuer starker Konkurrent. Nachteilige Folgen von Auswanderung und 
Geburtenbeschränkung: Stärkung Amerikas, Einschränkung der dringend notwendigen 
Persönlichkeitswerte. Das rassische Prinzip als Rettung. Paneuropäische Idee wertlos, 
Unterlegenheit gegenüber den Vereinigten Staates von Amerika. 

11. Keine Neutralität 

Passive Außenpolitik zum Zweck der bloßen Friedenserhaltung keine mögliche 
Zielsetzung. Ein festes Ziel Voraussetzung für Diskussion der Möglichkeiten und Wahl 
von Bundesgenossen, auch für richtige Bewertung von kleinen Vorfällen und 
Hindernissen. Das Fehlen klarer Ziele in der gegenwärtigen Außenpolitik Deutschlands. 
Durch Neutralität nur wirtschaftliche Vorteile; für Machtgewinn Parteinahme 
erfolderlich. Unmöglichkeit einer risikofreien Politik; Risiko durch eigene Stärke 
gemindert. 

12. Deutschlands politische Lage 

Heutige Schwäche Deutschlands vorübergehend, Beweis: seine Kraft im Weltkrieg und 
nach 1806. Für Deutschlands Außenpolitik das Verhältnis zu England, Rußland und 
Frankreich entscheidend. Offene Grenzen in Ost und West. Aussichtslosigkeit eines 
Kampfes gegen Frankreich und seine Bundesgenossen. Bündnis mit Rußland gefährlich 
wegen drohender Luftangriffe aus dem Westen. Frankreich der ewige Feind, 
Ausschaltung durch Bündnispolitik. Bündnis mit Rußland eine Herausforderung aller 
anderen Staaten. Nichtjüdisches Rußland 

13. Grundsätze der deutschen Außenpolitik 
Acht Grundsätze. 

14. Die möglichen Ziele 

Notwendigkeit eines klaren Ziels. Erörterung der Möglichkeiten: (1) Ohne Zielsetzung: 
Deutschland Objekt fremder Politik oder im Verdacht besonders gefährlicher Pläne. (2) 
Steigerung der Ausfuhr: England als Gegner wie vor 1914. (3) Die Grenzen von 1914: 
unmöglich und unerwünscht. (4) Gewinnung von Lebensraum, Streben nach 
Landmacht im Osten. Frankreichs Gegnerschaft hiergegen unvermeidbar, dagegen 
nicht die Englands oder Italiens. 

15. Deutschland und England 

Politik und Ziele Englands, ihre Bedeutung für Deutschland, die Ursachen für die 
deutsch-englische Feindschaft in der Vergangenheit. Die Grundlagen für eine deutsch- 
englische Freundschaft in der Zukunft. Verzicht Deutschlands auf Kolonial- und 
Wirtschaftspolitik zur Beruhigung Englands. 



16. Deutschland und Italien 

(A) Italiens natürlicher Feind Frankreich; deshalb Deutschland sein natürlicher 
Bundesgenosse. Seit Mussolinis Regierungsantritt offene Feindschaft Frankreichs gegen 
Italien und Werben um Österreich als Bundesgenossen. Begünstigung der 
Französischen Politik durch den Charakter Wiens und die österreichische Propaganda 
für Südtirol. Auch in Deutschland Hetze gegen Mussolinis Italien wegen Südtirol. 
Während des Weltkriegs schon nach Italiens Kriegseintritt für Deutschland gebotene 
Politik: Sonderfrieden mit Rußland und Preisgabe Österreich-Ungarns. Nach dem 
Weltkrieg italienische Forderungen gegen Österreich erfüllt. Gewinn neuen 
Lebensraums für Italien jetzt zur gegen Frankreich möglich. Wendung gegen 
Frankreich besonders seit Mussolinis Machtergreifung. (B) Geringer Widerhall der 
Propaganda Hitlers für ein Bündnis mit Italien. Ursache hierfür nicht Gegnerschaft 
gegen diesen Gedanken, sondern Unterschätzung des Vorschlags und seiner Träger. Seit 
Mussolinis Machtergreifung die Südtiroler Frager ein Mittel der Hetze. Notwendige 
Stellungnahme hierzu: Erstens Zahl Deutscher in Südtirol geringer als angenommen; 
zweitens mehr Deutsche unter Fremdherrschaft in anderen Staaten. Zudem Befreiung 
Südtirols nur mit eigener Armee und Bundesgenossen möglich. Frankreich als 
Bundesgenosse hierfür möglich, aber unerwünscht. Hilfe für Südtirol nur mit Italien 
gegen Frankreich; dadurch zugleich Rückenfreiheit gegen Osten. Die Verantwortlichen 
für den Verlust des Krieges und den Verzicht auf Südtirol in den Friedensverträgen. 
Propaganda für Südtirol allein gegen Mussolini gerichtet, nicht aus Interesse an den 
dort lebenden Deutschen. Bessere Behandlung der Südtiroler im eigenen Interesse 
Italiens und als Verdienst seiner Freunde in Deutschland. Freundschaft Deutschlands 
für Italien ebenso wichtig wie Italiens Freundschaft für Deutschland. Appell an Italien, 
sich dem Anschlußgedanken nicht entgegenzustellen. (C) Zusammenfassung: Verrat 
Südtirols durch andere, nicht durch nationalsozialistische Politik. 

17. Schlußwort 

(A) Deutschland und Italien natürliche Verbündete. Verschiedene Richtungen ihrer 
Lebensinteressen. Verständigung in der Südtirol er Frage möglich zwischen einer 
zukünftigen nationalsozialistischen Regierung Deutschlands und der faschistischen 
Regierung Italiens. (B) Nur Italien und England geeignete Bundesgenossen 
Deutschlands. Gemeinsame Abneigung beider gegen Frankreich. Spanien und Ungarn 
vermutlich diesen Mächten zuzurechnen. Deutsche Aufrüstung nur möglich nach 
Auflösung der feindlichen Koalition und deutscher Beteiligung an neuer Koalition. 
Aufbau einer neuen Völkervereinigung gegen die Vereinigten Staaten. Danach deutsche 
Raumpolitik im Osten ~ nach einem Sieg über Frankreich - möglich. Die Bauern 
Großdeutschlands der zukünftige Absatzmarkt für die deutsche Industrie. (C) 
Mussolinis Politik nach realen nationalen Interessen die beste Grundlage für Italiens 
Eignung als Bundesgenosse Deutschlands. Verantwortlichkeit der Juden für die 
derzeitige Lage. 



Kapitel 1: Vorwort 



[page 43] Im August 1925 legte ich anläßlich der Niederschrift des 2. Bandes [note 1] in der 

durch die Verhältnisse gebotenen Kürze die Grundgedanken einer nationalsozialistischen 

deutschen Außenpolitik nieder. Im Rahmen dieser Arbeit behandelte ich besonders das 



Südtiroler Problem, das für die Bewegung der Anlaß ebenso heftiger wie unmotivierter 

Angriffe war. Im Jahre 1926 sah ich mich gezwungen, diesen Teil des 2. Bandes als 

Sonderdruck erscheinen zu lassen. Ich glaubte nicht, dadurch jene Gegner zu bekehren, die in 

der Südtiroler Hetze ein erwünschtes Mittel des Kampfes gegen die verhaßte 

nationalsozialistische Bewegung überhaupt sahen. Diese Menschen können nicht eines 

Besseren belehrt werden, weil für sie nicht die Frage Wahrheit oder Irrtum, Recht oder 

Unrecht überhaupt eine Rolle spielt. Sowie eine Angelegenheit geeignet erscheint, für ihre 

zum Teil parteipolitischen, zum Teil sogar höchst persönlichen Interessen verwendet zu 

werden, scheidet für diese Menschen die Wahrhaftigkeit oder Richtigkeit einer solchen Sache 

vollständig aus. Dies ist um so mehr der Fall, wenn dadurch einer allgemeinen Erhebung 

unseres Volkes Abbruch getan werden kann. Denn die Männer der Vernichtung Deutschlands 

aus der Zeit des Zusammenbruchs sind seine heutigen Regenten, und ihre Gesinnung von 

damals hat sich bis jetzt in nichts geändert. So wie sie damals kalten Herzens um 

parteidoktrinärer Vorstellungen oder eigener Vorteile wegen Deutschland opferten, so hassen 

sie heute jeden, der ihren Interessen widerspricht und mager auch tausendmal alle Gründe 

eines deutschen Wiederaufstiegs für sich haben. Ja noch mehr. Sowie sie glauben, eine 

Wieder erliebung unseres Volkes durch einen bestimmten Namen vertreten zu sehen, pflegen 

sie gegen alles Stellung zu nehmen, was von einem solchen Namen ausgehen könnte. Die 

nützlichsten Vorschläge, ja selbstverständliche Anregungen werden dann boykottiert, einfach 

nur deshalb, weil ihr Träger als Name in Verbindung gebracht erscheint mit allgemeinen 

Gedanken, die sie aus ihrem parteipolitischen und persönlichen Gesichtskreis heraus 
bekämpfen zu müssen vermeinen. Solche Menschen aber bekehren zu wollen, ist [unmögl] 

aussichtslos. 

Als ich daher im Jahre 1926 meine damalige Südtiroler Broschüre in Druck gab, glaubte ich 
natürlich keine Sekunde daran, damit einen Eindruck auf diejenigen ausüben zu können, die 
schon infolge ihrer allgemeinen weltanschaulichen und politischen Einstellung in mir den 
grimmigsten Feind erblicken. Ich hatte aber damals die Hoffnung, daß wenigstens ein Teil der 
nicht von vorneherein böswilligen Gegner unserer nationalsozialistischen Außenpolitik unsere 
Auffassung auf diesem Gebiete prüfen und darnach erst urteilen würde. Dies ist auch ohne 
Zweifel in zahlreichen Fällen geschehen. Ich kann heute mit Genugtuung darauf [page 44] 
hinweisen, daß eine sehr große Anzahl von auch im öffentlichen politischen Leben stehenden 
Männern ihre bisherige Haltung zur deutschen Außenpolitik einer Revision unterzogen haben. 
Und selbst, wenn sie im einzelnen nicht glaubten, auf unseren Standpunkt treten zu können, 
so haben sie doch die ehrenhaften Absichten, die uns dabei leiten, anerkannt. Freilich wurde 
mir selbst im Laufe der letzten 2 Jahre immer klarer [note 2], daß meine damalige Schrift 
eigentlich doch schon auf allgemein nationalsozialistischen Erkenntnissen als Voraussetzung 
aufgebaut ist. Daß viele nicht folgen, weniger aus schlechtem Wollen heraus als vielmehr aus 
einem gewissen Nichtkönnen. Es war damals nicht möglich, innerhalb der enggezogenen 
Grenzen eine wirklich grundsätzliche Beweisführung für die Richtigkeit unserer 
nationalsozialistischen außenpolitischen Auffassung zu geben. Ich fühle mich heute 
gezwungen, dies nachzuholen. Denn die Angriffe der Gegner haben sich in den letzten Jahren 
nicht nur verstärkt, sondern es ist durch sie auch das große Lager der Indifferenten bis zu 
einem gewissen Grade mobilisiert worden. Die Hetze, die seit 5 Jahren planmäßig gegen 
Italien getrieben wird, droht langsam Früchte zu tragen, an denen die letzten Hoffnungen 
einer deutschen Wiederauferstehung sterben und vernichtet werden können. 

So, wie schon öfter in anderen Dingen steht heute die nationalsozialistische Bewegung in 
ihrer außenpolitischen Einstellung innerhalb des deutschen Volkes und seines politischen 
Lebens vollkommen vereinsamt und vereinzelt da. Zu den Angriffen der allgemeinen Feinde 
unseres Volkes und Vaterlandes im Inneren gesellt sich die sprichwörtliche Dummheit und 



Unfähigk eit der bürgerlich nationalen Parteien, die Indolenz der breiten Masse und als 
besonders mächtiger Verbündeter die Feigheit. Jene Feigheit, die wir heute bei all denen 
beobachten können, die ihrem ganzen Wesen nach unfähig sind, der marxistischen Seuche 
einen Widerstand entgegenzusetzen und die sich aus diesem Grunde geradezu glücklich 
schätzen, ihre Stimme der öffentlichen Meinung in einer Angelegenheit vorzuführen, die 
weniger gefährlich ist als der Kampf gegen den Marxismus und die trotzdem nach so etwas 
Ähnlichem aussieht und klingt. Denn indem sie heute ihr Südtiroler Geschrei erheben, 
scheinen sie ebensosehr nationalen Kampfinteressen zu dienen, als sie umgekehrt damit am 
ehesten jeden wirklichen Kampf gegen die ärgsten Feinde der deutschen Nation im Inneren 
aus dem Wege gehen können. Es ist für diese vaterländischen, nationalen und auch zum Teil 
völkischen Kämpen immerhin wesentlich leichter, in Wien und München ihr Kriegs ges ehre i 
gegen Italien loszulassen unter wohlwollender Förderung und im Verein mit marxistischen 
Volks- und Landesverrätern als gegen diese selber einen ernstlichen Kampf auszufechten. So, 
wie heute vieles zum Schein geworden ist, so ist auch das ganze nationale Getue dieser Leute 
schon längst nur ein äußerer Schein, der sie selbst allerdings befriedigt und von einem großen 
Teil unseres Volkes nicht durchschaut wird. 

Gegen diese mächtige Koalition, die aus den verschiedensten Gesichtspunkten [page 45] 
heraus versucht, die Südtiroler Frage zum Angelpunkt der deutschen Außenpolitik zu machen, 
kämpft die nationalsozialistische Bewegung, indem sie entgegen der herrschenden 
frankophilen Tendenz, unentwegt für ein Bündnis mit Italien eintritt. Sie betont dabei und 
steht damit im Gegensatz zur gesamten öffentlichen Meinung in Deutschland, daß Südtirol 
weder so noch so ein Hindernis für diese Politik sein kann und sein darf. Diese Auffassung 
aber ist die Ursache unserer heutigen außenpolitischen Isolierung und Bekämpfung und wird 
später einmal allerdings die Ursache des Wiederaufstiegs der deutschen Nation sein. 

Um aber diese gläubige Auffassung im einzelnen zu begründen und verständlich zu machen, 

schreibe ich dieses Werk. Denn so wenig mir daran liegt, von den Feinden des deutschen 

Volkes verstanden zu werden, so sehr fühle ich die Verpflichtung, mich zu bemühen, den an 

sich nationalgesinnten und nur schlecht belehrten oder schlecht geführten Elementen unseres 

Volkes die nationalsozialistischen Grundgedanken einer wirklich deutschen Außenpolitik 

[verständlich zu machen.] vorzulegen und aufzuzeigen. Ich weiß, viele von ihnen werden 

nach redlicher Überprüfung der hier niedergelegten Auffassung ihre bisherige Stellungnahme 

[einer Nachprüfung] aufgeben und ihren Weg in die Reihen der nationalsozialistischen 

Freiheitsbewegung der deutschen Nation finden. Sie werden damit jene Kraft stärken, die 

eines Tages die Auseinandersetzung mit jenen herbeiführen wird, die nicht belehrt werden 

können, weil nicht das Glück ihres Volkes, sondern Interessen ihrer Partei oder ihrer eigenen 

Person ihr Denken und Handeln bestimmt. 

Kapitel 2. Krieg und Frieden im Lebenskampf 

[page 46] Politik ist werdende Geschichte. Geschichte selbst ist die Darstellung des Verlaufs 
des Lebenskampfes eines Volkes. Ich setze hier mit Absicht das Wort Lebenskampf ein, weil 
in Wahrheit jegliches Ringen um das tägliche Brot, ganz gleich ob im Frieden oder Kriege, 
ein ewiger Kampf ist gegen tausend und abertausend Widerstände, so wie das Leben selbst 
ein ewiger Kampf gegen den Tod ist. Denn warum sie leben, wissen die Menschen so wenig 
als irgendeine andere Kreatur der Welt. Nur ist das Leben erfüllt von der Sehnsucht, es zu 
bewahren. Die primitivste Kreatur [könnte ohne den] kennt nur den Selbsterhaltungstrieb des 
eigenen Ichs, für Höherstehende überträgt er sich auf Weib und Kind, für noch höhere auf die 
gesamte Art. Indem aber der Mensch auf seinen eigenen Selbsterhaltungstrieb scheinbar nicht 
selten zugunsten der Art entsagt, dient er ihm in Wahrheit dennoch am höchsten. Denn nur in 



dieser Entsagung des einzelnen lieg: nicht selten die Gewährung des Lebens für die 
Gesamtheit und damit dennoch wieder für den einzelnen. Daher der plötzliche Mut der Mutter 
in der Verteidigung der Jungen und der Heldensinn des Mannes im Schutze seines Volkes. 
Der Größe des Triebes der Selbsterhaltung entsprechen die beiden mächtigsten Triebe des 
Lebens: Hunger und Liebe. Indem die [Erfüllung] Stillung des ewigen Hungers die 
Selbsterhaltung gewährleistet, sichert die Befriedigung der Liebe die Forterhaltung. In 
Wahrheit sind diese beiden Triebe die Regenten des Lebens. Und wenn tausendmal der 
fleischlose Ästhet gegen eine solche Behauptung Protest einlegt, so ist doch schon die 
Tatsache seiner eigenen Existenz die Widerlegung seines Protestes. Was aus Fleisch und Blut 
besteht, kann sich nie den Gesetzen entziehen, die sein Werden bedingten. Sowie der 
menschliche Geist glaubt, darüber erhaben zu sein, vernichtet er jene reale Substanz, die der 
Träger des Geistes ist. 

Das, was aber für den einzelnen Menschen gilt, gilt auch für Völker. Ein Volkskörper ist nur 
eine Vielheit mehr oder minder gleicher einzelner Wesen. Seine Stärke Hegt im Wert der ihn 
bildenden Einzelwesen an sich und in der Art und dem Umfange der Gleichheit dieser Werte. 
Dieselben Gesetze, die das Leben der einzelnen bestimmen und denen diese unterworfen sind, 
haben damit ihre Geltung für das Volk. Selbsterhaltung und Forterhaltung sind die großen 
Antriebe zu jeglichem Handeln, solange ein solcher Körper noch Anspruch auf Gesundheit 
erheben kann. Damit werden aber auch die Folgeerscheinungen dieser allgemeinen 
Lebens gesetze für die Völker untereinander ähnliche sein, wie sie für die Einzelwesen 
untereinander sind. 

Wenn für jede Kreatur auf dieser Erde der Selbsterhaltungstrieb in seinen beiden [page 47] 
Zielen der Selbsterhaltung und Forterhaltung die elementarste Gewalt darstellt, die 
Möglichkeit der Befriedigung jedoch begrenzt wird, dann ist die logische Folge dessen der 
Kampf in all seinen Formen um die Möglichkeit der Erhaltung dieses Lebens, also der 
Befriedigung des Selbsterhaltungstriebes. 

Ungezählt sind die Arten aller Lebewesen der Erde, unbegrenzt jeweils im einzelnen ihr 
Selbsterhaltungstrieb sowie die Sehnsucht der Forterhaltung, begrenzt hiegegen der Raum, 
auf dem dieser gesamte Lebensprozeß sich abspielt. Es ist die Oberfläche einer genau 
bemessenen Kugel, auf der das Ringen von Milliarden und Abermilliarden von Einzelwesen 
um Leben und Lebensnachfolge stattfindet. In dieser Begrenzung des Lebensraumes liegt der 
Zwang zum Lebenskampf, im Lebenskampf dafür aber die Voraussetzung zur Entwicklung. 

Weltgeschichte in Zeiten, in denen es noch keine Menschen gab, war zunächst eine 
Darstellung geologischer Ereignisse. Der Kampf der Naturgewalten miteinander, die Bildung 
einer bewohnbaren Oberfläche dieses Planeten, die Scheidung von Wasser und Land, die 
Formung der Gebirge, der Ebenen und der Meere. Das ist die Weltgeschichte dieser Zeit. 
Später, mit dem Auftreten des organischen Lebens konzentriert sich das Interesse des 
Menschen auf das Werden und Vergehen seiner tausendfältigen Formen. Und ganz spät wird 
der Mensch endlich selbst sichtbar, und damit beginnt er unter dem Begriff Weltgeschichte in 
erster Linie nur mehr die Geschichte seines eigenen Werdens, d. h. die Darstellung seiner 
eigenen Entwicklung zu verstehen. Diese Entwicklung ist gekennzeichnet durch einen ewigen 
Kampf der Menschen gegen Tiere und gegen Menschen selbst. Aus dem unsichtbaren 
Durcheinander der Einzelwesen erheben sich endlich Formationen, Sippschaften, Stämme, 
Völker, Staaten, allein die Darstellung ihres Entstehens und ihres Vergehens ist die 
Wiedergabe eines ewigen Lebenskampfes. 



Wenn aber Politik werdende Geschichte ist und Geschichte selbst die Darstellung des Ringens 
von Menschen und Völkern um die Selbst- und Fort erhalt ung gibt, dann ist damit Politik in 
Wahrheit die Durchführung des Lebenskampfes eines Volkes. Politik, [also] aber ist damit 
nicht nur der Kampf eines Volkes um sein Dasein an sich, sondern für uns Menschen die 
Kunst der Durchführung dieses Kampfes. 

Indem nun die Geschichte als Darstellerin des bisherigen Lebenskampfes der Völker zugleich 
die versteinerte Wiedergabe der jeweiligen Politik ist, ist sie damit aber auch die geeignetste 
Lehrmeisterin für unser eigenes politisches Handeln. 

Wenn die höchste Aufgabe der Politik die Erhaltung und Fortführung des Lebens eines 
Volkes ist, dann [steht mithin als Einsatz stets das Leben eines Volkes] ist damit dieses Leben 
der ewige Einsatz, mit dem sie kämpft, ringt und um den und über den entschieden wird. Ihre 
Aufgabe ist damit, die Erhaltung [jener] einer Substanz aus Fleisch und Blut. Ihr Erfolg ist die 
Ermöglichung dieser Erhaltung. Ihr Mißerfolg ist die Vernichtung, also der Verlust dieser 
Substanz. Damit aber ist die Politik stets die Führerin des Lebenskampfes, die Leiterin 
desselben, seine [page 48] Organisatorin und ihre Wirksamkeit wird, ganz gleich wie der 
Mensch sie formal bezeichnet, [eine solche] die Entscheidung über Leben oder Tod eines 
Volkes bringen. 

Es ist notwendig sich dies klar vor Augen zu halten, weil damit die beiden Begriffe Friedens- 
oder Kriegspolitik sofort in ein Nichts versinken. Denn da der Einsatz, um den durch die 
Politik gerungen wird, immer das Leben ist, wird das Ergebnis bei Mißerfolg oder Erfolg 
auch immer dasselbe sein, ganz gleich, mit welchen Mitteln die Politik die Lebenserhaltung 
eines Volkes durchzuführen versucht. Eine Politik des Friedens, die versagt, führt gerlau so 
zur Vernichtung eines Volkes, also zur Auslöschung seiner Substanz aus Fleisch und Blut, 
wie eine Politik des Krieges, die mißglückt. In einem Falle ist die Raubung der 
Lebensvoraussetzungen die Ursache des Volksaussterbens genau so wie im anderen. Denn die 
Völker sind nicht auf Schlachtfeldern ausgestorben, sondern verlorene Schlachten haben 
ihnen die Mittel zur Existenzerhaltung entzogen, oder besser, zur Entziehung geführt oder sie 
nicht mehr zu verhindern vermocht. 

Überhaupt stehen die Verluste, die direkt durch den Krieg entstehen, in keinein Verhältnis zu 
den Verlusten eines schlechten und ungesunden Lebens eines Volkes an sich [note 3]. Der 
stille Hunger und schlechte Laster töten in 10 Jahren mehr Menschen als in 1000 Jahren der 
Krieg es fertigbrächte. Der grausamste Krieg aber ist gerade derjenige, der der heutigen 
Menschheit am friedlichsten erscheint, nämlich der friedliche Kampf der Wirtschaft. Gerade 
dieser führt in seinen letzten Konsequenzen zu Opfern, gegenüber denen selbst die des 
Weltkrieges zusammenschrumpfen. Denn er betrifft nicht nur die Lebenden, sondern er faßt 
vor allem die zu Gebärenden. Während der Krieg im höchsten Fall einen Bruchteil der 
Gegenwart tötet, mordet er die Zukunft. Ein einziges Jahr Geburtenbeschränkung in Europa 
tötet mehr Menschen, als seit der Französischen Revolution bis heute in allen Kriegen in 
Europa einschließlich dem Weltkrieg an Menschen gefallen sind. Dies aber ist die Folge einer 
wirtschaftsfriedlichen Politik, die Europ a übervölkert hat, ohne einer Anzahl von Nationen die 
Möglichkeit einer gesunden Weiterentwicklung zu gewähren. 

Im allgemeinen soll dazu noch folgendes gesagt werden: 

Sowie ein Volk vergißt, daß es Aufgabe der Politik ist, sein Dasein mit allen Mitteln und nach 
allen Möglichkeiten zu erhalten, statt dessen aber die Politik einer bestimmten Wirkungsweise 



unterwerfen will, zerstört es den inneren Sinn dieser Kunst, ein Volk in seinem 
Schicksalskampf um Freiheit und Brot zu leiten. 

[page 49] Eine Politik, die grundsätzlich kriegerisch ist, wird ein Volk von zahlreichen 
Lastern und Krankheitserscheinungen fernhalten können, allein im Laufe vieler Jahrhunderte 
eine Veränderung des inneren Wertes dennoch nicht verhindern können. Der Krieg hat, wenn 
er zur Dauererscheinung wird, eine innere Gefahr in sich, die uni so mehr in Erscheinung tritt, 
je ungleichmäßiger die rassischen Grundwerte sind, aus denen sich ein Volkskörper 
zusammensetzt. Dies hat bereits im Altertum für alle uns bekannten Staaten gegolten und gilt 
auch heute besonders für alle europäischen. Das Wesen des Krieges bringt es mit sich, daß er 
in tausendfältigen Einzelprozessen zu einer Rassenauslese innerhalb eines Volkes führt, die 
eine bevorzugte Vernichtung des besten Elements bedeutet. In ungezählten Einzelvor gangen 
findet der Appell an Mut und Tapferkeit seine Beantwortung, indem sich die rassisch besten 
und wertvollsten Elemente immer wieder freiwillig zu besonderen Aufgaben melden oder 
durch die Art der Organisation besonderer Formationen planmäßig herangezogen werden. Der 
Gedanke der Formierung besonderer Legionen, bestimmter Elitetruppen von 
Garderegimentern und Sturmbataillonen hat die Kriegführung zu allen Zeiten beherrscht. 
Persische Palastwachen, Alexandrinische Elitetruppen, Römische Prätorianerlegionen, 
verlorene Haufen der Landsknechte, Garderegimenter Napoleons und Friedrichs des Großen, 
Sturmbataillone, U-Bootsbesatzungen und Fliegertruppen des Weltkriegs verdankten ihre 
Entstehung alle der gleichen Idee und der gleichen Notwendigkeit, aus einer Vielzahl von 
Menschen für bestimmte Höchstleistungen die entsprechend höchstbefähigten Männer 
auszusuchen und in besonderen Formationen zusammenzufügen. Denn im Ursprung ist jede 
Garde nicht Exerziertruppe, sondern Kampftruppe. Der hohe Ruhm, einer solchen 
Gemeinschaft anzugehören, führt dann zur Bildungeines besonderen Korpsgeistes, der in der 
Folgezeit allerdings zu erstarren vermag, um endlich in Äußerlichkeiten aufzugehen. Damit 
werden aber solche Formationen nicht selten die schwersten Blutopfer zu tragen haben, das 
heißt: Aus einer Vielzahl von Menschen werden die tüchtigsten herausgesucht und dem 
Kriege in konzentrierten Massen zugeführt. Damit wird der Prozentsatz der besten Toten 
eines Volkes unverhältnismäßig gesteigert, während sich umgekehrt der Prozentsatz der 
allerschlechtesten im höchsten Maße zu erhalten vermag. Denn dem Extrem idealster Männer, 
die bereit sind, zugunsten der Volksgemeinschaft das eigene Leben zu opfern, steht die Zahl 
jener erbärmlichsten Egoisten gegenüber, die in der Erhaltung ihres eigenen rein persönlichen 
Lebens auch die höchste Aufgabe dieses Lebens sehen. Der Held stirbt, der Verbrecher [bleibt 
am Leben] bleibt erhalten. Dies erscheint einer heroischen Zeit und besonders einer 
idealistischen Jugend als selbstverständlich. Und es ist gut so, denn dies ist der Beweis für den 
immer noch vorhandenen Wert eines Volkes. Der wahrhafte Staatsmann aber muß eine solche 
Tatsache mit Sorge sehen und in Rechnung stellen. Denn was in einem Kriege leicht 
verschmerzt werden kann, führt in 100 Kriegen zur langsamen Ausblutung des besten, 
wertvollsten Teiles eines Volkes. Damit kann man wohl Siege erfechten haben, aber es wird 
[page 50] endlich kein Volk mehr da sein, das dieser Siege würdig ist, und die Erbärmlichkeit 
der Nachwelt, die manchen unverständlich erscheint, ist nicht selten das Ergebnis der Erfolge 
der Vorzeit. 

Damit wird eine weise politische Leitung eines Volkes im Kriege nie den Zweck des Lebens 
eines Volkes, sondern nur ein Mittel für dieses Leben sehen dürfen. Sie muß zur höchsten 
Mannbarkeit erziehen, das ihr anvertraute Menschengut aber mit höchster Gewissenhaftigkeit 
verwalten. Sie darf sich nicht scheuen, für die Existenz eines Volkes, wenn notwendig, den 
höchsten Bluteinsatz zu wagen, muß aber stets bedenken, daß der Friede dieses Blut einst 
wieder zu ersetzen hat. Kriege, die für Zwecke ausgefochten werden, die ihrem ganzen Wesen 



nach einen Ersatz des vergossenen Blutes nicht gewährleisten, sind Frevler am Volkskörper, 
eine Sünde an der Zukunft eines Volkes. 

Zu einer entsetzlichen Gefahr können ewige Kriege aber bei einem Volke werden, das in 
seiner rassischen Zusammensetzung so un gleichwertige Elemente besitzt, daß an sich nur ein 
Teil davon als staatserhaltend und besonders kulturschöpferisch angesehen werden darf. Die 
Kultur der europäischen Völker beruht auf den Fundamenten, die ihr nordischer Bluteinschlag 
im Laufe der Jahrtausende geschaffen hat. Sowie die letzten Reste dieses nordischen Blutes 
erst beseitigt sein werden, wird die europäische Kultur ihr Antlitz verändern, der Wert der 
Staaten aber entsprechend dem sinkenden Wert der Völker abnehmen. 

Eine Politik, die grundsätzlich friedlich ist, wird demgegenüber zunächst wohl eine Erhaltung 
der besten Blutsträger ermöglichen, sie wird aber im gesamten ein Volk zu einer Schwäche 
erziehen, die eines Tages versagen muß, sowie die Existenzvoraussetzungen eines solchen 
Volkes bedroht erscheinen. Man wird dann, statt zu kämpfen um das tägliche Brot, lieber 
dieses Brot kürzen oder, was noch wahrscheinlicher ist, die eigene Zahl beschränken, sei es 
durch friedliche Auswanderung oder durch Geburtenbeschränkung, um auf diesem Wege 
einer übergroßen Not zu entgehen. Damit aber wird die grundsätzlich friedliche Politik zu 
einer Geißel für ein Volk. Denn, was auf der einen Seite der dauernde Krieg besorgt, besorgt 
auf der anderen die Auswanderung. Durch sie wird in Hunderttausenden von einzelnen 
Lebenskatastrophen ein Volk langsam seiner besten Blutsträger beraubt. Es ist traurig, zu 
wissen, daß unsere gesamte nationalpolitisehe Weisheit, soweit sie nicht in der Auswanderung 
überhaupt einen Vorteil sieht, höchstens die Schwächung der Zahl des eigenen Volkes 
bedauert oder günstigstenfalls von einem Kulturdünger spricht, der anderen Staaten dann 
gegeben wird. Was nicht erkannt wird, ist der schwerste [sie]. Indem die Auswanderung nicht 
gebietsweise vor sich geht, auch nicht nach Altersklassen vollzogen wird, sondern dem freien 
Walten des Schicksals anheimgestellt bleibt, zieht sie aus einem Volk stets die Mutigsten und 
Tapfersten, entschlossensten, widerstandsbereitesten Menschen heraus. Der Bauernjunge, der 
vor 150 Jahren nach Amerika auswanderte, war in seinem Dorf ebenso der Entschlossenste 
und Verwegenste, wie der Arbeiter, der heute nach Argentinien geht. Der Feigling und 
Schwächung [page 51] wird Heber zu Hause sterben, als daß er je den Mut aufbrächte, in 
unbekannter Fremde sich sein Brot zu verdienen. Ganz gleich, ob Not, Elend, oder politischer 
Druck oder religiöser Zwang auf Menschen lastet, so werden immer die gesündesten und 
widerstandsfähigsten auch den meisten Widerstand zu leisten vermögen. Am ersten wird sich 
stets der Schwächling unterwerfen. Seine Erhaltung ist für den Sieger meistens ebensowenig 
Gewinn, wie es die Zurückgebliebenen für ein Mutterland sind. Daher geht nicht selten das 
Gesetz des Handelns von den Mutterstaaten zu den Kolonialländern über, weil sich auf ganz 
natürlichem Wege dort eine Zusammenballung höchsten Menschenwertes vollzogen hat. Der 
positive Gewinn für das Neuland ist aber damit ein Verlust für das Mutterland. Sowie durch 
die Auswanderung im Laufe von Jahrhunderten ein Volk erst einmal seine besten, robustesten 
und natürlichsten Kräfte verloren hat, wird es schwerlich mehr die innere Kraft aufbringen, 
dem Schicksal in kritischen Zeiten den nötigen Widerstand entgegenzusetzen. Es wird dann 
lieber noch zu Geburteneinschränkung greifen. Und auch hier ist nicht der Verlust der Zahl 
entscheidend, sondern die furchtbare Tatsache, daß durch die Geburteneinschränkung die 
möglichen Höchstwerte eines Volkes von vorneherein vernichtet werden. Denn die Größe und 
Zukunft eines Volkes wird bestimmt durch die Summe seiner Fähigkeiten für 
Höchstleistungen auf allen Gebieten. Dies aber sind Persönlichkeitswerte, die nicht an das 
Erstgeburtsrecht gebunden erscheinen. Man streiche aus unserem deutschen Kulturleben, aus 
unserer Wissenschaft, ja, aus unserer gesamten Existenz an sich alles heraus, was durch 
Männer geschaffen wurde, die keine Erstgeburten waren, und Deutschland wäre wohl kaum 
ein Balkanstaat. Das deutsche Volk besäße keinen Anspruch mehr, als Kulturvolk gewertet zu 



werden. Dabei ist zu bedenken, daß auch bei jenen Männern, die als Erstgeburten dennoch 
Großes für ihr Volk geleistet haben, erst geprüft werden müßte, ob nicht wenigstens einer der 
Vorfahren nicht Erstgeburt gewesen ist. Denn wenn in seiner ganzen Ahnenreihe auch nur 
[ein Mann die] einmal die Erstgeburt durchbrochen erscheint, dann gehört auch er zu jenen, 
die nicht wären, wenn unsere Vorfahren stets diesem Grundsatz gehuldigt hätten [note 4]. Im 
Völker leben aber gibt es keine Laster der Vergangenheit, die für die Gegenwart Rechte 
[wären.] sind. 

Die grundsätzlich friedliche Politik, mit der durch sie in der Folgezeit bedingten Ausblutung 
eines Volkskörpers durch Auswanderung und Geburtenbeschränkung, ist ebenfalls um so 
verhängnisvoller, je mehr es sich dabei um ein Volk handelt, das aus rassisch nicht 
gleichwertigen Elementen zusammengesetzt ist. Denn auch hier wird durch die 
Auswanderung in erster Linie der rassisch beste Teil dem Volke entzogen werden, während 
durch die Geburtenbeschränkung in der Heimat ebenfalls zunächst die infolge ihres rassischen 
Wertes sich höher hinaufgearbeiteten Lebensschichten erfaßt werden. Allmählich wird dann 
deren Ergänzung aus der ausgebluteten, minderwertigen breiten Masse erfolgen und endlich, 
nach [page 52] Jahrhunderten zu einer Senkung des gesamten Volkswertes überhaupt führen. 
Wirkliche Lebenskraft wird ein solcher Volkskörper überhaupt schon längst nicht mehr 
besitzen. 

Damit wird eine Politik, die grundsätzlich friedlich ist, genauso schädlich und verheerend 
wirken als eine Politik, die nur den Krieg als einzige Waffe kennt. 

Um das Leben eines Volkes und für dieses Leben hat die Politik, zu kämpfen, und sie muß 
dabei die Waffe ihres Kampfes stets so wählen, daß dem Leben im höchsten Sinne gedient 
wird. Denn man macht nicht Politik, um sterben zu können, sondern man darf [note 5] nur 
manchesmal Menschen sterben lassen, auf daß ein Volk leben kann. Das Ziel ist die Erhaltung 
des Lebens und nicht der heroische Tod oder [auch] gar die feige Resignation. 

Kapitel 3. Der Kampf, nicht die Wirtschaft sichert das Leben 



[page 53] Der Lebenskampf eines Volkes wird in erster Linie durch folgende Tatsache 
bestimmt: 

Ganz gleich, wie hoch die kulturelle Bedeutung eines Volkes ist, so steht doch an der Spitze 
aller Lebensnotwendigkeiten der Kampf um das tägliche Brot. Gewiß kann eine geniale 
Volksleitung einem Volk große Ziele vor Augen halten, so daß es von materiellen Dingen 
mehr abgelenkt wird, um überragenden geistigen Idealen zu dienen. Überhaupt wird das nur 
materielle Interesse in eben dem Maße steigen, in dem ideale geistige Gesichtspunkte im 
Verschwinden begriffen sind. Je primitiver der Mensch in seinem geistigen Leben, um so 
animalischer wird er, bis er endlich in der Nahrun gszusichnahme überhaupt den einzigen 
Zweck des Lebens empfindet. Es kann daher ein Volk sehr wohl eine gewisse Beschränkung 
an materiellen Gütern ertragen, solange man ihm einen Ersatz an tragkräftigen Idealen gibt. 
Allein, wenn nicht diese Ideale zum Verderben eines Volkes ausschlagen sollen, dürfen sie 
nie einseitig auf Kosten der materiellen Ernährung stattfinden, sowie dadurch die Gesundheit 
des Volkskörpers bedroht erscheint. Denn ein verhungertes Volk wird eben entweder unter 
den Folgen seiner Unterernährung körperlich zusammenbrechen oder eine Änderung seiner 
Lage herbeiführen müssen. Der körperliche Zusammenbruch aber hat früher oder später den 
geistigen im Gefolge. Dann aber hören auch alle Ideale auf. Mithin sind Ideale so lange 



gesund und richtig, als sie mithelfen, die innere und allgemeine Kraft eines Volkes zu stärken, 
so daß diese im letzten Grunde doch wieder der Durchführung des Lebenskampfes zugute 
kommen kann. Ideale, die dem Zweck nicht dienen, sind, und mögen sie dabei tausendmal 
äußerlich schön erscheinen, dennoch von Übel, denn sie entfernen ein Volk immer mehr von 
der Wirklichkeit des Lebens. 

Das Brot aber, das ein Volk zum Leben braucht, ist bedingt durch den Lebensraum, der ihm 
zur Verfügung steht. Zumindest ein gesundes Volk wird stets versuchen, die Befriedigung 
seiner Bedürfnisse im eigenen Grund und Boden zu finden. Jeder andere Zustand ist krank 
und gefährlich, auch wenn er selbst jahrhundertelang die Ernährungeines Volkes möglich 
macht. Welthandel, Weltwirt schuft, Fremdenverkehr usw. usw. sind alles vergängliche Mittel 
zur Ernährung eines Volkes. Sie sind abhängig von Faktoren, die zum Teil außerhalb des 
Ermessens, zum anderen außerhalb der Kraft eines Volkes hegen. Die sicherste Grundlage für 
die Existenz eines Volkes war zu allen Zeiten der eigene Grund und Boden. 

Nun ist aber folgendes zu bedenken: 

Die Zahl eines Volkes ist ein veränderlicher Faktor. Sie wird bei einem gesunden Volk eine 
steigende sein. Ja, die Vermehrung allein vermag die Zukunft [page 54] eines Volkes nach 
menschlichem Ermessen sicherzustellen. Damit ist aber auch die Forderung an Lebens gutem 
eine wachsende. Die sogenannte innere Erhöhung der Produktion kann in den meisten Fällen 
nur genügen; die steigenden Ansprüche der Menschheit zu befriedigen, keineswegs aber die 
steigende Zahl. Dies gilt besonders für die europäischen Nationen. Die europäischen Völker 
sind in den letzten Jahrhunderten, besonders in allerletzter Zeit in ihren Bedürfnissen so 
angewachsen, daß die Steigerung des europäischen Bodenertrages, die von Jahr zu Jahr in 
günstigstem Falle stattfinden könnte, kaum gleichen Schritt hält mit dem Wachstum der 
allgemeinen Lebensbedürfnisse an sich. Die Vermehrung der Zahl könnte nur wettgemacht 
werden durch eine Vermehrung, also Vergrößerung, des Lebensraumes. Nun ist aber wohl die 
Zahl eines Volkes veränderlich, der Boden jedoch ist ein an sich gleichbleibender. Das heißt: 
Die Vermehrung eines Volkes ist ein so selbstverständlicher, weil natürlicher Prozeß, daß dies 
nicht als außergewöhnlicher Vorgang empfunden wird. Die Vermehrung des Bodens hiegegen 
ist bedingt durch die allgemeine Besitzverteilung der Weit, ein Akt besonderer Umwälzung 
außerordentlicher Vorgänge, so, daß der Leichtigkeit der Volks ernährung [note 6] eine 
außerordentliche Schwere der Raumveränderung entgegensteht. 

Und doch ist die Regelung des Verhältnisses zwischen Volkszahl und Bodenfläche von 
unerhörtester Bedeutung für die Existenz eines Volkes. Ja, man kann füglich sagen, daß der 
ganze Lebenskampf eines Volkes in Wahrheit überhaupt nur darin besteht, [an] für die 
steigende Volkszahl den notwendigen Grund und Boden als allgemeine 
Ernährungs voraus setzung zu sichern. Denn indem die Volkszahl dauernd wächst, der Grund 
und Boden aber an sich gleich bleibt, müssen allmählich Spannungen eintreten, die sich 
zunächst durch eine Not äußern, die durch größeren Fleiß, genialere Produktionsmethoden 
oder besondere Sparsam keit eine gewisse Zeitlang ausgeglichen werden können, die aber 
eines Tages mit all diesen Mitteln nicht mehr zu beseitigen sind. Dann aber besteht die 
Aufgabe der Leitung des Lebenskampfes eines Volkes darin, diese unerträglichen 
Verhältnisse gründlich zu beseitigen, d. li. also, zwischen Volkszahl und Grundfläche wieder 
ein erträgliches Verhältnis herbeizuführen. 

Es gibt nun im Völkerleben einige Wege, das Mißverhältnis zwischen Volkszahl und 
Grundfläche zu korrigieren. Der natürlichste ist der einer Anpassung des Bodens von Zeit zu 
Zeit an die gewachsene Volkszahl. Dies erfordert Kampfentschlossenheit und Bluteinsatz. 



Allein dieser Bluteinsatz ist auch der einzige, der vor einem Volke gerechtfertigt werden 
kann. Denn indem aus ihm für die weitere Vermehrung eines Volkes der nötige Raum 
gewonnen wird, findet von selbst ein vielfacher Ersatz des auf dem Schlachtfeld eingesetzten 
Menschentums statt. Aus der Not des Krieges erwächst dann das Brot des Friedens. Das 
Schwert war der Wegbereiter des Pfluges, und wenn man überhaupt von Menschenrecht reden 
will, dann hat der Krieg in diesem einzigen Fall dem höchsten Recht gedient, er hat einem 
Volk die Erde gegeben, die es fleißig und redlich selbst [page 55] bebauen will, auf daß 
seinen Kindern einst die tägliche Nahrung zuteil werden kann. Denn diese Erde ist 
niemandem zugeteilt und wird auch niemandem geschenkt, wohl aber ist sie den Menschen 
als Leben der Vorsehung gegeben, die den Mut [besitzen, sie zu erobern] im Herzen tragen, 
sie in Besitz zu nehmen, die Kraft, sie zu bewahren und den Fleiß, sie zu pflügen. 

Jedes gesunde, urwüchsige Volk sieht deshalb im Bodenerwerb nichts Sündhaftes, sondern 
etwas Natürliches. Dem modernen Pazifisten aber, der dieses heiligste Recht leugnet, muß 
zunächst vorgehalten werden, daß er sich dann zumindest selbst vom Unrecht der 
vergangenen Zeiten nährt. Weiter aber, daß es keinen Flecken dieser Erde gibt, der für ewige 
Zeiten als Wohnsitz eines Volkes bestimmt worden ist, da schon das Walten der Natur die 
Menschheit in Jahrzehntausenden zu ewigem Wandern gezwungen hat. Endlich aber ist die 
heutige Besitz Verteilung der Erde nicht durch eine höhere Gewalt vorgenommen worden, 
sondern durch den Menschen selbst. Ich kann aber niemals eine von Menschen besorgte 
Lösung als Ewigkeitswert ansehen, den die Vorsehung nun in ihren eigenen Schutz nimmt 
und zum Gesetz der Zukunft heiligt. So, wie die Oberfläche der Erde ewig den geologischen 
Umwandlungen unterworfen erscheint, das organische Leben in ununterbrochenem Wechsel 
Formen vergehen Heß, um neue zu erfinden, so ist auch die Begrenzung der menschlichen 
Wohnstätten einem laufenden Wandel ausgesetzt. So sehr auch in gewissen Zeiten Völker ein 
Interesse besitzen mögen, die bestehende Weltbodenverteilung als unabänderlich und für alle 
Zukunft bindend hinzustellen, weil sie ihren Interessen entspricht, so sehr werden andere 
Völker in einem solchen Zustande immer nur etwas allgemein Menschliches zu erblicken 
vermögen, das augenblicklich zu ihren Ungunsten spricht und deshalb mit allen Mitteln 
menschlicher Kraft geändert werden muß. Wer dieses Ringen für alle Ewigkeit von der Erde 
verbannen will, hebt den Kampf der Menschen untereinander vielleicht auf, allein beseitigt 
damit auch die höchste treibende Kraft für ihre Entwicklung, genauso, als wenn er im 
bürgerlichen Leben den Reichtum bestimmter Menschen, die Größe bestimmter Geschäfte 
verewigen wollte für immer und zu dem Zweck das Spiel der freien Kräfte, die Konkurrenz, 
ausschalten würde. Das Ergebnis wäre ein Unglück für ein Volk. 

Die heutige Weltraumverteilung fällt in einseitigster Weise so sehr zugunsten einzelner 
Völker aus, daß diese ein verständliches Interesse besitzen müssen, an der derzeitigen 
Bodenverteilung nichts mehr ändern zu lassen. Allein dem Überreichtum an Boden dieser 
Völker steht die Armut anderer gegenüber, die trotz emsigstem Fleiße nicht das tägliche Brot 
zum Leben zu erzeugen in der Lage sind. Mit welchem höheren Rechte will man denen 
entgegentreten, wenn auch sie den Anspruch erheben auf eine Bodenfläche, die ihre 
Ernährung sichert? 

Nein. Das erste Recht auf dieser Welt ist das Recht zum Leben, 8oferne man die Kraft hiezu 
besitzt. Ein kraftvolles Volk aber wird damit aus diesem Recht stets die Wege finden, seinen 
Boden seiner Volks zahl anzupassen. 

Sowie ein Volk, sei es aus Schwäche oder durch schlechte Führung, das [page 56] 
Mißverhältnis zwischen seiner gewachsenen Volkszahl und dem zurückgebliebenen Grund 
nicht mehr durch die Steigerung der Bodenfläche zu beseitigen vermag, wird es zwangsläufig 



nach anderen Wegen suchen. Es wird die Volkszahl dann dem Boden anpassen. 

An sich nimmt die erste Anpassung der Volkszahl an die ungenügende 

Ernährungs grundfläch e die Natur selbst vor. Not und Elend sind dabei ihre Hilfsmittel. Durch 
sie kann ein Volk so sehr dezimiert werden, daß eine weitere Vermehrung der Zahl damit 
praktisch aufhört. Die Folgen dieser naturlichen Anpassung der Zahl an den Boden sind nicht 
immer gleiche. Zunächst setzt ein sehr heftiger Lebenskampf untereinander ein, den nur die 
allerkräftigsten und widerstandsfähigsten Einzelsubjekte zu überdauern vermögen. Hohe 
Kinders terblichkeit auf der einen Seite und hohes Lebensalter auf der anderen sind die 
Hauptanz eichen einer solchen mit dem Einzelleben wenig rücksichtsvoll umgehenden Zeit. 
Indem in diesem Zustande alles Schwächliche von Not und Krankheiten hinweggerafft wird 
und nur das Allergesündeste am Leben erhalten bleibt, tritt eine Art natürlicher Auslese ein. 
Es kann damit sehr wohl die Zahl eines Volkes einer Beschränkung unterliegen, der innere 
Wert jedoch erhalten bleiben, ja, eine innere Steigerung erfahren. Zu lange kann aber ein 
solcher Prozeß nicht dauern, da sonst die Not auch in das Gegenteil umzuschlagen vermag. 
Die ewigen Nahrungsnöte können endlich dazu führen, daß bei rassisch nicht ganz 
gleichmäßig wertvollen Völkern eine dumpfe Ergebung in die Not stattfindet, die Spannkraft 
allmählich nachläßt und an Stelle eines die Auslese fördernden Kampfes ein allmähliches 
Verkommen eintritt. Ganz sicher ist dies der Fall, sowie der Mensch von sich aus, um der 
ewigen Not zu steuern, auf eine Vermehrung seiner Zahl keinen Wert mehr legt und zur 
Geburtenbeschränkung greift. Denn er selbst geht dabei sofort den ungekehrten Weg, den die 
Natur einschlägt. Während die Natur aus einer Vielzahl geborener Lebewesen die wenigen 
gesündesten und widerstandsfähigsten im Lebenskampfe übrigläßt, schränkt der Mensch die 
Zahl der Geburten ein, versucht aber dann, das, was geboren ist, ohne Rücksicht auf 
wirklichen Wert und seine innere Würdigkeit am Leben zu erhalten [note 7]. Seine Humanität 
ist dabei nur die Dienerin seiner Schwäche und damit in Wahrheit die grausamste 
Vernichterin seiner Existenz. Wollte der Mensch von sich aus seine Zahl beschränken, ohne 
zu den entsetzlichen Folgen zu kommen, die aus der Geburtenbeschränkung entstehen, dann 
müßte er die Zahl der Geburten freigeben, die der am Leben zu bleibenden [sie] jedoch 
beschneiden. Zu einer solchen weisen Maßnahme waren einst Spart[j]aken [sie] fähig, aber 
nicht unser heutiges, verlogen sentimentales, bürgerlich-patriotisches Zeug. Die Herrschaft 
der 6000 Spartaner über 3 1/2 Hundertausend Heloten war nur denkbar infolge des rassischen 
Hochwertes der Spartaner [note 8]. Dieser aber war das Ergebnis einer planmäßigen 
Rasseerhaltung, [page 57] so daß wir im spartanischen Staat den ersten völkischen zu sehen 
haben. Die Aussetzung kranker, schwächlicher, mißgestalteter Kinder, d. h. also deren 
Vernichtung, war menschenwürdiger und in Wirklichkeit tausendmal humaner als der 
erbärmliche Irrsinn unserer heutigen Zeit, die krankhaftesten Subjekte zu erhalten, und zwar 
um jeden Preis zu erhalten, und hunderttausend gesunden Kindern infolge der 
Geburtenbeschränkung oder durch Abtreibungsmittel das Leben zu nehmen, in der Folgezeit 
aber ein Geschlecht von mit Krankheiten belasteten Degen eraten heranzuzüchten. 

Es kann also im allgemeinen gesagt werden, daß die Beschränkung der Volkszahl durch Not 
und menschliche Beihilfen wohl eine annähernde Anpassung an den ungenügenden 
Lebensraum durchführt, allein den Wert des vorhandenen Menschenmaterials immer mehr 
senkt, ja am Ende verkommen läßt. 

Der zweite Versuch, die Volkszahl an den Boden anzupassen, liegt in der Auswanderung, die, 
sowie sie nicht stammesmäßig stattfindet, aber ebenfalls zu einer Entwertung des 
übrigbleibenden Menschenmaterials führt. 

Geburtenbeschränkung des Menschen löscht die Träger seiner Höchstwerte aus, die 



Ans Wanderung zerstört den Wert seines Durchschnitts. 

Es gibt nun noch zwei andere Wege, auf denen ein Volk versuchen kann, das Mißverhältnis 
zwischen Volkszahl und Bodenfläche auszugleichen. Der erste heißt Steigerung des inneren 
Bodenertrages, die an sich nichts zu tun hat mit sogenannter innerer Kolonisation, der zweite 
Steigerung seiner Güterproduktion und Umstellung der inneren Wirtschaft auf eine Wirtschaft 
des Exports. 

Der Gedanke einer Steigerung des Bodenertrages innerhalb der nun einmal gesteckten 
Grenzen est ein uralter [note 9]. Die Geschichte der menschlichen Bodenbearbeitung ist eine 
solche des dauernden Fortschritts, dauernder Verbesserungen und damit steigender 
Ergebnisse. Lag der erste Teil dieser Fortschritte auf dem Gebiete des Ausbaues der 
Bearbeitungsmethoden des Bodens sowie der Anbautätigkeit, so liegt der zweite Teil auf dem 
Gebiete der künstlichen Steigerung des Bodenwertes durch Zuführung fehlender oder 
mangelnder Nährstoffe. Von der ehemaligen Hacke bis zum modernen Dampfpflug, vom 
Stallmist bis zum heutigen Kunstdünger führt diese Linie. Ohne Zweifel ist damit die 
Erträgnisfähigkeit des Bodens um ein Unendliches gesteigert worden. Allein ebenso 
zweifellos ist dabei irgendwo eine Grenze gezogen. Besonders, wenn man bedenkt, daß der 
Lebensstandard des Kulturmenschen ein allgemeiner ist, der nicht durch die auf den [page 58] 
einzelnen treffende Gütermenge eines Volkes bestimmt wird, sondern der Beurteilung der 
umliegenden Länder genau so unterliegt und umgekehrt durch deren Verhältnisse 
[mitbestimmt] festgesetzt wird. Der heutige Europäer träumt von einem Lebensstandard, den 
er ebensosehr aus den Möglichkeiten Europas wie den tatsächlichen Verhältnissen Amerikas 
ableitet. Die internationalen Beziehungen der Völker sind durch die moderne Technik und den 
durch sie ermöglichten Verkehr so leichte und innige geworden, daß der Europäer als 
Maßstab für sein eigenes Leben, ohne sich dessen oft bewußt zu werden, die Verhältnisse des 
amerikanischen Lebens anlegt, dabei aber vergißt, daß das Verhältnis der Volkszahl zur 
Grundfläche des amerikanischen Kontinents ein unendlich günstigeres ist als die analogen 
Verhältnisse der europäischen Völker zu ihren Lebensräumen. Ganz gleich wie Italien oder 
sagen wir Deutschland die innere Kolonisation ihres Bodens durchführen, ganz gleich wie sie 
weiter durch erhöhte wissenschaftliche und methodische Tätigkeit das Erträgnis ihres Bodens 
steigern, immer bleibt das Mißverhältnis ihrer Zahl zum Boden, gemessen an dem Verhältnis 
der Volkszahl der amerikanischen Union zum Boden der Union, bestehen. Und wenn durch 
emsigsten Fleiß für Deutschland oder Italien eine weitere Steigerung der Volkszahl möglich 
wäre, dann würde sie in der amerikanischen Union oben bis zu einem Vielfachen dessen 
möglich sein. Und wenn endlich jede weitere Steigerung in diesen beiden europäischen 
Ländern endgültig unmöglich ist, dann kann die amerikanische Union noch jahrhundertelang 
weiterwachsen, bis endlich das Verhältnis erreicht sein wird, das wir heute schon haben. 

Besonders die innere Kolonisation beruht in den von ihm erhofften Wirkungen auf einem 
Trugschluß [note 10]. Die Meinung, durch sie eine wesentliche Steigerungdes Bodenertrages 
herbeiführen zu können, ist falsch. Ganz gleich, wie in Deutschland zum Beispiel der Boden 
verteilt wird, ob in großen oder in kleinen Bauerngütern oder ob in Parzellen für Kleinsiedler, 
es ändert dies nichts in der Tatsache, daß 136 Menschen im Durchschnitt auf 1 qkm Grund 
treffen. Dieses Verhältnis ist ungesund. Eine Ernährung unseres Volkes auf dieser Grundlage 
und unter dieser Voraussetzung ist nicht möglich, ja, es würde nur verwirrend wirken, wenn 
man das Schlagwort der inneren Kolonisation der Masse vorsetzt, die dann daran die 
Hoffnung knüpft, durch sie ein Mittel zur Behebung der heutigen Not gefunden zu haben. 
Dies würde aber nicht der Fall sein. Denn sie ist nicht das Ergebnis einer etwa falschen Art 
der Verteilung des Bodens, sondern die Folge einer im gesamten ungenügenden Raummenge, 



die unserem Volke heute zur Verfügung steht. 

[page 59] Damit aber können durch die Steigerung des Bodenertrages wohl für eine ewisse 
Zeit Erleichterungen im Leben eines, Volkes stattfinden, auf die Dauer jedoch wird dies nie 
eine Enthebung von der Verpflichtung sein, den ungenügend gewordenen Lebensraum eines 
Volkes an die gewachsene Zahl wieder anzupassen. Durch die innere Kolonisation selbst aber 
können im günstigsten Falle nur Verbesserungen im Sinne einer sozialen Vernunft und 
Gerechtigkeit stattfinden. Für die Gesamternährung eines Volkes ist sie ohne jede Bedeutung. 
Für die außenpolitische Einstellung einer Nation aber wird sie nicht selten von Schaden sein, 
weil sie Hoffnungen erwecht, die ein Volk vom realen Denken entfernen können. Der 
gewöhnliche ehrsaine Bürger wird dann wirklich glauben, durch Fleiß, Emsigkeit und 
gerechte Bodenverteilung sein tägliches Brot auch zu Hause finden zu können, statt zu 
erkennen, daß die Kraft eines Volkes zusammengefaßt werden muß, um neuen Lebensraum 
zu gewinnen [note 11]. 

Die Wirtschaft, die besonders heute von vielen als die Retterin aus Not und Sorge, Hunger 
und Elend angesehen wird, kann allerdings unter bestimmten Voraussetzungen einem Volk 
Existenzmögjichkeiten geben, die außerhalb seines Verhältnisses zum eigenen Grund und 
Boden liegen. Allein es ist dies gebunden an eine Anzahl von Voraussetzungen, die ich hier 
ganz kurz erwähnen muß. 

Der Sinn einer solchen Wirtschaft liegt darin, daß ein Volk: an gewissen Gütern des Lebens 
mehr produziert, als es für den eigenen Bedarf nötig hat, diesen Überschuß außerhalb der 
eigenen Volksgemeinschaft verkauft und vom Erlös sich diejenigen Lebensmittel und auch 
Rohstoffe anschafft, an denen es Mangel besitzt. Damit ist aber diese Art von Wirtschaft nicht 
nur eine Frage der Produktion, sondern in einem mindest ebenso hohen Maße eine Frage des 
Verkaufes. Man redet besonders in der Gegenwart viel von einer Steigerung der Produktion, 
vergißt aber ganz, daß eine solche Steigerung nur Wert hat, solange ein Käufer vorhanden ist. 
Innerhalb des Kreises des Wirtschaftslebens eines Volkes wird jede Produktions Steigerung 
insoferne nutzbringend sein, als sie eben die Zahl der Güter vermehrt, die damit auf den 
einzelnen treffen. Theoretisch müßte jede Steigerung der industriellen Produktion eines 
Volkes zu einer Verbilligung der Waren und damit zu einem erhöhten Konsum derselben 
führen, mithin also den einzelnen Volksgenossen in den Besitz größerer Lebens guter bringen. 
In der Praxis ändert dies aber nichts an der Tatsache der ungenügenden Ernährung eines 
Volkes infolge des unzulänglichen Bodens. Denn man kann wohl gewisse industrielle 
Produktionen steigern, ja vervielfachen, aber nicht die Lebensmittelerzeugung. Sowie ein 
Volk an dieser Not leidet, wird eine Behebung nur darin stattfinden können, wenn ein Teil 
seiner industriellen Überproduktion nach außen hin abzufließen [page 60] vermag, um von 
außen herein die nicht vorhandenen Lebensmittel der Heimat zu ersetzen. Damit aber hat eine 
Produktionssteigerung für diesen Zweck nur dann den gewünschten Erfolg, wenn sich der 
Käufer findet, und zwar der äußere Käufer. Damit aber steht dann die Frage der 
Verhaufsmöglichkeit, also des Absatzes in überragender Bedeutung vor uns. 

Der Absatzmarkt der heutigen Welt ist kein unbegrenzter. Die Zahl der industriell tätigen 
Nationen hat dauernd zugenommen. Fast alle europäischen Völker leiden unter dem 
ungenügenden und unbefriedigenden Verhältnis ihres Bodens zur Volkszahl und sind deshalb 
auf Weltexport angewiesen. In letzter Zeit kommt zu ihnen noch die amerikanische Union, im 
Osten Japan. Damit beginnt von selbst ein Kampf um den begrenzten Absatzmarkt, der umso 
härter werden wird, je zahlreicher die industriell tätigen Nationen werden und je mehr 
umgekehrt die Absatzmärkte sich verengen. Denn während einerseits die Zahl der um den 
Weltmarkt ringenden Völker zunimmt, wird der Absatzmarkt selbst langsam verkleinert, teils 



infolge einer Selbstindustrialisierung aus eigener Kraft, teils durch ein System von 
Filialunternehmungen, die aus reinem kapitalistischen Interesse in solchen Ländern mehr und 
mehr ins Leben gerufen werden. Denn es ist dabei folgendes zu bedenken: Das deutsche Volk 
zum Beispiel hat ein lebendiges Interesse daran, nach [sie] China auf deutschen Werften 
Schiffe zu bauen, weil dadurch eine bestimmte Anzahl Menschen unserer Nationalität die 
Möglichkeit einer Ernährung erhalten, die sie aus unserem eigenen nicht mehr genügenden 
Grund und. Boden nicht besitzen würde. Das deutsche Volk hat aber kein Interesse daran, 
daß, sagen wir, eine deutsche Finanzgruppe oder auch ein deutsches Werk in Shanghai eine 
sogenannte Filial- Werft ins Leben ruft, die nun mit chinesischen Arbeitern und fremden 
Stählen für China Schiffe baut, auch wenn dabei die Gesellschaft selbst einen bestimmten 
Gewinn in Form einer Verzinsung oder Dividende erhält. Im Gegenteil, denn das Ergebnis 
dessen wird nur sein, daß eine deutsche Finanzgruppe soundsoviele Millionen Gewinn erhält, 
allein der deutschen Volkswirtschaft infolge der dadurch wegfallenden Aufträge ein 
Vielfaches dieses Betrages entzogen wird [note 12]. 

Je mehr nun rein kapitalistische Interessen die heutige Wirtschaft zu bestimmen beginnen, je 
mehr hier vor allem allgemeine Finanz- und Börsengesichtspunkte entscheidenden Einfluß 
erringen, umsomehr wird dieses System von Filial gründun gen um sich greifen, damit aber die 
Industrialisierung bisheriger Absatzmärkte [plötzlich] künstlich durchführen und besonders 
den europäischen Mutterländern die Exportmöglichkeiten beschneiden. Heute kann noch 
mancher über [page 61] diese Zukunftsentwicklung lächeln, bei ihrem weiteren Fortschreiten 
wird man in 30 Jahren unter den Folgen in Europa stöhnen. 

Je mehr aber die Absatzschwierigkeiten wachsen, um so erbitterter wird der Kampf um die 
übrigbleibenden geführt werden. Wenn nun auch die ersten Waffen dieses Kampfes in der 
Preisgestaltung und in der Güte der Waren hegen, mit denen man gegenseitig sich 
niederz ukonkurrieren versucht, so liegt aber die letzte Waffe endlich auch hier beim Schwert. 
Die sogenannte wirt Schafts friedliche Eroberung der Welt könnte nur stattfinden, wenn die 
Erde aus lauter Agrarvölkern bestünde und ein einziges industriell tätiges Wirtschaftsvolk 
besäße. Da aber alle großen Völker heute Industrievölker sind, ist die sogenannte 
wirtschaftsfriedliche Eroberung der Erde nichts anderes als der Kampf mit Mitteln, die so 
lange friedliche sein werden, solange die stärkeren Völker mit ihnen siegen zu können 
glauben, d. h. aber in Wirklichkeit mit friedlicher Wirtschaft die anderen töten zu können. 
Denn das ist das wirkliche Resultat eines Sieges eines Volkes mit wirt Schafts friedlichen 
Mitteln über ein anderes Volk. Das eine Volk erhält durch sie die Möglichkeiten zum Leben, 
und dem anderen Volke werden sie dadurch entzogen. Der Einsatz ist auch hier immer die 
Substanz von Fleisch und Blut, die wir als Volk bezeichnen. 

Glaubt aber ein wirklich kraftvolles Volk, ein anderes mit wirtschaftsfriedlichen Mitteln nicht 
besiegen zu können, oder will ein wirtschaftlich schwächeres Volk sich von einem 
wirtschaftlich stärkeren nicht töten lassen, indem ihm langsam die Möglichkeiten seiner 
Ernährung abgeschnitten werden, dann wird [es zum Achwerte greifen] in beiden Fällen der 
Dunst der wirtschaftsfriedlichen Phrasen plötzlich zerrissen und der Krieg, also die 
Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, tritt an ihre Stelle. 

Die Gefahr der wirtschaftlichen Betätigung im ausschließlichen Sinne hegt aber für ein Volk 
gerade darin, daß es nur zu leicht dem Glauben verfällt, sein Schicksal endgültig durch die 
Wirtschaft gestalten zu können, daß diese damit von einer rein sekundären Stelle in eine 
primäre vorrückt, ja endlich sogar als staatsbildend angesehen wird, und dem Volk diejenigen 
Tugenden und Eigenschaften raubt, die Völker und Staaten endgültig allein auf dieser Erde 



am Dasein zu erhalten vermögen [note 13]. 

Eine besondere Gefahr der sogenannten wirtschaftsfriedlichen Politik eines Volkes liegt aber 
darin, daß durch sie zunächst eine Vermehrung der Volkszahl möglich wird, die endlich in 
keinem Verhältnis mehr steht zu den Lebenserträgnissen des eigenen Grund und Bodens. 
Diese Überfüllung eines ungenügend großen Lebensraumes mit Menschen führt dabei nicht 
selten auch zu schweren sozialen Schäden, indem die Menschen nun in Arbeits Zentren 
zusammengefaßt werden, die dann weniger Kulturstätten gleichen als vielmehr Abszessen am 
Volkskörper, in denen sich alle üblen Laster, Untugenden und Krankheiten zu vereinigen 
[page 62] scheinen. Sie sind dann vor allem Brutstätten der Blutsvermischung und 
Bastardierung, damit meistens der Rassensenkung und ergeben damit jene eitrigen Herde, in 
denen die internationale jüdische Völkermade gedeiht und die weitere Zersetzung endgültig 
besorgt [note 14]. 

Gerade dadurch aber wird ein Verfall in die Wege geleitet, in dem nun die innere Kraft eines 
solchen Volkes rasch entschwindet, alle rassischen, moralischen und sittlichen Werte der 
Vernichtung anheimfallen, die Ideale abgebaut werden und damit endlich die Voraussetzung 
beseitigt wird, die ein Volk not wendig braucht, um die letzte Konsequenz im Ringen um den 
Weltmarkt auf sieh nehmen zu können. Die Völker werden, in einem lasterhaften Pazifismus 
geschwächt, nicht mehr bereit sein, mit Bluteinsatz für den Absatz ihrer Waren zu kämpfen. 
Sowie also ein Stärkerer an Stelle wirtschaftsfriedlicher Mittel die realeren Kräfte der 
politischen Macht einsetzt, werden solche Völker zusammenbrechen. Dann aber trifft sie die 
Rache ihrer eigenen Verfehlungen. Sie sind übervölkert und haben nun infolge des Verlustes 
aller wirklichen Voraussetzungen keine Möglichkeit mehr, die übergroße Volks masse 
genügend ernähren zu können, keine Kraft, die Fessel der Gegner zu sprengen, und keinen 
inneren Wert, das Schicksal würdig zu tragen. Sie glaubten einst, um leben zu können, dank 
ihrer wirtschaftsfriedlichen Betätigung, der Gewalt entsagen zu dürfen. Das Schicksal wird sie 
belehren, daß man endgültig ein Volk nur erhält, wenn Volkszahl und Lebensraum in einem 
bestimmten natürlichen und gesunden Verhältnis zueinander stehen. Daß weiter dieses 
Verhältnis von Zeit zu Zeit überprüft werden muß, und in eben dem Maße, indem es sich zu 
Ungunsten des Bodens verschiebt, zu Gunsten der Volkszahl wieder hergestellt werden muß. 

Dazu allerdings braucht ein Volk Waffen. Denn Bodenerwerb ist immer mit Machteinsatz 
verbunden. 

Wenn aber die Aufgabe der Politik die Durchführung des Lebenskampfes eines Volkes ist, 
der Lebenskampf eines Volkes im letzten Grunde darin besteht, der jeweiligen Volkszahl die 
zur Ernährung notwendige Raummenge zu sichern, dieser gesamte Vorgang jedoch eine 
Frage des Machteinsatzes eines Volkes ist, dann ergibt sich folgende Schlußdefinition: 

Politik ist die Kunst der Durchführung des Lebenskampfes eines Volkes um sein irdisches 
Dasein. 

[Innenpolitik] Außenpolitik ist die Kunst, einem Volke den jeweils notwendigen Lebensraum 
in Größe und Güte zu sichern. 

Innenpolitik ist die Kunst, einem Volke [die] den dafür notwendigen [Machtgehalt] 
Machteinsatz in Form seines Rassenwertes und seiner Zahl zu erhalten. 



Kapitel 4. Rasse, Kampf und Macht 



[page 63] Ich [möchte] will mich dabei gleich an dieser Stelle mit jener bürgerlichen 
Auffassung auseinandersetzen, die unter Macht meist nur den Waffenvorrat einer Nation im 
Auge hat, und zum geringeren Teil vielleicht auch noch die Armee als Organisation. Würde 
die Auffassung dieser Leute zutreffend sein, d. h. würde also die Macht eines Volkes wirklich 
in seinem Waffenbesitz und seiner Armee an sich hegen, dann müßte damit ein Volk, das 
durch irgendwelche Umstände Armee und Waffen verloren hat, für alle Zeiten erledigt sein. 
Das glauben aber diese bürgerlichen Politiker selber kaum. Allein schon indem sie dies 
bezweifeln, geben sie zu, daß Waffen und Heeresorganisation Dinge sind, die ersetzt werden 
können, mithin nicht primärer Natur sind, sondern daß es etwas gibt, was über ihnen steht und 
was damit zumindest die Quelle auch ihrer Macht [note 15]. Und dem ist auch so. Waffen und 
Heeresformen sind zerstörbar und sind ersetzbar. So groß vielleicht ihre B edeutung für den 
Augenblick ist, so begrenzt ist sie, für längere Zeiträume betrachtet. Im Leben eines Volkes 
ist endgültig ausschlaggebend der Wille zur Selb st erhalt ung und die lebendigen Kräfte, die 
ihm dabei zur Verfügung stehen. Waffen können rosten, Formen können sich überleben, der 
Wille selbst kann beides immer wieder erneuern und einem Volk in jener Gestalt verschaffen, 
die der Augenblick der Not erfordert. Daß wir Deutschen unsere Waffen abliefern mußten, hat 
eine sehr geringe Bedeutung, soweit ich die materielle Seite dabei im Auge behalte. Und das 
ist doch die einzige, die unsere bürgerlichen Politiker sehen. Das Bedrückende in unserer 
Waffenablieferung hegt höchstens in den Begleitumständen, unter denen sie erfolgte, in 
unserer Gesinnung, die sie ermöglichte, sowie in der erbärmlichen Art der Durchführung die 
wir erlebten. Viel schwerer wiegt die Zerstörung der Organisation unseres Heeres. Allein 
auch dort ist das Hauptunglück nicht in der Beseitigung der Organisation als Trägerin unseres 
Waffenbesitzes zu sehen, als vielmehr in der Aufhebung einer Institution der Erziehung 
unseres Volkes zur Mannbarkeit, wie sie kein anderer Staat der Welt besessen hat und 
allerdings auch kein Volk wohl so nötig brauchte, als unser deutsches. Das Verdienst unseres 
alten Heeres an der allgemeinen Disziplinier ung unseres Volkes für Höchstleistungen auf 
allen Gebieten ist nicht abmeßbar. Gerade unser Volk, das in seiner inneren rassischen 
Zerrissenheit so sehr die Eigenschaften vermissen läßt, die z. B. den Engländer auszeichnen — 
geschlossenes Zusammenstehen in Zeiten der Gefahr — hat wenigstens einen Teil dieser bei 
anderen Völkern natürlichen, instinktmäßig verankerten Veranlagung auf dem Wege der 
Erziehung durch das Heer erhalten. Die Menschen, die so gerne von Sozialismus reden, 
begreifen alle nicht, daß die höchste sozialistische Organisation überhaupt das deutsche [page 
64] Volksheer gewesen ist. Daher auch der grimmige Haß des typisch kapitalistisch 
veranlagten Judentums gegen eine Organisation, in der nicht Geld identisch ist mit Stellung 
Würde oder gar Ehre, sondern Leistung und in der überhaupt die Ehre, zu Menschen einer 
bestimmten Leistung zu gehören, größer geschätzt wird, als Vermögen und Reichtum zu 
besitzen. Eine Auffassung, die dem Juden ebenso fremd wie gefährlich erscheint, und die, 
wenn sie erst Allgemeingut eines Volkes sein würde, einen immunen Schutz gegen jede 
weitere jüdische Gefahr bedeuten würde. Würde z. B. in der Armee eine Offiziers stelle zu 
kaufen sein, so wäre dies dem Judentum verständlich. Unverständlich, ja unheimlich aber ist 
ihm eine Organisation, die einen Mann mit Ehre umgibt, der entweder überhaupt gar kein 
Vermögen besitzt, oder dessen Einkommen nur ein Bruchteil eines anderen ist, der gerade in 
dieser Organisation gar nicht geehrt oder geschätzt wird. Und darin aber lag die Hauptstärke 
dieser alten unvergleichlichen Einrichtung, die nur leider in den letzten 30 Friedensjahren 
allerdings auch langsam angefressen zu werden drohte. Sowie es Mode wurde, daß einzelne 
Offiziere, besonders adeliger Abstammung, sich ausgerechnet mit Warenhausjüdinnen 
paarten, stieg für das alte Heer eine Gefahr auf, die sich bei fortschreitender gleicher 



Entwicklung eines Tages übel ausgewachsen hätte. Jedenfalls war in der Zeit Kaiser 
Wilhelms 1. für solche Vorgänge kein Verständnis [gezeigt] übrig gewesen. Dennoch war, 
alles in allem genommen, noch um die Jahrhundertwende das deutsche Heer die grandioseste 
Organisation der Welt und seine Wirksamkeit für unser deutsches Volk eine mehr als 
segensreiche. Die Zuchtstätte deutscher Disziplin, deutscher Tüchtigkeit, gerader Gesinnung, 
offenen Mutes, kühnen Draufgängertums, zäher Beharrlichkeit und granitener Ehrlichkeit. 
Die Ehrauffassungeines ganzen Standes wurde langsam aber unmerklich Gemeingut eines 
ganzen Volkes. 

Daß diese Organisation durch den Friedensvertrag von Versailles zerstört wurde, war für 
unser deutsches Volk um so schlimmer, als unsere Gegner im Inneren damit endlich freie 
Bahn zum Auswirken ihrer schlimmsten Absichten bekamen, unser unfähiges Bürgertum aber 
mangels jeder Genialität und improvisatorischer Fähigkeit auch nicht den primitivsten Ersatz 
zu finden vermochte. 

Damit allerdings hat unser deutsches Volk Waffenbesitz und Waffenträgerin verloren. Allein 
dies ist in der Geschichte der Völker unzählige Male der Fall gewesen, ohne daß diese daran 
zu Grunde gegangen wären. Im Gegenteil: Nichts ist leichter zu ersetzen, als ein 
Waffenverlust und jede organisatorische Form kann wieder erschaffen oder erneuert werden. 
Was unersetzbar ist, ist das verdorbene Blut eines Volkes, der vernichtete innere Wert. 

Denn der heutigen bürgerlichen Auffassung, daß der Friedensvertrag von Versailles unser 
Volk waffenlos gemacht habe, kann ich nur entgegenhalten, daß die wirkliche 
Waffenlosigkeit in unserer pazifistisch-demokratischen Vergiftung liegt, sowie im 
Internationalismus, der die höchsten Kraftquellen unseres Volkes zerstört und vergiftet. Denn 
die Quelle aller Macht eines Volkes liegt nicht in seinem Waffenbesitz oder in seiner 
Heeresorganisation, sondern in seinem inneren Wert, [page 65] der repräsentiert wird durch 
die rassische Bedeutung, also den Rassenwert eines Volkes an sich, durch das Vorhandensein 
höchster Einzelpersönlichkeitswerte, sowie durch seine gesunde Einstellung zum Gedanken 
der Selbsterhaltung. 

Wenn wir als Nationalsozialisten mit dieser Auffassung über die wirkliche Kraft eines Volkes 
vor die Öffentlichkeit treten, dann wissen wir, daß damit die gesamte öffentliche Meinung 
heute gegen uns steht. Allein dies ist ja der tiefste Sinn unserer neuen Lehre, die uns als 
Weltanschauung von den anderen trennt. 

Indem wir von dem Grundsatze ausgehen, daß Volk nicht gleich Volk ist, ist auch Volkswert 
nicht gleich Volkswert. Wenn aber Volkswert nicht gleich Volkswert ist, dann hat mithin 
jedes Volk ganz abgesehen von seiner Zahl als summarischen Wert noch einen besonderen 
spezifischen Wert, der ihm zu eigen ist und der keinem anderen Volke vollständig gleich sein 
kann. Die Auswirkungen dieses jeweiligen besonderen Volkswertes können verschiedenster 
Art sein und auf den verschiedensten Gebieten liegen, zusammengefaßt aber ergeben sie doch 
einen Maßstab für die allgemeine Wertung eines Volkes überhaupt. Der letzte Ausdruck 
dieser allgemeinen Wertung ist das geschichtliche Kulturbild eines Volkes, in dem sich die 
Summe aller Ausstrahlungen seines Blutswertes oder der in ihm vereinten Rassenwerte 
widerspiegeln. 

Dieser besondere Volkswert ist aber keineswegs nur ein ästhetisch-kultureller, sondern ein 
allgemeiner Lebenswert an sich. Denn er bildet das Leben eines Volkes überhaupt, formt und 
gestaltet es und liefert damit auch all jene Kräfte, die ein Volk zur Überwindung von 
Lebenswiderständen einzusetzen hat. Denn jegliche kulturelle Tat ist in Wahrheit die 



Besiegung einer, vom Menschen aus betrachtet, bisher bestandenen Barbarei, jede kulturelle 
Schöpfung [damit] eine Hilfe zum Aufstieg der Menschen über seine bisher gezogene 
Begrenzung und damit eine Stärkung der Stellung dieser Menschen, so, daß auch im 
sogenannten kulturellen Wert eines Volkes in Wahrheit eine Kraft zur Lebensbehauptung 
liegt. Je größer aber mithin die inneren Kräfte eines Volkes in dieser Richtung sind, umso 
stärker auch die unzähligen Möglichkeiten zur Lebensbehauptung auf allen Gebieten des 
Lebenskampfes. Je höher mithin der Rassenwert eines Volkes ist, um so größer sein 
allgemeiner Lebenswert, [durch] den es dann zugunsten seines Lebens einzusetzen hat, im 
Kampfe und im Ringen mit anderen Völkern. 

Die Bedeutung des Blutswertes eines Volkes wird allerdings erst dann restlos wirksam, wenn 
dieser Wert von einem Volk erkannt, gebührend geschätzt und gewürdigt wird. Völker, die 
diesen Wert nicht begreifen oder mangels eines natürlichen Instinktes ihn nicht mehr 
empfinden, beginnen ihn damit auch sofort zu verlieren. Blutsvermischung und 
Rassensenkung sind dann die Folgen, die allerdings am Beginn nicht selten eingeleitet werden 
durch eine sogenannte Ausländerei, in Wirklichkeit also ein Minderschätzen eigener 
kultureller Werte gegenüber denen fremder Völker. Sowie ein Volk den kulturellen Ausdruck 
des durch sein Blut bedingten eigenen Seelenlebens [note 16] nicht mehr würdigt oder sich 
seiner [page 66] sogar zu schämen beginnt, um fremden Lebensausdrücken seine Sinne 
zuzuwenden, verzichtet es auf die Kraft, die in der Harmonie seines Blutes und dem daraus 
entsprossenen kulturellen Leben hegt. Es wird zerrissen, unsicher in seiner Beurteilung des 
Weltbildes und seiner Äußerungen, verliert die Erkenntnis und das Gefühl für eigene 
Zweckmäßigkeiten, um an Stelle dessen im Wirrwarr internationaler Vorstellungen, 
Auffassungen und dem daraus entsprossenen Kulturdurcheinander zu versinken. Dann kann 
der Jude in jeder Form seinen Einzug halten, und dieser Meister der internationalen 
Giftmischerei und Rassen Verderbnis wird dann nicht eher ruhen, als bis er ein solches Volk 
restlos entwurzelt und damit verdorben hat. Das Ende ist dann der Verlust eines bestimmten 
einheitliehen Rassenwertes und damit der endgültige Verfall. 

Daher ist auch jeder vorhandene rassische Wort eines Volkes so lange wirkungslos, wenn 
nicht gar gefährdet, als nicht ein Volk bewußt sich seiner erinnert und ihn mit aller Sorgfalt 
pflegt, seine gesamten Hoffnungen aber in erster Linie auf ihn stützt und auf ihn aufbaut. 

Damit ist die internationale Gesinnung aber als Todfeindin dieses Wertes anzusehen. Statt ihr 
muß das Bekenntnis zum eigenen Volkswert das gesamte Leben und Handeln eines Volkes 
erfüllen und bestimmen. 

So sehr nun auch im Volkswert der wahre Ewigkeitsfaktor für die Größe und Bedeutung eines 
Volkes zu suchen ist, so wenig wird dieser Wert an sich in seiner Gesamtheit zur Wirksamkeit 
gelangen, wenn nicht die zunächst schlummernden Energien und Talente eines Volkes ihre 
Erwecker finden. 

Denn so wenig die Menschheit einen gleichmäßigen Durchschnittswert besitzt, sondern aus 
verschiedenen Rassenwerten zusammengesetzt erscheint, so wenig ist der Persönlichkeitswert 
innerhalb eines Volkes bei allen seinen Angehörigen der gleiche. Jede Tat eines Volkes, sie 
mag liegen auf was immer für einem Gebiete, ist das Ergebnis des schöpferischen Wirkens 
einer Persönlichkeit. Es gibt keine Not, die ihre Behebung findet allein durch den Wunsch der 
von ihr Betroffenen, solange nicht dieser allgemeine Wunsch seine Erlösung findet im 
Handeln des für diese Aufgabe aus einem Volk erkorenen Menschen. Niemals haben 
Majoritäten schöpferische Leistungen vollbracht. Niemals Mehrheiten Erfindungen der 
Menschheit gegeben. Immer ist die einzelne Person Begründer des inenschliehen Fortschrittes 



gewesen. Nun wird allerdings ein Volk eines bestimmten inneren Rassenwertes, soferne 
dieser Wert überhaupt sichtbar wird in seinen kulturellen oder sonstigen Leistungen, von 
vorneherein die Persönlichkeitswerte besitzen müssen, da ja ohne deren Auftreten und 
schöpferische Betätigung das Kulturgemälde eines solchen Volkes nie entstanden wäre und 
damit die Möglichkeit jedes Rückschlusses auf den inneren Wert eines solchen Volkes fehlen 
würde. Indem ich den inneren rassischen Wert eines Volkes erwähne, taxiere ich ihn aus 
[page 67] der Summe der mir vor Augen liegenden Leistungen und bestätige damit zugleich 
das Vorhandensein der jeweiligen Persönlichkeitswerte, die als Repräsentanten des 
Rassenwertes eines Volkes handelten und das Kulturbild schufen. So sehr also an sich 
Rassenwert und Persönlichkeitswert miteinander verknüpft erscheinen, weil ein rassisch 
wertloses Volk zumindest aus dieser Quelle keine bedeutenden schöpferischen 
Persönlichkeiten bekommen kann, wie es umgekehrt unmöglich erscheint, beim Fehlen 
schöpferischer Persönlichkeiten und deren Leistungen auf einen etwa vorhandenen rassischen 
Wert zu schließen, so sehr kann aber dennoch ein Volk durch die Art der formalen 
Konstruktion seines Organismus, der Volksgemeinschaft oder des Staates das Auswirken 
seiner Persönlichkeitswerte fördern oder wenigstens erleichtern oder aber sogar verhindern. 

Sowie ein Volk die Majorität zum Regenten seines Lebens einsetzt, also die Demokratie 
heutiger westlicher Auffassung einführt, wird es der Bedeutung des Persönlichkeitsgedankens 
nicht nur Abbruch tun, sondern der Wirksamkeit der Persönlichkeitswerte einen Riegel 
vorschieben. Es verhindert durch eine formale Konstruktion seines Lebens die Entstehung 
und die Arbeit einzelner schöpferischer Personen. 

Denn dies ist der doppelte Fluch des heute herrschenden demokratisch-parlamentarischen 
Systems: Es ist nicht nur selbst unfähig, wirklich schöpferische Leistungen zu vollbringen, 
sondern es verhindert auch das Emporkommen und damit die Arbeit solcher Männer, die über 
das Niveau des Durchschnitts irgendwie bedrohlich hinausragen. Denn der Majorität schien 
zu allen Zeiten am bedrohlichsten der Mensch, dessen Größe über dem Durchschnittsmaß der 
allgemeinen Dummheit, Unzulänglichkeit, Feigheit, aber auch Überheblichkeit liegt. Hiezu 
kommt noch, daß durch die Demokratie auf nahezu gesetzmäßigem Wege minderwertige 
Personen Führer worden müssen, so daß dieses System, auf irgendeine Institution konsequent 
angewendet, die gesamte Führermasse, soweit man dabei von einer solchen überhaupt noch 
reden kann, entwertet. Dies beruht auf der im Wesen der Demokratie Hegenden 
Verantwortungslosigkeit. Majoritäten sind zu wenig faßbare Erscheinungen, als daß sie 
irgendwie mit Verantwortung belastet werden könnten. Die von ihnen aufgestellten Führer 
sind in Wahrheit nur Vollzugs Strecker des Willens der Majoritäten. Ihre Aufgabe ist daher 
weniger, geniale Pläne oder Ideen zu produzieren, um sie dann gestützt auf einen 
vorhandenen Veiwaltungsapparat durchzusetzen, als vielmehr die jeweiligen Majoritäten 
zusammenzubringen, die für die Durchführung bestimmter Absichten notwendig sind. Dabei 
richten sich aber weniger die Majoritäten nach den Absichten, als vielmehr die Absichten 
nach den Majoritäten. Ganz gleich, wie aber das Resultat eines solchen Handelns sein mag, es 
gibt keinen irgendwie faßbar dafür Verantwortlichen. Dies um so mehr, als ohnehin jede 
wirklich getroffene Entscheidung das Resultat zahlreicher Kompromisse ist, die sie dann auch 
in ihrem Wesen und Inhalt zeigen wird. Wen will man aber dann dafür verantwortlich 
machen ? 

Sowie nun die rein persönlich umrissene Verantwortlichkeit beseitigt wird, fällt der 
zwingendste Grund für das Entstehen eines kraftvollen Führertums [page 68] weg. Man 
vergleiche die auf die Autorität und Verantwortlichkeit der Einzelperson im höchsten 
Ausmaße eingestellte Heeres [einrichtung] Organisation mit unseren demokratischen 
Zivileinrichtungen, und zwar in bezug auf die Resultate der beiderseitigen Führerausbüdung, 



und man wird entsetzt sein. Im einen Fall eine Organisation von ebenso mutigen wie 
verantwortungsfreudigen und ihre Sache könnenden Männern, im anderen 
verantwortungsfeige Nichtskönner. 4 1/2 Jahre hat die deutsche Heeresorganisation der 
größten Feindes Vereinigung aller Zeiten standgehalten. Die zivile demokratisch zersetzte 
innere Führung brach buchstäblich auf den ersten Anhieb einiger hundert Lumpen und 
Deserteure zusammen. 

Die Armseligkeit des deutschen Volkes an wirklich großen führenden Köpfen findet ihre 
einfachste Erklärung in der wüsten Zersetzung, die wir durch das demokratisch- 
parlamentarische System, das unser ganzes öffentliches Leben langsam anfrißt, vor uns sehen. 

Die Völker müssen sich entscheiden. Entweder sie wollen Majoritäten oder Köpfe. Beide 
zusammen vertragen sich nie. Großes aber auf dieser Erde haben bisher immer noch Köpfe 
geschaffen, und was sie schufen, wurde freilich dann meist durch Majoritäten dann wieder 
vernichtet. 

So kann ein Volk sehr wohl auf Grund seines allgemeinen Rassenwertes berechtigte 
Hoffnung besitzen, wirklichen Köpfen das Leben schenken zu können, allein es muß dann 
auch in der Art der Konstruktion seines Volkskörpers Formen suchen, die nicht künstlich, ja 
planmäßig solche Köpfe in ihrem Wirken unterbinden, eine Mauer von Dummheit dagegen 
aufrichten, kurz, sie nicht zur Wirksamkeit gelangen lassen. 

Sonst wird eine der gewaltigsten Machtquellen eines Volkes verschüttet. 

[Als dritten Faktor der inneren Kraft eines Volkes haben wir die Erziehung zur 
Selbstbehauptung] Der dritte Faktor der Kraft eines Volkes ist sein gesunder natürlicher 
Selbsterhaltungstrieb. Aus ihm resultieren dann zahlreiche heldische Tugenden, die einem 
Volke allein den Existenzkampf aufnehmen lassen. Keine Staatsleitung wird große Erfolge zu 
erzielen vermögen, wenn das Volk, dessen Interessen sie zu vertreten hat, zu feige und zu 
erbärmlich ist, sich selbst für diese Interessen einzusetzen. Keine Staatsleitung freilich wird 
erwarten dürfen, daß ein Volk Heroismus besitzt, das sie nicht selbst zum Heroismus erzieht. 
So wie der Internationalismus den vorhandenen Rassenwert schädigt und damit schwächt, die 
Demokratie die Persönlichkeitswerte zerstört, so lähmt der Pazifismus die natürlichen Kräfte 
der Selbsterhaltung der Völker. 

Diese 3 Faktoren: der Volkswert an sich, die vorhandenen Persönlichkeitswerte sowie der 
gesunde Selbsterhaltungstrieb sind die Kraftquellen, aus denen eine weise und kühne 
Innenpolitik immer wieder die Waffen ziehen kann, die zur Selbstbehauptungeines Volkes 
notwendig sind. Dann Werden Heereseinrichtungen und waffentechnische Fragen stets die 
Lösungen finden, die geeignet sind, einem Volke im schweren Kampf um die Freiheit und das 
tägliche Brot beizustehen. 

[page 69] Verliert die innerpolitische Leitungeines Volkes diese Gesichtspunkte aus den 
Augen oder glaubt sie, nur waffentechnisch allein für einen Kampf sich rüsten zu müssen, 
dann kann sie Augenblickserfolge erzielen, soviel sie will, die Zukunft aber gehört einem 
solchen Volke dann nicht. Es war deshalb die Aufgabe aller wahrhaft großen Gesetzgeber und 
Staatsmänner dieser Erde nie die beschränkte Vorbereitung für einen Krieg als vielmehr die 
unbeschränkte innere Durch- und Ausbildung eines Volkes, so daß nach aller menschlichen 
Vernunft seine Zukunft fast gesetzmäßig gesichert erscheint. Dann verlieren auch Kriege den 
Charakter einzelner mehr oder minder gewaltiger Überraschungen, sondern gliedern sich ein 
in ein natürliches, ja selbstverständliches. System einer gründlichen, gut fundierten, 



dauerhaften Entwicklung eines Volkes. 

Daß die derzeitigen Staatsleitungen diese Gesichtspunkte wenig beachten, liegt teils im 
Wesen der Demokratie, der sie selbst ihre Existenz verdanken, zum anderen aber darin, daß 
der Staat ein rein formaler Mechanismus geworden ist, der ihnen als Selbstzweck erscheint, 
ohne sich im geringsten mit den Interessen eines bestimmten Volkes decken zu müssen. Volk 
und Staat sind zwei verschiedene Begriffe geworden. Es wird Aufgabe der 
nationalsozialistischen Bewegung sein, für Deutschland hier einen grundsätzlichen Wandel 
herbeizuführen. 

Kapitel 5. Außenpolitische Kritik und Vorschläge 



[page 70] Wenn mithin die Aufgabe der Innenpolitik — neben der selbstverständlichen 
Befriedigung der sogenannten Tagesfragen — die Stählung und Stärkungeines Volkskörpers 
sein muß, indem sie planmäßig seine inneren Werte hegt und fördert, dann ist es Aufgabe der 
Außenpolitik, diese innere Ausbildungsarbeit eines Volkskörpers nach außen zu decken und 
mitzuhelfen, die allgemeinen Lebens voraus Setzungen zu schaffen und zu sichern. Eine 
gesunde Außenpolitik wird dabei als letztes Ziel unverrückbar immer die Gewinnung der 
Ernährungsgrundlagen eines Volkes im Auge behalten müssen. Die Innenpolitik hat einem 
Volke die innere Kraft zu sichern für seine außenpolitische Behauptung. Die Außenpolitik hat 
einem Volk das Leben zu sichern für seine innenpolitische Entwicklung. Innenpolitik und 
Außenpolitik sind damit nicht nur auf das engste miteinander verbunden, sondern haben 
gegenseitig ergänzend zu wirken. Die Tatsache, daß in großen Zeitläuften der menschlichen 
Geschichte die Innenpolitik sowohl als die Außenpolitik anderen Grundsätzen gehuldigt hat, 
beweist nichts für die Richtigkeit dessen, sondern hat nur den Beweis für den Irrtum eines 
solchen Handelns erbracht. Ungezählte Völker und Staaten sind als warnende Beispiele für 
uns Zu Grunde gegangen, weil sie die oben angeführten elementaren Grundsätze nicht befolgt 
hatten. Es ist bemerkenswert, wie wenig der Mensch in seinem Leben an die Möglichkeit des 
Todes denkt. Wie wenig er im einzelnen sein Leben einrichtet nach den Erfahrungen, die 
ungezählte Menschen vor ihm bereits machen mußten und die ihm an sich alle bekannt sind. 
Immer sind es nur Ausnahmen, die dies bedenken und kraft der Bedeutung ihrer 
Persönlichkeit nun versuchen, ihren Mitmenschen Lebens gesetze aufzuzwingen, denen die 
Erfahrungen vergangener Zeiten zu Grunde hegen. Es ist dabei bemerkenswert, daß 
ungezählte hygienische Maßnahmen, die zum Segen eines Volkes ausschlagen müssen, 
jedoch im einzelnen unbequem sind, durch die autokratische Bedeutung einzelner Personen 
der Allgemeinheit zur Befolgung förmlich aufgezwungen werden müssen, um aber im selben 
Moment wieder zu vergehen, in dein die Autorität der Persönlichkeit abgelöst wird durch den 
Massenwahn der Demokratie. Der Durchschnittsmensch hat vor dem Tode die meiste Angst 
und denkt in Wirklichkeit am seltensten an ihn. Der Bedeutende beschäftigt sich mit ihm am 
eindringlichsten und scheut ihn trotzdem am wenigsten. Der eine lebt blind in den Tag hinein, 
sündigt darauf los, um plötzlich vor dem Allbezwinger zusammenzusinken. Der andere 
betrachtet in aller Sorgfalt sein Kommen und blickt ihm dann allerdings gefaßt und ruhig ins 
Auge. 

Im Völkerleben ist es genauso. Es ist oft unheimlich zu sehen, wie wenig die [page 71] 
Menschen aus der Geschichte lernen wollen, wie gleichgültig blöde sie über ihre Erfahrungen 
hinwegsehreiten, wie gedankenlos sie sündigen, ohne zu bedenken, daß gerade durch ihre 
Sünden schon soundso viel Völker und Staaten untergegangen, ja von der Erde verschwunden 



sind. Überhaupt, wie wenig sie sich mit der Tatsache beschäftigen, daß selbst in der kurzen 
Spanne Zeit, in die wir einen geschichtlichen Einblich besitzen, Staaten und Völker von 
manchmal fast gigantischer Größe entstanden sind, um 2000 Jahre später spurlos zu vergehen, 
daß Weltmächte Kulturkreise beherrschten, von denen nur mehr die Sage kündet, 
Riesenstädte in Trümmer gesunken sind, daß kaum die Schutthalden übrigb heben, um der 
heutigen Menschheit wenigstens den Ort ihrer Lage zu zeigen. Fast außer aller Vorstellung 
aber liegen die Sorgen, Nöte und Leiden der Millionen und Millionen einzelner Menschen, 
die einst als lebendige Substanz Träger und Opfer dieser Ereignisse gewesen sind. 
Unbekannte Menschen, unbekannte Soldaten der Geschichte. Und wie gleichgültig ist in 
Wirklichkeit die Gegenwart. Wie unbegründet ihr ewiger Optimismus und wie verderblich 
ihre gewollte Unwissenheit, ihr Nicht sehenmögen und ihr Nichtlernenwollen. Käme es auf die 
breite Masse an, so würde sich das Spiel des Kindes mit dein ihm unbekannten Feuer auch im 
größten Umfang ununterbrochen wiederholen. Es ist deshalb die Aufgabe der sich als 
Erzieher eines Volkes berufen fühlenden Menschen, für sich aus der Geschichte zu lernen und 
ihr Wissen nun praktisch [nun] anzuwenden, ohne Rücksicht auf Einsicht, Verständnis, 
Unkenntnis oder auch Ablehnung durch die Masse. Die Größe eines Mannes ist um so 
bedeutender, je größer sein Mut war, im Gegensatz zu einer allgemein herrschenden, aber 
verderblichen Ansicht seine bessere Einsicht zum allgemeinen Siege zu führen. Sein Sieg 
wird um so größer erscheinen, je gewaltiger die Widerstände waren, die überwunden werden 
mußten, und je aussichtsloser zunächst der Kampf schien [note 17]. 

Die nationalsozialistische Bewegung hätte kein Recht, sich als eine wahrhaft große 
Erscheinung im Leben des deutschen Volkes ansehen zu wollen, wenn sie nicht den Mut 
aufbrächte, aus den Erfahrungen der Vergangenheit [note 18] lernen, die von ihr vertretenen 
Lebens gesetze allen Widerständen zum Trotz dem deutschen Volke aufzuzwingen. So 
gewaltig ihre innere Reformationsarbeit dabei auch sein wird, so [muß] darf sie dabei doch 
nie vergessen, daß es einen wirklichen Wiederaufstieg unseres Volkes auf die Dauer nicht 
gibt, wenn es ihrer außenpolitischen Tätigkeit nicht gelingt, unserem Volk die allgemeinen 
Ernährungsvoraussetzungen zu sichern. Sie ist damit im höchsten Sinne des Wortes zur 
Kämpferin für Freiheit und Brot geworden. Freiheit und Brot ist die einfachste und in 
Wirklichkeit doch größte außenpolitische Parole, die es für ein Volk geben kann. Die Freiheit, 
das Leben eines Volkes nach dessen eigenen Interessen ordnen und regeln zu können, und das 
Brot, das dieses Volk zu seinem Leben nötig hat. 

[page 72] Wenn ich heute dabei als Kritiker der außenpolitischen Leitung unseres Volkes der 
Vergangenheit und Gegenwart auftrete, dann bin ich mir bewußt, daß die Fehler, die ich heute 
sehe, auch von anderen gesehen wurden. Was mich vielleicht von diesen unterscheidet, ist nur 
die Tatsache, daß es sich [im einen Fall] in den meisten Fällen dabei nur um kritische 
Erkenntnisse gehandelt hat, ohne praktische Konsequenzen, während ich mich bemühe, aus 
meiner Einsicht in die Fehler und Irrtümer der früheren deutschen Innen- und Außenpolitik 
die Vorschläge zur Änderung und Besserung abzuleiten und das Instrument zu bilden, mit 
dem dereinst diese Änderungen und Verbesserungen verwirklicht werden können. 

Die Außenpolitik z. B. der wühelminischen Periode wurde von nicht wenigen Menschen in 
Deutschland in vielen Fällen als verhängnisvoll empfunden und demgemäß charakterisiert. 
Besonders aus Kreisen des damaligen Alldeutschen Verbandes kamen ungezählte 
Warnungen, die im höchsten Sinne des Wortes berechtigt waren [note 19]. Ich selbst kann 
mich in die Tragik hineinversetzen, der damals alle diese Warner verfallen waren, zu sehen, 
wie und an was ein Volk zu Grunde geht, und dabei doch nicht helfen zu können. In den 
letzten Jahrzehnten der unseligen Außenpolitik der Vorkriegszeit war in Deutschland das 
Parlament, also die Demokratie, nun nicht mächtig genug, die Köpfe für die politische 



Leitung des Reiches selbst bestimmen zu können. Dies war noch ein kaiserliches Recht, an 
dessen formaler Existenz man damals noch nicht zu rütteln wagte. Allein, der Einfluß der 
Demokratie war immerhin schon so stark geworden, daß den kaiserlichen Entschlüssen eine 
bestimmte Richtung bereits vorgeschrieben schien. Dies war deshalb von unheilvollen 
Wirkungen, weil nun ein nationaler Warner auf der einen Seite nicht mehr rechnen konnte, 
gegen die ausgesprochene Tendenz der Demokratie mit einem verantwortungsvollen Posten 
bekleidet zu werden, während er umgekehrt aus allgemein patriotischen Vorstellungen heraus 
gegen Seine Majestät den Kaiser nicht mit der letzten Waffe der Opposition ankämpfen 
konnte. Der Gedanke eines Marsches nach Rom wäre im Deutschland der Vorkriegszeit 
absurd gewesen. So befand sich die nationale Opposition in der allerschlinimsten Lage. Noch 
hatte die Demokratie nicht gesiegt, allein sie stand schon im wütenden Kampf gegen den 
monarchischen Staat sgedanken. Der monarchische Staat selbst beantwortete den Kampf der 
Demokratie nicht mit der Entschlossenheit der Vernichtung derselben, als vielmehr mit 
ewigen Konzessionen. Wer damals gegen eine der beiden Einrichtungen Stellung nahm, lief 
Gefahr, von beiden angefallen zu werden. Wer gegen einen kaiserlichen Entschluß aus 
nationalen Gründen opponierte, wurde ebensosehr vom Patriotismus verfemt als von der 
[page 73] Demokratie beschimpft. Wer gegen die Demokratie Stellung nahm, wurde von ihr 
bekämpft und vom Patriotismus im Stich gelassen. Ja, er lief Gefahr, vom 
Regierungsdeutschland schmählichst [geopfert] vehrraten zu werden, in der traurigen 
Hoffnung, durch ein solches Opfer das Wohlgefallen Jehovas erringen zu können und der 
jüdischen Pressemeute eine Zeitlang die Mäuler zu stopfen. Wie die Verhältnisse damals 
lagen, war eine Aussicht, gegen den Willen der Demokratie oder gegen den Willen S. Maj. 
des Kaisers in eine verantwortliche Stelle der Reichsleitung zu kommen und damit den Kurs 
der Außenpolitik ändern zu können, nicht vorhanden. Dies führte dazu, daß die 
Beanstandungen der deutschen Außenpolitik ausschließlich auf dem Papier vorgebracht 
werden konnten, daß mithin eine Kritik einsetzte, die je länger, um so mehr die 
Charaktereigenschaften der Journalistik annehmen mußte. Die Folge davon aber war, daß 
immer weniger Wert mangels jeder praktischen Realisierbarkeit auf positive Vorschläge 
gelegt wurde, während die rein kritische Betrachtung Anlaß zu zahllosen Ausstellungen gab, 
die man in ihrer Vollständigkeit um so eher vorbringen konnte, als man dadurch hoffte, das 
verantwortliche schlechte Regiment zum Sturz zu bringen. Dies haben allerdings die Männer 
der Kritik, von damals nicht erreicht [note 20]. Nicht das damalige Regiment wurde gestürzt, 
sondern es stürzte du deutsche Reich und mithin das deutsche Volk. Was sie jahrzehntelang 
vorhergesagt hatten, war nun eingetroffen. Man kann nicht ohne tiefstes Mitgefühl der 
Männer gedenken, die vom Schicksal verdammt waren, 20 Jahre lang hindurch einen 
Zusammenbruch vorauszusagen und nun, ohne gehört worden zu sein und ohne damit helfen 
zu können, die tragischste Katastrophe ihres Volkes miterleben mußten. 

An Jahren gealtert, vergrämt und verbittert und doch erfüllt von dem Gedanken, helfen zu 
müssen, versuchten sie nun nach dem Sturz des kaiserlichen Regiments, ihren Einfluß zur 
Wiedererhebung unseres Volkes geltend zu machen. Es war dies aus einer ganzen Anzahl von 
Gründen allerdings vergeblich. 

Als die Revolution den kaiserlichen Stab zerbrach und die Demokratie auf den Thron hob, da 
besaßen die Kritiker von damals so wenig eine Waffe, die Demokratie zu, stürzen, als sie 
früher vermochten, die kaiserliche Regierung zu beeinflussen. In ihrer jahrzehntelangen 
Tätigkeit hatten sie sich so sehr auf eine reine literarische Behandlung der Probleme 
eingestellt, daß ihnen nun nicht nur die realen Machtmittel fehlten, ihrer Meinung einem 
Zustand gegenüber Ausdruck zu verleihen, der nur auf den Schrei der Straße reagiert, sondern 
es war ihnen auch die Fähigkeit abhanden gekommen, an die Organisation eines 
Machtausdrucks heranzugehen, der, wenn er wirksam sein sollte, mehr sein, mußte als eine 



geschriebene Protestwelle. Sie alle hatten in den alten Parteien den Keim und die Ursache des 
Verfalls des Reiches gesehen. Im Gefühl ihrer inneren [page 74] Sauberkeit mußten sie die 
Zumutung weit von sich weisen, nun selbst Parteien spielen zu wollen. Und doch konnten sie 
ihre Meinung praktisch nur dann durchsetzen, wenn sie die Möglichkeit erhielten, sie von 
einer großen Anzahl vertreten zu lassen. Und wenn sie tausendmal die Parteien zerschmettern 
wollten, so mußten sie zunächst eben immer noch erst die Partei bilden, die es als ihre 
Aufgabe ansieht, die Parteien zu zerschmettern. Daß es dazu nicht kam, lag aber auch noch im 
folgenden: Je mehr der politische Widerstand dieser Männer einst gezwungen war, sich rein 
journalistisch zu äußern, um so mehr stellte er sich auf eine Kritik ein, die wohl alle 
Schwächen des damaligen Systems aufdeckte, die Fehlerhaftigkeit der einzelnen 
außenpolitischen Maßnahmen beleuchtete, allein mangels jeder Möglichkeit einer 
persönlichen Verantwortung positive Vorschläge um so mehr unterließ, als es naturgemäß im 
politischen Leben keine Handlung gibt, die neben ihren Lichtseiten nicht auch Schattenseiten 
besäße. Es gibt keine außenpolitische Kombination, die man jemals als restlos befriedigend 
ansehen wird können. Der Kritiker, der seine Hauptaufgabe, so wie die Dinge damals lagen, 
in der Beseitigung des im gesamten als unfähig erkannten Regiments erblicken mußte, besaß 
keine Veranlassung, außer der dafür nützlichen kritischen Betrachtung der Handlungen dieses 
Regiments, mit positiven Vorschlägen zu kommen, die infolge der auch ihnen anhaftenden 
Bedenken ebenso leicht einer kritischen Beleuchtung hätten unterzogen werden können. Der 
Kritiker wird nie die Bedeutung seiner Kritik schwächen wollen durch das Vorbringen von 
Vorschlägen, die selbst einer Kritik unterliegen könnten. Allmählich aber ging das rein 
kritische Denken den damaligen Vertretern der nationalen Opposition so sehr in Fleisch und 
Blut über, daß sie auch heute noch Innen- und Außenpolitik kritisch betrachten, auch nur 
kritisch behandeln. Sie sind zum größten Teil Kritiker gebheben, die sich deshalb auch heute 
weder innen- noch außenpolitisch zu einem klaren, eindeutigen positiven Entschluß 
durchringen können, teils aus eigener Unsicherheit und Unentschlossenheit, teils aber auch 
aus Angst, dadurch den Gegnern einen billigen Stoff für deren eigene Kritik zu liefern. So 
möchte man in tausend Dingen Besserungen und kann sich doch zu keinem einzigen Schritt 
entschließen, weil eben auch dieser Schritt wieder nicht restlos befriedigt, bedenkliche 
Momente besitzt, kurz seine Schattenseiten hat, die sie erkennen und die sie verängstigen. 
Nun handelt es sich bei der Heilungeines Volkskörpers aus tiefen und schweren Krankheiten 
nicht darum, ein Rezept zu finden, das selbst vollkommen giftfrei ist, sondern nicht selten 
darum, ein Gift durch Gegengift zu brechen. Man muß den Mut haben, zur Beseitigung von 
als tödlich erkannten Zuständen auch Entschlüsse durchzusetzen und auszuführen, die selbst 
Gefahren in sich bergen. Als Kritiker steht mir das Recht zu, alle außenpolitischen 
Möglichkeiten durchzusehen und im einzelnen zu zerzausen je nach den bedenklichen Seiten 
oder Möglichkeiten, die sie in sich tragen. Als politischer Führer, der aber Geschichte machen 
will, muß ich mich zu einem Weg entschließen, auch wenn mir tausendmal die nüchterne 
Überlegung sagt, daß auch ihm gewisse [page 75] Gefahren anhängen und daß auch er nicht 
zu einem vielleicht restlos befriedigenden Ende führt. Ich kann nicht auf einen Erfolg deshalb 
Verzicht leisten, weil er nicht hundertprozentig ist. Ich darf nicht einen Schrat unterlassen, 
weil er vielleicht kein voller sein wird, wenn der Ort, auf dem ich mich augenblicklich 
befinde, schon in nächster Zeit meinen unbedingten Tod mit sich bringt. Ich darf auch eine 
politische Aktion nicht deshalb ablehnen, weil sie außer einem Nutzen für mein Volk auch 
einen Nutzen für ein anderes Volk bringen wird. Ja, ich darf dies nicht einmal dann tun, wenn 
der Nutzen der anderen größer sein wird als der eigene, wenn im Falle der Unterlassung der 
Aktion das Unglück meines Volkes mit unbedingter Sicherheit feststeht. 

Ich habe heute gerade aus der rein kritischen Betrachtungswei se vieler Menschen die 
schwersten Widerstände vorgelegt erhalten. Man erkennt das und das und das als gut und als 
richtig an, allein man kann trotzdem nicht mitmachen, weil das und das und das bedenklich 



ist. Man weiß, daß Deutschland und unser Volk zu Grunde gehen wird, allein man kann sich 
der Aktion der Rettung nicht anschließen, weil man auch bei ihr dieses oder jenes entdeckt, 
was zumindest ein Schönheitsfehler ist. Kurz, man sieht den Verfall und bringt nicht die 
Entschlußkraft auf, sich ihm entgegenzustemmen, weil im Widerstand und in dieser Tat selbst 
schon wieder irgendeine bedenkliche Möglichkeit herausgewittert wird. 

Dieser traurigen Mentalität [entspringt] verdankt noch ein weiteres Übel sein Dasein. Es gibt 
heute nicht wenige und besonders sogenannte gebildete Menschen, die, wenn sie sich schon 
entschließen, eine bestimmte Tat zu decken oder gar zu fördern, erst sorgfältig abwägen, 
wieviel Prozent Wahrscheinlichkeit des Gelingens besteht, um dann die Größe ihres Einsatzes 
ebenfalls nach diesen Prozenten zu berechnen. Das heißt also: Weil zum Beispiel irgendein 
außenpolitischer oder innenpolitischer Entschluß nicht restlos befriedigend ist und dabei nicht 
ganz sicher im Erfolg erscheint, darf man ihn auch nicht restlos in voller Hingabe aller Kraft 
vertreten. Diese Unglücklichen haben gar kein Verständnis dafür, daß im Gegenteil ein 
Entschluß, den ich an sich für notwendig erachte, der aber in seinem Erfolg nicht vollkommen 
sicher erscheint, oder dessen Erfolg nur eine teilweise Befriedigung bieten wird, mit erhöhter 
Energie durchgefochten werden muß, daß, was an Prozenten der Erfolgsmöglichkeit fehlt, an 
Energie der Durchführung ersetzt werden muß. Daß also immer nur die eine Frage zu prüfen 
ist, ob eine Situation einen bestimmten Entschluß erfordert oder nicht. Ist ein solcher 
Entschluß aber als notwendig einwandfrei festgestellt und erkannt, dann muß seine 
Durchführung mit brutalster Rücksichtslosigkeit und höchstem Krafteinsatz erfolgen und 
wenn tausendmal auch das endgültige Resultat selbst wieder unbefriedigend oder 
verbesserungsbedürftig sein wird oder möglicherweise überhaupt nur mit wenig Prozent 
Wahrscheinlichkeit eintreffen wird. 

Wenn ein Mensch dem Krebs verfallen erscheint und unbedingt sterben muß, dann wäre es 
unsinnig, eine Operation abzulehnen, weil sie entweder nur mit wenig Prozent Sicherheit 
gelingt und der Kranke aber selbst im Falle des Gelingens [page 76] immer noch kein 100 
prozentig Gesunder sein wird. Noch viel unsinniger aber wäre es, wenn der Arzt die 
Operation selber infolge dieser beschränkten Aussichten nur mit beschränkter oder halber 
Energie ausführen würde. Dieses Unsinnigste aber erwarten diese Menschen in innen- und 
außenpolitischen Dingen ununterbrochen. Weil eine politische Operation im Erfolg nicht ganz 
sicher ist oder im Resultat nicht restlos befriedigend sein wird, verzichten sie nicht nur auf die 
Durchführung, sondern erwarten, im Falle diese trotzdem stattfindet, daß sie zumindest nur 
mit zurückgehaltenen Kräften erfolgt, ohne vollständige Hingabe, immer in der stillen 
Hoffnung, sich vielleicht ein Hintertürchen des Rückzuges offenhalten zu können. Das ist der 
Soldat, der auf freiem Felde von einem Tank angegriffen wird und [infolge der] in Ansehung 
der Unsicherheit des Erfolgs seines Widerstandes diesen von vorneherein auch nur mehr mit 
halber Kraft führt. Sein Hintertürchen ist dabei die Flucht und sein Ende der sichere Tod. 

Nein, das deutsche Volk ist heute von einer Meute beutegieriger Feinde innen und außen 
überfallen. Die Fortdauer dieses Zustandes ist unser Tod. Jede Möglichkeit, ihn zu brechen, 
muß ergriffen werden und, wenn ihr Resultat tausendmal ebenfalls Schwächen oder 
bedenkliche Seiten an sich haben wird. [Wer dem Teufel verfallen ist, hat wenig Wahl in 
seinen Bundesgenossen] Und jede solche Möglichkeit muß dabei durchgefochten werden mit 
äußerster Energie. 

Der [Sieg] Erfolg der Schlacht von Leuthen war unsicher, der Kampf aber notwendig. 
Friedrich der Große hat nicht gesiegt, weil er deshalb nur mit halber Kraft den Gegnern 
gegenübertrat, sondern nur, weil er die Unsicherheit des Erfolges ersetzte durch das Übermaß 
seiner Genialität, der Kühnheit und Entschlossenheit seiner Anordnungen und der 



Verwegenheit, mit der seine Regimenter fochten. 

Ich fürchte ja allerdings, ich werde von meinen bürgerlichen Kritikern nie verstanden werden, 
zumindest so lange, bis nicht der Erfolg ihnen die Richtigkeit unseres Handelns beweisen 
wird. Der Mann des Volkes hat hier einen besseren [Instinkt] Berater. Er setzt an Stelle der 
klügelnden Weisheit unserer Intellektuellen die Sicherheit seines [Gefühls] Instinkts und den 
Glauben seines Herzens. 

Wenn ich mich aber hier in diesem Werke mit Außenpolitik beschäftige, dann tue ich dies 
nicht als Kritiker, sondern als Führer der nationalso7ialistischen Bewegung, von der ich weiß, 
daß sie einst Geschichte machen wird. Wenn ich dabei dennoch gezwungen bin, Vergangenes 
und Gegenwärtiges kritisch zu betrachten, dann nur, um den eigenen positiven Weg zu 
begründen und verständlich erscheinen zu lassen. So wie die nationalsozialistische Bewegung 
innenpolitisch nicht nur Kritik übt, sondern ihr eigenes weltanschaulich begründetes 
Programm besitzt, so hat sie auch außenpolitisch nicht nur zu erkennen, was andere falsch 
gemacht haben, sondern aus dieser Erkenntnis ihr eigenes Handeln abzuleiten. 

Damit weiß ich genau, daß auch unser höchster Erfolg kein 100 prozentiges Glück schafft, 
weil bei der Unzulänglichkeit der Menschen und der dadurch bedingten allgemeinen 
Umstände die letzte Vollendung ewig nur in der [page 77] programmatischen Theorie Hegt. 
Ich weiß auch weiter, daß kein Erfolg errungen wird ohne Opfer, so, wie kein Sieg erfochten 
wird ohne eigene Verluste. Niemals aber wird mich die Erkenntnis der Unvollkommenheit 
eines Erfolges davon abhalten können, dem erkannten vollkommenen Untergang einen 
solchen unvollkommenen Erfolg vorzuziehen. Ich werde mich dann dafür einsetzen, 
versuchen, das was an Erfolgs Wahrscheinlichkeit oder Erfolgsgröße fehlt, durch größere 
Entschlossenheit noch aufzuwiegen und diesen Geist auf die von mir geführte Bewegung zu 
übertragen. Wir kämpfen heute gegen eine feindliche Front, die wir durchbrechen müssen und 
durchbrechen werden. Wir ermessen die eigenen Opfer, wägen ab die Größe des möglichen 
Erfolges und werden zum Angriff schreiten, ganz gleich, ob er 10 oder 1000 Kilometer hinter 
den heutigen Linien zum Stehen kommen wird. Denn wo immer auch unser Erfolg endet, er 
wird stets nur der Ausgangspunkt eines neuen Kampfes sein [note 21]. 

Kapitel 6. Die Politik der NSDAP 



[page 78] Ich bin deutscher Nationalist. Das heißt, ich bekenne mich zu meinem Volkstum. 
Mein gesamtes Denken und Handeln gehört ihm. Ich bin Sozialist. Ich sehe vor mir keine 
Klasse und keinen Stand, sondern jene Gemeinschaft von Menschen, die blutsmäßig 
verbunden, durch eine Sprache geeint, einem allgemeinen gleichen Schicksal unterworfen 
sind. Ich Hebe das Volk und hasse nur seine jeweiligen Majoritäten, weil ich in ihnen 
ebensowenig eine Repräsentantin der Größe wie des Glückes meines Volkes ersehe. 

Die nationalsozialistische Bewegung, die ich heute führe, sieht als ihr Ziel die Befreiung 
unseres Volkes innen und außen an. Sie will unserem Volke im Innern jene Formen des 
Lebens geben, die seinem Wesen angepaßt erscheinen und als Ausdruck dieses Wesens ihm 
selbst wieder zugute kommen. Sie will damit das Wesen dieses Volkes erhalten und durch 
planmäßige Förderung seiner besten Menschen und besten Tugenden höher züchten. Sie tritt 
ein für die äußere Freiheit dieses Volkes, weil nur unter ihr dieses Leben jene Gestaltung zu 
finden vermag, die dem eigenen Volke dienlich ist. Sie kämpft für das tägliche Brot dieses 



Volkes, weil sie [im Hunger] das Recht des Lebens dieses Volkes verficht. Sie kämpft für den 
notwendigen Raum, weil sie die Lebensrechte dieses Volkes vertritt. 

Damit versteht die nationalsozialistische Bewegung unter dem Begriff Innenpolitik die 
Förderung, Stärkung und Festigung der Existenz unseres Volkes durch die Einführung von 
Lebensformen und Lebens gesetzen, die dein Wesen unseres Volkes entsprechen und seine 
grundsätzlichen Kräfte zur Auswirkung zu bringen vermögen. 

Sie versteht unter Außenpolitik die Sicherung dieser Entwicklung durch Erhaltung der 
Freiheit und Beschaffung der notwendigsten Voraussetzungen zum Leben. 

Damit unterscheidet sich außenpolitisch die nationalsozialistische Bewegung von den 
bisherigen bürgerlichen Parteien etwa in folgendem: Die Außenpolitik der nationalen 
bürgerlichen Welt ist in Wahrheit stets mir eine Gren7pohtik gewesen, die der 
nationalsozialis tischen Bewegung wird demgegenüber immer eine Raumpolitik sein. Das 
deutsche Bürgertum wird in seinen kühnsten Plänen etwa bis zum Zusammenschluß der 
deutschen Nation gelangen, in Wirklichkeit aber meist in stümperhaftem Grenzregulieren 
aufgehen. 

Die nationalsozialistische Bewegung wird dem gegenüber stets ihre Außenpolitik von der 
Notwendigkeit bestimmen lassen, dem Leben unseres Volkes den nötigen Raum zu sichern. 
Sie kennt kein Germanisieren oder Deutschisieren, wie [page 79] dies beim nationalen 
Bürgertum der Fall ist, sondern nur eine Ausbreitung des eigenen Volkes. Sie wird im 
unterworfenen, sogenannten germanisierten Tschechen oder Polen niemals eine nationale 
oder gar völkische Stärkung erb licken, sondern eine rassische Schwächung unseres Volkes. 
Denn ihre Nationalauffassung wird nicht bestimmt von bisherigen patriotischen 
Staatsgedanken, als vielmehr von völkischen, rassischen Erkenntnissen. Damit ist der 
Ausgangspunkt ihres Denkens ein ganz anderer als der der bürgerlichen Welt. Manches, was 
dem nationalen Bürgertum deshalb als politischer Erfolg der Vergangenheit und Gegenwart 
erscheint, ist für uns entweder ein Mißerfolg oder die Ursache eines späteren Unglücks. Und 
vieles, was wir als selbstverständlich ansehen, erscheint dem deutschen Bürgertum als 
unbegreiflich oder gar grauenhaft. Dennoch wird mich besonders ein Teil der deutschen 
Jugend aus bürgerlichen Kreisen zu verstehen vermögen. Und weder ich noch die 
nationalsozialis tische Bewegung rechnen überhaupt damit, aus den Kreisen des heutigen 
tätigen politisch-nationalen Bürgertums eine Unterstützung zu finden, wohl aber wissen wir, 
daß zumindest ein Teil der Jugend den Weg in unsere Reihen finden wird. 

Für sie 

Kapitel 7. Von der Reichseinigung zur Raumpolitik 

[page 80] Die Frage der Außenpolitik eines Volkes wird bestimmt durch Faktoren, die teils 
innerhalb eines Volkes liegen, teils durch die Umwelt [bestimmt] gegeben sind. Die inneren 
Faktoren sind im allgemeinen Gründe der Notwendigkeit für eine bestimmte Außenpolitik 
sowie der Umfang der Kraft, die zu ihrer Durchführung vorhanden ist. Völker auf 
unmöglicher Bodenfläche werden grundsätzlich, zumindest solange sie gesund geführt sind, 
stets das Bestreben haben, ihren Boden, mithin Lebensraum, zu erweitern. Dieser 
ursprünglich nur in der Nahrungssorge begründete Vorgang erschien in seiner glücklichen 
Lösung so segensreich, daß er allmählich den Ruhm des Erfolges an sich erhielt. Das heißt, 
die Raumerweiterung, die ihren ersten Grund in reinen Zweckmäßigkeiten besaß, wurde im 



Laufe der Menschheitsentwicklung zur heroischen Tat, die dann auch stattfand, wenn die 
ursprünglichen Voraussetzungen oder Veranlassungen auch fehlten. Aus dem Versuch, den 
Lebensraum der gestiegenen Volkszahl anzupassen, wurden später unmotivierte 
Eroberungskriege, die in ihrer Nichtmotivierung den Keim zum späteren Rückschlag in sich 
trugen. Die Antwort darauf ist der Pazifismus. Es gibt auf der Welt einen Pazifismus, seit es 
Kriege gibt, die ihren Sinn nicht mehr in der Eroberung von Boden für die Ernährung eines 
Volkes hatten. Er ist seitdem der ewige Begleiter des Krieges geworden. Er wird wieder 
verschwinden, sowie der Krieg aufgehört hat, ein Instrument beute- oder machthungriger 
Einzelpersonen oder Völker zu sein, und sowie er wieder die letzte Waffe wird, mit der das 
Volk um das tägliche Brot ficht. 

Die Erweiterung des Lebensraumes eines Volkes zur Brotgewinnung wird aber auch in alle 
Zukunft den gesamten Krafteinsatz eines Volkes erfordern. Wenn es die Aufgabe der 
Innenpolitik ist, diesen Krafteinsatz vorzubereiten, dann ist es die Aufgabe der Außenpolitik, 
ihn so zu führen, daß ein möglichst hoher Erfolg gesichert erscheint. Dies ist allerdings 
bedingt nicht nur durch die Kraft des jeweils handeln wollenden Volkes, sondern auch durch 
die Macht der Widerstände. Das Mißverhältnis der Kraft der miteinander um Boden 
ringenden Völker führt immer wieder zu dem Versuch, auf dem Wege von 
Zusammenschlüssen entweder selbst erobernd aufzutreten oder dem übermächtigen Eroberer 
Widerstand zu leisten. 

Dies ist der Beginn der Bündnispolitik. 

Das deutsche Volk hatte nach dem siegreichen Kriege des Jahres 1870/71 in Europa eine 
unendlich geachtete Stellung errungen. Eine große Anzahl deutscher Staaten, die bisher 
untereinander nur lose verbunden waren, ja, in der Geschichte sich nicht selten feindlich 
gegenüberstanden, wurden dank den Erfolgen [page 81] Bismarckischer Staatskunst und 
preußisch-deutscher Heeresleistung zu einem Reich zusammengefaßt. Eine 170 Jahre, vorher 
verlorene Provinz des alten deutschen Reiches, die damals von Frankreich in einem 
abgekürzten Raubverfahren endgültig annektiert worden war, kam zum Mutterlande zurück. 
Zahlenmäßig war damit der größte Teil der deutschen Nation, zumindest in Europa, in einem 
einheitlichen Staatsgebilde vereint. Bedenklich war es, daß schließlich dieses Staätsgebilde . . 

. . . Millionen Polen und zu Franzosen gewordene Elsässer und Lothringer umschloß 

[note 22]. Es entsprach dies weder der Idee eines Nationalstaates noch der eines völkischen. 
Der Nationalstaat bürgerlicher Auffassung mußte dann zumindest die Einheitlichkeit der 
Staatssprache sicherstellen, und zwar bis herunter zur letzten Schule und zur letzten 
Straßentafel. Er mußte weiter in Erziehung und Leben diese Menschen dem deutschen 
Gedanken einfügen und zu Trägern dieses Gedankens machen. 

Man hat dies schwächlich versucht, ernstlich vielleicht nie gewollt und in der Praxis das 
Gegenteil erreicht [note 23]. 

Der völkische Staat durfte umgekehrt unter gar keinen Umständen Polen mit der Absicht 
annektieren, aus ihnen eines Tages Deutsche machen zu wollen. Er mußte im Gegenteil den 
Entschluß fassen, entweder diese rassisch fremden Elemente abzukapseln, um nicht das Blut 
des eigenen Volkes immer wieder zersetzen zu lassen, oder er mußte sie überhaupt 
kurzerhand entfernen und den dadurch fr ei gewordenen Grund und Boden den eigenen 
Volksgenossen überweisen [note 24]. 

Daß es [sie] z u einer solchen Tat der bürgerlich-nationale Staat nicht fähig war, ist 
selbstverständlich. Weder hat man je daran gedacht, noch hätte man so etwas hie getan [note 



25]. Aber selbst wenn der Wille dazu vorhanden gewesen wäre, so hätte [page 82] die Macht 
nicht ausgereicht, dies durchzuführen, weniger wegen den Rückwirkungen in der übrigen 
Welt als wegen dem vollkommenen Unverständnis, das eine solche Aktion in den Reihen des 
eigenen sogenannten nationalen Bürgertums gefunden hätte. Die bürgerliche Welt hat einst 
vermeint, die feudale stürzen zu können, während sie in Wirklichkeit nur deren Fehler durch 
bürgerliche Pfeffersäcke, [Professoren] Advokaten und Journalisten weiterführen Heß. Sie hat 
nie eine eigene Idee besessen, wohl aber maßlos viel Einbildung und Geld. 

Damit allein kann man aber keine Welt überwinden, noch eine andere aufbauen. Daher wird 
die Periode der bürgerlichen Regierungszeit in der Weltgeschichte eine ebenso kurze wie 
unanständig erbärmliche sein. 

So hat zunächst die Gründung des Reiches auch Giftstoffe in den neuen Staatskörper mit 
aufgenommen, deren destruktive Wirkung um so weniger ausbleiben konnte, als zu allem 
Überfluß die bürgerliche Gleichberechtigung dein Juden die Möglichkeit gab, sich ihrer als 
sicherste Stoßtruppen zu bedienen. 

Davon abgesehen aber hat das Reich wenn auch den größten, so doch nur einen Teil der 
deutschen Nation erfaßt. Es wäre selbstverständlich gewesen, daß, wenn der neue Staat schon 
kein großes außenpolitisches Ziel besessen hätte völkischer Art, daß er dann aber zumindest 
als sogenannter bürgerlicher nationaler Staat, als kleinstes außenpolitisches Ziel, die weitere 
Einigung und Zusammenfassung der deutschen Nation hätte im Auge behalten müssen. 
Etwas, das der bürgerliche, nationale, italienische Staat nie vergaß [note 26]. 

So hatte das deutsche Volk einen Nationalstaat erhalten, der die Nation in Wirklichkeit nicht 
restlos umfaßte. 

Damit waren die neuen Reichsgrenzen nationalpolitisch genommen unvollständige. Sie Hefen 
quer durchs deutsche Sprachgebiet, und zwar durch Teile, die wenigstens vordem noch, wenn 
auch in losester Form, zum Deutschen Bund gehört hatten. 

Noch viel unbefriedigender waren diese neuen Grenzen aber von miHtärischen 
Gesichtspunkten aus besehen. ÜberaU ungedeckte, offene Gebiete, die, besonders im Westen, 
zu allein Überfluß noch von ausschlaggebender Bedeutung für die deutsche Wirtschaft weit 
über die Grenzgebiete hinaus waren. Diese Grenzen waren miHtärpolitisch um so ungünstiger, 
als sich [am Rande] um Deutschland einige Großstaaten gruppierten mit ebenso aggressivem 
außenpolitischem Ziel wie rmlitärisch ausgiebigen Mitteln. Rußland im Osten, Frankreich im 
Westen. ZweiMüitärstaaten, von denen der eine nach Ost- und Westpreußen schielte, 
während der andere sein außenpolitisches jahrhundertelanges Ziel der Errichtung einer 
Rhein grenze unermüdlich verfolgte [note 27]. Dazu kam noch England, die maritim 
gewaltigste Macht der Erde. So weit und ungedeckt die deutschen Landgrenzen im Osten und 
Westen waren, so ungünstig beengt demgegenüber die mögliche [page 83] Operationsbasis 
eines Seekrieges. Nichts hat denn auch die Bekämpfung des deutschen U-Bootskrieges mehr 
erleichtert, als die räumlich bedingte Einschnürung seines Auslauf gebietes. Das nasse Dreieck 
war leichter zu sperren und zu überwachen, als dies bei einer Küste von sagen wir 600 oder 
800 km Ausdehnung der FaU gewesen wäre. AUes in allem genommen, haben die neuen 
Reichs grenzen, vom miHtärischen Gesichtspunkt aus betrachtet, nichts Befriedigendes an sich 
gehabt. Nkgends ein natürHches Hindernis oder ein natürlicher Schutz. Dafür aber überall 
rmlitärisch hochentwickelte Machtstaaten mit Deutschland feindHchen außenpolitischen 
Hintergedanken. Die Bismarckische Vorausahnung daß das von ihm gegründete neue Reich 
seinen Bestand noch einmal mit dem Schwerte wahren werde müssen, war zutiefst begründet. 



Bismarck sprach aus, was 45 Jahre später sich erfüllt hat. 

So wenig genügend also die neuen Reichs grenzen national- und militärpolitisch sein konnten, 
so waren sie aber doch noch viel ungenügender vom Standpunkte der Ernährungsmöglichkeit 
des deutschen Volkes. 

Deutschland war eigentlich stets ein übervölkertes Gebiet. Es lag dies in der Natur der 
Einkeilung des deutschen Volkes in Mitteleuropa einerseits, der kulturellen und tatsächlichen 
Bedeutung dieses Volkes und seiner rein menschlichen Fruchtbarkeit andererseits. Das 
deutsche Volk befand sich seit seinem historischen Eintritt in die Weltgeschichte stets in 
Raumnot. Ja, sein erstes politisches Auftreten überhaupt wird erzwungen durch diese Not. 
Und seit dem Beginn der Völkerwanderung hat unser Volk: niemals mehr seine Raumnot zu 
beseitigen vermocht, außer durch Schwerteroberung oder durch eigene Volks Verminderung 
Diese Volks Verminderung besorgten bald der Hunger, bald die Auswanderung, manches Mal 
endlose unglückliche Kriege, und sie wird besorgt in der letzten Zeit durch die freiwillige 
Geburtenbeschränkung. 

Die Kriege der Jahre 64, 66 und 70/71 hatten ihren Sinn im nationalpolitischen 
Zusammenschluß eines Teiles des deutschen Volkes und in der dadurch endgültigen 
Beendigung der deutschen Zersplitterung staatspolitischer Art. Die Fahne des neuen Reiches, 
schwarz weißrot, hatte deshalb auch nicht die geringste weltanschauliche Bedeutung, sondern 
nur eine deutschnationale im Sinne der Überwindung bißheriger staatspolitischer 
Zerrissenheit, [page 84] Die schwarzweißrote Flagge war damit zum Symbol des die 
Zersplitterung überwindenden deutschen Bundesstaates geworden. Daß sie 
nichtsdestoweniger und trotz ihrer Jugend eine geradezu abgöttische Verehrung genoß, lag 
begründet in der Art ihrer Taufe, die ja auch die Geburt des Reiches selbst so unendlich 
heraushob über ähnliche Vorgänge sonst. Drei siegreiche Kriege, von denen der letzte zu 
einem förmlichen Wunder deutscher Staatskunst, deutscher Heeresleitung und deutschen 
Heldensinns wurde, sind die Taten, aus denen das neue Reich entsteht. Und als es endlich in 
der Kaiserproklamation durch seinen größten Reichsherold sich selbst der Mitwelt verkündet, 
da [dröhnen] tönt in die Musik der Fanfaren das Dröhnen der Batterien der Pariser 
Einschli eßungs front . 

So wurde noch nie ein Kaiserreich proklamiert. 

Die schwarzweißrote Flagge aber erschien dem deutschen Volk als das Symbol dieses 
einzigartigen Vorgangs genauso, wie die schwartrotgelbe das Symbol der 
Novemberrevolution ist und bleiben wird. 

So sehr nun auch unter dieser Fahne die deutschen Einzelstaaten mehr und mehr miteinander 
verschmolzen und so sehr das neue Reich ihnen die staatspolitische Geltung und 
Anerkennung nach außen sicherte, so wenig hat die Gründung aber an der Hauptnot, dem 
Raummangel unseres Volkes, etwas geändert. Die größten militärpolitischen Taten unseres 
Volkes hatten nicht vermocht, dem deutschen Volk eine Grenze zu geben, innerhalb deren es 
sich selbst hätte zu ernähren vermocht . Im Gegenteil: In eb en dem M aß, in dem durch das 
neue Reich das Ansehen des Deutschtums gehoben wurde, wurde es dem einzelnen schwerer, 
als Auswanderer einem solchen Staate den Rücken zu kehren, während umgekehrt ein 
gewisser nationaler Stolz und eine uns heute fast unverständliche Lebensfreude in 
Kinderreichtum nicht etwas Belastendes, sondern eher Beglückendes sehen lehrte. 

Seit dem Jahre 1870/71 war die Volkszunahme Deutschlands eine sichtbarschnelle. Zum Teil 



wurde ihre Ernährung gedeckt durch den emsigen Fleiß und die große wissenschaftliche 
Tüchtigkeit, mit der der Deutsche nunmehr innerhalb der gesicherten Begrenzung seines 
Volkes seine Äcker bestellte. Allein ein großer Teil, wenn nicht der größte, der Steigerung der 
deutschen Bodenproduktion wurde verschlungen von einer mindest ebenso großen Steigerung 
der allgemeinen Lebensansprüche, die der Bürger des neuen Staates nun ebenfalls erhob. Das 
Volk der Sauerkrautfresser und Kartoffelvertilger, wie die Franzosen es höhnisch 
bezeichneten, begann nun seinen Lebensstandard der anderen Welt nun langsam anzupassen. 
Damit blieb aber nur mehr ein Teil der Ergebnisse der Steigerung der deutschen 
Landwirtschaft für die reine Volkszunahme verfügbar. 

Tatsächlich hat auch das neue Reich die Not nie zu bannen gewußt. Auch im neuen Reich 
versuchte man zunächst durch eine dauernde Auswanderung das Verhältnis zwischen 
Volkszahl und Grundfläche in möglichen Grenzen zu bewahren. Denn der schlagendste 
Beweis für die Richtigkeit unserer Behauptung für die überragende Bedeutung des 
Verhältnisses zwischen Volkszahl, und Grundfläche liegt ja darin, daß infolge dieses 
Mißverhältnisses gerade im Deutschland der 70, 80 und 90er Jahre die Not zu einer 
Aus Wanderungsepidemie führte, die noch zu Beginn der 90er zu Ziffern von nahezu 11/4 
Millionen Menschen im Jahr anschwoll [note 28]. 

Damit aber war das Ernährungsp roblern des deutschen Volkes selbst für die vorhandene 
Menschenmasse auch durch die neue Reichs gründung nicht gelöst worden. Eine weitere 
Vermehrung der deutschen Nation konnte aber ohne eine solche Lösung überhaupt nicht 
stattfinden. Ganz gleich, wie eine solche Lösung nun ausfiel, sie mußte jedenfalls gefunden 
werden, und das wichtigste Problem der deutschen Außenpolitik nach dem Jahre 1870/71 
mußte damit die Frage der Lösung des Ernährungsproblems sein. 

Kapitel 8. Die verfehlte Wirtschafts- und Bündnispolitik des Zweiten Reiches 



[page 85] Unter den zahllosen Aussprüchen Bismarcks ist kaum einer, den die bürgerlich 
politische Welt lieber zitiert hätte, als der, daß die Politik eine Kunst des Möglichen sei. 
Dieses Wort hatte eine um so größere Anziehungskraft, je kleiner die politischen Geister 
waren, die das Erbe des großen Mannes zu verwalten hatten. Denn mit diesem Satz konnte 
man dann allerdings selbst die erbärmlichsten politischen Stümper verbrämen, ja sogar 
rechtfertigen, indem man sich dann einfach auf den ganz Großen berief und nachzuweisen 
versuchte, daß augenblicklich etwas anderes als das, was man tut, nicht möglich sei und 
Politik aber die Kunst des Möglichen wäre und man mithin mit Bismarckischem Geist und in 
Bismarckis ehern Sinne handle. Damit kann dann selbst ein Herr Stresemann etwas 
olympischen [note 29] auf dem [sie], wenn schon nicht Bismarckischen, aber dann doch 
zumindest auch kahl aussehenden Kopf herumbekommen [note 30]. 

Bismarck hatte ein genau abgestecktes und klar umrissenes politisches Ziel vor Augen. Es ist 
eine Unverfrorenheit, ihm zuschieben zu wollen, er hätte sein Lebenswerk nur erreicht durch 
eine Anhäufung jeweiliger politischer Möglichkeiten und nicht durch eine Meisterung der 
jeweiligen Situationen im Hinblick auf ein ihm vorschwebendes politisches Ziel. Dieses 
politische Ziel Bismarcks war Lösung der deutschen Frage durch Blut und Eisen. Beseitigung 
des habsburgischhohenzollerischen Dualismus. Bildungeines neuen deutschen Reiches unter 
preußisch-hohenzollerischer Führung. Höchstmögliche Sicherung dieses Reiches nach außen. 



Organisation seiner inneren Verwaltung nach preußischem Vorbild. In der Befolgung dieses 
Zieles hat Bismarck jede Möglichkeit ausgenützt, mit Mitteln diplomatischer Kunst 
gearbeitet, solange sie den Erfolg versprachen, das Schwert in die Waagschale geworfen, 
wenn nur mehr die Gewalt eine Entscheidung herbeizuführen in der Lage war. Ein Meister 
der Politik, die ihr Operationsgebiet für Bismarck vom Parkett des Salons bis zur 
blutgetränkten Erde des Schlachtfeldes besaß. 

Das war der Meister der Politik der Möglichkeiten. 

Seine Nachfolger haben weder ein politisches Ziel noch auch nur einen politischen Gedanken, 
wursteln demgegenüber von heute auf morgen und morgen auf übermorgen dahin, um sich 
dann mit eingebildeter Frechheit auf jenen Mann zu berufen, dem gerade zum Teil sie selbst, 
zum Teil ihre geistigen Vorläufer die schwersten Sorgen und bittersten Kämpfe verursacht 
hatten, um ihr politisches sinn- und zielloses verderbliches Gestammel als Kunst des 
Möglichen hinzustellen. 

[page 86] Als Bismarck in seinen drei Kriegen, alles aber dank seiner genialen politischen 
Tätigkeit, das neue Reich errichtet hatte, war dies die Höchstleistung, die zunächst überhaupt 
erzielt werden konnte. Es war dies aber auch die unumgänglich notwendige Voraussetzung 
für jede kommende politische Vertretung der Lebensinteressen unseres Volkes. Denn ohne 
die Schaffung des neuen Reiches hätte das deutsche Volk niemals die machtmäßige 
Gestaltung erfahren, ohne die der Schicksalskampf auch in der Zukunft nicht durchgeführt 
werden könnte. Ebenso klar war, daß das neue Reich zunächst wohl auf dem Schlachtfeld 
zusammengefügt, im Inneren aber erst aneinander gewöhnt werden mußte. Es mußten Jahre 
der Anpassung vergehen, bis diese Zusammenfügung deutscher Staaten zu einem Bund 
zunächst auch nur einen wirklichen Bundesstaat ergeben konnte. Es war dies die Zeit, in der 
sich der eiserne Kanzler der Kürassierstiefel entledigte, um nun mit unendlicher Klugheit, 
Geduld, mit weisem Verständnis und wundervollem Gefühl den Druck der preußischen 
Hegemonie zu ersetzen durch die Macht des Vertrauens. Die Leistung, aus einer auf dem 
Schlachtfeld vollzogenen Staatenkoalition ein in rührender Liebe zusammenhängendes Reich 
zu machen, gehört zu den größten, die politische Kunst bisher vollbracht hatte. 

Daß Bismarck zunächst sich darauf beschränkte, lag ebensosehr in der Weisheit seiner 
Einsicht, als es ein Glück für die deutsche Nation war. Diese Jahre des inneren friedlichen 
Ausbaues des neuen Reiches waren notwendig, wollte man nicht einer Eroberungsmanie 
verfallen, die in ihren Resultaten um so unsicherer gewesen wäre, als die durchführende Kraft 
im Inneren selbst noch jene Homogenität hätte vermissen lassen, die die Voraussetzung zum 
Anschmelzen weiterer Gebiete gewesen wäre. 

Bismarck hat sein Lebensziel erreicht. Er hat die deutsche Frage gelöst, den habsburgisch- 
hohenzollerischen Dualismus beseitigt, Preußen zur deutschen Vormacht erhoben, die Nation 
daraufhin geeint, innerhalb der Grenzen des damals Möglichen das neue Reich im Inneren 
konsolidiert und den militärischen Schutz in einer Weise ausgestaltet, daß dieser ganze Prozeß 
der inneren deutschen Reichsneu gründun g, der ja nun jahrzehntelang dauern mußte, von 
niemanden wesentlich gestört werden konnte. 

So sehr damit Bismarck als greiser Altreichskanzler auf ein abgeschlossenes Werk seines 
Lebens zurückblicken konnte, so wenig aber bedeutet dieses Werk den Abschluß des Lebens 
der deutschen Nation. Durch Bismarcks neue Reichs gründun g hatte die deutsche Nation nach 
Jahrhunderten eines staatlichen Verfalls wieder eine organische Form gefunden, die nicht nur 
das deutsche Volk, zusammenschloß, sondern die diesen zusammengeschlossenen Menschen 



damit einen Kraftausdruck verlieh, der ebenso realer wie ideeller Natur war. Wenn das 
Fleisch und Blut dieses Volkes die Substanz war, deren Erhaltung auf dieser Welt versucht 
werden muß, dann war im neuen Reich das Machtinstrument entstanden, durch das die Nation 
ihr Lebensrecht künftighin im Rahmen der übrigen Welt wieder wahrnehmen konnte. 

[page 87] Es war die Aufgabe der nach Bismarck kommenden Zeit, sich über die weiteren 
Schritte schlüssig zu werden, die im Interesse der Erhaltung der deutschen Volkssubstanz 
getan werden mußten. 

Von diesen Entschlüssen, die grundsätzlicher Art sein mußten und die damit eine neue 
Zielsetzung bedeuteten, hing dann die weitere politische Einzelarbeit ab. Das heißt also: So 
wie Bismarck als einzelner Mann sich für sein politisches Handeln eine Zielsetzung 
vorgenommen hat, die ihm dann erst gestattetei von Fall zu Fall nach allen Möglichkeiten zu 
verfahren, um diese Ziele zu erreichen, so mußte auch die Zeit nach Bismarck sich ein 
bestimmtes, ebenso notwendiges wie mögliches Ziel aufstellen, dessen Erreichung die 
Interessen des deutschen Volkes gebieterisch erforderten Und zu dessen Erreichung man sich 
dann allerdings ebenfalls aller Möglichkeiten bedienen konnte, angefangen von den Künsten 
der Diplomatie bis zu der Kunst des Krieges. 

Diese Zielsetzung aber ist unterblieben. 

Es ist nicht notwendig, alle die Gründe aufzuführen, und wohl auch kaum möglich, die die 
Ursache dieser Unterlassung waren. Der Hauptgrund liegt zunächst im Fehlen einer wirklich 
genialen, überragenden politischen Persönlichkeit. Aber fast nicht minder schwer wiegen die 
Gründe, die zum Teil im Wesen der neuen Reichs gründun g selbst zu suchen sind. 
Deutschland war ein demokratischer Staat geworden, und wenn auch die Leitung des Reiches 
kaiserlichen Entschlüssen oblag, so konnten sich doch diese Entschlüsse selbst schwer dem 
Eindruck jener allgemeinen Meinung entziehen, die ihren besonderen Ausdruck in der 
parlamentarischen Institution fand, deren Fabrikanten aber die politischen Parteien sowie die 
Presse waren, die selbst wieder von wenig erkennt liehen Drahtziehern ihre letzten 
Instruktionen erhielten. Damit traten die Interessen der Nation mehr und mehr in den 
Hintergrund gegenüber den Interessen bestimmter und besonderer Gruppen. Dies war um so 
mehr der Fall, als über die wirklichen Interessen der Nation in der breitesten Öffentlichkeit 
nur sehr wenig Klarheit herrschte, während umgekehrt die Interessen bestimmter politischer 
Parteien oder der Zeitungswelt viel konkretere waren. Denn Deutschland war ja nun wohl ein 
Nationalstaat. Allein der Begriff nationale Gesinnung war am Ende doch nur ein rein 
staatlich-patriotisch-dynastischer. Mit völkischen Erkenntnissen hatte er nahezu gar nichts zu 
tun. Daher herrschte auch über die Zukunft und über die Zielrichtung der außenpolitischen 
Tätigkeit der Zukunft allgemeine Unklarheit. Vom nationalen Gesichtspunkt aus betrachtet, 
wäre die nächste Aufgabe des Staates nach Vollendung seines inneren Staatsaufbaues die 
Wiederaufnahme und endgültige Durchführung der nationalen Einigung gewesen. Kein Ziel 
hätte dem damaligen rein formalen Nationalstaat außenpolitisch näher liegen können, als die 
Angüederung jener deutschen Gebiete in Europa, die zum Teil schon durch ihre bisherige 
Geschichte ein selbstverständlicher Bestandteil nicht nur der deutschen Nation, sondern eines 
deutschen Reiches sein müßen. Dennoch war eine solche selbstverständliche Zielsetzung 
nicht vorgenommen worden, weil [page 88] abgesehen von sonstigen Widerständen der 
sogenannte Nationalbegriff eben viel zu unklar war, [zu] wenig durchdacht und 
durchgearbeitet, um von sich aus einen solchen Schritt genügend motivieren zu können. Es 
wäre gegen patriotisch-legitimistische Vorstellungen, sowie gegen Gefühle schlecht 
definierbarer Sympathien gewesen, nun mit allen Mitteln als nächstes Ziel die Eingliederung 
de Deutschtums der alten Ostmarken des Reiches [durchzuführen] ins Auge zu fassen und 



durchzuführen. 

Das altehrwürdige Haus Habsburg hätte damit allerdings seinen Thron verloren. Auch würde 
man den gesamten Biertischpatriotismus damit auf das schwerste verletzt haben, aber 
trotzdem wäre dies die einzig vernünftige nächste Aufgabe gewesen, die das neue Reich sich 
hätte stellen können, und zwar vom Gesichtspunkte eines sogenannten Nationalstaates aus. 
Nicht nur, daß damit ziffernmäßig die im Reichsgebiet lebenden Deutschen eine wesentliche 
Stärkung erfahren hätten, die naturgemäß auch militärisch zum Ausdruck gekommen wäre, 
hätte man damit allein das retten können, dessen Verlust man heute beklagt. Würde 
Deutschland selbst an der Aufteilung des unmöglichen Habsburgerstaates teilgenommen [note 
31], [dann] ja, hätte es diese Aufteilung aus nationalpolitischen Gründen als eigenes 
politisches Ziel aufgestellt, dann würde die ganze Entwicklung Europas eine andere Bahn 
genommen haben. Deutschland wäre nicht in Verfeindung geraten mit einer ganzen Anzahl 
von an sich nichts gegen Deutschland habenden Staaten und im Süden würde die Grenze des 
Reiches nicht über den Brenner laufen. Zumindest der vorwiegend deutsche Teil Südtirols 
wäre heute bei Deutschland. 

Allein, daß dies verhindert wurde, lag nicht nur im Mangel der damaligen nationalen 
Auffassung, sondern ebensosehr im bestimmten Interesse bestimmter Gruppen. 
Zentrumskreise wünschten unter allen Umständen eine Politik der Erhaltung des sogenannten 
katholischen Habsburgerstaates, wobei man in verlogener Weise von Stammesbrüdern redete, 
während man sehr genau wußte, daß gerade diese Stammesbrüder in der 
Habsburgermonarchie langsam aber sicher an die Wand gedrückt und ihrer 
Stammeszugehörigkeit beraubt wurden. Aber für das Zentrum waren ja selbst in Deutschland 
nicht deutsche Gesichtspunkte maßgebend. Jeder Pole, jeder elsässische Verräter und 
Franzosenfreund war den Herren lieber als der Deutsche, der nicht sieh einer solch 
verbrecherischen Organisation anschließen wollte. Unter dem Vorwand, katholische 
Interessen zu vertreten, hat diese Partei schon im Frieden mitgeholfen, das Hauptbollwerk 
einer wirklich christlichen Weltanschauung, Deutschland, nach allen Möglichkeiten zu 
schädigen und zu Grunde zu richten. Und diese verlogenste Partei scheute dabei auch nie 
davor zurück, mit erklärten Gottesleugnern, Atheisten, Religionssehändern in innigster 
Freundschaft Arm in Arm zu gehen, sowie man damit glaubte, den deutschen Nationalstaat 
und damit das deutsche Volk schädigen zu können [note 32]. 

[page 89] So hat bei der Festlegung der unsinnigen deutschen Außenpolitik, das Zentrum, das 
christlich-katholische fromme Zentrum, denn auch stets den Jüdisch-gottes-leugnerischen 
Marxismus als lieben Bundesgenossen zur Seite gehabt. 

Denn so wie das Zentrum gegen eine antihabsburgische Politik sich mit Händen und Füßen 
gewehrt hat, genauso die Sozialdemokratie als damalige Vertreterin der marxistischen 
Weltanschauung, wenn auch aus anderen Gründen. Die Schlußabsicht allerdings war bei 
beiden Parteien dieselbe: Möglichste Schädigung Deutschlands. Die Herrschaft dieser 
Parteien wird eine um so unbeschränktere und damit für ihre Leiter einträglichere sein, je 
schwächer der Staat ist. 

Wollte das alte Reich aus nationalpolitischen Gesichtspunkten heraus den Zusammenschluß 
des Deutschtums in Europa wieder aufnehmen, dann mußte mit der dadurch zwangsläufig 
verbundenen Auflösung des habsburgischen Staatenkonglomerats eine eigene Gruppierung 
europäischer Mächte verbunden sein. Es war selbstverständlich, daß an eine solche Auflösung 
des Habsburgerstaates nicht gedacht worden konnte, ohne in Beziehung zu treten zu anderen 
Staaten, die ähnliche Interessen verfolgen mußten. Damit aber wäre von selbst zur Erreichung 



dieses Ziels und in Verfolg aller Möglichkeiten eine europäische Koalition entstanden, die 
wenigstens die nächsten Jahrzehnte das Schicksal Europas bestimmt haben würde. 

Allerdings mußte dann zunächst der Dreibund auch tatsächlich liquidiert werden. Ich sage 
tatsächlich, denn praktisch war die Liquidation schon längst vollzogen. 

Das Bündnis mit Österreich hatte für Deutschland solange einen wirklichen Sinn, solange es 
hoffen durfte, durch dieses Bündnis für die Stunde der Gefahr einen Machtzu wachs zu 
erhalten. Es war sinnlos von dem Augenblick an, in dem der militärische Machtzuwachs 
kleiner war als die durch dieses Bündnis hervorgerufene militärische Belastung Deutschlands. 
An sich war dies vom ersten Tage des Dreibundes an der Fall dann, wenn etwa infolge dieses 
Bundes oder aus diesem Bund heraus Rußland zum Gegner Deutschlands wurde. Dies hat 
Bismarck auch genauestens abgewogen und sich deshalb auch veranlaßt gesehen, mit 
Rußland den sogenannten Rückversicherungsvertrag abzuschließen. Der Sinn des 
Rückversicherungsvertrages war ganz kurz der, daß, wenn Deutschland durch den Bund mit 
Österreich in einen Konflikt mit Rußland getrieben werden würde, es Österreich dabei fallen 
ließe. Damit hat Bismarck die problematische Bedeutung des Dreibundes schon zu seiner Zeit 
erkannt und nach seiner Kunst des Möglichen für alle Fälle das Notwendige vorgesorgt. 

Dieser Rückversicherungsvertrag hat seinerzeit mitgeholfen, dem größten deutschen 
Staatsmann der Neuzeit die Verbannung einzutragen. 

Tatsächlich ist aber seit der Okkupation Bosniens durch Österreich-Ungarn und infolge der 
dadurch mächtig an geflammten panslawistischen Bewegung der von [page 90] Bismarck 
befürchtete Zustand bereits am Beginn der 90er Jahre eingetreten. Der Bund mit Österreich 
hat die Feindschaft mit Rußland gebracht [note 33]. 

Diese Feindschaft mit Rußland aber war der Grund, warum der Marxismus mit allen Mitteln, 
wenn auch nicht etwa die deutsche Außenpolitik deckte, dann doch eine andere in 
Wirklichkeit unmöglich machte. 

Das Verhältnis Österreichs zu Italien war dabei an sich immer dasselbe. Italien ist einst aus 
Vorsicht gegen Frankreich in den Dreibund eingetreten, aber nicht aus Liebe zu Österreich. 
Im Gegenteil, Bismarck hat auch hier die innere Herzlichkeit des italienisch-österreichischen 
Verhältnisses richtig erkannt, wenn er ausspricht, daß es zwischen Österreich und Italien 
überhaupt nur zwei mögliche Zustände gäbe: entweder Bund oder Krieg. Wirkliche 
Sympathie war in Italien — von einigen frankophilen Fanatikern abgesehen — nur für 
Deutschland vorhanden. Und das war auch erklärlich. Es spricht für die ganz bodenlose 
politische Unbildung und Unwissenheit des deutschen Volkes und besonders seiner 
sogenannten bürgerlich-nationalen Intelligenz, daß man den staatsrechtlichen Dreibund auf 
das Gebiet freundschaftlicher Zuneigung übertragen zu können glaubte. Das war nicht einmal 
zwischen Deutschland und Österreich der Fall, denn selbst hier war der Dreibund oder 
richtiger das Bündnis mit Deutschland menschlich verankert nur im Herzen eines 
verhältnismäßig kleinen Teiles der Deutschen in Österreich. Niemals hätten die Habsburger 
ihren Weg in diesen Dreibund genommen, wenn es eine andere Möglichkeit der 
Konservierung ihres Staatskadavers gegeben haben würde. Als in den Julitagen 1870 das 
deutsche Volk unter der unerhörten Provokation Frankreichs in Empörung aufflammte und 
zum Schutz des deutschen Rheins den alten Walstätten zueilte, da hoffte man in Wien die 
Stunde der Rache für Sadowa gekommen. Eine Besprechung jagte die andere, ein Kronrat 
wechselte mit dem nächsten, Kuriere flogen hin und her und die ersten Einberufungsordres 
waren hinausgegeben, da trafen allerdings auch schon die ersten Nachrichten vom 



Kriegs schauplatze ein. Und als nach Weißenburg ein Wörth folgt, nach Wörth ein Gravelotte, 
ein Metz, ein Mars la Tour und endlich ein Sedan, da erst begannen die Habsburger unter dem 
Drucke der nun plötzlich wie erlöst aufschreienden neuen deutschen Meinung ebenfalls ihr 
deutsches Herz zu entdecken. Hätte damals Deutschland auch nur die ersten Schlachten 
verloren, dann hätten die Habsburger und mit ihnen Österreich das vollzogen, was sie später 
Italien so sehr zum Vorwurf gemacht haben. Und was sie übrigens im Weltkrieg nicht nur 
zum 2. Mal beabsichtigten, sondern auch als [page 91] gemeinsten Verrat an dem Staat, der 
für sie das Schwert gezogenhat, verübt hatten. Um diesen und für diesen Staat hat 
Deutschland die schwerste Blutnot auf sich genommen, und von diesem Staat wurde es nicht 
nur in 1000 Einzelfällen, sondern endlich vom Repräsentanten selbst verraten [note 34], lauter 
Dinge und Wahrheiten, die unser bürgerlicher nationaler Patriotismus Heber verschweigt, um 
heute gegen Italien schreien zu können. 

Wenn das Haus Habsburg später im Dreibund unterkroch, dann wirklich nur, weil ohne den 
Dreibund dieses Haus schon längst dorthin gefegt worden wäre, wo es sich heute befindet. 
Wenn ich die Sünden aber dieses Hauses an der Geschichte des deutschen Volkes übersehe, 
dann erscheint mir eines schmerzlich, daß Gottes Mühle dieses Mal von Kräften angetrieben 
wurde, die außerhalb des deutschen Volkes liegen. 

Dabei hatten die Habsburger aber auch sonst allen Grund, das Bündnis besonders mit 
Deutschland zu wollen, weil dieses Bündnis ja in Wirklichkeit das Deutschtum in Österreich 
preisgab. Niemals wäre den Habsburgem ihre Entnationalisierungspolitik in Österreich, ihre 
Vertschechung und Verslawung [note 35] des Deutschtums möglich geworden, hätte nicht das 
Reich selbst seinen moralischen Schirm darüber geh alten. Denn was hatte der 
Deutschösterreicher für ein Recht, gegen eine Staatspolitik zu protestieren, und zwar aus 
nationalen Gründen heraus, die vom Inbegriff des deutschen nationalen Gedankens, wie er 
sich für den Deutschösterreicher im Reich verkörpert, gedeckt wurde. Und umgekehrt konnte 
Deutschland nun überhaupt noch einen Druck ausüben zur Verhinderung der langsamen 
Ent deutschung in Österreich, wenn doch die Habsburger selbst Verbündete des Reiches 
waren? Man muß die Schwäche der politischen Leitung des Reiches kennen, um zu wissen, 
daß alles andere eher möglich gewesen wäre, als auch nur der Versuch einer wirklich 
energischen Einwirkung auf den Bundesgenossen, die dessen innere Verhältnisse betroffen 
hätte. Das wußten die schlauen Habsburger sehr genau, wie denn überhaupt die 
österreichische Diplomatie der deutschen an Pfiffigkeit und Schläue [der deutschen] turmhoch 
überlegen war. Und umgekehrt, eben diese deutsche, wie mit Blindheit geschlagene, keine 
Ahnung von den Vorgängen und Zuständen im Innern ihres Bundesgenossen zu haben schien. 
Erst der Krieg hat dann wohl den meisten die Augen geöffnet [note 36]. 

Damit aber war gerade die Bundesfreundlichkeit der Habsburger für Deutschland um so 
verhängnisvoller, als durch sie ja die endgültige Unterminierung der Voraussetzung für diesen 
Bund gewährleistet wurde. Denn indem nun die Habsburger in aller Ruhe und ohne Sorge vor 
deutschen Einmischungen das Deutschtum in Österreich auszulöschen in der Lage waren, 
mußte der Wert dieses ganzen [page 92] Bundes für Deutschland selbst ein immer 
problematischerer werden. Was sollte ein Bund für Deutschland bedeuten, der vom 
Herrscherhaus niemals ernst gemeint war, denn nie hätte das Haus Habsburg daran gedacht, 
den Bundesfall auch für deutsche Interessen als gegeben anzusehen, und unter dessen 
Wirksamkeit die einzigen wirklichen Freunde dieses Bundes langsam der Entdeutschung 
verfallen mußten. Denn im übrigen Österreich war der Bund im günstigsten Fall als 
gleichgültig angesehen, in den meisten Fällen aber innerlich verhaßt. 

Schon die hauptstädtische Presse in Wien war in der Zeit der letzten 20 Jahre vor dem Kriege 



viel mehr profranzösisch als prodeutsch orientiert. Die Presse der slawischen Provinzen aber 
war bewußt deutschfeindlich. In eben dem Maß, in dein aber durch die Habsburger das 
Slawentum nach Möglichkeit kulturell gefördert wurde und nun in seinen Hauptstädten 
Mittelpunkte einer eigenen nationalen Kultur erhielt, entstanden damit aber auch Zentren 
eines besonderen politischen Wollens. Es ist die historische Strafe für das Haus Habsburg, 
nicht gesehen zu haben, daß dieser Nationalitätenhaß, den man zunächst gegen das deutsche 
Volk mobilisierte, eines Tages den österreichischen Staat selbst verzehren würde. Das 
Bündnis mit Österreich war aber für Deutschland besonders unsinnig in dem Augenblick 
geworden, in dem, dank dem Wirken des volksverräterischen deutschösterreichischen 
Marxismus, das sogenannte allgemeine Wahlrecht die Vorherrschaft des Deutschtums im 
östereichischen Staat endgültig gebrochen hatte. Denn tatsächlich zählte ja das Deutschtum 
nur ein Drittel der Bevölkerung Cisleithaniens, also der österreichischen Reichshälfte des 
österreichisch-ungarischen Staates. Sowie das allgemeine Wahlrecht zur Grundlage der 
österreichischen Volksvertretung wurde, war die Lage des Deutschtums damit eine 
hoffnungslose, um so mehr, nachdem die klerikalen Parteien eine bewußte Vertretung 
nationaler Gesichtspunkte ebensowenig wollten, wie sie durch die Marxisten überhaupt 
bewußt verraten wurden. Dieselbe Sozialdemokratie, die heute heuchlerisch vom Deutschtum 
in Südtirol redet, hat im alten Österreich bei jeder sich nur bietenden Gelegenheit das 
Deutschtum in der schamlosesten Weise verraten und verkauft. Sie stand selbst stets an der 
Seite der Feinde unseres Volkes. Die unverschämteste tschechische Anmaßung hat in der 
sogenannten deutschen Sozialdemokratie stets ihre Vertreter gefunden. Jeder Akt einer 
deutschen Unterdrückung fand ihre Billigung. Und jeder Vorgang einer deutschen 
Zurückdrängung sah die deutsche Sozialdemokratie als Mithelferin. Was hatte unter solchen 
Umständen Deutschland noch von einem Staat zu erwarten, dessen politische Führung, soweit 
sie sich besonders im Parlamente äußerte, wohl zu 4/5 bewußt und gewollt antideutsch 
gewesen ist? 

Die Vorteile des Bündnisses mit Österreich lagen wirklich alle nur auf Seiten Österreichs, 
während Deutschland die Nachteile zu tragen hatte. Und sie waren ihrer nicht wenige. 

Das Wesen des österreichischen Staates brachte es mit sich, daß eine ganze Anzahl 
umliegender Staaten als Zielsetzung ihrer Nationalpolitik die Auflösung Österreichs im Auge 
hatten. Denn was in Deutschland die nachbismarckische [page 93] Zeit nie fertig gebracht 
hat, haben selbst die kleinsten Balkanstaaten besessen: nämlich ein bestimmtes 
außenp otitisches Ziel, das sie mit und nach allen Möglichkeiten zu erreichen versuchten. Alle 
diese zum Teil erst frisch entstandenen, an Österreichs Grenzen hegenden Nationalstaaten 
sahen ihre höchste politische Zukunfts aufgäbe darin, die volklich zu ihnen zählenden, aber 
unter Österreichs und Habsburgs Zepter lebenden Volksgenossen zu befreien. Daß diese 
Befreiung nur durch militärische Auseinandersetzungen erfolgen konnte, war 
selbstverständlich. Daß dies zu einer Auflösung Österreichs führen mußte, desgleichen. Ein 
Hindernis bildete dabei die österreichische eigene Widerstandskraft um so weniger, als sie ja 
auf die in Befreienden mit in erster Linie angewiesen war. Im Falle eines Koalitionskrieges 
Rußlands, Rumäniens und Serbiens gegen Österreich fielen aus dem Gehalt des 
österreichischen Widerstandes von vorneherein die nord- und südslawischen Elemente aus, so 
daß höchstens Deutsche und Magyaren als Träger des Hauptkampfes übrigblieben. Nun führt 
aber erfahrungsgemäß das Ausscheiden bestimmter Kampfkräfte aus völkischen Gründen zu 
einer Zersetzung und damit Lähmung seiner Front überhaupt. Von sich aus hätte Österreich 
einem solchen allgemeinen Angriffskrieg wirklich nur sehr wenig Widerstand 
entgegenzusetzen gehabt. Dieses wußte man sowohl in Rußland als auch in Serbien, in 
Rumänien sehr genau. Was Österreich gehalten hat, war damit nur der mächtige 
Bundesgenosse, auf den es sich zu stützen vermochte. Was war aber natürlicher, als daß sich 



nunmehr in den Gehirnen der österreichfeindlichen leitenden Staatsmänner sowohl als in der 
Meinung der Öffentlichkeit die Auffassung bildete, daß der Weg nach Wien damit über Berlin 
führen muß. 

Je mehr Staaten Österreich zu beerben gedachten und es infolge der deutschen 
Waffen genossenschaft nicht konnten, um so mehr Staaten mußte Deutschland selber als 
Feinde erhalten. 

Um die Jahrhundertwende war das Gewicht dieser durch Österreich gegen Deutschland 
aufgebrachten Gegner schon um ein Vielfaches größer als die mögliche Waffenhilfe, die 
Österreich selbst jemals für Deutschland stellen konnte. 

Damit aber war der innere Sinn dieser Bündnispolitik geradezu ins Gegenteil verkehrt. 

Erschwert wurde die Sache noch durch den dritten Bundesgenossen Italien. Wie schon 
erwähnt, war das Verhältnis Italiens zu Österreich nie eine Herzensangelegenheit gewesen, ja 
kaum eine solche der Vernunft, sondern eigentlich nur das Ergebnis und die Folge eines 
übermächtigen Zwanges. Das italienische Volk vor allem und die italienische Intelligenz 
vermochten jederzeit für Deutschland Sympathien aufzubringen. Ein Bund Italiens mit 
Deutschland allein hatte um die Jahrhundertwende bereits alle Gründe für sich. Die Meinung, 
daß Italien an sich als Bundesgenosse treulos wäre, ist so stupid und dumm, daß sie nur die 
Politikaster unseres unpolitischen sogenannten nationalen Bürgertums verzapfen können. Den 
schlagendsten Gegenbeweis liefert die Geschichte unseres eigenen Volkes, nämlich damals, 
als Italien schon einmal mit Deutschland, [page 94] allerdings gegen Österreich, verbündet 
gewesen ist. Freilich war das damalige Deutschland das durch Bismarcks Genialität geführte 
Preußen und nicht das durch die politische Unfähigkeit der späteren Murkser mißhandelte 
Reich. 

Gewiß hat das damalige Italien auf den Schlachtfeldern zu Lande und zur See Niederlagen 
erlitten, aber seine Bundesgenossenpflichten hat es ehrenhaft erfüllt, wie dies Österreich im 
Weltkriege, in den Deutschland durch Österreich hineingetrieben wurde, nicht getan hat. 
Denn als man damals Italien einen Sonderfrieden anbot, der ihm alles gegeben hätte, was es 
auch später nur erreichen konnte, da hat es diesen stolz und entrüstet zurückgewiesen, trotz 
der militärischen Niederlagen, die es erlitten hat, während die österreichische Staatsleitung 
nicht nur nach einem solchen Sonderfrieden gierte, sondern bereit war, ganz Deutschland 
fahren zu lassen. Wenn er nicht zustande kam, dann lag dies nicht in der Charakterfestigkeit 
des österreichischen Staates, sondern vielmehr im Wesen der Forderungen, die der Gegner an 
ihn stellte und die in der Praxis seine Auflösung bedeuteten. Daß aber das Italien des Jahres 
1866 militärische Niederlagen erlitten hat, konnte wirklich nicht als Zeichen seiner 
Bundestreulosigkeit aufgefaßt werden. Denn sicher hätte man sich statt Niederlagen lieber 
Siege geholt, aber das damalige Italien konnte ja nicht verglichen werden mit dem damaligen 
Deutschland und auch dem späteren, weil ihm jene überragende militärische 
Kristallisationsmacht eben fehlte, die Deutschland in Preußen gehabt hat. Ein deutscher Bund 
ohne das Fundament der preußischen Heeresmacht wäre dem Angriff einer so alten und 
damals noch nicht national zerfressenen Militärmacht, wie sie Österreich besaß, genau so 
unterlegen, wie es bei Italien der Fall war. Das Wesentliche lag aber daran, daß das damalige 
Italien die Entscheidung in Böhmen zugunsten des späteren deutschen Reichs ermöglicht hat, 
indem es einen wesentlichen und großen Teil der österreichischen Armee gebunden hat. Denn 
wer die kritische Situation am Tage der Schlacht von Königgrätz sich vor Augen hält, der 
wird nicht behaupten können, daß es für Deutschlands Schicksal gleichgültig gewesen wäre, 
ob Österreich mit 140 000 Mann mehr auf dem Schlachtfelde gewesen wäre, als es so infolge 



der italienischen Bindung sein konnte. 

Daß natürlich das damalige Italien diesen Bündnisvertrag nicht abgeschlossen hat, um dem 
deutschen Volk die nationale Einigung zu ermöglichen, sondern dem italienischen, ist 
selbstverständlich. Da gehört schon wirklich die sprichwörtliche politische Naivität eines 
vaterländischen Verbändlers dazu, darin den Anlaß zu einem Vorwurf [sehen zu können] oder 
zu einer Schmähung sehen zu können. Die Meinung, ein Bündnis zu erhalten, bei dem von 
vorneherein nur einer Aussichten auf Erfolg oder Gewinn besitzt, ist kindische Dummheit 
[note 37]. Denn genauso [page 95] hätten ja die Italiener das Recht, dem damaligen Preußen 
und Bismarck denselben Vorwurf vorzuhalten, nämlich, daß es nicht nur aus Liebe zu Italien, 
sondern auch in Verfolgung eigener Interessen den Bund abgeschlossen habe. Leider möchte 
ich fast sagen, ist es beschämend, daß diese Dummheit nur nördlich der Alpen verbrochen 
wird und nicht auch südlich. 

Verständlich könnte einem eine solche Dummheit nur werden, wenn man den Dreibund 
betrachtet oder, noch besser, das Bündnis Deutschland und Österreich, nämlich den wirklich 
seltenen Fall, in dem ein Staat, nämlich Österreich, von einem Bund alles hatte und der 
andere, nämlich Deutschland, gar nichts. Ein Bund, in dem der eine seine Interessen einsetzte 
und der andere seine schimmernde Wehr. Der eine [zweckmäßige Vernunft] kalte 
Zweckmäßigkeit und der andere Nibelungentreue. Zumindest in solchem Umfange und in 
dieser Art hat es das nur einmal in der Weltgeschichte gegeben, und Deutschland hat die 
furchtbarste Quittung für diese Art von politischer Staatsleitungund Bündnispolitik erhalten. 

Wenn also das Bündnis mit Italien, soweit es sich um das Verhältnis Österreichs zu Italien 
handelte, von Anfang an von zweifelhaftestem Wert war, dann nicht deshalb, weil es sich bei 
Italien etwa um einen grundsätzlich falschen Partner handeln könnte, sondern, weil für Italien 
gerade dieses Bündnis, mit Österreich nämlich nicht einen einzigen realen Gegenwert 
versprach. 

Italien war Nationalstaat. Seine Zukunft mußte zwangsläufig an den Rändern des 
mittelländischen Meeres liegen. Jeder Anrainer ist damit mehr oder weniger ein Hindernis für 
die Entwicklung dieses Nationalstaates. Rechnet man dazu noch, daß Österreich selbst über 
800 000 Italiener innerhalb seiner Grenzen hatte, und [umgekehrt] weiter dieselben 
Habsburger, die auf der einen Seite die Deutschen der Verslawung auslieferten, auf der 
anderen sehr wohl Slawen und Deutsche gegen Italiener auszuspielen verstanden, alles 
Interesse besaßen, diese 800 000 Italiener langsam zu entnationalisieren, dann war die 
Zukunfts aufgäbe der italienischen Außenpolitik kaum zweifelhaft. Sie mußte, so 
deutschfreundlich sie sein konnte, eine österreichischfeindliche sein. Und diese Politik fand 
dann auch den lebhaftesten Rückhalt, ja glühende Begeisterung im italienischen Volk selbst. 
Denn was die Habsburger, und Österreich war dabei ihre politische Waffe, an Italien im Laufe 
der Jahrhunderte gesündigt hatten, war, vom italienischen Standpunkt aus besehen, 
himmelschreiend [note 38]. Jahrhunderte hindurch war Österreich das Hindernis für die 
Einigung des italienischen Volkes gewesen, immer wieder hatten die Habsburger die 
korrupten italienischen Dynastien gestützt, ja noch um die Jahrhundertwende schloß in Wien 
kaum ein Parteitag der klerikalen und christlichsozialen Bewegung anders als mit der 
Aufforderung, dem Heiligen Vater Rom wieder zurückzugeben. Man machte kein Hehl 
daraus, daß man dies als Aufgabe der österreichischen Politik ansehe, hatte aber auf der 
anderen Seite die Unverschämtheit, dann zu erwarten, daß man in Italien selbst helle [page 
96] Begeisterung über das Bündnis mit Österreich zeigen müßte. Dabei hat die österreichische 
Politik Italien gegenüber im Laufe der Jahrhunderte sich keineswegs immer zarter 
Glacehandschuhe bedient. Was Frankreich jahrhundertelang für Deutschland gewesen ist, war 



Österreich jahrhundertelang für Italien. Die norditalienische Tiefebene war immer wieder das 
Operationsfeld, auf dem der österreichische Staat seine Freundschaftspolitik gegen Italien 
betätigte. Kroatische Regimenter [note 39] und Panduren waren die Kulturbringer und Träger 
der österreichischen Zivilisation und es ist nur ein Jammer, daß dies alles zum Teil auch am 
deutschen Namen dann hängen blieb. Wenn man heute häufig aus it ah enis che m Munde eine 
überhebliche Unterschätzung, ja verächtliche Beleidigung der deutschen Kultur hört, dann hat 
sich das deutsche Volk dafür bei jenem Staat zu bedanken, der nach außen als ein deutscher 
getarnt war, dem Italiener aber die Art seines inneren Wesens durch eine Soldateska enthüllte, 
die im eigenen österreichischen Staat selbst von den damit Beglückten als wahre Gottesgeißel 
empfunden wurde. Der Schlachtenruhm des österreichischen Heeres war zum Teil auf 
Erfolgen aufgebaut, die den unvergänglichen Haß des Italieners für alle Zeiten wachrufen 
mußten. 

Es war ein Unglück für Deutschland, dies nie eingesehen zu haben, ein Unglück, das im 
Gegenteil, wenn auch nicht direkt so indirekt zu decken. Denn so hat Deutschland den Staat 
verloren, der, wie die Dinge lagen, unser treuester Bundesgenosse hätte werden können, wie 
er schon einmal ein sehr verläßlicher für Preußen gewesen ist. 

Besonders entscheidend für das innere Verhältnis Italiens zu Österreich war dabei die Haltung 
der breitesten Öffentlichkeit in Österreich anläßlich des Tripolitanischen Krieges [note 40]. 
Daß man in Wien mit scheelen Augen italienischen Versuchen, in Albanien Fuß zu fassen, 
zusah, war nach Lage der Dinge noch verständlich. Österreich glaubte sich dort in seinen 
eigenen Interessen bedroht. Unverständlich aber war dafür die allgemeine und entschieden 
künstlich geschürte Erregung gegen Italien, als dieses sich anschickte, Tripolitanien zu 
erwerben. Dabei war der italienische Schritt ein selbstverständlicher. Kein Mensch konnte es 
der italienischen Staatsregierung verargen, wenn sie versuchte, die italienische Fahne in 
Gebieten aufzuziehen, die schon nach ihrer Lage das gegebene Kolonialgebiet für Italien sein 
mußten. Nicht nur, daß dabei die jungen italienischen Kolonisatoren auf altrömische Spuren 
stießen, wäre gerade für Deutschland und Österreich das italienische Vorgehen auch noch aus 
einem anderen Grunde begrüßenswert gewesen. Je mehr Italien in Nordafrika engagiert 
wurde, um so mehr mußten sich einst die natürlichen Gegensätze zwischen Italien und 
Frankreich entwickeln. Eine überlegene deutsche St aatsleitung zumindest hätte mit allen 
Mitteln versuchen müssen, der bedrohlichen Ausbreitung der französischen Hegemonie über 
[page 97] Nordafrika, überhaupt der französischen Erschließung des schwarzen Kontinents 
Schwierigkeiten zu bereiten, schon unter Berücksichtigung der sonst möglichen militärischen 
Stärkung Frankreichs auch auf europäischen Schlachtfeldern. Denn die französischen 
Regierungen und insbesondere ihre militärische Leitung haben gar keinen Zweifel darüber 
gelassen, daß für sie die afrikanischen Kolonien schon noch eine andere Bedeutung hatten, als 
[Plantagen] Demonstrationsobjekte französischer Zivilisation zu sein. Schon längst erblickte 
man in ihnen die Soldatenreservoire für die nächste europäische Auseinandersetzung. Daß 
diese nur mit Deutschland stattfinden konnte, war ebenfalls klar. Was wäre da natürlicher 
gewesen, als von Deutschland aus jedes Daz wischenschieben einer anderen Macht zu 
begünstigen, besonders wenn diese andere Macht ein eigener Bundesgenosse war? Dazu kam 
noch, daß das französische Volk steril war, eine Erweiterung seines Lebensraumes nicht 
notwendig hatte, während das italienische Volk, genauso wie das deutsche irgendeinen 
Ausweg finden muß. Man sage dabei ja nicht, daß es sich um einen Raub an der Türkei 
gehandelt hätte. Alle Kolonien sind dann eben Raubgebiete. Nur kann der Europäer ohne sie 
nicht leben. Wir hatten aber kein Interesse daran und durften keines besitzen, aus vollkommen 
unwirklichen sympathischen Gefühlen für die Türkei eine Entfremdung mit Italien 
herbeizuführen. Wenn je in einer außenpolitischen Aktion, dann konnten Österreich und 
Deutschland gerade in dieser restlos hinter Italien treten. Wie sich damals aber die 



österreichische Presse, ja die gesamte Meinung einem italienischen Vorgehen gegenüber 
verhielt, das im letzten Ziel nichts anderes war als die Annexion Bosniens und der 
Herzegowina durch Österreich selbst, war einfach skandalös. Damals flammte plötzlich ein 
Haß auf, der die wirkliche innere Gesinnung dieses österreichisch-italienischen Verhältnisses 
umso klarer zeigte, als eben ein tatsächlicher Grund dafür nicht vorhanden gewesen war. Ich 
befand mich in dieser Zeit selbst in Wien und war innerlich empört über die ebenso dumme, 
wie unverschämte Art, mit der man damals dem Bundesgenossen in den Rücken fiel. Unter 
solchen Umständen aber dann eben von diesem Bundesgenossen eine Treue zu verlangen, die 
in Wirklichkeit der Selbstmord Italiens gewesen wäre, ist mindest ebenso unverständlich wie 
naiv. 

Denn dazu kam noch folgendes: Die natürliche militär geographische Lage Italiens wird 
diesen Staat stets zwingen, eine Politik zu machen, die ihn nicht in Konflikt mit einer 
übermächtigen Seemacht bringt, der Widerstand zu leisten die italienische Flotte und die ihr 
verbündete nach menschlicher Voraussicht nicht in der Lage sein würden. Solange England 
im Besitz der unbestrittenen Suprematie zur See ist und solange diese Vorherrschaft noch 
durch eine mittelmeer ländische französische Flotte gestärkt werden kann, ohne daß Italien 
plus mit [sie] seinen Verbündeten einen aussichtsreichen Widerstand zu leisten vermag, wird 
Italien nie eine antienglische Haltung einnehmen können. Man darf aber von einer 
Staatsleitung nicht verlangen, daß sie endlich aus blöder Sympathie für einen anderen Staat, 
dessen Gegenliebe gerade der Tripoliskrieg deutlich aufgezeigt [page 98] hatte, den eigenen 
der sicheren Vernichtung preis gibt. Wer aber die Küstenverhältnisse des italienischen Staates 
nur der flüchtigsten Überprüfung unterzieht, muß ohne weiteres zur Überzeugung kommen, 
daß ein Kampf Italiens gegen England unter den obwaltenden Umständen nicht nur 
aussichtslos, sondern absurd ist. Damit befand sich aber Italien in genau derselben Lage, in 
der sich Deutschland ebenfalls befunden hatte, nämlich: So wie für Bismarck einst das Risiko 
eines durch Österreich veranlaßten Krieges mit Rußland für Deutschland so ungeheuerlich 
erschien, daß er sich für einen solchen Fall durch den berühmten Rückversicherungsvertrag 
zur Außerachtlassung des sonst gegebenen Bündnisfalles verpflichtete, so war auch für Italien 
das Bündnis mit Österreich uneinhaltbar im Augenblick, indem es dadurch England zum 
Feind erhielt. Wer dies nicht begreift oder verstehen will, ist unfähig, politisch zu denken und 
damit dann höchstens fähig, in Deutschland Politik zu machen. Das Resultat aber der Politik 
dieser Sorte voll Menschen hat die deutsche Nation heute vor sich hegen und die Folgen zu 
tragen. 

Alles dies sind Gesichtspunkte, die den Wert des Bündnisses mit Österreich auf ein Minimum 
herabdrücken mußten. Denn es war damit sicher, daß Deutschland für sein Bündnis mit 
Österreich vermutlich auch noch, außer Rußland, Rumänien und Serbien, Italien als Gegner 
erhalten würde. Denn es gibt, wie gesagt, keinen Bund, der auf idealen Sympathien oder auf 
ideale Treue oder ideale Dankbarkeit aufgebaut sein könnte. Bündnisse werden umso stärker 
sein, je mehr die einzelnen Kontrahenten hoffen dürfen, persönliche Vorteile daraus zu 
ziehen. Einen Bund auf einer anderen Basis gründen zu wollen, ist phantastisch. Niemals 
werde ich erwarten, daß Italien in ein Bundesverhältnis mit Deutschland treten würde, aus 
Sympathie für Deutschland, aus Liebe zu Deutschland und in der Absicht, Deutschland einen 
Nutzen zu verschaffen. Ebensowenig würde ich jemals aus Liebe zu einem anderen Staat, aus 
Sympathie für diesen oder aus Sehnsucht, ihm zu nützen, ein Vertragsverhältnis einzugehen 
vermögen. Wenn ich heute für ein Bundes Verhältnis zwischen Italien und Deutschland 
eintrete, dann nur deshalb, weil ich glaube, daß dabei beide Staaten nützliche Vorteile 
erlangen können. Beide Staaten werden dabei gute Geschäfte machen. 

Der Nutzen des Dreibundes lag aber ausschließlich auf der Seite Österreichs. Schon infolge 



der bestimmenden Faktoren in der Politik der einzelnen Staaten konnte immer nur Österreich 
Nutznießer dieses Bundes sein. Denn der Dreibund hatte seinem ganzen Wesen nach keinerlei 
aggressive Tendenz. Es war ein Defensivbund, der in höchstem Falle schon dem Laute seiner 
Bestimmungen nach nur die Erhaltung des Bestehenden sichern sollte. Deutschland und 
Italien waren infolge der Unmöglichkeit der Ernährung ihrer Volkszahl gezwungen, eine 
offensive Politik einzuschlagen. Nur Österreich allein mußte glücklich sein, den an sich schon 
unmöglichen Staatskadaver wenigstens zu erhalten. Da die eigene defensive Kraft Österreichs 
dafür niemals mehr ausgelangt hätte, wurden durch den Dreibund die offensiven Kräfte 
Deutschlands und Italiens in diesen Dienst der österreichischen Staats erhalt ung gespannt. 
Deutschland blieb im Geschirr und ging damit [page 99] zugrunde, Italien sprang aus und hat 
sich gerettet. Darüber einen Vorwurf erheben zu wollen, könnte nur ein Mensch fertigbringen, 
für den die Politik eben nicht die Verpflichtung ist, einem Volk daß Dasein mit allen Mitteln 
und nach allen Möglichkeiten zu erhalten. 

Selbst wenn das alte Deutschland als formaler Nationalstaat sich als außenpolitisches Ziel nur 
die weitere Einigung der deutschen Nation gesetzt hätte, mußte man den Dreibund 
augenblicklich fahren lassen bzw. das Verhältnis mit Österreich ändern. Eine Unzahl von 
Feindschaften wären dadurch erspart geblieben, die durch den Krafteinsatz Österreichs in 
keiner Weise aufgehoben werden konnten. 

Nun durfte aber schon das Deutschland der Vorkriegszeit seine Außenpolitik nicht mehr von 
rein formalen nationalen Gesichtspunkten aus bestimmen lassen, wenn diese nicht zu völkisch 
notwendigen Zielen führte. 

Schon in der Vorkriegszeit war die Zukunft des deutschen Volkes eine Frage der Lösung des 
Ernährungsproblems. Das deutsche Volk konnte aus dem vorhandenen Raum heraus sein 
tägliches Brot nicht mehr finden. Aller Fleiß und alle Tüchtigkeit sowie alle wissenschaftliche 
Methode in der Bodenbearbeitung konnten diese Not höchstens etwas mildern, allein nicht 
mehr endgültig verhindern. Selbst in Jahren außerordentlich guter Ernte gelang eine 
vollständige Deckung des eigenen Nahrungsmittelbedarfs nicht mehr. Bei Durchschnittsoder 
gar schlechten Ernten war man schon zu einem sehr beträchtlichen Prozentsatz auf Einfuhr 
angewiesen. Auch die Rohstoffversorgung mancher Industrien stieß auf ernste 
Schwierigkeiten und konnte nur aus dem Auslande besorgt werden. 

Die Wege zur Behebung dieser Not konnten verschiedene sein. Auswanderung und 
Geburtenbeschränkung mußten selbst vom Standpunkt des damaligen Nationalstaates 
kategorisch abgelehnt werden. Wobei weniger die Erkenntnis über die biologischen Folgen 
als die Angst vor der zahlenmäßigen Dezimierung bestimmend wurde. Somit konnte es für 
das damalige Deutschland tatsächlich nur mehr zwei Möglichkeiten geben, die Erhaltung der 
Nation für fernere Zeit sicherzuetellen, ohne die Volkszahl selbst einschränken zu müssen. 
Entweder man versuchte die Raumnot zu beheben, also neuen Boden zu erwerben, oder man 
wandelte das Reich in eine große Exportfirma um. Das heißt, man steigerte die Produktion 
bestimmter Güter über den Umfang des Innenbedarfs hinaus, um dann auf dem Wege des 
Exportes Lebensmittel und Rohstoffe eintauschen zu können. 

Die Erkenntnis der Notwendigkeit einer Vergrößerung der deutschen Lebensfläche war, wenn 
auch damals wenigstens teilweise, vorhanden. Man glaubte in ihrem Sinne am besten zu 
handeln, wenn man Deutschland in die Reihe der großen Kolonialvölker hineinführte. In 
Wirklichkeit lag aber besonders durch die Form der Durchführung dies es Gedankens bereits 
ein Bruch der inneren Logik vor. Denn der Sinn einer gesunden Bodenpolitik hegt darin, daß 
man den Lebensraum eines Volkes erweitert, indem man den Überschuß der Volkszahl neue 



Gebiete zur Besiedlung zuweist, die dann aber, wenn nicht der Charakter einer Auswanderung 
eintreten soll, in enger politischer und staatlicher Beziehung zum [page 100] Mutterland 
stehen müssen. Dies traf bei den Kolonien, die am Ausgang des 19. Jahrhunderts überhaupt 
noch greifbar waren, nicht mehr zu. Sowohl die räumliche Entfernung als aber besonders die 
klimatischen Verhältnisse dieser Gebiete verboten von selbst eine Besiedelung, wie sie 
vordem die Engländer in ihren amerikanischen Kolonien durchführen konnten, die Holländer 
in Südafrika und wieder die Engländer in Australien. Dazu kam noch die ganze Art der 
inneren Einrichtung der deutschen Kolonialpolitik. Das Sied elungsproblem trat dabei 
vollkommen in den Hintergrund, um an Stelle dessen Gesellschaftsinteressen einzusetzen, die 
nur zum geringsten Teil identisch waren mit allgemeinen deutschen Volks int eres sen. So lag 
denn auch der Wert der deutschen Kolonien von Anbeginn an mehr in der Möglichkeit, 
nunmehr gewisse Märkte zu erhalten, die als Lieferanten verschiedener Kolonialprodukte und 
teilsweise auch Rohstoffe die deutsche Wirtschaft vom Ausland unabhängig machen. 

Dies würde bis zu einem gewissen Grad in der Zukunft auch sicher gelungen sein, hätte aber 
damit nicht im geringsten das deutsche Übervölkerungsproblem gelöst, außer, man entschloß 
sich, die Ernährung des deutschen Volkes grundsätzlich durch die Steigerung seiner 
Export Wirtschaft zu garantieren. Dann konnten natürlich die deutschen Kolonien eines Tages 
durch günstigere Rohstoffbelieferung verschiedenen Industrien eine größere 
Konkurrenzfähigkeit auf den internationalen Absatzmärkten gewähren. Damit aber war die 
deutsche Kolonialpolitik im tiefsten Grunde eben keine Bodenpolitik, sondern ein Hilfsmittel 
für die deutsche Wirtschaftspolitik geworden. Tatsächlich war ja auch die ziffernmäßige 
direkte Entlastung der deutschen innenländischen Übervölkerung durch Besiedelung der 
Kolonien vollständig unbedeutend. 

Wollte man übrigens zu einer wirklichen Raumpolitik übergehen, dann war die vor dem 
Kriege betriebene Kolonialpolitik umso unsinniger, als sie zu einer fühlbaren Entlastung der 
deutschen Übervölkerung doch Wicht führen konnte, umgekehrt aber eines Tages nach aller 
menschlicher Voraussicht zu ihrer Durchführung denselben Bluteinsatz notwendig machen 
mußte, wie er im schlimmsten Fall für eine wirklich nützliche Raumpolitik erforderlich 
gewesen wäre. Denn indem diese Art deutscher Kolonialpolitik im günstigsten Fall nur eine 
Stärkung der deutschen Wirtschaft bringen konnte, mußte sie eines Tages mit eine Ursache zu 
brachialer Auseinandersetzung mit England werden. Denn eine deutsche 
Weltwirtschaftspolitik konnte um den Entscheidungskampf mit En gland nie herumkommen. 
Exportindustrie, Welthandel, Kolonien und Handelsflotte mußten dann mit dem Schwerte vor 
jener Macht in Schutz genommen werden, die aus denselben Selbsterhaltungsgesichtspunkten 
heraus wie Deutschland schon längst vorher zum Betreten dieses Weges sich gezwungen 
gesehen hatte. Solange also England rechnen konnte, mit rein wirtschaftlichen Mitteln die 
deutsche Konkurrenz zum Zusammenbruch zu bringen, solange konnte dieser 
wirtschaftsfriedliche Kampf um die Eroberungeines Platzes an der Sonne stattfinden, weil 
wir eben dann aus dem Schatten nie herauskamen. Gelanges aber Deutschland, auf diesem 
[page 101] wirtschaftsfriedlichen Wege England zurückzudrängen, dann war es 
selbstverständlich, daß das Phantom dieser wirt Schafts friedlichen Welt eroberung vom 
Widerstand der Bajonette abgelöst werden würde. 

Ohne Zweifel war es immerhin ein politischer Gedanke, dem deutschen Volk die Vermehrung 
seiner Zahl zu gestatten durch Steigerung seiner industriellen Produktionen und deren Absatz 
auf dem internationalen Weltmarkt. Völkisch war dieser Gedanke nicht, aber er entsprach den 
Vorstellungen der damals herrschenden bürgerlich-nationalen Welt. Auf alle Fälle konnte 
dieser Weg beschritten werden, mir legte er dann der deutschen Außenpolitik eine ganz 
bestimmte engumrissene Verpflichtung auf: Das Ende der deutschen Welthandelspolitik 



konnte nur der Krieg mit England sein. Dann hatte aber die deutsche Außenpolitik die 
Aufgabe, durch weit schauende Bündnis maßnahmen sich zur Auseinandersetzung mit einem 
Staate zu rüsten, der auf Grund einer mehrhundertjährigen Erfahrung selbst nichts unterlassen 
würde, eine allgemeine Mobilisation von Hilfsstaaten herbeizuführen. Wollte Deutschland 
gegen England seine Industrie- und Wirtschaftspolitik verfechten, dann mußte es seine erste 
Rückendeckung bei Rußland suchen. Rußland war dann der einzige Staat, der als wertvoller 
Bundesgenosse in Frage [note 41], weil er allein dann keine wesentlichen Gegensätze zu 
Deutschland wenigstens für den Augenblick zu haben brauchte. Allerdings der Kaufpreis für 
dieses russische Bündnis konnte, wie die Dinge nun lagen, nur in der Preisgabe des 
Bündnisses mit Österreich Hegen. Denn dann war der Zweibund mit Österreich ein Irrsinn, ja, 
ein Wahnsinn. Nur wenn Deutschland volle Rückendeckung durch Rußland hatte, konnte es 
zu einer maritimen Politik übergehen, die bewußt auf den Tag der Abrechnung hinzielte. 
Dann konnte man auch ehesten die enormen Mittel einsetzen, die für den Ausbau einer Flotte 
notwendig waren, die dann nicht in allem und jedem konstruktiv besonders aber in 
Sehne lligkeit und damit Deplacement fünf Jahre nachhinkte [note 42]. 

Allein die Verstrickung in das österreichische Bündnis war eine so große, daß man eine 
Lösung daraus nicht mehr finden konnte und mithin Rußland, das sich an sich nach dem 
russisch-japanischen Krieg neu zu orientieren begann, endgültig abstoßen mußte. Damit war 
aber dann die ganze deutsche Wirtschafts- und Kolonialpolitik eine mehr als gefährliche 
Spielerei. Tatsache war, daß man ja auch die endgültige Auseinandersetzung mit England 
scheute und demgemäß jahrelang sein Verhalten von dem Grundsatz bestimmen ließ, den 
Gegner nicht zu reizen. Dieser bestimmte alle deutschen Entschlüsse, die zum Schutz der 
deutschen Wirtschafts- und Kolonialpolitik notwendig gewesen wären, bis am 4. August 1914 
die englische Kriegserklärung diese Periode unseliger deutscher Verblendung abschloß. 

Würde das damalige Deutschland weniger von bürgerlich-nationalen als völkischen 
Gesichtspunkten beherrscht gewesen sein, wäre nur der andere Weg einer Lösung der 
deutschen Not in Frage gekommen, nämlich der einer großzügigen Raumpolitik in Europa 
selbst. 

[page 102] Die deutsche Kolonialpolitik, die uns zwangsläufig in Konflikt mit England 
bringen mußte, wobei Frankreich immer als auf der Seite der Gegner stehend angesehen 
werden konnte, war für Deutschland deshalb besonders unvernünftig weil unsere europäische 
Basis schwächer war als die irgendeines anderen Kolonialvolkes von weltpolitischer 
Bedeutung. Denn endlich wurde selbstverständlich das Schicksal der Kolonien in Europa 
entschieden. Mithin war jede deutsche Außenpolitik daraufhin angewiesen, in erster Linie die 
militärische Stellung Deutschlands in Europa zu festigen und zu sichern. Wir konnten von 
unseren Kolonien dabei nur sehr wenig ausschlaggebende Hilfe erwarten. Umgekehrt hätte 
jede Erweiterung unserer europäischen Raumbasis von selbst zu einer Stärkung unserer Lage 
geführt. Es ist nicht gleich, ob ein Volk ein geschlossenes Sied elungs gebiet von 560 000 oder 
sagen wir 1 Million qkm besitzt. Ganz abgesehen von der Schwierigkeit der Ernährung im 
Falle eines Krieges, die möglichst unabhängig von der Einwirkung des Gegners bleiben soll, 
liegt in der Größe der Raumfläche selbst schon ein militärischer Schutz, insoferne dann 
unsere Operationen, die zur Kriegführung auf eigenem Boden zwingen, wesentlich leichter zu 
ertragen sind. 

Überhaupt hegt schon in der Größe eines Staatsgebietes ein gewisser Schutz gegen 
leichtsinnige Angriffe. 

Vor allem aber konnte nur durch eine Raumpolitik in Europa das dorthin abgeschobene 



Menschengut unserem Volke bis einschließlich der militärischen Verwertung erhalten 
bleiben. 500 000 qkm Boden in Europa mehr [note 43] kann Millionen deutscher Bauern neue 
Heimstätten bieten, der deutschen Volkskraft für den Entscheidungsfall aber Millionen von 
Soldaten zur Verfügung stellen. 

Das einzige Gebiet, das in Europa für eine solche Bodenpolitik in Frage kam, war dann 
Rußland. Die an Deutschland angrenzenden dünnbesiedelten [note 44] westlichen 
Randgebiete, die schon einmal deutsche Kolonisatoren als Kulturbringer empfangen hatten, 
kamen auch für die neue europäische Bodenpolitik der deutschen Nation in Frage. Dann 
mußte das Ziel der deutschen Außenpolitik aber unbedingt sein, den Rücken gegen England 
freizubekommen und umgekehrt Rußland möglichst zu isoHeren. Dann war mit 
rücksichtsloser Konsequenz unsere Wirtschafts- und Welthandelspolitik: aufzugeben, wenn 
notwendig auf die Flotte restlos zu verzichten, um die gesamte Kraft der Nation wieder wie 
einst auf das Landheer zu konzentrieren. Dann mußte man aber erst recht das Bündnis mit 
[page 103] Österreich fahren lassen, denn nichts stand dann einer Isolierung Rußlands dann 
mehr im Wege als der durch Deutschland gewährleistete Schutz eines Staates, dessen 
Aufteilung eine ganze Anzahl europäischer Mächte wünschten, allein nur mit Rußland im 
Bunde durchzuführen vermocht hätten. Indem aber diese Staaten in Deutschland den 
mächtigsten Schutz der Erhaltung Österreichs erkannt hatten, mußten sie um so mehr gegen 
eine Isolierung Rußlands sein, als ihnen das Zarenreich dann erst recht als einzig möglicher 
Kraftfaktor zur endlichen Zertrümmerung Österreichs erscheinen konnte. 

Daß alle diese Staaten aber eine Stärkung der einzigen Stütze Österreichs auf Kosten des 
stärksten Gegners des Habsburger Staates erst recht nicht wünschen konnten, hegt auf der 
Hand. 

Da auch in diesem Falle Frankreich immer auf der Seite der Gegner Deutschlands gestanden 
hätte, würde immer die Möglichkeit einer deutschlandfeindlichen Koalitionsbildung 
vorhanden gewesen sein, wenn man sich eben nicht entschloß, das Bündnis mit Österreich 
zumindest um die Jahrhundertwende endgültig zu liquidieren, den österreichischen Staat 
seinem Schicksal zu überlassen, die deutschen Länder aber für das Reich zu retten. 

Es kam anders. Deutschland wollte den Weltfrieden. Es vermied deshalb eine Bodenpolitik, 
die an sich nur aggressiv aus gefochten hätte werden können, und wandte sich endgültig einer 
uferlosen Wirtschafts- und Handelspolitik zu. Man gedachte mit wkt Schafts friedlichen 
Mitteln die Welt zu erobern, stützte sich dabei weder auf die eine noch auf die andere Macht, 
sondern klammerte sich, je mehr nun als Folge eine allgemeine politische Isolierung eintrat, 
immer krampfhafter an den absterbenden Habsburgerstaat. Große Kreise innerhalb 
Deutschlands begrüßten dies, teils aus wirklich politischer Unfähigkeit, aus falsch 
verstandenen patriotisch-legitimistischen Gedankengängen und endlich auch zum [note 45] in 
der still genährten Hoffnung, dadurch das verhaßte Hohenz ollers che Kaiserreich eines Tages 
zum Zusammenbruch führen zu können. 

Als am 2. August 1914 der Weltkrieg blutrot aufschoß, hat die Bündnispolitik der 
Vorkriegszeit ihre tatsächliche Niederlage tatsächlich bereits quittiert erhalten. Um Österreich 
zu helfen, war Deutschland in einen Kampf gedrängt worden, der sich dann nur mehr um 
seine eigene Existenz drehen sollte. Seine Feinde waren die Gegner seines Welthandels sowie 
seiner allgemeinen Größe überhaupt und die Anwärter auf Österreichs Zerfall. Seine Freunde 
das unmöglichste Staatsgebilde Österreich-Ungarn auf der einen Seite und die ewig kranke 
und schwache Türkei auf der anderen. Italien aber vollzog jenen Schritt, den Deutschland 
hätte vollziehen müssen und den es vollzogen hätte, wenn statt schwächlichen Philosophen 



und bramarbasierenden Hurrapatrioten die Genialität eines Bismarck seine Geschicke geleitet 
hätte. Daß es später endlich offensiv gegen einen ehemaligen Bundesgenossen vorging, 
entspricht wieder nur jener prophetischen Voraussicht Bismarcks, daß es eben zwischen 
Italien und Österreich überhaupt nur zwei Zustände geben könne: Bund oder Krieg. 

Kapitel 9. Notwendigkeit der Militärmacht 



[page 104] Am 11. November 1918 wurde im Walde von Compiegne der Waffenstillstand 
unterzeichnet. Das Schicksal hatte dazu einen Mann ausersehen, der einer der 
Hauptschuldigen am Zusammenbruch unseres Volkes war. Matthias Erzberger, Abgeordneter 
des Zentrums, nach verschiedenen Behauptungen außerehelicher Sohn eines Dienstmädchens 
und eines jüdischen Dienstherrn [note 46] war der deutsche Unterhändler, der seinen Namen 
dann auch unter ein Dokument setzte, das verglichen und gemessen mit der 4 1/2 jährigen 
Heldenzeit unseres Volkes unverständlich erscheint, wenn man nicht die bewußte Absicht der 
Zerstörung Deutschlands annimmt. 

Matthias Erzberger selbst war kleiner bürgerlicher Annexionspolitiker gewesen, also einer 
jener Männer, die besonders zu Beginn des Krieges versucht hatten, dem Mangel eines 
offiziellen Kriegszieles auf ihre eigene Art und Weise abzuhelfen. Denn wenn auch im 
August 1914 das ganze deutsche Volk instinktmäßig empfunden hat, daß dieser Kampf um 
Sein- oder Nichtsein geht, so war man sich doch, sowie die Flammen der ersten Begeisterung 
verlöschten, weder über das drohende Nichtsein, als über das notwendige Sein irgendwie im 
Klaren. Die Größe der Vorstellung einer Niederlage und deren Folgen wurde langsam getilgt 
durch eine Propaganda, die im inneren Deutschland vollkommen freien Lauf erhalten hatte 
und die die wirklichen Kriegsziele der Entente in ebenso geschickter wie verlogener Weise 
verdrehte oder überhaupt abstritt. Im 2. und besonders im 3. Jahre des Krieges war es dann 
auch schon gelungen, dem deutschen Volk die Angst vor der Niederlage insoferne zu nehmen, 
als man an die Größe der Absicht des Vernichtungswillens der Gegner dank dieser 
Propaganda nicht mehr glaubte. Dies war um so furchtbarer, als umgekehrt nichts getan 
werden durfte, dem Volke eine Kenntnis dessen zu geben, was im Interesse seiner künftigen 
Selbsterhaltung und als Lohn seiner unerhörten Opfer als mindestes erreicht werden mußte. 
Die Diskussion über ein mögliches Kriegsziel fand deshalb auch nur in mehr oder weniger 
unverantwortlichen Kreisen statt und erhielt nun auch den Ausdruck der Denkweise sowie der 
allgemeinen politischen Vorstellungen ihrer jeweiligen Vertreter. Während nun der schlaue 
Marxismus in genauer Kenntnis der lähmenden Wirkung des Fehlens eines bestimmten 
Kriegszieles sich ein solches überhaupt verbat [page 105] und im übrigen nur von der 
Wiederherstellung des Friedens ohne Annexionen und Entschädigungen redete, versuchte 
wenigstens ein Teil der bürgerlichen Politiker die Größe des Bluteinsatzes und den Prevel des 
Überfalls mit bestimmten Gegenforderungen zu beantworten. Alle diese bürgerlichen 
Vorschläge waren reine Grenzkorrekturen und hatten mit raumpolitischen Gedanken gar 
nichts zutun. Höchstens gedachte man noch die Anwartschaft einzelner zur Zeit nicht 
beschäftigter deutscher Prinzen zu befriedigen durch Bildung von Pufferstaaten, und so 
erschien denn der bürgerlichen Welt, von Ausnahmen abgesehen, selbst die Gründung des 
Polnischen Staates als ein nationalpolitisch weiser Entschluß. Einzelne schoben 
wirtschaftliche Gesichtspunkte dabei in den Vordergrund, nach denen die Grenze gestaltet 
werden müsse, z. B. die Notwendigkeit der Gewinnung des Erzbeckens von Longwy und 
Briey , andere wieder strategische Meinungen, z. B. die Notwendigkeit, die belgischen 



Maasfestungen in die Hand zu bekommen usw. 

Daß dies kein Ziel war für einen Krieg eines Staates gegen 26, in dem dieser den bisher 
ungeheuersten Bluteinsatz der Geschichte auf sich nehmen mußte, während zu Hause ein 
ganzes Volk buchstäblich dem Verhungern ausgeliefert war, sollte selbstverständlich sein. 
Die Unmöglichkeit dieser Begründung der Notwendigkeit des Durchhaltens des Krieges hat 
mitgeholfen, seinen unglücklichen Ausgang herbeizuführen. 

Als daher der Zusammenbruch der Heimat eintraf, war eine Kenntnis von Kriegszielen um so 
weniger vorhanden, als ihre bisherigen schwächlichen Vertreter unterdes sich selbst vom 
wenigen ihrer einstigen Forderungen noch entfernt hatten. Und das war eigentlich 
verständlich. Denn einen Krieg führen zu wollen in diesen unerhörten Ausmaßen, damit dann 
die Grenze statt über Herbesthal über Lüttich läuft oder damit statt einem zaristischen 
Kommissar oder Statthalter über irgendeine russische Provinz ein deutsches Prinzlein als 
Potentat eingesetzt wird, wäre wirklich unverantwortlich und frevelhaft. Es lag in der Natur 
der deutschen Kriegsziele, soweit sie überhaupt zur Diskussion standen, daß sie später 
allesamt verleugnet wurden. Denn wahrhaftig um solcher Lappalien wegen durfte man 
wirklich ein Volk auch nicht eine Stunde länger in einem Kriege belassen, dessen 
Schlachtfelder langsam zu einer Hölle geworden waren. 

Das einzige Kriegsziel, das diesem ungeheueren Bluteinsatz würdig gewesen wäre, hätte nur 
in der Zusicherung an den deutschen Soldaten bestehen können, soundso viele 100 000 qkm 
Grund den Kämpfern der Front als Eigentum zuzuweisen oder für die allgemeine 
Kolonisation durch Deutsche zur Verfügung zu stellen. Damit hätte auch der Krieg sofort den 
Charakter eines kaiserlichen Unternehmens verloren und wäre statt dessen zu einer Sache des 
deutschen Volkes geworden. Denn endlich haben die deutschen Grenadiere wirklich nicht ihr 
Blut vergossen, damit die Polen einen Staat erhalten oder damit ein deutscher Prinz auf einen 
plüschenen Thron gesetzt wird. 

Im Jahre 1918 stand man damit am Abschluß einer vollkommen sinn- und ziellosen 
Vergeudung des kostbarsten deutschen Blutes. 

[page 106] Wieder einmal hatte unser Volk Unendliches eingesetzt an Heroismus, Opfermut, 
ja Todesmut und Verantwortungsfreudigkeit und [note 47] dennoch geschlagen und 
geschwächt die Walstatt verlassen zu müssen. In tausend Schlachten und Gefechten siegreich 
und am Ende von den Geschlagenen dennoch besiegt. Ein Menetekel für die deutsche Innen- 
und Außenpolitik der Vorkriegszeit und der 4 1/2 Jahre des blutigen Ringens selber. 

Nun nach dem Zusammenbruch erhebt sich die bange Frage, ob unser deutsches Volk aus 
dieser Katastrophe etwas gelernt hat, ob die sein Schicksal weiter bestimmen werden, die es 
bisher bewußt verrieten, ob diejenigen auch in Zukunft mit ihren Phrasen die Zukunft 
beherrschen, die schon bisher so jämmerlich versagten, oder ob endlich innen- und 
außenpolitisch unser Volk zu einem neuen Denken erzogen wird und demgemäß sich in 
seinem Handeln umstellt. 

Denn wenn an unserem Volke sich nicht ein Wunder vollzieht, wird sein Weg ein solcher des 
endgültigen Verderbens sein. 

Wie ist die heutige Lage Deutschlands und wie sind die Aussichten für seine Zukunft und 



welcher Art wird diese Zukunft sein? 

Der Zusammenbruch, den das deutsche Volk im Jahre 1918 erlitt, liegt, wie ich an dieser 
Stelle noch einmal feststellen will, nicht im Sturz seiner militärischen Organisation oder im 
Verlust seiner Waffen, sondern in seinem damals geoffenbarten und heute immer mehr in 
Erscheinung tretenden inneren Verfall. Dieser innere Verfall liegt ebensosehr auf dem 
Gebiete der Verschlechterung seines rassischen Wertes als auf dem des Verlustes all jener 
Tugenden, die die Größe eines Volkes bedingen, seinen Bestand gewährleisten und seine 
Zukunft fördern. 

Blutswert, Persönlichkeitsgedanke und Selbsterhaltungstrieb drohen dem deutschen Volk 
langsam abhanden zu kommen. Statt dessen triumphiert der Internationalismus und vernichtet 
unsere Volkswerte, breitet sich die Demokratie aus, indem sie den Persönlichkeitsgedanken 
ersticht, und vergiftet endlich eine üble pazifistische Jauche die Denkart einer kühnen 
Selbsterhaltung. Das Wirken dieser Menschheitslaster sehen wir im gesamten Leben unseres 
Volkes in Erscheinung treten. Nicht nur auf dem Gebiete der politischen Belange, nein, auch 
auf denen der Wirtschaft und nicht zuletzt auf denen unseres kulturellen Lebens macht sich 
ein Nachabwärtsgleiten bemerkbar, das, wenn es nicht einmal zum Einhalt gebracht wird, 
unser Volk aus der Zahl der zukunftsreichen Nationen ausscheidet. 

In der Beseitigung dieser allgemeinen Verfallserscheinungen unseres Volkes liegt die große 
innerpolitische Aufgabe der Zukunft. Dies ist die Mission der nationalsozialistischen 
Bewegung. Aus dieser Arbeit muß ein neuer Volkskörper entstehen, der auch den schwersten 
Schaden der Gegenwart, die Klassenspaltung, an der Bürgertum und Marxismus gleichmäßig 
schuld sind, überwindet [note47]. 

[page 107] Das Ziel dieser Reformations arbeit innerpolitischer Art muß aber endlich die 
Wiedergewinnung der Kraft unseres Volkes zur Durchführung seines Lebenskampfes sein 
und damit die Kraft zur Vertretung seiner [page 108] Lebensinteressen nach außen. 

Dadurch wird auch unserer Außenpolitik die Aufgabe gestellt, die sie zu erfüllen hat. Denn so 
sehr die Innenpolitik der Außenpolitik das völkische Kraftinstrument liefern muß, sosehr muß 
aber auch die Außenpolitik durch die von ihr eingeschlagenen Handlungen und Maßnahmen 
die Bildung dieses Instruments fördern und unterstützen. 

Wenn die Aufgabe der Außenpolitik des alten bürgerlich-nationalen Staates zunächst die 
weitere Einigung der Angehörigen der deutschen Nation in Europa gewesen wäre, um sich 
dann zu einer höheren völkisch empfundenen Raumpolitik aufzuschwingen, dann muß die 
Aufgabe der Außenpolitik der Nachkriegszeit zunächst eine solche der Förderung des inneren 
Machtinstruments sein. Denn dem außenpolitischen Wollen der Vorkriegszeit stand ein 
völkisch vielleicht nicht sehr hoch anzusprechender Staat, aber dafür mit wundervoller 
Heereseinrichtung zur Verfügung. Wenn auch das damalige Deutschland schon längst nicht 
mehr eine solche Betonung des Militärischen besaß, wie etwa das alte Preußen, und deshalb 
besonders im Umfang der Heeresorganisation von anderen Staaten übertroffen wurde, so war 
doch die innere Güte der alten Armee allen ähnlichen Einrichtungen unvergleichlich 
überlegen. Dieses beste Instrument der Kriegskunst stand einer kühnen außenpolitischen 
Staatsleitung damals zur Verfügung. Infolge dieses Instrumentes sowie der allgemeinen 
Hochachtung, die es genoß, war die Freiheit unseres Volkes nicht nur ein[e Angelegenheit] 
Ergebnis unserer tatsächlich erprobten Stärke, sondern des allgemeinen Kredits, den wir 
infolge dieses einzigartigen Heeresinstruments sowie auch zum Teil infolge des übrigen 



vorbildlich sauberen Staatsapparates [genossen] besaßen. 

Dieses wichtigste Instrument zum Schutze der Interessen eines Volkes besitzt das deutsche 
Volk heute nicht mehr oder zumindest in einem voldommen ungenügenden Umfang und weit 
entfernt von der Grundlage, die seine frühere Stärke bedingte. 

Das deutsche Volk hat ein Söldnerheer bekommen. Diese Söldnertruppe läuft in Deutschland 
Gefahr zu einer mit besonderen technischen Waffen ausgerüsteten Polizei herabzusinken. Der 
Vergleich des deutschen Söldnerheeres mit dem englischen fällt zu Ungunsten des deutschen 
aus. Das englische Söldnerheer war stets die Trägerin des militärischen Verteidigungs- und 
Angriffs gedankens sowie der militärischen Tradition Englands gewesen. England hat in seiner 
Söldnertruppe und seinem eigentümlichen Milizsystem die Heeresorganisation besessen, die 
bei seiner insularen Lage für die Durchfechtung der englischen Lebensinteressen genügte, ja 
passend schien. [Die Art diese] Der Gedanke, der die englische Widerstandßkraft in einer 
solchen Form sich äußern ließ, war dabei keineswegs der Feigheit entsprungen, dadurch den 
allgemeinen Bluteinsatz des englischen Volkes erübrigen zu können. Im Gegenteil. England 
kämpfte mit Söldnern, solange die Söldner für die Verfechtung englischer Interessen 
genügten. Es rief Freiwillige, sowie der Kampf einen größeren Einsatz erforderte. Es führte 
die allgemeine Wehrpflicht ein, sowie die Not des Vaterlandes es gebot. Denn ganz gleich, 
wie die jeweilige Organisation der englischen Widerstandskraft aussah, sie wurde stets zum 
rücksichtslosen Kampf für England eingesetzt. Und die formale Heeresorganisation war in 
England stets immer nur ein Instrument zur Verfechtung englischer Interessen, eingesetzt von 
einem Willen, der auch nicht davor zurückscheute, wenn notwendig, das Blut der ganzen 
Nation in Anspruch zu .nehmen [note 48]. Dort, wo übrigens Englands Interessen 
ausschlaggebend auf dem Spiele standen, hat es sich ohnehin eine Vorherrschaft zu wahren 
gewußt, die, rein technisch betrachtet, bis zur Forderung des Zweimächtestandards geht. 
Wenn man die darin hegende unendlich [besorgte] verantwortliche Besorgtheit vergleicht mit 
der Leichtsinnigkeit, mit der Deutschland, und zwar das nationale bürgerliche Deutschland, 
seine Waffenrüstung in der Vorkriegszeit vernachlässigte, muß einem heute noch tiefe Trauer 
erfassen. Wer so wie England wußte, daß seine Zukunft, ja seine Existenz überhaupt von der 
Stärke seiner Flotte abhängt, so hätte das bürgerliche nationale Deutschland wissen müssen, 
daß Existenz und Zukunft des deutschen Reiches abhängen von der Stärke unserer 
Landmacht. Dem Zweimächtestandard zur See hätte Deutschland in Europa den 
Zweimächtestandard zu Lande entgegenstellen müssen. Und so wie England in eiserner 
Entschlossenheit in jeder Verletzung dieses Standards einen Anlaß zum Krieg erblickte, so 
mußte Deutschland in Europa jeden Versuch der Überflügelung seiner Wehrmacht durch 
Frankreich und Rußland durch eine militärische Entscheidung, die selbst herbeizuführen war 
und für die sich mehr als eine günstige Gelegenheit geboten hat, verhindern. Auch dabei hat 
dieses Bürgertum ein Bismarckisches Wort in der unsinnigsten Weise mißbraucht. Die 
Äußerung Bismarcks, er gedächte keinen Präventivkrieg zu führen, wurde von allen 
schwächlichen, energie- und aber auch verantwortungslosen Politikastern mit Freude 
aufgegriffen zur Deckung ihrer von verheerenden Folgen sein müssenden Politik des 
Allesgeschehenlasseils. Dabei hat man nur ganz vergessen, daß alle drei Kriege, die Bismarck 
geführt hat, Kriege gewesen sind, die, zumindest nach den Auffassungen dieser Anti- 
Präventivkriegs-Friedensphilosophen, zu vermeiden gewesen waren. Man denke, was z. B. 
der deutschen [page 109] Republik von heute im Jahre 1870 an Beleidigungen durch 
Napoleon III. hätten zugefügt werden müssen, damit sie sich entschlossen hätte, Herrn 
Benedetti zu bitten, seinen Ton etwas zu mäßigen. Weder Napoleon, noch dem ganzen 
französischen Volk hätte es je gelingen können, die deutsche Republik von heute zu einem 
Sedan zu reizen. Oder glaubt man, daß der Krieg von 1866, wenn Bismarck nicht die 
Entscheidung; gewünscht hätte, nicht zu verhindern gewesen wäre? Nun könnte man 



einwenden, daß es sich hier um Kriege zur Erreichung von klar vorgesteckten Zielen 
gehandelt hat und nicht um solche, deren Grund nur in der Angst vor einem Angriff des 
Gegners lag. Das ist in Wirklichkeit aber Wort sp alt erei. Weil Bismarck überzeugt war, daß 
der Kampf mit Österreich unausbleiblich wäre, bereitete er sich auf ihn vor und führte ihn in 
einer für Preußen günstigen Veranlassung durch. Die französische Herresreform durch 
Marschall Niel Heß deutlich die Absicht erkennen, der französischen Politik und dem 
französischen Chauvinismus die schlagkräftige Waffe zum Angriff gegen Deutschland zu 
geben [note 49]. Tatsächlich wäre es Bismarck ohne Zweifel möglich gewesen, den Konflikt 
im Jahre 1870 friedlich zu irgendeiner Beilegung zu bringen. Allein es war zweckmäßiger, 
ihn in einer Zeit durchzufechten, da die französische Heer es Organisation noch nicht zur vollen 
Wirksamkeit gekommen war. Im übrigen kranken alle diese Interpretationen Bismarckischer 
Aussprüche an einem, daß sie nämlich den Diplomaten Bismarck verwechseln mit einem 
republikanischen Parlamentarier. Wie Bismarck selbst solche Aussprüche beurteilte, zeigt am 
besten seine Antwort auf einen Frager vor Ausbruch des preußischösterreichischen Krieges, 
der gerne wissen wollte, ob Bismarck wirklich beabsichtige, Österreich anzugreifen, worauf 
dieser mit undurchdringlicher Miene erwiderte: Nein, ich habe nicht die Absicht Österreich 
anzugreifen, aber ich hätte auch nicht die Absicht, falls ich es angreifen wollte, es ihnen zu 
sagen. 

Im übrigen war der schwerste Krieg, der je von Preußen ausgefochten worden war, ein 
Präventivkrieg. Als Friedrich der Große endgültige Kenntnis von der Absicht seiner alten 
Gegner durch eine Schreiberseele [note 50] erhalten hatte, wartete er nicht aus grundsätzlicher 
Ablehnung eines Präventivkrieges, bis die anderen angriffen, schon [note 51] ging selbst 
sofort zum Angriff über. 

[page 110] Jede Verletzung des Zweimächtestandards solange [note 52] hätte für Deutschland 
der Anlaß zum Präventivkrieg sein müssen. Denn was wäre wohl leichter vor der Geschichte 
zu verantworten, ein Präventivkrieg, der im Jahre 1904, als Rußland in Ostasien gefesselt 
schien, Frankreich niedergeworfen hätte, oder der infolge dieser Unterlassung entstandene 
Weltkrieg, der ein Vielfaches an Blut erforderte und unser Volk in die tiefste Niederlage stieß. 

England hat solche Bedenken nie gehabt. Sein Zweimächtestandard zur See schien die 
Voraussetzung der Erhaltung der englischen Unabhängigkeit. Solange es die Kraft hatte, Heß 
es an diesem Zustande keine Änderung vornehmen. Wenn aber seit dem Weltkrieg dieser 
Zweimächtestandard aufgegeben wurde, dann nur unter dem Drucke von Verhältnissen, die 
stärker waren, als jede entgegengesetzte englische Absicht. In der amerikanischen Union ist 
ein neuer Machtfaktor entstanden von Ausmaßen, der die gesamten bisherigen Kraft- und 
Rangs Ordnungen der Staaten über den Haufen zu werfen droht. 

Jedenfalls aber war die englische Flotte bisher immer noch der schlagendste Beweis dafür, 
daß ganz gleich, wie die Form der Organisation des Landheeres aussah, der Wille zur 
Erhaltung Englands ausschlaggebend bestimmte. Daher aber hat das englische Söldnerheer 
nie die üblen Eigenschaften anderer Söldnertruppen bekommen. Es war ein Kampf- und 
Streithaufe von wundervoller Einzelausbildung bei ausgezeichneter Ausrüstung und sportlich 
empfundener Dienstauffassung. Was dabei diesem kleinen Heereskörper eine besondere 
Bedeutung verlieh, war die unmittelbare Berührung mit den sichtbaren Lebensäußerungen des 
britischen Weltreiches. Dieses Söldnerheer hat ebensosehr für Englands Größe gefochten in 
fast allen Teilen der Welt, als es dabei auch Englands Größe kennenlernte. Die Männer, die 
bald in Südafrika, bald in Ägypten und bald in Indien Englands Interessen vertraten als 
Inhaber seiner Waffen gelt ung, bekamen, dadurch aber auch unauslöschliche Eindrücke von 



der ungeheueren Größe des britischen Imperiums. 

Diese Möglichkeit fehlt der heutigen deutschen Söldnertruppe vollständig Ja, je mehr man 
unter dem Eindruck pazifistisch-demokratischer in Wirklichkeit volks- und 
landes verräterisch er Parlamentsmajoritäten sich bemüßigt sieht, diesem Geist in der kleinen 
Armee selbst Konzessionen zu machen, hört sie inulier mehr auch auf, ein Instrument des 
Krieges zu sein, um statt dessen zu einer Polizeitruppe zur Aufrechterhaltung der Ruhe und 
Ordnung, d. h. aber in Wirklichkeit der friedlichen Unterwerfung zu werden. Man kann keine 
Armee ausbilden, von hohem Eigenwert, wenn das Ziel ihre Existenz nicht die Vorbereitung 
zum Kriege ist. Armeen zur Erhaltung des Friedens gibt es nicht, sondern nur zum siegreichen 
Durchfechten des Krieges. Je mehr man endlich in Deutschland die Reichswehr aus der 
Tradition des alten Heeres zu heben versucht, um so mehr wird sie selber traditionslos. Denn 
der Traditionswert einer Truppe liegt nicht in [page 111] ein paar gelungenen Überwindungen 
innerer Streikrevolten oder in der Verhinderung von Lebensmittelplünderungen, sondern im 
Ruhm errungener siegreicher Schlachten. Die deutsche Reichswehr entfernt sich aber in 
Wirklichkeit von der Tradition dieses Ruhmes in eben dem Maße von Jahr zu Jahr mehr, als 
sie aufhört, eine Repräsentantin des nationalen Gedankens zu sein. Je mehr sie endlich in 
ihren eigenen Reihen den bewußt nationalen, also nationalistischen Geist tötet und dessen 
Repräsentanten entfernt, um statt dessen Demokraten und überhaupt gewöhnlichen Strebern 
Posten zu geben, um so mehr wird sie volksfremd. Denn die schlauen Herren mögen sich ja 
nicht einbilden, daß sie durch Konzessionen an den pazifistisch-demokratischen Teil unseres 
Volkes den Anschluß an das Volk finden. Diesem Teil des deutschen Volkes nämlich ist jede 
militärische Organisation an sich innerlich verhaßt, solange sie eben Militär ist und nicht 
Wachund Schließ ges ellschaft international-pazifistischer Börseninteressen. Der einzige Teil, 
zu dem eine Armee in militärisch wertvollem Sinn eine innere Beziehung haben kann, ist 
jener national bewußte Kern unseres Volkes, der nicht nur aus Tradition soldatisch denkt, 
sondern der auch aus nationaler Liebe als einziger bereit ist, den grauen Rock zum Schutz von 
Ehre und Freiheit anzuziehen. Es ist aber notwendig, daß ein Heereskörper die inneren 
Beziehungen zu denen aufrecht erhält, aus denen er sich in der Stunde der Not ergänzen kann 
und nicht zu denen, die ihn bei jeder Gelegenheit verraten. Daher können die heutigen Führer 
unserersogenannten Reichswehr noch so demokratisch tun, so werden sie dennoch niemals 
dadurch in nähere Verbindung zum deutschen Volk gelangen können, weil das deutsche Volk, 
das dafür geeignet ist, sich nicht im Lager der Demokratie befindet. Indem aber besonders der 
frühere Chef der deutschen Reichswehr, General von Seeckt der Entfernung knorriger, 
bewußt nationalgesinnter Offiziere [note 53] und Führer nicht nur keinen Widerstand 
entgegensetzte, sondern sogar noch [selbst] befürwortete, haben sie sich endlich selbst das 
Instrument geschaffen, das ihn dann verhältnismäßig leichten Herzens fahren ließ. 

Seit dem Rücktritt [note 54] des Generals von Seeckt aber ist der demokratischpazifistische 
Einfluß unermüdlich tätig, um aus der deutschen Reichswehr zu machen, wasden Regenten 
dieses heutigen Staates als schönstes Ideal vorschwebt: eine republikanisch-demokratische 
Parlament s w ache. 

Mit einem solchen Instrument aber kann man selbstverständlich nicht Außenpolitik betreiben. 

Daher wäre es heute zunächst Aufgabe der deutschen Innenpolitik, dem deutschen Volk 
wieder eine zweckmäßige militärische Organisation seiner nationalen Kraft zu geben. Da aber 
die Formen der heutigen Reichswehr diesem Zwecke [page 112] nie genügen können und 
umgekehrt durch außenpolitische Momente bestimmt sind, ist es Aufgabe der deutschen 
Außenpolitik, alle Möglichkeiten herbeizuführen, die die Wiederorganisation eines deutschen 
Volksheeres gestatten könnten. Denn das muß das unverrückbare Ziel jeder politischen 



Leitung in Deutschland sein, daß das Söldnerheer eines Tages wieder von einem wahrhaften 
deutschen Volksheer abgelöst wird. 

Denn so schlecht in der Zukunft die allgemeinen Qualitäten der deutschen Reichswehr sieh 
entwickeln müssen, so hervorragend sind die rein technischmilitärischen der Gegenwart. Dies 
ist ohne Zweifel das Verdienst des Generals von Seeckt und des Offizierskorps der 
Reichswehr überhaupt. Damit könnte die deutsche Reichswehr wirklich das Rahmenheer sein 
für das kommende deutsche Volksheer. Wie denn überhaupt die Aufgabe der Reichswehr 
selbst sein müßte, unter erzieherischer Betonung der nationalen Kampfaufgabe, die Masse der 
[späteren] Offiziere und Sergeanten für das spätere Volksheer auszubilden [note 54]. 

Daß dieses Ziel als ein unverrückbares im Auge gehalten werden muß, wird kein wahrer 
nationaldenkender Deutscher bestreiten können. Ebensowenig aber auch, daß seine 
Durchführung nur möglich wird, wenn die außenpolitische Leitung der Nation die allgemein 
notwendigen Voraussetzungen sichert. 

Damit ist zunächst die erste Aufgabe der deutschen Außenpolitik die Schaffung von 
Verhältnissen, die die Wiedererstehung eines deutschen Heeres ermöglichen. Denn erst dann 
werden die Lebensnotwendigkeiten unseres Volkes ihre praktische Vertretung finden können. 

Grundsätzlich ist aber weiter zu bemerken, daß die politischen Aktionen, die die 
Wiederentstehung eines deutschen Heeres gewährleisten sollen, im Rahmen der an sich für 
Deutschland notwendigen Zukunftsentwicklung liegen müssen. 

Es braucht dabei nicht betont zu werden, daß eine Änderung der derzeitigen 
Heeresorganisation, ganz abgesehen von der derzeitigen innerpolitischen Lage, auch aus 
außenpolitischen Gründen so lange nicht stattfinden könne, solange für eine solche Änderung 
allein deutsche Interessen und deutsche Gesichtspunkte sprechen. 

Es lag im Wesen des Weltkrieges und in der Absicht der Hauptgegner Deutschlands, die 
Liquidation dieser größten Kampfhandlung der Erde so durchzuführen, daß an ihrer 
Verewigung möglichst viel Staaten interessiert sind. Erreicht wurde [page 113] dies, indem 
durch ein System von Land Verteilungen selbst Staaten mit sonst sehr auseinandergehenden 
Wünschen und Zielen durch die Angst, bei einem Wiedererstarken Deutschlands jeweils 
Verluste erleiden zu können, als geschlossene Gegnerschaft zusammengehalten werden. 

Denn wenn es in 10 Jahren nach Beendigung des Weltkrieges [note 56] immer noch möglich 
ist entgegen allen bisherigen Erfahrungen der Weltgeschichte, eine Art Koalition der 
Siegerstaaten aufrechtzuerhalten, dann hegt der Grund nur in der für Deutschland wahrhaft 
ruhmvollen Tatsache der Rückerinnerung an jenen Kampf, in dem unser Vaterland insgesamt 
26 Staaten die Stirne geboten hat. 

Dies wird so lange auch bleiben, solange die Angst, durch ein wieder entstehendes deutsches 
Machtreich Verluste zu erleiden, größer ist, als die Schwierigkeiten dieser Staaten 
untereinander. Und es ist weiter selbst verständlich, daß solange auch nirgends ein Wille 
vorhanden ist, dem deutschen Volk eine Waffenrüstung zu genehmigen, die von diesen 
Siegerstaaten dann als Bedrohung aufgefaßt werden könnte. Aus der Erkenntnis aber, daß 
erstens eine wirkliche Vertretung deutscher Lebensinteressen in der Zukunft nicht durch eine 
ungenügende deutsche Reichswehr, sondern nur durch ein deutsches Volksheer stattfinden 
kann, daß zweitens die Bildungeines deutschen Volksheeres so lange unmöglich ist, solange 
nicht die derzeitige außenpolitische Abwürgung Deutschlands nachläßt, daß aber drittens eine 



Änderung der außenpolitischen Widerstände gegen die Organisation eines Volksheeres erst 
dann möglich erscheint, wenn in. einer solchen Neubildung nicht allgemein eine Bedrohung 
empfunden wird, ergibt sich für die zur Zeit mögliche deutsche Außenpolitik folgende 
Tatsache: 

Das heutige Deutschland darf seine außenpolitische Aufgabe unter keinen Umständen in einer 
formalen Grenzpolitik sehen. Sowie als außenpolitische Zielsetzung der Grundsatz aufgestellt 
wird: Wiederherstellung der Grenzen des Jahres 1914, wird Deutschland einer geschlossenen 
Phalanx seiner ehemaligen Feinde gegenüberstehen [note 57]. Damit ist dann aber jede 
Möglichkeit, der durch den Friedensvertrag bestimmten Form unseres Heeres eine andere, 
unseren Interessen mehr dienende entgegenzustellen [note 58]. Damit aber ist die 
außenpolitische Parole: Wiederherstellung der Grenzen, eine reine Phrase geworden, weil sie 
mangels der hiezu notwendigen Macht nie realisiert werden kann. 

Es ist charakteristisch, daß gerade das sogenannte deutsche Bürgertum, und zwar hier wieder 
an der Spitze die vaterländischen Verbände, [note 59] zu dieser allerdümmsten 
außenpolitischen Zielsetzung aufgeschwungen haben. Sie wissen, daß Deutschland machtlos 
ist. Sie wissen weiter, daß, ganz abgesehen von unserem inneren Verfall, zur 
Wiederherstellung unserer Grenzen militärische Machtmittel notwendig wären, sie wissen 
weiter, daß wir durch die Friedensverträge diese Mittel nicht besitzen und daß wir infolge der 
geschlossenen Front unserer Gegner sie auch nicht erhalten können, [sie wissen weiter, daß 
wir die Grenzen von 1914] aber sie stellen [page 114] trotzdem eine außenpolitische Parole 
auf, die gerade durch ihr innerstes Wesen uns die Möglichkeit für immer nimmt, zu jenen 
Machtmitteln zu kommen, die zu ihrer Durchführung notwendig wären. 

So etwas heißt dann bürgerliche Staatskunst und zeigt dann allerdings an den Früchten, die 
wir vor uns sehen, den unvergleichlichen Geist, der sie beherrscht. 

Sieben Jahre haben von 1806 auf 1813 dem damaligen Preußen genügt zur Wiedererhebung. 
[Und in 10 Jahren] In derselben Zeit hat die bürgerliche Staatskunst im Verein mit dem 
Marxismus Deutschland bis zu Locarno geführt. Was dann in den Augen des bürgerlichen 
Bismarcks der heutigen Zeit, Herrn Stresemann, ein großer Erfolg ist, weil er das Mögliche 
darstellt, was eben besagter Herr Stresemann erreichen konnte. Und Politik ist eine Kunst des 
Möglichen. Wenn Bismarck jemals geahnt hätte, daß er vom Schicksal dazu verdammt ist, 
mit diesem Ausspruch die staatsmännischen Qualitäten des Herrn Stresemann zu bestätigen, 
dann würde er diesen Ausspruch entweder sicher unterlassen haben oder Herrn Stresemann in 
einer ganz kleinen Bemerkung ausgeschlossen haben von dem Recht, sich darauf zu berufen. 

Die Parole der Wiederherstellung der deutschen Grenzen als außenpolitische Zielsetzung für 
die Zukunft ist dabei doppelt dumm und gefährlich, weil sie in Wirklichkeit überhaupt kein 
irgendwie nützliches und erstrebenswertes Ziel umschließt. 

Die deutschen Grenzen des Jahres 1914 waren Grenzen, die genauso etwas Unfertiges 
darstellten, als sie die Grenzen der Völker zu allen Zeiten sind. Die Raumverteilung der Erde 
ist in jeder Zeit das augenblickliche Ergebnis eines Ringens und Werdens, das damit 
keineswegs abgeschlossen ist, sondern selbstverständlich weiter fortgeht [note 60]. Die 
Grenze irgendeines Stichjahres aus der Geschichte eines Volkes zu nehmen und kurzerhand 
als politisches Ziel überhaupt hinzustellen, ist dumm. Ebensogut wie man nämlich dann die 
Grenze des Jahres 1914 aufzustellen vermag, könnte man die des Jahres 1648 nehmen oder 
die von 1312 usw. usw. Dies um so mehr, als ja die Grenze des Jahres 1914 weder national-, 
noch militär- noch raumpolitisch irgendwie befriedigend war. Sie war nur der damals 



augenblickliche Zustand im Lebenskampf unseres Volkes, der seit Jahrtausenden sich abrollt, 
und auch wenn der Weltkrieg nicht gekommen wäre, im Jahre 1914 nicht seine Beendigung 
besessen hätte. 

Würde das deutsche Volk die Wiederherstellung der Grenzen des Jahres 1914 tatsächlich 
erreichen, so wären nichtsdestoweniger die Opfer des Weltkrieges umsonst gewesen. Aber 
auch die Zukunft unseres Volkes würde nicht im geringsten gewinnen durch eine solche 
Wiederherstellung. Diese rein formale Grenzpolitik unseres nationalen Bürgertums ist ebenso 
unbefriedigend im möglichen Endresultat, als unerträglich gefährlich. Sie darf auf sich auch ja 
nicht den Ausspruch von der Kunst des Möglichen beziehen, denn sie ist überhaupt nur eine 
theoretische Phrase, die aber geeignet erscheint, jede praktische Möglichkeit zu vernichten. 

[page 115] Tatsächlich kann auch einer wirklich kritischen Prüfung eine Bolche 
außenpolitische Zielsetzung nicht standhalten. Sie wird deshalb auch weniger mit logischen 
Gründen zu motivieren gesucht, als vielmehr mit Gründen der nationalen Ehre. 

Die nationale Ehre erfordert es, daß wir die Grenzen des Jahres 1914 wiederherstellen. Das ist 
so der Tenor der Ausführungen an den Bierabenden, die die Repräsentanten der nationalen 
Ehre allenthalben veranstalten. 

Die nationale Ehre hat zunächst gar nichts zutun mit einer Verpflichtung, eine dumme und 
unmögliche Außenpolitik zu betneiben. Denn das Resultat einer schlechten Außenpolitik, 
kann der Verlust der Freiheit eines Volkes sein, dessen Folge dann die Versklavung ist, die 
bestimmt nicht als Zustand nationaler Ehre aufgefaßt werden kann. Freilich kann man selbst 
in der Unterdrückung noch einen gewissen Grad nationaler Würde und Ehre bewahren, allein 
dies ist dann nicht eine Frage des Geschreis oder nationaler Phrasen usw., sondern im 
Gegenteil der Ausdruck der im Anstand eines Volkes zu finden ist, mit dem dieses sein 
Schicksal trägt. 

Man rede vor allein im heutigen Deutschland nicht von nationaler Ehre, und man versuche 
nicht den Eindruck zu schinden, als ob man durch irgendein phrasenhaftes Gebell nach außen 
die nationale Ehre [wieder] bewahren könnte. Nein, das kann man nicht, und zwar deshalb, 
weil sie gar nicht mehr da ist. Und sie ist keineswegs deshalb nicht mehr da, weil wir den 
Krieg verloren haben oder weil die Franzosen Elsaß-Lothringen besetzten, die Polen 
Oberschlesien raubten oder die Italiener Südtirol nahmen. Nein, die nationale Ehre ist nicht 
mehr da, weil das deutsche Volk in der schwersten Zeit seines Lebenskampfes eine 
Gesinnungslosigkeit, eine schamlose Unterwürfigkeit, eine hündisch kriecherische 
Schweifwedelei an den Tag legte, die nur schamlos genannt werden kann. Weil wir uns 
jämmerlich unterworfen haben, ohne dazu gezwungen zu sein, ja weil die Leitung dieses 
Volkes entgegen der ewigen geschichtlichen Wahrheit und dem eigenen Wissen sich selbst 
der Kriegsschuld zieh, ja, unser ganzes Volk damit belastete, weil es keine Unterdrückung der 
Gegner gab, die im Inneren unseres Volkes nicht Tausende von Kreaturen an willfährigen 
Helfern gefunden hätte. Weil man umgekehrt die Zeit der größten Taten unseres Volkes 
schamlos beschimpfte, die ruhmvollste Flagge aller Zeiten bespie, ja mit Dreck besudelte, 
heimkehrenden Soldaten, vor denen eine Welt gezittert hat, die ruhmvollen Kokarden 
herunterriß, die Fahne mit Kotballen bewarf, Orden und Ehrenzeichen abriß und die 
Erinnerung selbst an Deutschlands größte Zeit tausendfältig entwürdigte. Kein Gegner hat die 
deutsche Armee so beschimpft, wie sie die Repräsentanten der Novembergaunerei besudelten. 
Kein Feind hat die Größe deutscher Heerführer so bestritten, wie sie von den lumpenhaften 
Vertretern der neuen Staatsidee verleumdet wurden. Und was war wohl entehrender für unser 
Volk, die Besetzung deutscher Gebiete durch Feinde oder die Feigheit, mit der unser 



Bürgertum das deutsche Reich einer Organisation von Zuhältern, Straßendieben, [page 116] 
Deserteuren, Schiebern und Journaillen auslieferten. Die Herren mögen jetzt nicht von 
deutscher Ehre Schwätzen, solange sie sich unter die Herrschaft der Unehre beugen. Man hat 
kein Recht im Namen der nationalen Ehre Außenpolitik machen zu wollen, wenn die 
Innenpolitik die antinationalste Schamlosigkeit ist, die je ein großes Volk betroffen hat. 

Wer heute im Namen der deutschen Ehre handeln will, der hat zunächst den 
unbarmherzigsten Kampf anzusagen den infern alischen Besudlern der deutschen Ehre. Das 
sind aber nicht die Gegner von einst, sondern das sind die Repräsentanten des 
Novemberverbrechens. Jene Sammlung marxistischen, demokratischpazifistischen und 
zentrümlerischen Landesverrätern, die unser Volk in den Zustand seiner heutigen Ohnmacht 
hineingestoßen haben. 

Gegen die Feinde von einst im Namen der nationalen Ehre schimpfen und die ehrlosen 
Verbündeten dieser Feinde im eigenen Innern als Herren anerkennen, das entspricht der 
nationalen Würde dieses heutigen sogenannten nationalen Bürgertums. 

Ich gestehe freimütigst, daß ich mich mit jedem der damaligen Gegner versöhnen könnte, aber 
daß mein Haß gegen die Verräter unseres Volkes in den eigenen Reihen ein unversöhnlicher 
ist und bleibt. 

Was die Feinde uns antaten, ist schwer und tief beschämend für uns, was aber die Männer des 
Novemberverbrechens gesündigt haben, ist das ehrloseste, niederträchtigste Verbrechen aller 
Zeiten. Indem ich mich bemühe, einen Zustand herbeizuführen, der diese Kreaturen dereinst 
zur Verantwortung ziehen wird, helfe ich mit an der Reparation der deutschen Ehre. 

Ich muß es aber ablehnen, daß für die Einrichtung der deutschen Außenpolitik andere Gründe 
maßgebend sein könnten als die Verantwortlichkeit, unserem Volke die Freiheit und die 
Zukunft des Lebens zu sichern. 

Die ganze Sinnlosigkeit der vaterländisch-bürgerlich nationalen Grenzpolitik ergibt sich aber 
aus folgender Betrachtung: 

Die deutsche Nation zählt, wenn man das Bekenntnis zur deutschen Muttersprache zu Grunde 
legt, [note 61] Millionen Menschen. 

[Davon befinden sich im Mutterland [note 62] Millionen. 

Indem] [note 63]. 

Kapitel 10. Weder Grenzpolitik noch Wirt Schaftspolitik noch Paneuropa 



[page 117] Mithin befinden sich innerhalb des derzeitigen Reichsgebietes von allen 

Deutschen der Welt nur Millionen, das sind Prozent der 

Gesamtzahl unseres Volkes überhaupt. 

Von den nicht mit dem M utterland vereinten Deutschen müssen als infolge der Verhältnisse 

dem langsamen Verlust geweihte Volksgenossen angesehen werden die 

[note 64] d. h. eine Gesamtzahl von 



schätzungsweise [note 65] Millionen Deutsche befindet sich in einer Situation, die 

nach menschlicher Wahrscheinlichkeit eines Tages ihre Entdeutschung bedingen wird. Auf 
keinen Fall werden sie aber am Schicksalskampf des Mutterlandes in irgendeiner 
maßgeblichen Form weiter teilzunehmen vermögen, ebensowenig aber auch an der kulturellen 
Entwicklung ihres Volkes. Was immer auch im einzelnen das Deutschtum in Nordamerika 
leistet, es wird nicht dem deutschen Volke an sich zugute gerechnet, sondern verfällt der 
Kulturmasse der amerikanischen Union. Hier sind die Deutschen überall wirklich nur der 
Kulturdünger für andere Völker. Ja, in Wirklichkeit ist die Größe dieser Völker nicht selten zu 
einem hohen Prozentsatz den deutschen Beitragsleistungen überhaupt zu [note 66] 

Sowie man sich die Größe dieser feststehenden Volksverluste vor Augen hält, wird man die 
geringe Bedeutung der von der bürgerlichen Welt protegierten Grenzpolitik sofort ermessen 
können. 

Würde eine deutsche Außenpolitik selbst die Grenzen des Jahres 1914 wiederherstellen, so 
wäre der Prozentsatz der innerhalb des Reichsgebietes lebenden Deutschen, also Angehörigen 

unserer Nation, trotzdem erst von Prozent auf Prozent gestiegen. Dabei 

käme eine Möglichkeit, diesen Prozentsatz wesentlich zu vergrößern, kaum mehr in Frage. 

Wenn das Deutschtum im Auslande trotzdem der Nation treu bleiben will, dann kann es sich 
zunächst nur um eine sprachliche und kulturelle Treue handeln, die sich um so mehr zu einem 
bewußt demonstrierten Zusammengehörigkeitsgefühl steigern wird, je mehr das Mutterland 
der deutschen Nation in der Würde seiner Repräsentanz unseres Volkes dem deutschen 
Namen Ehre macht. 

Je mehr also Deutschland selbst als Reich der Welt einen Eindruck von der Größe des 
deutschen Volkes vermittelt, um so mehr wird das staatlich endgültig [page 118] verlorene 
Deutschtum Anreiz erhalten, sich wenigstens geistig der Zugehörigkeit zu diesem Volke zu 
rühmen. Je erbärmlicher demgegenüber das Mutterland selbst die Interessen der deutschen 
Nation wahrnimmt und demgemäß nach außen hin einen schlechten Eindruck vermittelt, um 
so schwächer wird auch die innere Veranlassung empfunden werden, zu einem solchen Volke 
zu gehören. 

Da das deutsche Volk aber nicht aus Juden besteht, wird [note 67] besonders in 
angelsächsischen Ländern leider trotzdem immer mehr veranglisieren und vermutlich auch 
geistig und ideenmäßig unserem Volke ebenso verlorengehen, wie seine praktische 
Arbeitsleistung unserem Volke bereits verlorengegangen ist. 

Soweit es sich aber um das Schicksal derjenigen Deutschen handelt, die durch die Ereignisse 
des Weltkrieges und der Friedensverträge von dem deutschen Volkskörper abgesprengt 
wurden, so muß gesagt werden, daß deren Schicksal und deren Zukunft eine Frage der 
politischen Wiedergewinnung der Macht des Mutterlandes ist. 

Verlorene Gebiete werden nicht durch Protestaktionen zurückgeholt, sondern durch ein 
siegreiches Schwert. Und wer also heute im Namen der nationalen Ehre die Befreiung 
irgendeines Gebietes wünscht, muß damit aber auch bereit sein, mit Eisen und Blut für diese 
Befreiung einzustehen, ansonsten mag solch ein Schwätzer seinen Mund halten. Damit ergibt 
sich dann allerdings die Pflicht, auch abzuwägen, erstens, ob man überhaupt die Macht 
besitzt, einen solchen Kampf durchzuführen, und zweitens, ob der Bluteinsatz zu dem 
gewünschten Erfolg führt und führen kann, und drittens, ob der erreichte Erfolg dann dem 
Bluteinsatz entspricht. 



Ich protestiere feierlichst dagegen, daß es eine Verpflichtung der nationalen Ehre geben 
könnte, daß man zwei Millionen Männer auf dem Schlachtfeld verbluten zu lassen gezwungen 
ist, um als günstigstes Resultat dann eine Viertelmillion, Männer, Weiber und Kinder 
zusammengezählt buchen zu können [note 68]. Das ist nicht nationale Ehre, die hier in 
Erscheinung tritt, sondern Gewissenlosigkeit oder Wahnsinn. Es ist aber für ein Volk keine 
nationale Ehre, von Wahnsinnigen regiert zu werden. 

Gewiß wird ein Volk von Größe auch seinen letzten Staatsbürger mit dem Einsatz der 
Gesamtheit beschirmen. Allein es ist ein Irrtum, dies einem Gefühl, einer Ehre zuzurechnen, 
sondern zunächst einer Einsicht der Klugheit und der menschlichen Erfahrung. Sowie ein 
Volk dulden würde, daß einzelnen seiner Bürger ein Unrecht zugefügt wird, würde es 
langsam die eigene Position mehr und mehr schwächen, da eine solche Duldung ebensosehr 
zur inneren Stärkungeines an griffs gewillten Gegners dienen würde, als zur Zermürbung des 
Vertrauens in die Kraft des eigenen Staates. Man kennt in der Geschichte die Folgen einer 
dauernden Nachgiebigkeit im Kleinen viel zu genau, um nicht die notwendigen Folgen im 
Großen beurteilen zu können. Es wird deshalb eine besorgte Staatsleitung [page 119] schon 
im Kleinsten die Interessen ihrer Bürger um so lieber wahrnehmen, als das Risiko des eigenen 
Einsatzes damit in eben dem Maße sinkt, in dem das des Gegners steigt. Wenn heute dem 
einzelnen Angehörigen Englands in irgendeinem Staate ein Unrecht zugefügt wird und 
England den Schutz seines Bürgers übernimmt, so ist die Gefahr, wegen diesem einzelnen 
Engländer in einen Krieg verwickelt zu werden, für England nicht größer als für den anderen 
Staat, der das Unrecht zufügt. Daher ist das feste Auftreten eines an sich geachteten 
Staatswesens zum Schutze selbst einer einzelnen Person durchaus kein unerträgliches Risiko, 
da ja der andere Staat ebenfalls wenig Interesse besitzen wird, es wegen der Lappalie, die 
einer einzigen Person vielleicht zugefügt wurde, zu einem Kriege kommen zu lassen. Aus 
dieser Erkenntnis und der 1000jährigen Anwendung dieses Grundsatzes, daß nämlich ein 
mächtiger Staat jeden einzelnen seiner Bürger in Schutz nimmt und mit der gesamten Macht 
verteidigt, hat sich ein allgemeiner Begriff von Ehrauffassung gebildet. 

Es hat sich weiter, ermöglicht durch das Wesen der europäischen Hegemonie, im Laufe der 
Zeit eine gewisse Praxis herausgebildet, diese Ehrauffassung an mehr oder weniger billigen 
Beispielen zu demonstrieren, um der Achtung der einzelnen europäischen Staaten auf diese 
Weise einen Zuwachs oder zumindest eine Stetigkeit zu verleihen. Sowie einem Franzosen 
oder Engländer in gewissen schwachen und militärisch wenig mächtigen Ländern ein oft auch 
nur vermeintliches Unrecht öder oft auch vorgetäuschtes zugefügt wurde, begann [note 69] 
dann den Schutz dieser Untertanen mit Waffengewalt zu übernehmen. D. h. ein paar 
Kriegsschiffe veranstalteten eine militärische Demonstration, die im schlimmsten Falle ein 
Übungsschießen mit scharfer Munition war, oder man landete irgendein Expeditionskorps, 
mit dem man dann die zu bestrafende Macht züchtigte. Nicht selten war dabei der Wunsch, 
auf diese Weise überhaupt Anlaß zum Einschreiten zu bekommen, der Vater des Gedankens. 

Es würde den Engländern wahrscheinlich nie einfallen, wegen einer Lappalie, die sie an 
Liberia blutig rächen, mit Nordamerika auch nur eine Note auszutauschen. 

So sehr man also aus reinen Zweckmäßigkeitsgründen heraus in einem starken Staat den 
Schutz der einzelnen Bürger mit allen Mitteln übernehmen wird, so wenig kann einem 
vollkommen wehrlos gemachten, ohnmächtigen Reich zugemutet werden, aus Gründen der 
nationalen Ehre außenpolitische Schritte zu übernehmen, die zur Vernichtung der letzten 
Zukunftsaussichten überhaupt führen müssen. Denn wenn das deutsche Volk seine heutige, in 
sogenannten nationalen Kreisen vertretene Grenzpolitik mit der Notwendigkeit der Vertretung 



der deutschen Ehre begründet, dann wird das Ergebnis eben nicht die Reparation der 
deutschen Ehre, sondern die Verewigung der deutschen Unehre sein. Es ist nämlich durchaus 
nicht ehrlos, Gebiete verloren zu haben, aber ehrlos, eine Politik zu betreiben, die 
zwangsläufig zur vollkommenen Versklavung des eigenen Volkes führen muß. Und dies alles 
nur, um ganz üblen Phrasen freien Lauf zu lassen und [page 120] Taten vermeiden zu können. 
Denn es handelt sich dabei eben nur um Phrasen. Wollte man nämlich wirklich eine Politik, 
der nationalen Ehre sich zum Ziele setzen, dann müßte man doch zumindest diese Politik 
Personen anvertrauen, die nach allgemeinen Ehrbegriffen geschätzt werden könnten. Solange 
aber des deutschen Reiches Innen- und Außenpolitik durch Kräfte besorgt wird, die im 
Deutschen Reichstag mit zynischem Grinsen erklären, daß es für sie kein Vaterland gibt, das 
Deutschland heißt, so lange ist es zunächst Aufgabe dieser nationalen bürgerlichen und 
vaterländischen Phrasenhelden, durch ihre Innenpolitik dem Gedanken der nationalen Ehre in 
Deutschland erst die allereinfachste Geltung zu verschaffen. Warum tun sie denn das aber 
nicht, ja warum gehen sie im Gegenteil auf Kosten dieser sogenannten nationalen Ehre mit 
erklärten. Landesverrätern in Koalitionen? Weil im anderen Fall ein schwerer Kampf nötig 
sein würde, auf dessen Ausgang sie wenig Vertrauen setzen, ja der vielleicht sogar zur 
Vernichtung ihrer Existenz führen könnte. Diese eigene Privatexistenz allerdings die ist ihnen 
dann heiliger als die Verteidigung der nationalen Ehre im Inneren. Die Zukunftsexistenz der 
ganzen Nation aber setzen sie für ein paar Phrasen gerne auf das Spiel. 

Erst recht unsinnig wird die nationale Grenzpolitik, wenn man von den Bedrängnissen und 
auch Aufgaben der Gegenwart hinweg zu den Notwendigkeiten einer Lebensgestaltung 
unseres Volkes in der Zukunft sieht. 

Die Grenzpolitik unserer bürgerlich-patriotisch- vaterländischen Kreise ist deshalb besonders 
unsinnig, weil sie wohl den größten Bluteinsatz erfordert, aber die kleinsten 
Zukunftsaussichten für unser Volk in sich trägt. 

Das deutsche Volk ist heute weniger noch als in den Jahren des Friedens [note 70] in der 
Lage, sich selbst auf eigenem Grund und Boden zu ernähren. Alle Versuche, sei es durch 
Steigerung des Boden erträgnisses an sich oder durch Kultivierung der letzten Ödstrecken, 
eine Erhöhung der deutschen Lebensmittelerzeugung herbeizuführen, vermögen nicht unser 
Volk aus den Mitteln des eigenen Grund und Bodens zu ernähren. Und zwar würde selbst die 
heute in Deutschland lebende Volksmasse aus den Erträgnissen unseres Bodens nicht mehr 
satt werden. Jede weitere Steigerung dieser Erträgnisse käme aber nicht einer Erhöhung 
unserer Volkszahl zugute, sondern würde restlos aufgebraucht von der Erhöhung der 
allgemeinen Lebensbedürfnisse der einzelnen Menschen [note 71]. Hier wird ein 
Lebensstandard als Vorbild geschaffen in erster Linie durch die Kenntnis der Verhältnisse 
und des Lebens in der amerikanischen Union. So wie die Lebensbedürfnisse des flachen 
Landes sich steigern durch langsame Kenntnisnahme und den Einfluß des Lebens der 
Großstädte, so steigert sich aber auch das Lebensbedürfnis ganzer Völker unter der 
Einwirkung des Lebens bessergestellter reicherer Nationen. Nicht selten wird von einem Volk 
ein Lebensstandard als ungenügend empfunden, der noch 30 Jahre vorher als Maximum 
erschienen wäre, einfach [page 121] nur deshalb, weil man unterdes Kenntnis erhielt vom 
Lebensstandard eines anderen Volkes. So wie überhaupt derMensch selbst in seinen untersten 
Kreisen heute Einrichtungen für selbstverständlich ansieht, die vor 80 Jahren noch für die 
obersten Schichten unerhörter Luxus waren. Je mehr aber durch die moderne Technik und 
besonders den Verkehr der Raum überbrückt wird und die Völker sich näher rücken, je 
intensiver dadurch ihre gegenseitigen Beziehungen werden, um so mehr worden auch die 
Lebensverhältnisse aufeinander abfärben und sich gegenseitig anzugleichen versuchen. Die 
Meinung, man könne einem Volke von einer bestimmten Kulturfähigkeit und auch 



tatsächlicher kultureller Bedeutung auf die Dauer durch einen Appell an Erkenntnisse oder 
auch an Ideale unter einem sonst allgemein gültigen Lebensstandard halten, ist falsch. 
Insbesondere die breite Masse wird dafür selten ein Verständnis aufbringen. Sie fühlt die Not, 
schimpft entweder über die ihrer Meinung nach dafür Verantwortlichen, etwas was zumindest 
in demokratischen Staaten gefährlich ist, da sie damit das Reservoir für alle umstürzlerischen 
Versuche darstellen, oder sie versucht, durch eigene M aßnahmen, dem Umfang des eigenen 
Wissens entsprechend der eigenen Einsicht entspringend, eine Korrektur herbeizuführen. Es 
setzt der Kampf gegen das Kind ein. Man will ein Leben führen wie andere auch und kann es 
nicht. Was ist natürlicher, als daß man den Kinderreichtum dafür verantwortlich macht, an 
ihm endlich nicht nur keine Freude mehr hat, sondern als lästiges Übel möglichst zu 
beschränken versucht. 

Es ist deshalb falsch, zu glauben, daß das deutsche Volk in der Zukunft die Möglichkeit einer 
Weitervermehrung durch Steigerung seiner inneren Bodenproduktion erhalten könnte. Was 
dabei herauskommt, ist im all er günstigsten Fall eine Befriedigung der gestiegenen 
Lebensbedürfnisse an sich. Da aber die Steigerung dieser Lebensbedürfnisse abhängig ist vom 
Lebensstandard anderer Völker, die jedoch in einem viel günstigeren Verhältnis der 
Volkszahl zum Boden stehen, werden diese auch in der Zukunft immer in der Ausstattung 
ihres Lebens vorangehen. Mithin wird dieser Antrieb nie erlöschen, und eines Tages wird 
entweder eine Distanz entstehen zwischen dem Lebensstandard dieser Völker und dem mit 
Grund und Boden schlecht versorgten, oder die letzteren werden gezwungen sein oder sich 
zumindest gezwungen glauben, ihre Zahl sogar noch zurückzudrängen. 

Die Aussichten des deutschen Volkes sind trostlose. Weder der heutige Lebensraum noch der 
durch eine Wiederherstellung der Grenzen von 1914 erreichte gestatten uns, ein Leben analog 
dem amerikanischen Volk zu führen. Wollte man dies, dann muß entweder der Boden unseres 
Volkes ganz wesentlich erweitert werden, oder die deutsche Wirtschaft wird wieder Wege 
einschlagen müssen, die uns schon aus der Vorkriegszeit her bekannt sind. In beiden Fällen ist 
dann Macht notwendig. Und zwar zunächst im Sinne der Wiederherstellung der inneren Kraft 
unseres Volkes und dann aber in dem einer militärischen Fassung dieser Kraft. 

Das nationale heutige Deutschland, das die Erfüllung der nationalen Aufgabe in seiner 
beschränkten Grenzpolitik sieht, kann sich darüber nicht täuschen, daß [page 122] das 
Ernährungsproblem der Nation damit in keinerlei Weise gelöst wird. Denn selbst der höchste 
Erfolg dieser Politik der Wiederherstellung der Grenzen des Jahres 1914 würde nur die 
wirtschaftliche Lage des Jahres 1914 erneut bringen. Mit anderen Worten, die dann genau wie 
heute vollkommen ungelöste Ernährungsfrage unseres Volkes würde uns gebieterisch wieder 
in die Bahnen der Weltwirtschaft, des Weltexports hineindrängen. Tatsächlich denken auch 
das deutsche Bürgertum und die sogenannten nationalen Verbände mit ihm nur 
wirtschaftspolitisch. Produktion, Export und Import, das sind die Schlagwörter, mit denen da 
jongliert wird und von denen man sich das Heil der Nation in der Zukunft verspricht. Man 
hofft, durch eine Steigerung der Produktion die Exportfähigkeit zu heben und dadurch den 
Importnotwendigkeiten Genüge leisten zu können. Man vergißt dabei nur vollständig, daß 
dieses ganze Problem für Deutschland, wie schon einmal betont, gar kein Problem der 
Steigerung der Produktion ist, sondern eine Frage der Verkaufs mö gl ichkeit, daß aber die 
Schwierigkeit des Exports durchaus nicht behoben würde durch Senkung der deutschen 
Gestehungskosten, wie wieder unsere bürgerlichen Schlauköpfe vermeinen. Denn so sehr dies 
an sich infolge unseres beschränkten Innenmarktes nur teilweise möglich wird, würde eine 
Konkurrenz fähigmachung der deutschen Exportwaren durch Senkung der Erzeugungskosten 
etwa infolge eines Abbaues unserer sozialen Gesetzgebung und der daraus resultierenden 
Pflichten und Belastungen uns nur dorthin bringen, wo wir am 4. August 1914 gelandet 



waren. Es gehört wirklich die ganz unglaubliche bürgerlich-nationale Naivität dazu, zu 
meinen, daß England eine ihm gefährliche deutsche Konkurrenz dulden würde oder auch nur 
könnte. Dabei sind das dieselben Leute, die sehr genau wissen und es auch immer betonen, 
daß Deutschland im Jahre 1914 den Krieg nicht gewollt hat, sondern daß es buchstäblich 
hineingestoßen wurde. Und daß es England gewesen ist, das aus reinem Konkurrenzneid die 
sonstigen Feindschaften in Europa sammelte und gegen Deutschland losließ. Heute aber 
bilden sich diese unverbesserlichen Wirt Schaftsphantasten ein, daß, nachdem England in 
einem 4 1/2 jährigen ungeheuren Weltkrieg die ganze Existenz seines Weltimperiums auf das 
Spiel gesetzt hat und dabei Sieger blieb, jetzt eine deutsche Konkurrenz mit anderen Augen 
betrachten würde wie damals. Als ob diese ganze Frage überhaupt für England eine sportliche 
Angelegenheit wäre. Nein. England hat jahrzehntelang vor dem Kriege versucht, die 
bedrohliche deutsche Wirtschaftskonkurrenz, den anwachsenden deutschen Seehandel usw., 
mit wirtschaftlichen Gegenmaßnahmen zu brechen. Erst als man einsehen mußte, daß dies 
nicht gelingen würde, und im Gegenteil Deutschland durch die Bildung seiner Kriegsflotte 
anzeigte, daß es entschlossen war, seinen Wirtschaftskrieg wirklich bis zur friedlichen 
Eroberung der Welt durchzuführen, hat England als letzte Hilfe die Gewalt angerufen. Und 
nun,, nachdem es Sieger geblieben ist, glaubt man, könne sich das Spiel von neuem 
wiederholen, wobei Deutschland zu allem Überfluß heute gar nicht in der Lage ist, eben dank 
seiner Innen- und Außenpolitik irgendein gewichtiges Machtmoment in die Waagschale zu 
werfen. 

[page 123] Der Versuch, durch Steigerung unserer Produktion und durch Verbilligung 
derselben die Ernährung unseres Volkes wieder herzustellen und durchhalten zu können, wird 
endgültig daran scheitern, daß ]man mangels einer Schwert gewalt die letzte Konsequenz 
dieses Kampfes nicht auf sich nehmen kann. Damit wird das Ende aber ein Zusammenbruch 
der deutschen Volks ernährung und damit all dieser Hoffnungen sein. Ganz abgesehen davon, 
daß zu allen europäischen Staaten, die als Exportnationen um den Weltmarkt kämpfen, nun 
auch noch die amerikanische Union als auf vielen Gebieten schärfster Konkurrent trit. Die 
Größe und der Reichtum ihres Binnenmarktes gestatten dabei Produktionsziffern und damit 
Produktionseinrichtungen, die das Fabrikat so sehr verbilligen, daß trotz der enormen Löhne 
eine Preisunterbietung gar nicht mehr möglich erscheint. Als warnendes Beispiel darf hier die 
Entwicklung der Motorenindustrie gelten. Nicht nur, daß wir Deutschen z. B. trotz unserer 
lächer liehen Löhne nicht in der Lage sind, gegen die amerikanische Konkurrenz auch nur 
einigermaßen erfolgreich zu exportieren, müssen wir zusehen, wie selbst in unserem eigenen 
Lande der amerikanische Wagen sich in beängstigender Weise breitmacht. Dies ist mir 
möglich, weil die Größe des eigenen inneren Absatzmarktes, der Reichtum desselben an 
Kaufkraft und aber auch wieder an Rohstoffen der amerikanischen Automobilindustrie innere 
Absatzziffern garantiert, die allein schon Fabrikationsmethoden ermöglichen, die in Europa 
infolge des Fehlens dieser inneren Absatzmöglichkeiten einfach unmöglich wären [note 72]. 
Die Folge davon ist die enorme Exportfähigkeit der amerikanischen Automobilindustrie. 
Dabei handelt es sich hier um die allgemeine Motorisierung der Welt, also eine Angelegenheit 
von einer gar nicht abzumessenden Zukunftsbedeutung. Denn der Ersatz der menschlichen 
und animalischen Kraft durch den Motor ist erst am Beginn seiner Entwicklung, das Ende 
kann heute noch gar nicht abgeschätzt werden. Für die amerikanische Union jedenfalls steht 
die Automobilindustrie von heute an der Spitze aller Industrien überhaupt. 

So wird aber auch aufzahlreichen anderen Gebieten unser [note 73] Kontinent als 
Wirtschaftsfaktor in aggressiver Form immer mehr in Erscheinung treten und dadurch 
mithelfen, den Kampf um den Absatzmarkt zu verschärfen. Die Zukunft Deutschlands muß 
einem unter Berücksichtigung aller Faktoren, besonders angesichts der Beschränktheit 
unseres eigenen Rohstoffmaterials und der dadurch bedrohlichen Abhängigkeit von anderen 



Ländern, als sehr trübe und traurig erscheinen. 

Aber selbst wenn Deutschland alle wirtschaftlichen Erschwerungen meistern [page 124] 
würde, dann stände es eben immer nur dort, wo es am [note 74] August 1914 schon gestanden 
hat. Die allerletzte Entscheidung über den Ausgang des Kampfes um den Weltmarkt wird bei 
der Gewalt und nicht bei der Wirtschaft selber Hegen. 

Es ist unser Fluch aber gewesen, daß schon im Frieden ein großer Teil gerade des nationalen 
Bürgertums durchdrungen war von der Meinung, durch die Wirtschaftspolitik der Gewalt 
entsagen zu können. Und auch heute sind ihre hauptsächlichsten Vertreter in jenen mehr oder 
minder pazifistischen Kreisen zu suchen, die als Gegner und Feinde aller heroischen, 
völkischen Tugenden in der Wirtschaft gerne eine staatserhaltende, ja sogar staatsbildende 
Kraft sehen möchten. Je mehr aber ein Volk sich zu dem Glauben bekennt, daß es durch 
wirtschaftsfriedliche Betätigung allein sein Leben erhalten könne, um so mehr wird gerade 
seine Wirtschaft selbst dem Zusammenbruch ausgeliefert. Denn endgültig ist die Wirtschaft 
als eine rein sekundäre Angelegenheit im Völkerleben gebunden an die primäre Existenz 
eines kraftvollen Staates. Vor dem Pflug hat das Schwert zu stehen und vor der Wirtschaft 
eine Armee. 

Indem man darauf in Deutschland verzichten zu können glaubt, muß die Ernährung unseres 
Volkes daran scheitern. 

Sowie aber ein Volk überhaupt erst sein Leben mit dem Gedanken sättigt, durch 
wirtschaftsfriedliche Betätigung allein das tägliche Auskommen finden zu können, um so 
weniger wird es im Falle des Scheiterns dieses Versuches an eine gewaltsame Lösung denken, 
sondern im Gegenteil, es wird dann erst recht den leichtesten Weg einzuschlagen versuchen, 
der den Mißerfolg der Wirtschaft behebt, ohne das Blut dabei riskieren zu müssen. 
Tatsächlich befindet sich Deutschland schon heute mitten in diesem Zustand. Auswanderung 
und Geburtenbeschränkung sind die von den Vertretern der pazifistischen Wirtschaftspolitik 
und der marxistischen Staatsauffassung angepriesenen Medizinen zur Rettung unseres 
Volkskörpers. 

Das Ergebnis einer Befolgung dies er Ratschläge wird aber besonders für Deutschland von 
verhängnisvollster Bedeutung werden. Deutschland ist rassisch aus so ungleichwertigen 
Grundelementen zusammengesetzt, daß eine dauernde Auswanderung zwangsläufig die 
widerstandsfähigeren, kühneren und entschlosseneren Menschen aus unserem Volkskörper 
herauszieht. Es werden dies vor allem, wie die Wikinger von einst, auch heute die Träger des 
nordischen Blutes sein. Diese langsame Entnordung unseres Volkes führt zu einer Senkung 
unseres allgemeinen Rassenwertes und damit zu einer Schwächung unserer technischen, 
kulturellen und auch staatspolitischen, produktiven Kräfte. Die Folgen dieser Schwächung 
werden für die Zukunft deshalb besonders schwere sein, weil in die Weltgeschichte nun ein 
Staat als aktiv handelnder eintritt, der als wahrhaft europäische Kolonie jahrhundertelang auf 
dem Wege der Auswanderung die besten nordischen Kräfte Europ as erhalten hat, die sich nun 
erleichtert durch die Gemeinsamkeit ihres ursprünglichen Blutes zu einer neuen 
Volksgemeinschaft von rassisch höchstem Wert ausgebildet haben. Die amerikanische Union 
ist nicht [page 125] zufällig der Staat, in dem zur Zeit die weitaus meisten zum Teil 
unglaublich kühnen Erfindungen gemacht werden. Dem alten Europa gegenüber, das durch 
Kriege und Auswanderung unendlich viel seines besten Blutes verloren hat, tritt das 
Amerikanertum als junges, rassisch ausgesuchtes Volk gegenüber [note 75]. So wenig [note 
76] nun die Leistung von 1000 verkommenen Levantinern in Europa, sagen wir auf Kreta, 
gleichsetzen kann der Leistung von 1000 rassisch noch viel wertvolleren Deutschen oder 



Engländern, so wenig kann man aber auch die Leistung von 1000 rassisch bedenklichen 
Europäern gleichsetzen der Leistungsfähigkeit von 1000 rassisch hochwertigen Amerikanern. 
Nur eine bewußt völkische Rassenpolitik könnte die europäischen Nationen davor retten, das 
Gesetz des Handelns an Amerika zu verlieren, infolge des minderen Wertes der europäischen 
Völker gegenüber dem amerikanischen. Wenn aber das deutsche Volk statt dessen, neben 
einer vom Juden betriebenen planmäßigen Verb astardierung mit minderem Menschenmaterial 
und einer dadurch bedingten Senkung seines Rassenniveaus an sich, außerdem noch durch 
eine Fortsetzung der Auswanderung in hundertund aberhundert tau senden von 
Einzelexemplaren die besten Blutsträger nehmen läßt, wird es langsam zu einem ebenso 
minderwertigen wie damit unfähigen und wertlosen Volk heruntersinken. Die Gefahr ist 
besonders groß, seit bei vollkommener Gleichgültigkeit unsererseits die amerikanische Union 
selbst, angeregt durch die Lehren eigener Rassenforscher, besondere Maßstäbe für die 
Einwanderung aufgestellt hat. Indem das Betreten des amerikanischen Bodens abhängig 
gemacht wird von bestimmten rassischen Voraussetzungen einerseits sowie von einer 
bestimmten körperlichen Gesundheit des einzelnen an sich, ist die Ausblutung Europas von 
seinen besten Menschen geradezu gesetzlich zwangsläufig geregelt worden. Etwas, was 
unsere ganze sogenannte nationale bürgerliche Welt und alle unsere Wirtschaftspolitiker 
entweder überhaupt nicht sehen oder zumindest dann nicht hören wollen, weil es ihnen 
unangenehm ist, und weil es viel billiger ist, mit ein paar allgemeinen nationalen Phrasen über 
diese Dinge hinwegzugleiten. 

Zu dieser naturnotwendigen Minderung des Allgemeinwertes unseres Volkes durch die 
infolge unserer Wirtschaftspolitik erzwungene Auswanderung kommt dann noch als zweiter 
Schaden die Geburtenbeschränkung hinzu. Ich habe die Folgen des Kampfes gegen das Kind 
bereits dargestellt. Sie hegen in einer Verminderung der Zahl der dem Leben präsentierten 
Einzelwesen, so daß eine weitere Auslese nicht mehr stattfinden kann. Die Menschen 
bemühen sich dann im Gegenteil, alles, was einmal geboren ist, unter allen Umständen am 
Leben zu erhalten. Da aber Fähigkeit, Tatkraft usw. nicht mit der Erstgeburt verbunden sein 
müssen, sondern erst im Laufe des Lebenskampfes im einzelnen sichtbar werden, nimmt man 
diesem jede Möglichkeit einer Siebung und Auswahl nach solchen [page 126] 
Gesichtspunkten weg. Die Völker werden arm an Talenten und Energien. Wieder ist dies 
besonders schlimm bei Nationen, bei denen die Ungleichartigkeit der rassischen 
Grundelemente bis in die Familien hineinreicht. Denn nun tritt nach den Mendelschen 
Spaltungsgesetzen in jeder Familie eine Spaltung der Kinder auf, die sie teils der einen 
rassischen Seite, teils der anderen zuweist [note 77]. Sind diese Rassenwerte in ihrer 
Bedeutung für ein Volk aber verschiedene, dann wird damit sogar der Wert der Kinder einer 
Familie schon aus rassischen Gründen heraus ein ungleichartiger sein. Es liegt im Interesse 
eines Volkes, daß, da keineswegs die Erstgeburten nach der rassisch wertvolleren Seite der 
beiden Eltern auszuschlagen brauchen, das spätere Leben wenigstens aus der Gesamtzahl der 
Kinder durch den Lebenskampf die rassisch wertvolleren aussucht, der Nation erhält und 
umgekehrt die Nation in den Besitz der Leistungen dieser rassisch wertvolleren Einzelwesen 
setzt. Verhindert aber der Mensch selbst die Zeugung einer größeren Kinderzahl und 
beschränkt er sich auf die Erst- und höchstens Zweitgeburten, dafin wird er, wenn diese nicht 
die rassisch wertvolleren Merkmale an sich haben, der Nation nichtsdestoweniger erst recht 
diese rassisch minderwertigeren Elemente zu erhalten trachten. Er fällt dem Ausleseprozeß 
der Natur dabei künstlich in den Arm, verhindert ihn und hilft dadurch aber mit an der 
Verarmungeines Volkes an kraftvollen Persönlichkeiten. Er zerstört die Spitzenwerte eines 
Volkes. 

Das deutsche Volk, das an sich nicht jenen Durchschnittlichkeitswert hat wie z. B. das 
englische, wird aber ganz besonders auf Persönlichkeitswerte angewiesen, sein. Die 



außerordentlichen Extreme, die wir im Leben unseres Volkes allenthalben beobachten 
können, sind nur die Folgeerscheinungen unserer blutsmäßigen Zerrissenheit in höher- und 
minderwertige Rasseneinzelelemente. Der Engländer wird im allgemeinen einen besseren 
mittleren Durchschnitt haben. Er wird vielleicht nie die schädlichen Tiefen unseres Volkes 
erreichen, aber auch nie die glänzenden Höhen. Sein Leben wird sich deshalb auf einer mehr 
mittleren Linie bewegen und von einer größeren Stetigkeit erfüllt sein. Das deutsche Leben ist 
demgegenüber in allem unendlich schwankend und unruhig und erhält seine Bedeutung nur 
durch die außerordentlichen Höchstleistungen, durch die wir die bedenklichen Seiten unseres 
Volkskörpers wieder aufwiegen. Sowie aber durch ein künstliches System diesen 
Höchstleistungen die persönlichen Träger genommen werden, fallen diese selber weg. Unser 
Volk geht dann einer dauernden Verarmung an Persönlichkeitswerten entgegen und damit 
einer Senkung seiner gesamten kulturellen und geistigen Bedeutung. 

Wenn dieser Zustand erst einige hundert Jahre angehalten hat, wird zumindest unser 
deutsches Volk in seiner allgemeinen Bedeutung so geschwächt sein, daß es keinerlei 
Anspruch mehr erheben wird dürfen, als Weltvolk bezeichnet zu werden, auf alle Fälle aber 
wird es nicht mehr in der Lage sein, mit den Leistungen [page 127] des wesentlich jüngeren, 
gesünderen amerikanischen Volkes gleichen Schritt zuhalten. Wir werden dann bei uns aus 
einer großen Anzahl von Ursachen heraus das erleben, was nicht wenige alte Kulturvölker in 
ihrer geschichtlichen Entwicklung beweisen. An ihren Lastern und infolge ihrer 
Gedankenlosigkeit ist der nordische Blutsträger als rassisch wertvollstes Element der 
Kulturträger und Staaten gründer langsam ausgeschieden und hat damit ein 
Menschendurcheinander zurückgelassen, von so geringer innerer Bedeutung daß die Gesetze 
des Handelns ihnen aus der Hand gewunden wurden, um auf andere jüngere und gesündere 
Völker überzugehen. 

Der ganze Südosten Europas, besonders aber die noch älteren Kulturen Kleinasiens und 
Persiens sowie die der mesopotamischen Tiefebene liefern Schulbeispiele für den Verlauf 
dieses Prozesses. 

So, wie hier die Geschichte langsam von den rassisch wertvolleren Völkern des Abendlandes 
gestaltet wurde, so entsteht die Gefahr, daß die Bedeutung des rassisch minderwertigeren 
Europas langsam zu einer neuen Bestimmung der Weltschicksale durch das Volk des 
nordamerikanischen Kontinents führt. 

Daß diese Gefahr ganz Europa droht, wird immerhin von einzelnen heute schon erkannt. Nur 
was sie für Deutschland bedeutet, wollen die wenigsten wissen. Unser Volk wird, wenn es mit 
gleicher politischer Gedankenlosigkeit wie bisher in die Zukunft hineinlebt, den Anspruch auf 
Weltbedeutung endgültig entsagen müssen. Es wird rassisch mehr und mehr verkümmern, bis 
es endlich zu degenerierten, animalischen Freßsäcken heruntersinkt, denen selbst die 
Erinnerung an die vergangene Größe fehlen wird. Staatlich im Rahmen der kommenden 
Weltstaatenordnung höchstens das, was die Schweiz und Holland im bisherigen Europa 
waren. 

Das wird das Ende des Lebens eines Volkes sein, dessen Geschichte 2000 Jahre die 
Weltgeschichte gewesen ist. 

Mit nationalbürgerlichen dummen Phrasen, deren praktische Unsinnigkeit und Wertlosigkeit 
schon durch die Erfolge der bisherigen Entwicklung bewiesen sein müßte, wird dieses 
Schicksal nicht mehr geändert. Nur eine neue Reformationsbewegung, die der rassischen 
Gedankenlosigkeit ein bewußtes Erkennen gegenübersetzt und alle Folgerungen aus diesem 



Erkennen zieht, kann unser Volk von diesem Abgrund noch zurückreißen. 

Es wird die Aufgabe der nationalsozialistischen Bewegung sein, die heute entweder schon 
vorhandenen oder durch [note 78] werdenden Erkenntnisse und wissenschaftlichen Einsichten 
der Rassenlehre sowie der durch sie geklärten Weltgeschichte in die praktisch angewandte 
Politik zu überführen. 

Da das Schicksal Deutschlands wirtschaftlich heute Amerika gegenüber zum Teil auch das 
Schicksal anderer Nationen in Europa ist, findet wieder besonders bei unserem Volk eine 
Bewegung gläubige Anhänger, die der Union der [page 128] amerikanischen Staaten eine 
solche Europas gegenüberzustellen wünscht, um dadurch einer drohenden Welthegemonie des 
nordamerikanischen Kontinents vorzubeugen. 

Die paneuropäische Bewegung scheint wirklich für diese wenigstens im ersten Augenblick 
manches Bestechende für sich zu haben [note 79]. Ja wenn man die Weltgeschichte nach 
wirtschaftlichen Gesichtspunkten beurteilen könnte, möchte das vielleicht sogar zutreffen. Für 
den Geschichtsmechaniker und damit mechanischen Politiker sind zwei immer mehr als eins. 
Im Völkerleben entscheiden aber eben nicht Zahlen, sondern Werte. Daß die amerikanische 
Union zu einer so bedrohlichen Höhe aufzusteigen vermag, liegt nicht in der Tatsache 
begründet, daß dort . . .Millionen Menschen einen Staat bilden, sondern in der Tatsache, daß . 
. . Millionen Quadratkilometer fruchtbarsten und reichsten Bodens von . . . Millionen 
Menschen höchsten Rassenwertes bewohnt sind. [Wobei schon die Tatsache, daß es] Daß 
diese Menschen dabei trotz der räumlichen Größe ihres Lebensgebietes einen Staat bilden, hat 
für die andere Welt insoferne eine erhöhte Bedeutung, als damit eine zusammenfassende 
Organisation besteht, dank deren eben der rassisch bedingte Einzelwert dieser Menschen 
einen geschlossenen Gesamteinsatz zur Durchfechtungdes Lebenskampfes finden kann. 

Wäre dies nicht richtig, läge mithin die Bedeutung der amerikanischen Union nur in der 
Volkszahl allein oder auch in der Größe des Raumes oder in dem Verhältnis, in dem dieser 
Raum zur Volkszahl steht, dann würde für Europa Rußland mindestens genauso gefährlich 
sein. Das heutige Rußland umfaßt . . . Millionen Menschen auf . . . Millionen qkm. Diese 
Menschen sind auch in einem Staatswesen zusammengefaßt, dessen Wert, traditionell 
genommen, sogar ein höherer sein müßte als der der amerikanischen Union, allein trotzdem 
wird es keinem Menschen einfallen, deshalb eine russische Hegemonie für die Welt zu 
befürchten. Der Zahl des russischen Volkes hegt kein solcher innerer Wert bei, daß diese Zahl 
zu einer Gefahr für die Freiheit der Welt werden könnte. Zumindest nie im Sinne einer 
wirtschaftlichen und machtpolitischen Beherrschung der anderen Erde, sondern höchstens in 
dem einer Überschwemmung mit Krankheitsbazillen, die zur Zeit in Rußland ihren Herd 
haben. 

Wenn aber die Bedeutung der drohenden amerikanischen Hegemoniestellung durch den Wert 
des amerikanischen Volkes in erster Linie und dann erst in zweiter durch die Größe des 
diesem Volk, gegebenen Lebensraumes und des dadurch günstigen Verhältnisses zwischen 
Volkszahl und Grundfläche bedingt erscheint, dann wird diese Hegemonie nicht beseitigt 
durch einen rein formalen zahlenmäßigen Zusammenschluß europäischer Völker, soferne 
nicht deren innerer Wert ein höherer als der der amerikanischen Union ist. Sonst müßte dieser 
amerikanischen Union besonders das heutige Rußland als höchste Gefahr erscheinen, wie 
noch mehr das mit über 400 Millionen Menschen bevölkerte China. 

[page 129] So beruht die paneuropäische Bewegung zunächst schon auf dem fundamentalen 
Grundirrtum, daß man Menschenwerte durch Menschenzahl ersetzen könnte. Es ist dies eine 



rein mechanische Geschichtsauffassung, die der Erforschung aller gestaltenden Kräfte des 
Lebens weit aus dem Wege geht, um statt dessen in ziffernmäßigen Majoritäten sowohl die 
schöpferischen Quellen der menschlichen Kultur als auch die Geschichte bildenden Faktoren 
zu sehen. Diese Auffassung entspricht der Sinnlosigkeit unserer westlichen Demokratie 
ebenso sehr wie dem feigen Pazifismus unserer Überwirtschaftskreise. Daß sie das Ideal aller 
minderwertigen oder halbrassischen Bastarde ist, liegt auf der Hand. Ebenso, daß der Jude 
eine solche Auffassung besonders begrüßt, führt sie doch in ihrer konsequenten Befolgung zu 
einem Rassenchaos und Durcheinander, zu einer Verb astardung und Verniggerungder 
Kulturmenschheit und endlich damit zu einer solchen Senhung ihres rassischen Wertes, daß 
der sich davon freihaltende Hebräer langsam zum Weltherren aufzusteigen vermag. 
Wenigstens bildet er sich ein, einmal zum Gehirn dieser wertlos gemachten Menschheit 
[emporsteigen] aus wachsen zu können. 

Abgesehen aber von diesem fundamentalen Grundirrtum der paneuropäischen Bewegung ist 
auch der Gedanke, durch einen Zusammenschluß europäischer Völker aus dem Zwang einer 
allgemeinen Einsicht in eine drohende Not heraus, eine phantastische, geschichtlich 
unmögliche Kinderei. Ich will dabei nicht sagen, daß ein solcher Zusammenschluß unter 
jüdischem Protektorat und auf jüdischen Antrieb an sich vornherein unmöglich wäre, sondern 
nur, daß das Ergebnis nicht den Hoffnungen entsprechen könnte, ob deren man den ganzen 
Zauber in Szene setzt. Denn man glaube nun nicht, daß eine solche europäische Koalition 
irgendeine Kraft mobilisieren könnte, die nach außen hin in Erscheinung träte. Es ist eine alte 
Erfahrung, daß dauerhafte Volkszusammenschlüsse nur stattfinden können, wenn rassisch an 
sich gleichwertige und verwandte Völker in Frage kommen und wenn zweitens ihr 
Zusammenschluß in der Gestalt des langsamen Prozesses eines Hegemoniekampfes 
stattfindet. So hat einst Rom die ladinischen Staaten einen nach dem anderen unterworfen, bis 
endlich seine Kraft genügte, um zum Kristallisationspunkt eines Weltreiches zu werden. Dies 
ist aber ebenso die Geschichte der Entstehung des englischen Weltreiches. So hat weiter 
Preußen die deutsche Staats Zerrissenheit beendigt, und so könnte auch ganz allein auf diesem 
Wege einst ein Europa entstehen, das in einer geschlossenen staatlichen Form die Interessen 
seiner Bevölkerung wahrnimmt. Allein — dies würde nur das Ergebnis eines 
jahrhundertelangen Ringens sein können, da eine unendliche Menge alter Überlieferungen 
und Traditionen überwunden werden müßte und eine Anglei chung von Völkern stattzufinden 
hätte, die schon rassisch außerordentlich weit auseinanderklaffen. Die Schwierigkeit, einem 
solchen Gebilde dann eine einheitliche Staatssprache zu geben, ließe sich ebenfalls nur in 
einem jahrhundertelangen Vorgang lösen. 

Dies alles wäre aber dann keine [Erfüllung] Verwirklichung der heutigen [page 130] 
paneuropäischen Gedankengänge, sondern der Erfolg des Lebenskampfes der kraftvollsten 
Nation in Europa, und was dann übrigbliebe, würde so wenig ein Paneuropa sein, wie die 
Einigung der ladinischen Staaten einst etwa ein Pan-Ladinien war. Die Macht, die damals 
diesen Einigungsprozeß in jahrhundertelangen Kämpfen durchgeführt hat, hat dem ganzen 
Gebilde für immer auch den Namen gegeben. Und die Macht, die heute auf so natürlichem 
Wege ein Paneuropa schüfe, würde ihm damit zugleich auch die Bezeichnung Paneuropa 
rauben. 

Aber selbst in diesem Falle würde der erwünschte Erfolg ausbleiben. Denn sowie heute 
irgendeine europäische Großmacht - und es könnte sich dabei natürlich nur um eine ihrem 
Volkstum nach wertvolle, also rassisch bedeutende M acht handeln — auf diesem Wege 
Europa zu einer Einheit brächte, so würde die letzte Vollendung dieser Einheit die rassische 
Niedersenkung ihrer Gründer bedeuten und damit dem ganzen Gebilde eben doch den letzten 
Wert nehmen. Niemals würde man damit ein Gebilde schaffen können, das der 



amerikanischen Union standzuhalten vermöchte [note 80]. 

Nordamerika wird in der Zukunft nur der Staat die Stirne zu bieten vermögen, der es 
verstanden hat, durch das Wesen seines inneren Lebens sowohl als durch den Sinn seiner 
äußeren Politik den Wert seines Volkstums rassisch zu heben und staatlich in die hierfür 
zweckmäßigste Form zu bringen. Indem aber eine solche Lösung als möglich hingestellt wird, 
werden sich an ihr eine ganze Anzahl von Nationen zu beteiligen vermögen, was zu einer 
erhöhten Ertüchtigung schon infolge der gegenseitigen Konkurrenz führen kann und führen 
wird. 

Es ist wieder die Aufgabe der nationalsozialistischen Bewegung das eigene Vaterland selbst 
für diese Aufgabe auf das äußerste zu stärken und vorzubereiten [note 81]. 

Der Versuch aber, durch einen rein formalen Zusammenschluß europäischer Völker den 
paneuropäischen Gedanken zu verwirklichen, ohne in jahrhundertelangen Kämpfen von einer 
europäischen Vormacht erzwungen zu werden, würde zu einem Gebilde führen, dessen 
gesamte Kraft und Energie genauso durch die inneren Rivalitäten und Streitigkeiten absorbiert 
würde, wie einst die Kraft der deutschen Stämme im Deutschen Bund. Erst als durch die 
Übermacht Preußens die innere deutsche Frage endgültig gelöst war, konnte ein vereinter 
Krafteinsatz der Nation nach außen erfolgen. Es ist aber leichtsinnig zu glauben, daß die 
Auseinandersetzung zwischen Europa und Amerika nur immer Wirtschaft sfriedlich er Natur 
sein würde, wenn wirtschaftliche Momente endlich zu bestimmenden [page 131] Faktoren 
des Lebens anwachsen. Überhaupt lag es im Wesen der Entstehung des nordamerikanischen 
Staates, daß dieser zunächst wenig Interesse für außenpolitische Probleme zeigen konnte. 
Nicht nur infolge des Fehlens einer langen staatlichen Tradition, sondern einfach infolge der 
Tatsache, daß dem natürlichen Expansionstrieb der Menschen innerhalb des amerikanischen 
Kontinents selbst außerordentlich weite Gebiete zur Verfügung standen. Daher war die Politik 
der amerikanischen Union im Augenblick der Loslösung von den europäischen Mutterstaaten 
an bis in die neueste Zeit in erster Linie nur Innenpolitik. Ja, die Freiheitskämpfe selbst waren 
im Grunde nichts anderes als die Abschüttelung außenpolitischer Bindungen zu Gunsten eines 
ausschließlich innerpolitisch gedachten Lebens. In eben dem Maße, in dem aber das 
amerikanische Volk die Aufgaben der inneren Kolonisation mehr und mehr vollzogen hat, 
wird der natürliche aktivistische Trieb, der besonders jungen Völkern zu eigen ist, sich nach 
außen kehren. Den Überraschungen aber, die die Welt dann vielleicht noch erleben mag, 
würde am allerwenigsten ein pazifistisch-demokratischer-p aneuropäischer Durcheinander Staat 
ernstlichen Widerstand entgegensetzen können. Dieses Paneuropa nach Auffassung des 
Allerweltsbastarden Coudenhove würde der amerikanischen Union oder einem national 
erwachten China gegenüber einst dieselbe Rolle spielen wie der altösterreichische Staat 
gegenüber Deutschland oder Rußland. 

Wirklich nicht widerlegt zu werden braucht aber die Meinung, daß, weil in der 
amerikanischen Union eine Verschmelzung von Menschen verschiedenster Volksabstammung 
stattgefunden hat, dies auch in Europa möglich sein müßte. Die amerikanische Union hat 
allerdings Menschen verschiedener Volkszugehörigkeit zu einem jungen Volk 
zusammengefügt. Allein bei näherem Hinsehen ergibt sich, daß die überwältigende Mehrzahl 
dieser verschiedenen Volks an gehörigen rassisch gleichen oder zumindest verwandten 
Grundelementen angehören. Denn da der Aus Wanderungsprozeß in Europa ein Prozeß der 
Auslese der Tüchtigsten war, diese Tüchtigkeit aber bei allen europäischen Völkern in erster 
Linie in den nordischen Beimischungen lag, hat die amerikanische Union tatsächlich aus an 
sich sehr verschiedenen, Völkern die [rassisch] unter sie verstreuten nordischen Elemente 
herausgezogen. Rechnet man weiter noch dazu, daß es sich dabei um Menschen handelte, die 



nicht Träger irgendeiner Staatsgesinnung waren, mithin von keinerlei Tradition belastet 
erschienen, weiter die Größe des Eindrucks der neuen Welt, der alle Menschen mehr oder 
weniger erliegen, so wird es einem verständlich, warum es gelingen konnte, daß in kaum 200 
Jahren aus Menschen aller europäischen Nationen ein neues Staatsvolk entstehen konnte [note 
82]. Es muß aber bedacht [page 132] werden, daß schon im letzten Jahrhundert dieser Prozeß 
der Verschmelzung in eben dem Maße schwieriger wurde, in dem unter dem Zwang der Not 
Europäer nach Nordamerika gingen, die als Angehörige europäischer Nationalstaaten sich 
nicht nur volklich mit ihnen auch weiterhin verbunden fühlten, sondern besonders deren 
staatliche Tradition höher schätzten als die Bürgerschaft in ihrer neuen Heimat. Blutfremde 
Menschen mit ausgeprägt eigenem Nationalgefühl oder Rasseinstinkt hat übrigens auch die 
amerikanische Union nicht einzuschmelzen vermocht. Sowohl gegenüber dem chinesischen 
als auch gegenüber dem japanischen Element hat die Assimilierungskraft der amerikanischen 
Union versagt. Man fühlt dies auch genau und weiß es und möchte deshalb am liebsten diese 
Fremdkörper von der Einwanderung ausschalten. Allein damit bestätigt die amerikanische 
Einwanderun gspohtik selbst, daß die bisherige Verschmelzung eben doch Menschen 
bestimmter gleichmäßiger Rassengrundlagen voraussetzte und sofort mißlingt, sowie es sich 
um grundsätzlich andersartige Menschen handelt. Daß sich dabei die amerikanische Union 
selbst als nordisch-germanischer Staat fühlt und keineswegs als internationaler Völkerbrei, 
geht auch weiter hervor aus der Art der Zuteilung der Einwanderungsquoten an die 
europäischen Völker. Skandinavier, also Schweden, Norweger, weiter Dänen, dann Engländer 
und endlich Deutsche erhalten die größten Kontingente zugewiesen. Romanen und Slaven 
sehr geringe, Japaner, Chinesen würde man am liebsten überhaupt ausschließen. Diesem 
mithin rassisch [dominierend] vorherrschend nordischen Staat eine europäische Koalition 
oder ein Paneuropa, bestehend aus Mongolen, Slawen, Deutschen, Romanen usw., in dem 
alles andere als Germanen dominieren würden, als widerstandsfähigen Faktor entgegensetzen 
zu wollen, ist eine Utopie. Allerdings eine sehr gefährliche Utopie, wenn man bedenkt, daß 
wieder viele ungezählte Deutsche eine rosige Zukunft sehen, ohne schwerste Opfer dafür 
bringen zu müssen. Daß diese Utopie dabei ausgerechnet aus Österreich [note 83] 
herauswächst, entbehrt nicht einer gewissen Komik. Ist doch dieser Staat und sein Schicksal 
das lebendigste Beispiel für die enorme Kraft, die solchen künstlich zusammengeleimten, in 
sich aber unnatürlichen Gebilden zu eigen ist. Es ist der warzellose Geist der alten 
Reichshauptstadt Wien, jener Mischlings Stadt von Orient und Okzident, der dabei zu uns 
spricht. 

Kapitel 11. Keine Neutralität 



[page 133] Zusammenfassend kann also noch einmal gesagt werden, daß unsere 
bürgerlichnationale Politik, deren außenpolitisches Ziel die Wiederherstellung der Grenzen 
des Jahres 1914 ist, unsinnig, ja verhängnisvoll ist. Sie bringt uns zwangsläufig in Konflikt 
mit allen Staaten, die am Weltkrieg teilgenommen haben. Sie garantiert damit das weitere 
Fortbestehen der uns langsam abwürgenden Koalition der Sieger. Sie sichert dabei Frankreich 
immer eine günstige öffentliche Meinung in der anderen Welt bei seinem ewigen Vorgehen 
gegen Deutschland. Sie würde, selbst wenn sie Erfolg hätte, im Resultat für die deutsche 
Zukunft gar nichts bedeuten, uns aber trotzdem zwingen, mit Blut und Stahl zu kämpfen. Sie 
verhindert weiter aber besonders jede Stabilität der deutschen Außenpolitik überhaupt. 

Es war mit ein Charakteristikum unserer Politik der Vorkriegszeit, daß sie dem 



außenstehenden Betrachter das Bild von ebenso schwankenden wie oft unergründlichen 
Entschlüssen geben mußte. Wenn man vom Dreibund selber absieht, dessen Erhaltung doch 
kein außenpolitischer Zweck, sondern nur ein Mittel zu einem solchen Zweck sein konnte, 
kann man an der Leitung der Schicksale unseres Volkes in der Vorkriegszeit keine stabile 
Idee entdecken. Dies ist natürlich unverständlich [note 84]. Im Augenblick, in dem das 
außenpolitische Ziel nicht mehr hieß Kampf für die Interessen des deutschen Volkes, sondern 
Erhaltung des Weltfriedens, verlor man den Boden unter den Füßen. Die Interessen eines 
Volkes kann ich bestimmt umreißen, sie festlegen und, ganz gleich wie im einzelnen die 
Möglichkeiten ihrer Vertretung hegen, das große Ziel dennoch ununterbrochen im Auge 
behalten. Allmählich wird auch die übrige Menschheit eine allgemeine Kenntnis von den 
besonderen, bestimmten leitenden außenpolitischen Gedanken eines Volkes ergalten. Dies 
gibt dann die Möglichkeit, die Verhältnisse untereinander dauerhafter zu regeln, sei es im 
Sinne eines beabsichtigten Widerstandes gegen das erkannte Vorgehen einer solchen Macht 
oder einer billigen Kenntnisnahme davon, oder auch im Sinne einer Verständigung, da eigene 
Interessen vielleicht auf gemeinsamem Wege erreicht werden können. 

Diese Stabilität der Außenpolitik kann man bei einer ganzen Reihe europäischer Staaten 
feststellen. Rußland zeigt in langen Perioden seiner Entwicklung bestimmte außenpolitische 
Ziele, die dann sein gesamtes Handeln beherrschen. Frankreich hat im Laufe von 
Jahrhunderten außenpolitisch gleichmäßige Absichten vertreten, ohne Rücksicht darauf, wer 
jeweils in Paris die politische Macht verkörperte. Von England darf man nicht nur als dem 
Staat einer traditionellen Diplomatie, sondern vor allem als dem Staat einer zur Tradition 
gewordenen [page 134] außenpolitischen Idee sprechen. Bei Deutschland war eine solche 
Idee nur periodisch am preußischen Staat festzustellen. In der kurzen Zeit Bismarckischer 
Regierungskunst sehen wir Preußen seine deutsche Mission erfüllen, und damit aber endet 
auch jedes weit gesteckte außenpolitische Ziel. Das neue deutsche Reich hat besonders seit 
Bismarcks Abgang ein solches Ziel nicht mehr besessen, da die Parole der Erhaltung des 
Friedens, also der Aufrechterhaltungeines gegebenen Zustandes, keinerlei stabilen Inhalt oder 
Charakter besitzt. Wie überhaupt jede passive Parole in Wirklichkeit zum Spielball des 
offensiven Wollens verdammt ist. Nur wer selbst handeln will, vermag auch sein Handeln 
nach seinem Willen zu bestimmen. Daher hatte die Triple-Entente, die handeln wollte, auch 
alle Vorzüge, die in der Selbstbestimmung des Handelns liegen, für sich, während der 
Dreibund durch seine beschaulichere Weltfriedenserhaltungstendenz in eben dem Maße im 
Nachteil war [note 85]. So wurde auch der Krieg in Zeitpunkt und Eröffnung von den 
Nationen mit bestimmtem außenpolitischen Ziel festgelegt, während umgekehrt die 
Dreibundmächte von ihm in einer alles eher als günstigen Stunde überrascht wurden. Hätte 
man in Deutschland auch nur im geringsten selbst eine kriegerische Absicht gehabt, dann 
wäre es möglich gewesen, durch eine Anzahl von Maßnahmen, die spielerisch durchgeführt 
hätten werden können, schon dem Kriegsbeginn ein ganz anderes Gesicht zu geben. Aber 
Deutschland hatte ja kein bestimmtes außenpolitisches Ziel im Auge, dachte an keinerlei 
aggressive Schritte zur Verwirklichung dieses Zieles und wurde infolgedessen von den 
Erei gnis s en überr as cht . 

Von Österreich-Ungarn durfte man an sich kein anderes außenpolitisches Ziel zu hoffen [sie], 
als sich durch die Fährnisse der europäischen Politik durchzuwinden, daß das morsche 
Staatsgebilde möglichst nirgends anstieß, um so den wirklichen inneren Charakter dieser 
monströsen Staatsleiche vor der Welt verbergen zu können. 

Das deutsche nationale Bürgertum, von dem ich hier immer nur sprechen kann, da der 
internationale Marxismus ja an sich nur das Ziel einer Vernichtung Deutschlands kennt, hat 
aus der Vergangenheit auch heute nichts gelernt. Man fühlt auch heute noch nicht die 



Notwendigkeit, der Nation ein außenpolitisches Ziel zu setzen, das für die deutsche Zukunft 
als befriedigend angesehen werden darf und damit auf eine mehr oder minder lange Zeit 
unserem außenpolitischen Streben eine bestimmte Stabilität geben kann. Denn erst, wenn ein 
solches mögliches außenpolitisches Ziel grundsätzlich abgesteckt erscheint, kann man sich im 
einzelnen über die Möglichkeiten unterhalten, die zum Erfolge zu führen vermögen. Erst dann 
tritt also die Politik in das Stadium der Kunst des Möglichen [page 135] ein. Solange aber 
dieses ganze politische Leben überhaupt von keinem leitenden Gedanken beherrscht ist, 
werden die einzelnen Aktionen nicht den Charakter der Ausnützung aller Möglichkeiten zur 
Erreichung eines bestimmten Erfolges an sich haben, sondern sie sind dann immer nur 
einzelne Stationen auf dem Wege des ziel- und planlosen Fortwursteins von heute auf 
morgen. Dann wird vor allem jene Beharrlichkeit abhanden kommen, die die Durchfechtung 
großer Ziele immer erfordert, d. h.: man wird heute das versuchen und morgen jenes, wird 
übermorgen diese außenpolitische Möglichkeit ins Auge fassen und plötzlich einer ganz 
verkehrten Absicht huldigen, soferne nicht dieses ersichtliche Durcheinander als 
Durcheinander am Ende den Wünschen jener Macht entspricht, die heute Deutschland regiert 
und in Wahrheit nicht will, daß unser Volk je noch zu einer Wiedererhebung komme. Nur das 
internationale Judentum kann ein lebendiges Interesse an einer deutschen Außenpolitik 
besitzen, die durch ihre ewig unvernünftig erscheinenden Sprünge jenen klaren Plan 
vermissen läßt, und die als einzige Rechtfertigung höchstens die Äußerung besitzt: Ja, wir 
wissen natürlich auch nicht, was getan werden soll, aber wir tun eben etwas, weil etwas getan 
werden muß. Ja, man kann nicht selten geradezu hören, daß diese Menschen vom inneren 
Sinn ihrer außenpolitischen Handlungen selbst so wenig überzeugt sind, daß sie als höchste 
M otivierung nur die Frage vorlegen können, ob denn ein anderer etwas Besseres wüßte. Das 
ist das Fundament, auf dem die Staatskunst eines Gustav Stresemann dann ruht [note 86] 

Demgegenüber ist es aber gerade heute mehr denn je nötig, daß das deutsche Volk ein 
außenpolitisches Ziel sich aufstellt, das seinen wirklichen inneren Bedürfnissen 
entgegenkommt und umgekehrt seinem außenpolitischen Handeln für die zunächst 
menschlich absehbare Zeit eine unbedingte Stabilität gewährt. Denn nur, wenn unser Volk auf 
solche Weise seine Interessen grundsätzlich bestimmt und dann beharrlich verficht, kann es 
hoffen, den einen oder anderen Staat, dessen Interessen den unseren nunmehr endgültig 
festgelegten nicht entgegenstehen, ja sogar gleichlaufend sind, zu bewegen, in eine nähere 
Verbindung mit Deutschland zu treten. Denn der Gedanke, aus dem Völkerbunde heraus die 
Not unseres Volkes lösen zu wollen, ist genauso unberechtigt, als der, aus dem Frankfurter 
Bundesparlament die deutsche Frage entscheiden zu lassen, gewesen war. 

Im Völkerbund dominieren die saturierten Nationen. Ja, er ist deren Instrument. Sie haben 
zum größten Teil kein Interesse daran, an der Raumverteilung der Erde eine Änderung 
eintreten zu lassen, außerdem sie spräche wieder zu ihren Gunsten. Und indem sie vom Recht 
der kleinen Nationen reden, haben sie in Wirklichkeit nur die Interessen der größten im Auge. 

Wenn Deutschland noch einmal zu einer wahren Freiheit kommen will, um unter ihrem Segen 
dem deutschen Volk das tägliche Brot geben zu können, dann wird es seine M aßnahmen 
hiefür außerhalb des Völkerbundsparlaments zu Genf zu treffen haben. Dann wird es aber 
notwendig sein, daß es mangels einer [page 136] genügenden eigenen Kraft Verbündete 
findet, die glauben können, im Zusammengehen mit Deutschland auch eigenen Interessen zu 
dienen zu vermögen. Niemals aber wird ein solcher Zustand eintreten, wenn diesen Völkern 
nicht das wirkliche außenpolitische Ziel Deutschlands vollkommen klar geworden ist. Und 
vor allem nie wird Deutschland selbst die Kraft und innere Stärke zu jener Beharrlichkeit 
erhalten, die nun einmal notwendig ist, um Widerstände der Weltgeschichte hinwegzuräumen. 
Nie wird man dann lernen, im einzelnen sich zu gedulden und wenn notwendig auch zu 



verzichten, um im Großen endlich das lebensnotwendige Ziel erreichen zu können. Denn auch 
unter Bundesgenossen wird das Verhältnis nie ein vollständig reibungsloses sein. Immer 
wieder werden Störungen der gegenseitigen Beziehungen auftreten können, um 
gefahrdrohende Formen anzunehmen, wenn eben nicht in der Größe des einmal gesteckten 
außenpolitischen Ziels die Kraft zur Überwindung kleiner Unannehmlichkeiten und 
Widerstände hegt. Hier darf die französische Staatsleitung der Jahrzehnte vor dem Kriege als 
mustergültiges Vorbild dienen. Wie sie zum Unterschiede unserer ewig plärrenden und dabei 
nicht selten den Mond anbellenden Hurra-Patrioten über alles Kleine hinwegging, ja selbst zu 
sehr bitteren Vorkommnissen schwieg, um die Möglichkeit der Organisation des Revanche- 
Krieges gegen Deutschland nicht zu verlieren. 

Wichtigerscheint die Aufsteckung [sie] eines klaren außenpolitischen Zieles aber besonders 
deshalb noch, weil es sonst den Vertretern anderer Interessen im eigenen Volk stets möglich 
sein wird, die öffentliche Meinung zu verwirren und kleine, zum Teil sogar provozierte 
Vorfälle zum Anlaß einer Umstimmutig der außenpolitischen Meinung zu machen. So wird 
Frankreich immer wieder versuchen, aus kleinen Zwistigkeiten, die sich entweder aus der 
Lage der Dinge selbst ergeben oder die es auch künstlich fabriziert, Verstimmungen, ja 
Entfremdungen unter den Völkern herbeizuführen, die nach der ganzen Natur ihrer wirklichen 
Lebensinteressen aufeinander angewiesen wären und zum gemeinsamen Handeln gegen 
Frankreich auftreten müßten. Solche Versuche werden aber immer mir dann Erfolg haben, 
wenn infolge des Fehlens eines unverrückbaren außenpolitischen Ziels die eigenen politischen 
Handlungen keine wahrhafte Stabilität besitzen und vor allem deshalb auch die Beharrlichkeit 
fehlt, die Maßnahmen vorzubereiten, die der Erfüllung der eigenen politischen Zielsetzung 
dienlich sind. 

Das deutsche Volk, das weder eine außenpolitische Tradition noch ein außenpolitisches Ziel 
besitzt, wird an sich immer leicht geneigt sein, utopistischen Idealen zu huldigen und seine 
wirklichen Lebensinteressen dabei zu vernachlässigen. Für was [note 87] unser Volk nicht 
alles in den letzten 100 Jahren geschwärmt. Bald waren es Griechen, die wir retten wollten 
vor der Türkei, dann wieder Türken, denen mir unsere Zuneigung schenkten gegen Russen 
und Italiener, dann fand unser Volk wieder einen Zauber darin, für polnische 
Freiheitskämpfer zu schwärmen, um dann mit Buren zu fühlen usw. usw. Was haben aber alle 
diese dümmsten Ergüsse einer pohtisch ebenso unfähigen wie gesprächigen Seele unserem 
Volke gekostet? 

[page 137] So war auch das Verhältnis Kg Österreich, wie man mit besonderem Stolze 
betonte, kein solches des nüchternen Verstandes, sondern ein wahrer innerer Herzensbund. 
Hätte nur damals statt des Herzens die Vernunft gesprochen und der Verstand entschieden, 
dann wäre Deutschland heute gerettet. Gerade aber, weil wir so ein Volk sind, das seine 
politischen Handlungen zu wenig nach Gründen einer wirklichen vernünftigen 
Verstandes mäßigen Einsicht bestimmen laßt, und weil wir dabei so gar und gar auf keine 
große politische Tradition zurückblicken können, müssen wir wenigstens für die Zukunft 
unserem Volk ein unverrückbares außenpolitisches Ziel geben, das geeignet erscheint, 
politische Maßnahmen der Staatsleitung im einzelnen auch derbreiten Masse verständlich zu 
machen. Nur so wird es möglich, daß einmal Millionen im ahnenden Glauben hinter eine 
Staatsleitung treten, die Entschlüsse durchführt, die im einzelnen vielleicht manches 
Schmerzliche an sich haben können. Es ist dies eine Voraussetzung, um ein gegenseitiges 
Verstehen zwischen Volk und Staatsleitung herbeizuführen, und allerdings auch eine 
Voraussetzung, um in der Staatsleitung selbst eine gewisse Tradition zu verankern. Es geht 
nicht an, daß jede deutsche Regierung außenpolitisch ihr eigenes Ziel hat. Nur um die Wege 
kann man sich streiten, über sie kann disputiert werden, das Ziel selbst muß einmal für immer 



als unabänderlich festgelegt werden. Dann kann die Politik zur großen Kunst des Möglichen 
werden, d. h. es bleibt den genialen Fähigkeiten der einzelnen Staatsleiter v orbehalten, von 
Fall zu Fall die Möglichkeiten wahrzunehmen, die Volk und Reich seinem außenpolitischen 
Ziel näherbringen. 

Diese außenpolitische Zielsetzung ist im heutigen Deutschland überhaupt nicht vorhanden. 
Daher wird auch die grenzenlose, schwankende und unsichere Art der Wahrnehmung der 
Interessen unseres Volkes verständlich, daher weiter auch das ganze Durcheinander unserer 
öffentlichen Meinung, daher auch jene unglaublichen Bocksprünge unserer Außenpolitik, die 
immer unglücklich enden, ohne daß dabei das Volk auch nur so urteilsfähig wäre, um die 
Verantwortlichen auch wirklich zur Verantwortung zu ziehen. Nein, man weiß nicht, was man 
tun soll. 

Ja, es gibt allerdings nicht wenige Menschen heute, die überhaupt glauben, daß man nichts tun 
dürfe. Sie fassen ihre Meinung dahin zusammen, daß Deutschland heute klug und 
zurückhaltend sein müsse, daß es sich nirgends engagieren dürfe, daß man die Entwicklung 
der Ereignisse wohl im Auge behalten müsse, allein selbst nicht daran teilzunehmen habe, um 
eines Tages dann die Rolle jenes lachenden Dritten zu übernehmen, der den Erfolg einheimst, 
während zwei andere streiten. 

Ja, ja, so klug und weise sind unsere heutigen bürgerlichen Staatskünstler. Ein politisches 
Urteil, das von keinerlei Kenntnis der Geschichte getrübt wird. Es gibt nicht wenige 
Sprichwörter, die für unser Volk zu einem wirklichen Fluch geworden sind. Z. B. Der 
Gescheitere gibt nach oder Kleider machen Leute oder Mit dem Hute in der Hand kommt man 
durchs ganze Land oder auch Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. 

[page 138] Im Völkerleben zumindest trifft dieses letzte Sprichwort nur ganz bedingt zu, 
[Und dies aus folgendem Grunde] nämlich dann, wenn sich zwei innerhalb eines Volkes 
aussichtslos streiten, dann kann ein Dritter, der außerhalb eines Volkes sich befindet, siegen. 
Im Leben der Völker untereinander werden aber immer den endgültigen Erfolg zu [sie] 
Staaten für sich haben, die bewußt streiten, weil nur im Streit die Möglichkeit der Zunahme 
ihrer Kraft liegt. Es gibt kein geschichtliches Ereignis auf der Welt, das nicht von zwei 
Standpunkten aus beurteilt werden könnte. Immer stehen den Neutralen auf der einen Seite 
die Interventionisten auf der anderen gegenüber. Und immer werden im allgemeinen die 
Neutralen den kürzeren ziehen, während die Interventionisten eher den Erfolg für sich 
beanspruchen können, daferne die Partie [note 88] eben nicht verliert, auf die sie setzen. 

Das heißt im Völkerleben folgendes: Wenn auf dieser Erde zwei Mächtige streiten, so können 
die umliegenden mehr oder weniger kleinen oder großen Staaten an diesem Kampf 
teilnehmen oder sich von ihm fernhalten. Im einen Fall ist die Möglichkeit eines Gewinns 
nicht ausgeschlossen, sofern die Teilnahme auf der Seite erfolgt, die den Sieg erringt. Ganz 
gleich aber wer siegt, niemals werden die Neutralen ein anderes Los haben, als das der 
Feindschaft mit dem übriggebliebenen Siegerstaat. Keiner der großen Staaten der Erde ist 
bisher emporgestiegen durch Neutralität als Prinzip des politischen Handelns, sondern nur 
durch Kampf. Wenn an sich auf der Erde überragende Machtstaaten sind, bleibt kleineren 
Völkern gar nichts anderes übrig, als auf ihre Zukunft entweder überhaupt zu verzichten oder 
unter dem Schutz günstiger Koalitionen mitzufechten und die eigene Kraft dabei zu 
vermehren. Denn die Rolle des lachenden Dritten setzt immer voraus, daß dieser Dritte schon 
eine Macht hat. Wer aber stets neutral ist, wird nie zu einer Macht gelangen. Denn so sehr die 
Macht eines Volkes auch in seinem inneren Wert liegt, so findet sie doch ihren letzten 
Ausdruck, in der durch den Willen dieses inneren Wertes geschaffenen organisatorischen 



Form der Kampfkräfte eines Volkes auf dem Schlachtfelde. Diese Form wird aber nie 
entstehen, wenn sie nicht von Zeit zu Zeit der praktischen Erprobung ausgesetzt wird. Die 
Ewigkeitswerte eines Volkes werden nur unter dem Schmiedehammer der Weltgeschichte zu 
jenem Stahl und Eisen, mit dem man dann Geschichte macht. Wer die Schlachten aber 
meidet, wird nie die Kraft erlangen, Schlachten zu schlagen. Und wer niemals Schlachten 
schlägt, wird nie der Erbe derjenigen sein, die im Schwertkampf miteinander ringen. Denn die 
bisherigen Erben der Weltgeschichte waren nicht etwa Völker feiger 
Neutralitätsauffassungen, sondern junge Völker des besseren Schwertes. Weder die Antike 
noch die mittelalterliche noch die neueste Zeit kennt auch nur ein Beispiel dafür, daß 
Machtstaaten anders entstanden wären, außer im dauernden Kampf. Die geschichtlichen 
Erbvölker aber sind bisher noch stets Staaten der Macht gewesen. Gewiß kann auch im 
Völker leben ein Dritter der Erbe sein, wenn zwei sich streiten, aber dann ist dieser Dritte eben 
von vorneherein schon die Macht, die bewußt zwei andere [page 139] streiten läßt, um sie 
dann ohne eigene große Opfer endgültig niederzuschlagen. Damit aber verliert die Neutralität 
den Charakter einer passiven Teilnahmslosigkeit an den Ereignissen überhaupt und nimmt 
statt dessen den einer bewußten politischen Operation an. Selbstverständlich wird keine kluge 
St aatsleitung einen Kampf beginnen, ohne die Größe des möglichen eigenen Einsatzes 
abzuwägen und zu vergleichen mit der Größe des Gegners. Allein sie wird, wenn sie die 
Unmöglichkeit erfaßt hat, gegen eine bestimmte Macht kämpfen zu können, dann umsomehr 
gezwungen sein, zu versuchen, mit dieser Macht gemeinsam zu kämpfen. Denn dann kann 
aus diesem gemeinsamen Kampf für den bisher Schwächeren einmal die Kraft erwachsen, um 
wenn notwendig auch gegen diesen die eigenen Lebensinteressen verfechten zu können. Man 
sage nun ja nicht, daß damit keine Macht ein Bündnis eingehen wird mit einem Staat, der 
einst vielleicht selbst eine Gefahr werden könnte. Bündnisse stellen keine politischen Zwecke, 
sondern nur Mittel zu den Zwecken dar. Man muß sich ihrer heute bedienen, auch wenn man 
lOOOmal weiß, daß die spätere Entwicklung möglicherweise zum Gegenteil führen kann. Es 
gibt keinen Bund mit Ewigkeitsdauer. Glücklich die Völker, die infolge des vollkommenen 
Auseinanderliegens ihrer Interessen für eine bestimmte Zeit in ein Bund es Verhältnis zu treten 
vermögen, ohne nach Aufhören desselben zu einem gegenseitigen Konflikt gezwungen zu 
sein. Immer aber wird besonders ein schwacher Staat, der aber zu Macht und Größe gelangen 
will, versuchen müssen, an den allgemeinen politischen Ereignissen der Weltgeschichte aktiv 
handelnd teilzunehmen. 

Als Preußen in seinen schlesischen Krieg eintrat, da war dies auch eine verhältnismäßig 
nebensächliche Erscheinung neben der gewaltigen Auseinandersetzung zwischen England 
und Frankreich, die damals bereits in vollen Fluß geraten war. Vielleicht könnte man 
Friedrich dem Großen den Vorwurf machen, englische Kastanien aus dem Feuer geholt zu 
haben. Würde aber jemals das Preußen entstanden sein, mit dem ein Bismarck ein neues 
deutsches Reich schaffen konigte, wenn damals auf dem Hohenzollernthron ein Fürst 
gesessen hätte, der in Erkenntnis der kommenden größeren Ereignisse der Weltgeschichte 
sein Preußen in frommer Neutralität erhalten hätte? Die drei schlesischen Kriege haben 
Preußen mehr gebracht als Schlesien. Auf diesen Schlachtfeldern wuchsen jene Regimenter 
heran, die in der Folgezeit die deutschen Fahnen von Weißenburg und Wörth bis nach Sedan 
trugen, um endlich im Spiegelsaal des Versailler Schlosses den neuen Kaiser des neuen 
Reiches zu begrüßen. Wohl war damals Preußen Kleinstaat, unbedeutend an Volkszahl und 
Raumgröße, allein indem dieser kleine Staat mitten hineinsprang in die großen Handlungen 
der Weltgeschichte, hat er sich die Legitimation geholt für die Gründung des späteren 
deutschen Reiches. 

Und einmal, dahaben in diesem preußischen Staat auch die Neutralisten gesiegt. Das war in 
der Periode Napoleons I. Damals glaubte man zunächst, Preußen neutral halten zu können, 



und wurde später mit der furchtbarsten Niederlage dafür bestraft. Und noch im Jahr 1812 
standen sich die beiden Auffassungen schroff [page 140] gegenüber. Die einen für Neutralität 
und die anderen, der Reichsfreiherr von [sie] Stein an ihrer Spitze, für Intervention. Daß im 
Jahre 1812 die Neutralisten gesiegt haben, hat Preußen und Deutschland unendliches Blut 
gekostet und unendliches Leid gebracht. Und daß endlich 1813 die Interventionisten 
durchdrangen, hat Preußen gerettet. 

Die deutlichste Antwort auf die Meinung, daß man durch Bewahrung einer vorsichtigen 
Neutralität als dritteMacht politische Erfolge erringen könne, hat der Weltkrieg gegeben. 
Was haben die Neutralen des Weltkrieges praktisch erreicht? Waren sie etwa die lachenden 
Dritten? Oder glaubt man, daß bei ähnlichem Ereignis Deutschland eine andere Rolle spielen 
würde? Man meine doch nicht, daß nur die Größe des Weltkrieges daran schuld gewesen sei. 
Nein, in der Zukunft werden alle Kriege, soweit sie die großen Nationen betreffen, 
Volkskriege in gigantischstem Umfange sein. Deutschland aber würde bei irgendeiner 
europäischen Auseinandersetzung in der Zukunft als neutraler Staat keine andere Bedeutung 
besitzen als Holland oder die Schweiz oder Dänemark usw. im Weltkrieg. Glaubt man dann 
wirklich, daß wir nach den Ereignissen aus nichts heraus die Kraft besitzen würden, gegen 
einen übriggebliebenen Sieger die Rolle zu spielen, die wir uns im Bunde mit einem der 
beiden Kämpfenden nicht zu spielen getrauten? 

Der Weltkrieg hat eines jedenfalls unzweideutig bewiesen: Wer in großen weltgeschichtlichen 
Auseinandersetzungen sich neutral verhält, vermag vielleicht zunächst kleine Geschäfte zu 
machen, er wird aber machtpolitisch damit auch endgültig von einer Mitbestimmung der 
Schicksale der Welt ausscheiden. 

Hätte die amerikanische Union im Weltkrieg ihre Neutralität bewahrt, so würde, ganz gleich, 
ob England oder Deutschland als Sieger hervorgegangen wäre, die amerikanische Union 
heute als Macht zweiten Ranges angesehen werden. Daß sie in den Kampf eintrat, hat sie 
maritim zur Stärke Englands emporgehoben, weltpolitisch aber zu einer Macht von 
ausschlaggebender Bedeutung gestempelt. Die Einschätzung der amerikanischen Union seit 
ihrem Eintritt in den Weltkrieg ist eine vollständig andere geworden. Es liegt in der Natur der 
Vergeßlichkeit der Menschheit, [zu vergessen] schon nach kurzer Zeit schon nicht mehr zu 
wissen, welche allgemeine Beurteilung ein Zustand wenige Jahre vorher gefunden hat. So wie 
wir aus den Reden vieler fremder Staatsmänner heute die vollkommene Außerachtlassung der 
früheren Größe Deutschlands herausspüren, so wenig vermögen wir umgekehrt das Ausmaß 
an Wertzuwachs abzuschätzen, den in unserem eigenen Urteil die amerikanische Union seit 
Eintritt in den Weltkrieg erfahren hat. 

Dies ist auch die staatsmännisch zwingendste Begründung für den Eintritt Italiens in den 
Krieg gegen seinen früheren Bundesgenossen. Hätte Italien diesen Schritt nicht vollzogen, so 
würde es heute ganz gleich, wie die Würfel gefallen wären, die Rolle Spaniens teilen. Daß es 
den ihm so sehr verargten Schritt zu aktiver Teilnahme am Weltkrieg vollzogen hat, brachte 
ihm eine Steigerung in seiner Position und eine Stärkung derselben, die ihren letzten 
bekrönenden [page 141] Ausdruck nun im Faschismus gefunden hat. Ohne Eintritt in den 
Krieg wäre auch dieser eine vollkommen undenkbare Erscheinung. 

Darüber kann der Deutsche verbittert oder nicht verbittert denken. Wichtig ist es, aus der 
Geschichte zu lernen, besonders aber dann, wenn ihre Lehren in so eindringlicher Weise zu 
uns sprechen. 

So ist der Glaube, durch eine vorsichtige zurückhaltende Neutralität gegenüber den sich 



entwickelnden Auseinandersetzungen in Europa und anderwärts eines Tages als lachender 
Dritter die Erfolge einheimsen zu können, falsch und töricht. Überhaupt erhält man die 
Freiheit weder durch Betteln noch durch Mogeln, auch nicht durch Arbeit und Fleiß, sondern 
ausschließlich durch Kampf, und zwar durch eigenen Kampf. Es ist dabei sehr leicht möglich, 
daß der Wille mehr gewogen wird als die Tat. Nicht selten haben Völker im Rahmen einer 
klugen Bündnispolitik Erfolge erzielt, die nicht im Verhältnis zum Erfolg ihrer Waffen 
standen. Allein das Schicksal mißt bei einem Volk, das sich kühn einsetzt, nicht immer nach 
dem Umfang der Taten, sondern sehr häufig nach der Größe des Willens. Die Geschichte der 
italienischen Einigung des 19. Jahrhunderte ist dafür bemerkenswert. Aber auch der Weltkrieg 
zeigt, wie eine ganze Anzahl von Staaten weniger durch ihre militärischen [Erfolge] 
Leistungen, als vielmehr durch die verwegene Kühnheit, mit der sie Partei ergriffen und durch 
die Beharrlichkeit, mit der sie durchgehalten hatten, außerordentliche politische Erfolge 
erzielen konnten. 

Deutschland muß unter allen Umständen, wenn es überhaupt seine Periode der Verknechtung 
durch alle beenden will, versuchen, aktiv in eine Mächtekombination einzudringen, um an der 
machtpolitischen künftigen Gestaltung des europäischen Lebens tätig mit Anteil zu nehmen. 

Der Einwand, daß eine solche Anteilnahme ein schweres Risiko in sich berge, ist richtig. Aber 
glaubt man denn wirklich, daß man, ohne ein Risiko zu übernehmen, überhaupt die Freiheit 
werde erlangen können? Oder meint man, daß es eine Tat der Weltgeschichte gegeben hat, die 
nicht mit einem Risiko verbunden gewesen wäre? War etwa der Entschluß Friedrichs des 
Großen zum ersten schlesischen Krieg mit keinem Risiko verknüpft? Oder war die Einigung 
Deutschlands durch Bismarck gefahrlos? Nein und tausendmal nein 1 Angefangen von der 
Geburt des Menschen bis zu seinem Tode ist alles fraglich. Was sicher erscheint ist nur der 
Tod allein. Gerade deshalb aber ist der letzte Einsatz nicht der schwerste, da er eines Tages so 
oder so gefordert wird. 

Natürlich ist es eine Frage der Staatsklugheit, den Einsatz so zu wählen, daß ein möglichst 
hoher Gewinn herauskommt. Aus Angst aber, vielleicht das falsche Pferd zu erwischen, 
überhaupt nicht zu setzen, heißt auf die Zukunft eines Volkes Verzicht leisten. Der Einwurf, 
daß ein solches Handeln dann den Charakter eines Vabanquespieles an sich habe, kann am 
leichtesten widerlegt werden durch den einfachen Hinweis auf die bisherige geschichtliche 
Erfahrung Unter Vabanquespiel versteht man ein Spiel, dessen Gewinnstmöglichkeiten [sie] 
von vorneherein [page 142] nur der Bestimmung des Zufalls unterliegen. Dies wird in der 
Politik nie der Fall sein. Denn so sehr auch die letzte Entscheidung im Dunkel der Zukunft 
liegt, so sehr baut sich die Überzeugung der Möglichkeit oder Unmöglichkeit eines Erfolges 
auf menschlich erkennbare Faktoren auf. Diese Faktoren abzuwägen, ist die Aufgabe der 
politischen Führung des Volkes [note 89]. Das Ergebnis dieser Überprüfung muß dann aber 
auch zu einem Entschlüsse führen. Dieser Entschluß entspringt damit einer eigenen Einsicht 
und wird getragen vom Glauben an den auf Grund dieser Einsicht möglichen Erfolg. Ich kann 
damit eine politische entscheidungsvolle Tat nur deshalb allein, weil ihr Ausgang nicht 
lOOprozentig sicher ist, so wenig als Vabanquespiel bezeichnen, als ich dies bei einer 
Operation, die von einem Arzt vorgenommen wird, tun darf, deren Ausgang ebenfalls nicht 
unbedingt erfolgreich sein muß. Es entsprach von jeher dem Wesen großer Männer, selbst 
zweifelhafte, im Erfolg unbestimmte Taten mit äußerster Energie durchzuführen, wenn die 
Notwendigkeit an sich vorlag und nach reiflichster Überprüfung aller Verhältnisse eben diese 
eine bestimmte Tat nur mehr in Frage kam. 

Die Verantwortungsfreudigkeit, im Völkerringen große Entschlüsse zu fassen, wird allerdings 
umso höher sein, je mehr die handelnden Menschen bei Betrachtung ihres Volkes zur 



Überzeugung kommen können, daß selbst ein Mißerfolg die Lebenskraft der Nation nicht 
zerstören wird können. Denn ein innerlich kerngesundes Volk wird auf die Dauer niemals 
durch Niederlagen auf dem Schlachtfelde ausgelöscht werden können. Soferne also ein Volk 
diese seine innere Gesundheit besitzt, unter Voraussetzung einer genügenden rassischen 
Bedeutung, wird der Mut zu schweren Operationen ein größerer sein können, da selbst das 
Mißlingen derselben noch lange nicht den Untergang eines solchen Volkes bedeuten würde 
[note 90]. Und hier hat Clausewitz recht, wenn er in seinem Bekenntnisse feststellt, daß bei 
einem gesunden Volk eine solche Niederlage immer wieder zu einer späteren Erhebung zu 
führen vermag, daß aber umgekehrt nur die feige Unterwerfung, also kampflose Ergebung in 
das Schicksal, zur endgültigen Zerstörung führen kann. Die Neutralität aber, die man heute als 
einzig mögliche Handlung unserem Volk anpreist, ist tatsächlich nichts anderes als die 
willenlose Ergebung in ein durch fremde Gewalten bestimmtes Schicksal. Und nur darin Hegt 
das Merkmal und die Möglichkeit unseres Verfalls. Hätte demgegenüber unser Volk selbst 
verfehlte [page 143] Versuche zur Freiheit unternommen, so würde schon in der Bekundung 
dieser Gesinnung ein Faktor liegen, der der Lebenskraft unseres Volkes zugute käme. Denn 
man sage nicht, daß es Staat spolitische Klugheit sei, die uns vor solchen Schritten zurückhalte. 
Nein, erbärmliche Feigheit und Gesinnungslosigkeit ist es, die man in diesem Falle, wie so oft 
in der Geschichte mit Klugheit zu verwechseln versucht. Selbstverständlich kann ein Volk 
unter dem Druck fremder Gewalten unter Umständen gezwungen sein, jahrelang eine fremde 
Unterdrückung auf sich nehmen zu müssen. Allein so wenig ein Volk dann äußerlich gegen 
übermächtige Gewalten etwas ernstliches auszurichten vermag, so sehr wird aber sein inneres 
Leben nach Freiheit dringen und nichts unversucht lassen, was geeignet sein könnte, den 
augenblicklich gegebenen Zustand eines Tages unter Einsatz der gesamten Kraft eines 
solchen Volkes zu ändern. Man wird dann das Joch fremder Eroberer ertragen, aber mit 
geballten Fäusten und knirschenden Zähnen auf die Stunde lauern, die die erste Möglichkeit 
gibt, sich des Tyrannen zu entledigen. So etwas kann unter dem Druck der Verhältnisse 
möglich, sein. Was sich aber heute als staatspolitische Klugheit präsentiert, ist tatsächlich ein 
Geist der freiwilligen Unterwerfung, des gesinnungslosen Verzichts auf jeden Widerstand, ja 
der schamlosen Verfolgung derjenigen, die an einen solchen Widerstand zu denken wagen 
und deren Arbeit ersichtlich der Wiedererhebung ihres Volkes dienen könnte. Es ist der Geist 
der inneren Selb Stabrüstung, der Zerstörung aller moralischen Faktoren, die einst einer 
Wiedererstehung dieses Volkes und Staates dienen könnten, und dieser Geist kann sich 
wirklich nicht als staatspolitische Klugheit aufspielen, denn er ist tatsächlich 
Staats vernichtende Ehrlosigkeit. 

Und dieser Geist muß allerdings jeden Versuch einer aktiven Beteiligung unseres Volkes an 
der kommenden europäischen Entwicklung hassen, weil ja schon im bloßen Versuch einer 
solchen Mitwirkung die Notwendigkeit des Kampfes gegen diesen Geist hegt. 

Wenn aber eine Staatsleitung von der Fäulnis dieses Geistes angegriffen erscheint, dann ist es 
die Aufgabe der die wirklichen Lebenskräfte eines Volkes wahrnehmenden und vertretenden 
und damit repräsentierenden Opposition, [die Erziehung] den Kampf für die nationale 
Erhebung und dadurch für die nationale Ehre auf ihre Fahnen zu schreiben. Sie darf sich dann 
nicht einschüchtern lassen, durch die Behauptung, daß die Außenpolitik Aufgabe der 
verantwortlichen Staatsleitung wäre, da es eine solche verantwortliche Leitung dann längst 
nicht mehr gibt, sondern sie muß sich demgegenüber bekennen zur Auffassung, daß es außer 
[von formalen Regierungen auch ewige] den formalen Rechten der jeweiligen Regierungen 
ewige Verpflichtungen gibt, die jeden Angehörigen eines Volkes zwingen, für die Existenz 
der Volksgemeinschaft das erkannt Notwendige zu tun [note 91]. Auch wenn dies tausendmal 
im Gegensatz steht zu den Absichten schlechter und unfähiger Regierungen. 



Daher hätte heute gerade in Deutschland die sogenannte nationale Opposition [page 144] die 
höchste Verpflichtung, angesichts der Nichtswürdigkeit der allgemeinen Führung unseres 
Volkes ein außenpolitisch klares Ziel zu setzen und unser Volk für die Durchführung dies er 
Gedanken vorzubereiten und zu erziehen. Sie muß in erster Linie schärfsten Krieg ansagen 
der heute weit verbreiteten Hoffnung, durch tätige Mitarbeit am Völkerbund an unserem 
Schicksal etwas ändern zu können. Überhaupt hat sie dafür zu sorgen, daß unser Volk 
langsam erkennt, daß man nicht die Besserung der deutschen Lage von Institutionen erwarten 
darf, deren Vertreter die Interessenten unseres heutigen Unglücks [note 92]. Sie muß ferner 
die Überzeugung vertiefen, daß ohne Wiedererringung der deutschen Freiheit alle sozialen 
Hoffnungen utopistische Versprechungen ohne jeden realen Wert sind. Sie muß ferner unser 
Volk zur Erkenntnis bringen, daß für diese Freiheit so oder so nur der Einsatz der eigenen 
Kraft in Frage kommt. Daß mithin unsere gesamte Innen- und Außenpolitik eine solche sein 
muß, unter deren Wirksamkeit die innere Kraft unseres Volkes wächst und zunimmt. Und sie 
muß endlich das Volk aufklären, daß dieser Krafteinsatz für ein wirklich wertvolles Ziel 
erfolgen muß und daß wir zu dem Zweck nicht allein dem Schicksal entgegentreten können, 
sondern Verbündete nötig haben werden. 

Kapitel 12. Deutschlands politische Lage 



[page 145] Für die Frage der künftigen Gestaltung der deutschen Außenpolitik ist, abgesehen 
von der inneren Kraft unseres Volkes, seiner charakterlichen Stärke und Einschätzung, die 
Größe seines möglichen militärischen Einsatzes sowie das Verhältnis dieser Machtmittel zu 
denen der umliegenden Staaten von ausschlaggebender Bedeutung. 

Über die moralische innere Schwäche unseres Volkes von heute brauche ich mich in diesem 
Werke nicht weiter auszulassen. Unsere allgemeinen Schwächen, die teils blutsmäßig 
begründete sind, teils im Wesen unserer heutigen Staatsorganisation liegen oder dem Wirken 
unserer schlechten Führung zugeschrieben werden müssen, sind vielleicht weniger der 
deutschen Öffentlichkeit als leider der übrigen Welt nur zu gut bekannt. Ein großer Teil der 
Maßnahmen unserer Unterdrücker fällt auf die Erkenntnis dieser Schwächen. Allein bei aller 
Anerkennung der tatsächlichen Zustände darf doch nie vergessen werden, daß dasselbe Volk 
von heute noch vor kaum 10 Jahren geschichtlich unvergleichliche Leistungen vollbracht hat 
[note 93]. Das deutsche Volk, das augenblicklich einen so betrübenden Eindruck hinterläßt, 
hat nichtsdestoweniger seinen gewaltigen Wert in der Weltgeschichte öfter als einmal 
bewiesen. Der Weltkrieg selbst ist das ruhmvollste Zeugnis für den Heldensinn und Opfermut 
unseres Volkes, für seine todesmutige Disziplin und für seine geniale Fähigkeit auf tausend 
und abertausend Gebieten der Organisation seines Lebens. Auch seine rein militärische 
Führung hat unsterbliche Erfolge erzielt. Nur die politische Leitung hatte versagt. Sie war 
schon die Vorläufer in der heute noch um soviel schlechteren. 

So mögen die inneren Qualitäten unseres Volkes heute tausendmal unbefriedigende sein, sie 
werden aber mit einem Schlage ein anderes Bild ergeben, sowie eine andere Faust einst den 
Ereignissen in die Zügel fallen wird, um unser Volk aus seinem heutigen Verfall wieder 
herauszuführen. 

Wie wundervoll die Wandlungsfähigkeit gerade unseres Volkes ist, sehen wir an unserer 
Geschichte. Preußen 1806 und Preußen 1813. Welch ein Unterschied. 1806 der Staat der 



traurigsten Kapitulation an allen Ecken und Enden, einer unerhörten Erbärmlichkeit der 
bürgerlichen Gesinnung, und. 1813 der Staat des glühendsten Hasses gegen die 
Fremdherrschaft und des patriotischesten Opfersinnes für das eigene Volk, des 
heldenmütigsten Kampfwillens für die Freiheit. Was hat sich damals nun in Wahrheit 
geändert? Das Volk? Nein, es ist im inneren Wesen dasselbe geblieben wie vordem, nur seine 
Führung war in andere Hände gekommen. Der Schwächlichkeit der preußischen Staatsleitung 
in der [page 146] nachfriderizianischen Periode, der verknöcherten und veralteten Führung 
des Heeres war nun ein neuer Geist gefolgt. Freiherr von [sie] Stein und Gneisenau, 
Scharnhorst, Clausewitz und Blücher waren die Repräsentanten des neuen Preußens. Und die 
Welt hat in wenigen Monaten wieder vergessen gehabt, daß dieses Preußen 7 Jahre vordem 
ein Jena erlebte. 

Und war es etwa vor der neuen Reichs gründun g anders? Noch kaum ein Jahrzehnt hatte 
genügt, um aus dem deutschen Verfall, der deutschen Uneinigkeit und der allgemeinen 
politischen Ehrlosigkeit ein neues Reich hervorgehen zu lassen, das die kraftvollste 
Verkörperung deutscher Macht und Herrlichkeit in den Augen vieler zu sein schien. Ein 
einziger überragender Kopf hat im Kampf gegen die Mittelmäßigkeit der Majoritäten dem 
deutschen Genius wieder die Freiheit seiner Entwicklung gegeben. Man denke sich Bismarck 
hinweg aus unserer Geschichte und nur die erbärmliche Mittelmäßigkeit würde die Zeit 
ausfüllen, die für unser Volk die glorreichste seit Jahrhunderten gewesen ist. 

So wie das deutsche Volk in wenigen Jahren von seiner unerhörten Größe durch die 
Mittelmäßigkeit seiner Führung heruntergestürzt werden konnte in sein heutiges Chaos, so 
kann es durch eine eiserne Faust auch wieder emporgerissen werden. Sein innerer Wert wird 
dann vor aller Welt so sichtbar in Erscheinung treten, daß schon die Tatsache seiner Existenz 
zu seiner Beachtung und Einschätzung dieses Faktums zwingen muß. 

Wenn dieser Wert aber zunächst ein schlummernder ist, dann ist es erst recht notwendig, sich 
über den augenblicklich vorhandenen realen Machtwert Deutschlands Klarheit zu 
verschaffen. 

Ich habe schon versucht, ein kurzes Bild des augenblicklichen deutschen militärischen 
Machtinstruments, der Reichswehr, zu zeichnen. Ich will an dieser Stelle die allgemeine 
militärische Lage Deutschlands im Verhältnis zur umliegenden Welt skizzieren. 

Deutschland ist zur Zeit von drei M achtfaktoren oder Machtgruppen umgeben. 

England, Rußland und Frankreich sind augenblicklich die militärisch bedrohlichsten Anrainer 
Deutschlands. Dabei erscheint die französische Macht gestärkt durch ein System europäischer 
Bündnisse, das von Paris aus über Warschau, Prag nach Belgrad reicht. 

Deutschland hegt zwischen diesen Staaten mit vollständig off eneh Grenzen eingekeilt. Das 
besonders Bedrohliche dabei ist, daß die Westgrenze des Reiches durch Deutschlands größtes 
Industriegebiet verläuft. [Daß weiter die Küstenlinie schutzlos dem gesamten Überseehandel 
auf wenige] Diese Westgrenze bietet aber auch infolge ihrer Länge und des Mangels aller 
wirklichen natürlichen Hindernisse nur wenig Möglichkeiten zu einer Verteidigung durch 
einen Staat, dessen militärische Machtmittel auf das Alleräußerste begrenzt erscheinen. [Der 
Versuch, den Rhein als eine militärische Widerstandslinie] Auch der Rhein kann nicht als 
eine militärisch wirkungsvolle Widerstandslinie aufgefaßt werden. Nicht nur, daß 
Deutschland die Möglichkeit durch die [page 147] Friedensverträge genommen ist, die 
notwendigen technischen Vorbereitungen hiefür zu treffen, bietet der Strom selbst dem 



Übergang modern ausgerüsteter Armeen um so weniger Hindernisse, als die geringen Mittel, 
einer deutschen Abwehr auf eine zu lange Front verzettelt werden müßten. Dazu kommt noch, 
daß dieser Strom durch Deutschlands größtes Industriegebiet läuft und mithin ein Kampf um 
ihn von vorneherein die Vernichtung der technisch für die Nationalverteidigung wichtigsten 
Industrieorte und Fabriken bedeuten würde. Käme aber infolge eines deutsch-französischen 
Konflikts die Tschechoslowakei als weiterer Gegner für Deutschland in Frage, dann wäre ein 
zweites großes Industriegebiet, das der Kriegführung industriell dienen könnte, der höchsten 
Kriegsgefahr ausgesetzt, Sachsen. Auch hier läuft die Grenze natürlich ungeschützt bis 
herunter nach Bayern, so weit und offen, daß ein erfolgversprechender Widerstand kaum in 
Frage käme. Würde an einem solchen Kampfe auch Polen teilnehmen, dann wäre weiter die 
gesamte Ostgrenze, abgesehen von wenigen ungenügenden Festungswerken, ebenfalls 
schutzlos dem Angriff geöffnet. 

Während also einerseits die deutschen Grenzen militärisch ungeschützt und offen in langen 
Linien von Gegnern umsäumt sind, ist besonders unsere Nordseeküste klein und beengt. Die 
maritimen Machtmittel zu ihrem Schutz sind lächer liehe und an sich vollständig wertlose. Das 
Kriegs schiff material, das wir heute unser eigen nennen, ist angefangen von unseren 
sogenannten Schlachtschiffen höchstens Scheiben material für feindliche Schießübungen. Den 
paar neuerbauten, an sich modernen leichten Kreuzern kommt ein ausschlaggebender, ja auch 
nur irgendwie in Erscheinung tretender Wert nicht zu. Selbst für die Ostsee ist die uns 
zugestandene Flotte ungenügend. Alles in allem ist der einzige Wert unserer Flotte höchstens 
der einer schwimmenden Schieß schule [note 94]. 

Damit ist im Falle eines Konfliktes mit irgendeiner Seemacht nicht nur der deutsche Handel 
augenblicklich beendet, sondern auch die Gefahr von Landungen gegeben. 

Die ganze Ungunst unserer militärischen Lage ergibt sich dabei noch aus folgender 
Betrachtung: 

Die Reichshauptstadt Berlin ist von der polnischen Grenze knapp 175 km entfernt. Sie Hegt 
von der nächsten tschechischen Grenze knapp 190 km, ebensoweit ist die Luftlinie nach 
Wismar und zum Stettiner Haff. Das heißt also, daß von [page 148] diesen Grenzen aus 
Berlin mit modernen Flugzeugen in noch nicht einmal 1 Stunde erreicht werden kann. Zieht 
man in 60 km Entfernung östlich des Rheines eine Linie, so liegt innerhalb ihr fast das 
gesamte westdeutsche Industriegebiet. Von Frankfurt bis Dortmund gibt es kaum einen 
größeren deutschen Industrieort, der nicht innerhalb dieser Zone liegt. Solange Frankreich 
einen Teil des Unken Rheinufers besetzt hat [note 95], ist es damit in der Lage, in kaum 30 
Minuten durch Flugzeuge bis in das Herz unseres westdeutschen Industriegebietes 
vorzustoßen. Ebensoweit wie Berlin von der polnischen und tschechischen Grenze hegt 
München von der tschechischen Grenze entfernt. Tschechische Militärflugzeuge würden 
ungefähr 60 Minuten brauchen, um München zu erreichen, 40 Minuten, um Nürnberg, 30 
Minuten um Regensburg zu erreichen, ja selbst Augsburg hegt erst 200 km von der 
tschechischen Grenze entfernt und könnte mithin mit heutigen Flugzeugen ebenfalls in knapp 
einer Stunde leicht erreicht werden. Fast ebensoweit, als aber Augsburg in der Luftlinie von 
der tschechischen Grenze entfernt ist, ist seine Entfernung von der französischen Grenze. Von 
Augsburg bis Straßburg ist die Luftlinie 230 km, bis zur nächsten französischen Grenze aber 
nur 210 km. Damit hegt auch Augsburg innerhalb einer Zone, die im Verlauf von einer 
Stunde von feindlichen Flugzeugen erreicht worden kann. Ja, wenn wir die deutsche Grenze 
von diesem Gesichtspunkt aus untersuchen, dann stollt sich heraus, daß innerhalb einer 
Stunde Flugzeit erreicht werden kann: Das gesamte Industriegebiet im Westen Deutschlands 
einschließlich Osnabrück, Bielefeld, Kassel, Würzburg, Stuttgart, Um, Augsburg. Im Osten: 



München, Augsburg, Würzburg, Magdeburg, Berlin, Stettin. Mit anderen Worten, es gibt bei 
der heutigen Lage der deutschen Grenzen nur mehr ein ganz kleines, wenige 
Quadratkilometer umfassendes Gebiet, das nicht innerhalb der ersten Stunde bereits den 
Besuch feindlicher Flugzeuge erhalten könnte. 

Als gefähr lichster Gegner kommt dabei Frankreich in Betracht, weil dieses dank seiner 
Bündnisse allein in der Lage ist, schon eine Stunde nach Ausbruch eines Konflikts fast ganz 
Deutschland mit Flugzeugen bedrohen zu können. 

Die militärischen Gegenwirkungen Deutschlands gegen die Anwendung dieser Waffe sind zur 
Zeit alles in allem genommen gleich Null. 

Schon diese einzige Betrachtung zeigt die trostlose Lage, in die ein deutscher Widerstand auf 
sich selbst allein gestellt, gegen Frankreich sofort geraten müßte. Wer selbst im Felde den 
Einwirkungen feindlicher Fliegerangriffe oft ausgesetzt gewesen ist, weiß am besten 
besonders die moralischen Wirkungen abzuschätzen, die davon ausgehen. 

Aber auch Hamburg und Bremen, überhaupt unsere gesamten Küstenstädte würden heute 
diesem Schicksale nicht mehr entgehen, seit die großen Marinen durch Flugzeugmutterschiffe 
die Möglichkeit besitzen, schwimmende Landungsplätze in große Küstennähe bringen zu 
können. 

Allein nicht nur Flugzeugangriffen hat Deutschland heute keine technisch [page 149] 
wirksamen Waffen in genügendäm Umfange entgegenzusetzen. Auch sonst ist die rein 
technische Ausrüstung unserer kleinen Reichswehr der unserer Gegner aussichtslos 
unterlegen. Der Mangel an schwerer Artillerie würde noch leichter verschmerzt werden 
können als der Mangel einer wirklich erfolgversprechenden Abwehrmöglichkeit gegen die 
Tankwaffen. Wenn Deutschland heute gegen Frankreich und seine Verbündeten in einen 
Krieg hineingestoßen würde, ohne daß es vorher in der Lage wäre, wenigstens die 
allernotwendigsten Vorbereitungen einer Abwehr treffen zu können, dann würde in wenigen 
Tagen auf Grund der rein technischen Überlegenheit unserer Gegner die Entscheidung 
gefallen sein. Im Kampfe selbst könnten die Maßnahmen nicht mehr vorbereitet werden, die 
zur Abwehr eines solchen feindlichen Angriffs erforderlich wären. 

Auch die Meinung, durch improvisatorische Mittel wenigstens eine gewisse Zeit lang 
Widerstand leisten zu können, ist falsch, denn zu diesen Improvisationen braucht man eben 
schon eine gewisse Zeit, die aber im Falle eines Konflikts nicht mehr gegeben erscheint. Denn 
die Ereignisse würden schneller rollen und Tatsachen dabei schaffen, als daß uns noch die 
Zeit übrig bliebe, gegen diese Ereignisse Gegenmaßnahmen zu organisieren. 

Daher können wir auch die außenpolitischen Möglichkeiten von was auch immer für einer 
Seite betrachten, ein Fall scheidet für Deutschland grundsätzlich aus: Man wird niemals 
gestützt nur auf die eigenen militärischen Machtmittel gegen die zur Zeit in Europa 
mobilisierten Kräfte vorzugehen vermögen. Jede Kombination, die Deutschland, ohne ihm 
vorher die Möglichkeit einer gründlichen Vorbereitung zu geben, in Konflikt mit Frankreich, 
England, Polen, Tschechoslowakei usw. bringt, fällt damit weg. 

Diese grundsätzliche Erkenntnis ist deshalb wichtig, weil es bei uns in Deutschland auch 
heute noch gutgesinnte nationale Männer gibt, die in allem Ernste glauben, für ein 
Zusammengehen mit Rußland eingehen zu müssen. 



Schon rein militärisch betrachtet, ist ein solcher Gedanke undurchführbar oder für 
Deutschland verhängnisvoll. 

So wie vor dem Jahre 1914 können mir auch heute als unbedingt feststehend immer 
annehmen, daß bei jedem Konflikt, in den Deutschland verwickelt wird, ganz gleich aus 
welchen Gründen heraus und ganz gleich aus welchen Veranlassungen, Frankreich immer 
unser Gegner sein wird. Mögen in der Zukunft was immer für europäische Kombinationen 
auftreten, so wird Frankreich stets an der Deutschland feindlichen mitwirken. Es liegt dies im 
traditionell verankerten Sinn der französischen Außenpolitik. Es ist falsch zu glauben, daß der 
Kriegsaus gang daran etwas geändert hat. Im Gegenteil. Der Weltkrieghat für Frankreich 
nicht die restlose Erfüllung des ihm vorschwebenden Kriegszieles erbracht [note 96]. Denn 
dieses Ziel war keineswegs nur die Wiedergewinnung von Elsaß-Lothringen, sondern im 
Gegenteil, Elsaß- Lothringen selbst stellt nur einen kleinen [page 150] Schritt in der Richtung 
nach dem französischen außenpolitischen Ziel dar. Daß der Besitz von Elsaß-Lothringen 
keineswegs die aggressiven gegen Deutschland gerichteten Tendenzen der französischen 
Politik aufhebt, beweist ain schlagendsten die Tatsache, daß ja auch in der Zeit, in der 
Frankreich Elsaß-Lothringen schon besaß, nichtsdestoweniger die gegen Deutschland 
gerichtete Tendenz der französischen außenpolitischen Einstellung vorhanden war. Das Jahr 
1870 hat klarer gezeigt, was Frankreich im letzten Grunde beabsichtigt, als das Jahr 1914. 
Damals fühlte man keine Veranlassung, den offensiven Charakter der französischen 
Außenpolitik zu verschleiern. Im Jahre 1914 aber hielt man es, vielleicht gewitzigt durch die 
Erfahrungen, vielleicht auch beeinflußt durch England, für richtiger, allgemeine 
Menschheitsideale auf der einen Seite aufzustellen und auf der anderen sein Ziel auf Elsaß- 
Lothringen zu beschränken. Diese taktischen Rücksichten bedeuten damit aber nicht im 
geringsten eine innere Abkehr von den einstigen Zielen der französischen Außenpolitik, 
sondern nur eine Verschleierung derselben. Nach wie vor ist der leitende Gedanke der 
französischen Außenpolitik der der Eroberung der Rhein grenze, wobei man als besten Schutz 
dieser Grenze die Zerfetzung Deutschlands in möglichst lose zueinander stehende 
Einzelstaaten ansieht. Daß diese dadurch erreichte europäische Sicherung Frankreichs der 
Erfüllung größerer weltpolitischer Ziele dienen soll, endet [note 97] nichts daran, daß für 
Deutschland diese französischen kontinentalpolitischen Absichten eine Frage über Leben und 
Tod sind. 

Tatsächlich hat ja auch Frankreich nie an einer Koalition teilgenommen, bei der irgendwie 
deutsche Interessen mit gefördert worden wären. In den letzten 300 Jahren ist Deutschland 
insgesamt bis zum Jahre 1870 29mal von Frankreich überfallen worden. Eine Tatsache, die 
Bismarck bewog, am Abend der Schlacht von Sedan dem französischen General Wimpffen 
auf das schärfste entgegenzutreten, als dieser versuchte, Milderungen der 
Kapitulationsbedingungen zu erreichen. Es war damals Bismarck, der auf die Äußerung, 
Frankreich würde ein Entgegenkommen Deutschlands nicht vergessen, sondern in aller 
Zukunft eine dankbare Erinnerung bewahren, sofort auffuhr und dem französischen 
Unterhändler die harten, nackten Tatsachen der Geschichte entgegenhielt, indem er dem Sinne 
nach betonte, daß Frankreich Deutschland in den letzten 300 Jahren so oft angegriffen habe, 
ganz gleich von welchen Regierun gs Systemen es beherrscht gewesen sei, daß er auch für alle 
Zukunft die Überzeugung habe, daß ganz gleich, wie die Kapitulation formuliert würde, 
Frankreich Deutschland sofort erneut anfallen werde, sowie es sich seiner durch eigene Kraft 
oder durch die Kraft von Bündnissen dazu stark genug fühle. 

Bismarck hat die französische Mentalität damit richtiger eingeschätzt als unsere heutigen 
politischen Leiter Deutschlands. Er konnte dies auch tun, weil er, der selbst ein politisches 



Ziel im Auge hatte, auch inneres Verständnis für die politische Zielsetzung anderer besitzen 
konnte. Für Bismarck stand die Absicht der französischen [page 151] Außenpolitik klar fest. 
Unseren heutigen sogenannten Staatsmännern aber ist sie unverständlich, weil ihnen auch 
selbst jeder klare politische Gedanke fehlt. 

Hätte übrigens Frankreich anläßlich seines Eintritts in den Weltkrieg nur die Absicht einer 
Wieder erringung Elsaß-Lothringens als bestimmendes Ziel gehabt, dann würde die Energie 
der französischen Kriegfährung nicht annähernd so gewesen sein, wie sie war. Besonders die 
politische Leitung aber hätte sich dann nicht zu einer Entschlußkraft durchgerungen, die 
während mancher Situationen während des Weltkrieges der höchsten Bewunderung würdig 
erscheint. Es lag aber im Wesen dieses größten Koalitionskrieges aller Zeiten, daß eine 
restlose Erfüllung aller Wünsche um so weniger möglich war, als die inneren Interessen der 
an ihm teilnehmenden Nationen selbst sehr große Gegensätze aufzuweisen hatten. [Den 
französ. Wunsch] Der französischen Absicht einer vollständigen Auslöschung Deutschlands 
in Europa stand immer noch der englische Wunsch entgegen, eine französische unbedingte 
Hegemoniestellung genauso zu verhindern wie eine solche Deutschlands. 

Wichtig für die Beschneidung der französischen Kriegsabsichten war dabei, daß der deutsche 
Zusammenbruch unter Formen erfolgte, die die ganze Größe der Katastrophe der 
Öffentlichkeit zunächst noch nicht zum vollen Bewußtsein kommen ließen. Man hatte in 
Frankreich den deutschen Grenadier in einer Weise kennengelernt, daß man nur mit Bedenken 
einer Möglichkeit entgegenzublicken vermochte, die vielleicht Frankreich gezwungen haben 
würde, allein für die Erfüllung seines letzten politischen Zieles einzutreten. Als man später 
aber unter dem Eindruck der nun allgemein sichtbar gewordenen inneren Niederlage 
Deutschlands zu solchem Handeln entschlossen gewesen wäre, dahatte sich die 
Kriegspsychose der anderen Welt doch schon so weit gelegt, daß ohne Widerspruch von 
Seiten der bisherigen Verbündeten eine alleinige Aktion Frankreichs von so großen 
Schluß absichten nicht mehr durchgeführt hätte werden können. 

Damit ist aber nun nicht gesagt, daß Frankreich auf sein Ziel verzichtet. Im Gegenteil, es wird 
beharrlich wie bisher versuchen, in der Zukunft zu erreichen, was die Gegenwart verhinderte. 
Frankreich wird auch in aller Zukunft, sobald es sieh aus eigener Kraft oder durch die Kraft 
von Bündnissen dazu fähig fühlt, Deutschland aufzulösen trachten, sowie das Rheinufer zu 
besetzen suchen, um auf diese Weise die französische Kraft an anderen Stellen im Rücken 
unbedroht einsetzen zu können. Daß dabei Frankreich nicht im geringsten in seinen Absichten 
irritiert wird durch Änderungen der deutschen Regierungsformen, ist um so verständlicher, als 
das französische Volk selbst ja auch ohne Rücksicht auf seine jeweiligen Verfassungen 
gleichmäßig seinen außenpolitischen Ideen anhängt. Ein Volk, das selbst ganz ohne Rücksicht 
darauf, ob es Republik oder Monarchie, bürgerliche Demokratie oder Jakobinischen Terror 
zum Regenten hat, immer ein bestimmtes außenpolitisches Ziel verfolgt, wird kein 
Verständnis dafür besitzen, daß ein anderes Volk vielleicht durch den Wechsel seiner 
Regierungsformen auch einen Wechsel seiner außenpolitischen Ziele vornehmen könnte. 
Daher wird [page 152] sich an der Einstellung Frankreichs zu Deutschland auch nichts 
ändern, ganz gleich ob in Deutschland ein Kaiserreich oder eine Republik die Nation vertritt, 
oder ob selbst sozialistischer Terror den Staat beherrschen würde. 

Selbstverständlich steht Frankreich den inneren deutschen Vorgängen nicht gleichgültig 
gegenüber, allein seine Einstellung wird dabei nur bestimmt von der Wahrscheinlichkeit eines 
größeren Erfolges, also einer Erleichterung seines außenpolitischen Handelns durch eine 
bestimmte deutsche Regierun gs form. Frankreich wird Deutschland die Verfassung wünschen, 
die für Frankreich den wenigsten Widerstand bei der Vernichtung Deutschlands erwarten läßt. 



Wenn daher die deutsche Republik, als besonderes Zeichen ihres Wertes die französische 
Freundschaft anzuführen versucht, dann ist dies in Wirklichkeit das vernichtendste 
Armutszeugnis für sie. Denn nur weil sie dann von Frankreich als arm an Werten für 
Deutschland angesehen wird, wird sie in Paris begrüßt. Keineswegs aber ist damit gesagt, daß 
Frankreich dieser deutschen Republik anders gegenübertreten wird als analogen 
Schwächezuständen unseres staatlichen Daseins in vergangenen Zeiten. Man hebte an der 
Seine immer mehr die deutsche, Schwäche als die deutsche Stärke, weil sie einen leichteren 
Erfolg der außenpolitischen Tätigkeit Frankreichs zu gewährleisten schien. 

Diese französische Tendenz wird auch keineswegs abgeändert werden durch die Tatsache, 
daß das französische Volk einen Raummangel nicht besitzt. Denn in Frankreich ist seit 
Jahrhunderten die Politik, am wenigsten durch rein wirtschaftliche Nöte bestimmt worden, als 
vielmehr durch Momente des Gefühls. Frankreich ist ein klassisches Beispiel dafür, daß der 
Sinn einer gesunden Bodeneroberungspolitik auch leicht ins Gegenteil ausschlagen kann, 
sowie völkische Grundsätze dabei nicht mehr bestimmend sind und an ihre Stelle dafür 
sogenannte staatlich-nationale treten. Der französisch-nationale Chauvinismus hat sieh von 
völkischen Gesichtspunkten so weit entfernt, daß man um der Befriedigungeines reinen 
Machtkitzels willen das eigene Blut vernegern läßt, nur uni zahlenmäßig den Charakter einer 
Grandnation aufrecht zu erhalten. Frankreich wird daher auch so lange ein ewiger 
Weltstörenfried sein, solange nicht eines Tages eine entscheidende und gründliche Belehrung 
dieses Volkes vorgenommen wird. Im übrigen hat niemand besser den Charakter der 
französischen Eitelkeit charakterisiert als Schopenhauer mit seinem Ausspruch: Afrika hat 
seine Affen und Europa seine Franzosen. 

Aus dieser Mischung von Eitelkeit und Größenwahn hat die französische Außenpolitik stets 
ihren inneren Antrieb erhalten. Wer will in Deutschland hoffen und erwarten, daß, je mehr 
Frankreich infolge seiner allgemeinen Verniggerung dem vernünftigen klaren Denken 
entfremdet wird, es dennoch eines Tages einen Wandel seiner Gesinnung und seiner 
Absichten gegen Deutschland vornehmen werde? 

Nein, ganz gleich, wie die nächste Entwicklung in Europa verlaufen wird, immer wird 
Frankreich dabei versuchen unter Ausnützung der jeweiligen deutschen Schwäche und aller 
ihm zur Verfügung stehenden diplomatischen und [page 153] militärischen Möglichkeiten 
uns Schaden zuzufügen und unser Volk zu entzweien, um es endlich wieder zu einer 
vollkommenen Auflösung bringen zu können. 

Damit verbietet sich für Deutschland aber von selbst jede europäische Koalition, die nicht 
eine Bindung Frankreichs bedeutet. 

An sich ist der Glaube an eine deutsch-russische Verständigung phantastisch, solange in 
Rußland ein Regiment herrscht, das von dem einzigen Bestreben erfüllt ist, die 
bolschewistische Vergiftung auf Deutschland zu übertragen [note 98]. Wenn daher 
kommunistische Elemente für ein deutsch-russisches Bündnis agitieren, dann ist dies 
natürlich. Mit Recht hoffen sie dabei, Deutschland selbst dem Bolschewismus zuführen zu 
können. Unverständlich ist es aber, wenn nationale Deutsche glauben, zu einer Verständigung 
mit einem Staat gelangen zu können, dessen höchstes Interesse die Vernichtung gerade dieses 
nationalen Deutschland mit ist. Es ist selbstverständlich, daß, wenn heute ein solches Bündnis 
endgültig zustandekäme, sein Ergebnis die restlose Herrschaft des Judentums in Deutschland 
genauso sein würde wie in Rußland. Die Meinung, mit diesem Rußland einen Kampf gegen 
die kapitalistische, westeuropäische Welt aufführen zu können, ist ebenfalls unverständlich. 
Denn erstens ist das heutige Rußland alles andere eher als ein antikapitalistischer Staat. Es ist 



allerdings ein Land, das seine eigene nationale Wirtschaft vernichtet hat, aber doch nur, um 
dem internationalen Finanzkapital die Möglichkeit einer absoluten Beherrschung zu gewähren 
[note 99]. Würde dies nicht so sein, wie käme denn dann aber zweitens geradezu [note 100] 
kapitalistische Welt in Deutschland dazu, für ein solches Bündnis Stellung zu nehmen? Es 
sind doch die jüdischen Presseorgane der ausgesprochensten Börseninteressen, die in 
Deutschland für ein deutsch-russisches Bündnis eintreten. Glaubt man wirklich, daß das 
Berliner Tagblatt oder die Frankfurter Zeitung und daß alle ihre illustrierten Blätter in mehr, 
oder minder offener Form für das bolschewistische Rußland sprechen, weil dieses ein 
antikapitalistischer Staat sei? Es ist immer ein Fluch, wenn in politischen Dingen der Wunsch 
zum Vater des Gedankens wird. 

Allerdings wäre es denkbar, daß in Rußland selbst ein innerer Wandel innerhalb der 
bolschewistischen Welt insoferne eintritt, als das jüdische Element vielleicht durch ein mehr 
oder minder russisches nationales verdrängt werden könnte. Dann wäre es auch nicht 
ausgeschlossen, daß das heutigein Wirklichkeit jüdisch-kapitalistische Bolschewikenrußland 
zu [einem] national- antikapitalistischen Tendenzen getrieben würde. In diesem Falle, der 
vielleicht sich in manchem anzuzeigen scheint, wäre es dann allerdings denkbar, daß der 
westeuropäische Kapitalismus ernstlich gegen Rußland Stellung nimmt. Allein auch dann 
wäre ein Bündnis Deutschlands mit diesem Rußland ein voller Wahnsinn. Denn die Meinung, 
einen solchen Bund irgendwie geheimhalten zu können, ist ebenso [page 154] unbegründet 
als die Hoffnung, durch militärische Vorbereitungen in der Stille sich für die 
Auseinandersetzung zu rüsten. 

Es gäbe dabei wirklich nur zwei Möglichkeiten: Entweder dieser Bund würde von der dann 
gegen Rußland auftretenden westeuropäischen Welt als eine Gefahr angesehen oder nicht. 
Wenn ja, dann weiß ich nicht, wer wohl im Ernste glaubt, daß uns die Zeit bliebe zu 
Rüstungen, die wenigstens für die ersten 24 Stunden einen Zusammenbruch zu verhindern 
geeignet wären. Oder glaubt man wirklich im Ernst, daß dann Frankreich abwarten würde, bis 
wir unsere Luftabwehr und Tankabwehr ausgebaut hätten? Oder glaubt man, daß dies geheim 
geschehen könnte in einem Land, in dem der Verrat nicht mehr als schamlose, sondern als 
bewunderungswürdige mutige Tat gilt? Nein, wenn Deutschland wirklich heute mit Rußland 
einen Bund gegen Westeuropa schließen wollte, dann würde morgen Deutschland wieder zum 
historischen Schlachtfeld geworden sein. Und dann gehört eine ganz seltene Phantasie dazu, 
sich einzubilden, daß Rußland Deutschland irgendwie, ich weiß nicht auf welchem Wege, zu 
Hilfe kommen könnte. Der einzige Erfolgeines solchen Handelns wäre, daß Rußland der 
Katastrophe vielleicht noch auf eine gewisse Zeit dadurch auskäme [note 101], indem sie 
zunächst über Deutschland hereinbräche. Einen populäreren Anlaß für einen solchen Kampf 
gegen Deutschland könnte es aber besonders in den westlichen Staaten aber gar nicht geben. 
Man stelle sich vor, Deutschland verbündet init einem wirklich antikapitalistischen Rußland, 
und man male sich dann aus, wie diese demokratische Welt Judenpresse gegen Deutschland 
alle Instinkte der anderen Nationen mobilisieren würde. Wie besonders in Frankreich sofort 
die volle Harmonie hergestellt wäre, zwischen dem französischen nationalen Chauvinismus 
und der jüdisch-börsianischen Presse. Denn man verwechsle einen solchen Vorgang nicht mit 
den Kämpfen weißrussischer Generale gegen den Bolschewismus von damals. Im Jahre 19 
und 20 kämpfte das nationale Weißrußland gegen die jüdisch-börsianische, in Wahrheit im 
höchsten Sinn international-kapitalistische rote Revolution. Heute aber würde der national 
gewordene antikapitalistische Bolschewismus im Kampfe gegen das Weltjudentum stehen. 
Wer die Bedeutung der Propaganda der Presse, ihrer grenzenlosen Möglichkeiten der 
Völkerverhetzung und Menschenverdummung kennt, der kann sich vorstellen, zu weichen 
Orgien von Haß und Leidenschaft die europäischen westlichen Nationen gegen Deutschland 
aufgepeitscht würden. Denn dann wäre Deutschland nicht mehr verbündet mit dem Rußland 



einer großen, bemerkenswerten, ethischen, kühnen Idee, sondern mit den Schändern der 
Kultur der M enschheit . 

Es könnte vor allem für die französische Regierung keine bessere Möglichkeit geben, ihrer 
eigenen inneren Schwierigkeiten Herr zu werden, als einen in solchem Falle vollkommen 
gefahrlosen Kampf gegen Deutschland aufzunehmen. Der französische nationale 
Chauvinismus könnte um so zufriedener sein, als man dann unter dem Schutz einer neuen 
Weltkoalition der Erfüllung des endgültigen Kriegszieles wesentlich näher rücken könnte. 
Denn ganz gleich welcher Art das [page 155] Bündnis Deutschland zu Rußland wäre, 
militärisch würde die furchtbarsten Schläge Deutschland allein auszuhalten haben. Ganz 
abgesehen davon, daß Rußland nicht direkt an Deutschland grenzt und mithin selbst erst den 
polnischen Staat überrennen müßte, würde selbst im Falle einer Niederzwingung Polens durch 
Rußland, was an sich schon unwahrscheinlich ist, eine solche russische Hilfe wesentlich im 
günstigsten Falle auf deutschem Gebiet eintreffen können, wenn es kein Deutschland mehr 
gibt. Der Gedanke aber einer Landung russischer Divisionen irgendwo in Deutschland 
scheidet so lange vollständig aus, solange England und Frankreich maritim auch die Ostsee 
restlos beherrschen. Im übrigen würde die Landung russischer Truppen in Deutschland schon 
an zahlreichen technischen Mängeln scheitern. 

Würde also ein deutsch-russisches Bündnis eines Tages die Probe vor der Wirklichkeit zu 
bestehen haben, und Bündnisse ohne Gedanken an einen Krieg gibt es nicht, dann würde 
Deutschland den konzentrischen Angriffen ganz Westeuropas ausgesetzt sein, ohne einen 
eigenen Widerstand ernstlicherer Art leisten zu können. 

Es bleibt aber nun die Frage, welchen Sinn überhaupt ein deutsch-russisches Bündnis haben 
soll. Nur den einen, Rußland vor der Vernichtung zu bewahren und dafür Deutschland zum 
Opfer zu bringen? Denn ganz gleich wie das Ende dieses Bündnisses sein würde, Deutschland 
könnte nicht zu einer endgültigen außenpolitischen Zielsetzung kommen. An der 
grundsätzlichen Lebensfrage, ja an der Lebensnot unseres Volkes würde damit nichts 
geändert werden. Im Gegenteil, Deutschland würde damit erst recht von einer einzig 
vernünftigen Bodenpolitik abgetrennt werden, um seine Zukunft mit dem Raufen um 
unbedeutende Grenzregulierungen auszufüllen. Denn weder im Westen noch im Süden 
Europas kann die Raumfrage unseres Volkes gelöst werden. 

Die Hoffnung auf ein deutsch-russisches Bündnis, die in den Köpfen auch vieler nationaler 
deutscher Politiker herumgeistert, ist aber auch noch aus einem anderen Grunde mehr als 
zweifelhaft. 

Es erscheint im allgemeinen in nationalen Kreisen als selbstverständlich, daß man sich nicht 
gut mit einem jüdisch-bolschewistischen Rußland verbünden kann, da das Ergebnis aller 
Wahrscheinlichkeit nach eine Bolschewisierung Deutschlands selbst sein würde. Daß man 
dies nicht will, liegt auf der Hand. Allein man gründet seine Hoffnung darauf, daß in Rußland 
eines Tages der jüdische und damit im tiefsten Grund international kapitalistische Charakter 
des Bolschewismus verschwinden würde, um einem nationalen weltantikapitalistischen 
Kommunismus Platz zu machen. Dieses dann wieder von nationalen Tendenzen erfüllte 
Rußland käme dann sehr wohl in Frage, mit Deutschland in ein Bundesverhältnis zu treten. 

Es ist dies ein sehr großer Irrtum. Er beruht auf der außerordentlichen Unkenntnis der Psyche 
der slawischen Volksseele. Es darfeinen dies nicht wundernehmen, wenn man bedenkt, wie 
wenig Kenntnis selbst das politisierende Deutschland von den [page 156] seelischen 
Zuständen seiner einstigen Verbündeten hatte. Man wäre sonst nie so tief gestürzt. Wenn 



diese rußlandfreundlichen nationalen Politiker dabei heute versuchen, ihre Politik durch 
Hinweise auf analoge Einstellungen Bismarcks zu motivieren, dann lassen sie eine ganze 
Anzahl wichtiger Momente, die damals für eine rußlandfreundliche Politik sprachen, heute 
dagegen sind, außer Betracht. 

Das Rußland, das Bismarck kannte, war, zumindest soweit die politische Leitung desselben in 
Frage kam, kein typisch slawischer Staat. Dem Slawentum selbst fehlen im allgemeinen 
staatenbildende Kräfte. Besonders in Rußland wurden die Staatsbildungen immer von 
fremden Elementen besorgt. Seit der Zeit Peters des Großen waren es vor allem sehr viele 
Deutsche [note 102], die das Gerippe und das Gehirn des russischen Staates bildeten. Im 
Laufe der Jahrhunderte sind ungezählte Tausende dieser Deutschen russifiziert worden, allein 
nur im selben Sinn, in dem unser Bürgertum, unser nationales, Polen und Tschechen 
deutschisieren oder germanisieren möchte. Sowie in diesem Falle der neugebackene Deutsche 
in Wahrheit nur ein deutschsprechender Pole oder Tscheche ist, so sind diese künstlichen 
Russen ihrem Blut und damit ihren Fähigkeiten nach Deutsche geblieben oder besser 
Germanen. Dieser germanischen Oberschichte verdankte Rußland seinen staatlichen Bestand, 
sowie [das] den wenigen vorhandenen kulturellen Wert. Ohne diese in Wirklichkeit deutsche 
Ober- und Intelligenz schichte wäre weder ein Großrußland entstanden, noch hätte sich dieses 
zu erhalten vermocht. Solange nun Rußland ein Staat mit autokratischen Regierungsformen 
gewesen war, hat diese in Wahrheit gar nicht russische Oberschichte auch das politische 
Leben des Riesenreiches bestimmend beeinflußt. Und dieses Rußland hat wenigstens zum 
Teil auch noch Bismarck gekannt. Mit diesem Rußland hat der Meister der deutschen 
Staatskunst politische Geschäfte gemacht. Allein schon zu seinen Lebzeiten war die 
Zuverlässigkeit [besonders mit der man von Rußland aus] und Stabilität der russischen Politik 
nach innen und außen bedenklich ins Schwanken geraten und zum Teil unberechenbar 
geworden. Es lag dies an dem langsamen Zurückdrängen der germanischen Oberschichte. 
Dieser Prozeß der Umwandlung der russischen Intelligenz war bedingt teils durch ein 
Ausbluten des russischen Volkskörpers infolge zahlreicher Kriege, die wie in diesem Buche 
schon erwähnt, in erster Linie die rassisch wertvolleren Kräfte dezimieren. Tatsächlich war ja 
besonders das Offizierskorps seiner Abstammung nach am meisten nicht slawischen, auf alle 
Fälle aber nicht russischen Blutes. Dazu kam noch die geringere Vermehrung der oberen 
Intelligenz schichten an sich und endlich das durch Schulen künstlich erfolgte 
Hinaufdressieren eines wirklich blutsmäßigen Russentums. Der geringe Staats erhaltende Wert 
der neuen russischen Intelligenz an sich war blutsmäßig begründet und zeigte sich vielleicht 
am schärfsten im Nihilismus des russischen Hochschulwesens. Im tiefsten Grunde aber war 
dieser Nihilismus doch nichts anderes als die blutsmäßige Opposition des wirklichen 
Russentums gegen die rassisch fremde Oberschichte. 

[page 157] In eben dem Maß, in dem die germanische staatenbildende Oberschichte Rußlands 
abgelöst wurde von einer rassisch reinrussischen bürgerlichen Schichte, trat dem russischen 
Staatsgedanken die panslawistische Idee gegenüber. Sie war von der ersten Stunde ihrer 
Geburt an völkisch-[russisch] slawisch und antideutsch. Die antideutsche Gesinnung des 
neuwerdenden Russentums besonders in den sogenannten Intelligenz schichten war aber nicht 
nur eine reine Reflexbewegung gegen die bisherige autokratische fremde Oberschichte in 
Rußland, etwa aus politisch freiheitlichen Gedankengängen heraus, sondern im innersten Sinn 
der Protest des slawischen Wesens gegen das deutsche. Es sind zwei Volksseelen die nur sehr 
wenig Gemeinsames haben, wobei sogar noch erst festgestellt werden müßte, ob nicht dieses 
wenige Gemeinsame seine Ursache in den durcheinander gesprengten rassischen 
Einzelelementen besitzt, aus denen sowohl das russische als das deutsche Volk 
zusammengesetzt erscheint. Daß also das, was uns Deutschen und den Russen gemeinsam ist, 
ebensowenig dem deutschen wie dem russischen Charakter entspricht, sondern nur unserer 



Bluts Vermischung zuzuschreiben ist, die nach Deutschland ebensowohl ostische, slawische 
Elemente, als nach Rußland nordisch-deutsche gebracht hat. 

Würde man aber zur Prüfung der beiden Seelenveranlagungen einen rein nordischen 
Deutschen, sagen wir aus Westfalen, nehmen und ihm einen rein slawischen Russen 
gegenüberstellen, dann würde zwischen diesen beiden Repräsentanten zweier Völker eine 
unendliche Kluft sich auftun. Tatsächlich hat das slawischrussische Volk dies auch immer 
empfunden und daher stets eine instinktive Abneigung gegen den Deutschen gehabt. Die harte 
Gründlichkeit sowie die kalte Logik, das nüchterne Denken sind dem wirklichen Russen 
innerlich unsympathisch und zum Teil auch unverständlich. Unser Ordnungssinn wird nicht 
nur keine Gegen Hebe finden, sondern stets Widerwillen auslösen. Was bei uns als 
Selbstverständlichkeit empfunden wird, ist damit aber für den Russen eine Qual, da es eine 
Beschränkung seines natürlichen, andersgearteten Seelenund Trieb lebens darstellt. Daher 
wird sich das slawische Rußland auch immer mehr zu Frankreich hingezogen fühlen. Und 
zwar in steigendem Maße, indem auch in Frankreich das fränkisch-nordische Element 
zurückgedrängt wird. Das leichte oberflächliche, mehr oder weniger weibische französische 
Leben vermag den Slawen mehr zu fesseln, weil es ihm innerlich verwandter ist als die Härte 
unseres deutschen Existenzkampfes. Es ist deshalb auch kein Zufall, wenn politisch das 
panslawistische Rußland für Frankreich schwärmte, genauso wie die russische Intelligenz 
slawischen Blutes in Paris das Mekka seines eigenen Zivilisationsbedürfnisses fand. 

Der Prozeß des Aufsteigens eines russisch-nationalen Bürgertums [bedeutete] bedingte 
zugleich eine innere Entfremdung dieses neuen Rußlands gegenüber Deutschland, das 
nunmehr auf keine rassisch- verwandte russische Oberschichte fürderhin bauen konnte. 

Tatsächlich war die antideutsche Einstellung der Vertreter des [page 158] völkisch- 
panslawistischen Gedankens schon um die Jahrhundertwende so stark, und ihr Einfluß auf die 
russische Politik so gewachsen, daß selbst die mehr als anständige Haltung Deutschlands 
gegenüber Rußland anläßlich des russisch-japanischen Krieges der weiteren Entfremdung der 
beiden Staaten keinen Einhalt mehr gebieten konnte. Es kam der Weltkrieg, der nicht wenig 
durch die panslawistische Hetze mit angefacht worden war. Das wirkliche staatliche Rußland, 
soweit es durch die bisherige Obersichichte repräsentiert worden war, kam dabei kaum mehr 
zu Wort. 

Der Weltkrieg selbst hat dann [die letzte] eine weitere Ausblutung Rußlands von nordisch- 
deutschen Elementen herbeigeführt, und der letzte Rest wurde endlich von der Revolution und 
dem Bolschewismus ausgerottet. Nicht als ob der slawische Rasseninstinkt allein bewußt den 
Kampf der Ausrottung gegen die bisherige nichtrussische Oberschichte durchgeführt hätte. 
Nein, er hat unterdes seinen neuen Führer erhalten, im Judentum. Das nach der Oberschichte 
und damit Oberleitung drängende Judentum hat mit Hilfe slawischer Rasseninstinkte die 
bisherige fremde Oberschichte ausgerottet. Denn wenn mit der bolschewistischen Revolution 
das Judentum die Führung auf allen Gebieten des russischen Lebens übernommen hat, so ist 
dies ein selbstverständlicher Vorgang, denn von sich aus und aus sich selbst fehlt dem 
Slawentum überhaupt jede organisatorische Fähigkeit und damit auch jede staatenbildende 
und staatenerhaltende Kraft. Man ziehe aus dem Slawentum alle nicht rein slawischen 
Elemente heraus und es wird sofort auch als Staat der Auflösung verfallen. Allerdings mag 
grundsätzlich jede Staatenbildung zunächst ihre innerste Veranlassung im Zusammentreffen 
von Völkern höherer und niederer Ordnung haben, wobei die, Träger des höheren Bluts wertes 
— aus Selb sterhaltungs gründen — einen bestimmten Gemeinschaftsgeist entwickeln, der ihnen 
erst die Möglichkeit einer Organisation und Beherrschung der Minderwertigen gestattet. Nur 
die Überwindung gemeinsamer Aufgaben zwingt zu organisatorischen Formen. Allein der 



Unterschied zwischen staatenbildenden und nichtstaatenbildenden Elementen hegt eben darin, 
daß den einen die Gestaltung einer Organisation zur Erhaltung ihrer Art gegenüber anderen 
Wesen möglich wird, während die nichtstaatenbildungsfähigen unfähig sind, von sich aus jene 
organisatorischen Formen zu finden, die ihren Bestand anderen gegenüber gewährleisten 
würden. 

So hat das heutige Rußland oder besser das heutige Slawentum russischer Nationalität als 
Herrin [sie] den Juden bekommen, der zunächst die bisherige Oberschichte beseitigt hat und 
nunmehr seine eigene staatenbildende Kraft beweisen müßte. Bei der gesamten am Ende doch 
nur destruktiven Veranlagung des Judentums wird dieses aber auch hier nur als das 
geschichtliche Ferment der Decomposition wirken. Es hat Geister zu Hilfe gerufen, die es 
selbst nicht mehr loswerden wird, und der Kampf des innerlich antistaatlichen 
panslawistischen Gedankens gegen die bolschewistische jüdische Staatsidee wird mit der 
Vernichtung des Judentums enden. Was aber dann übrigbleibt, wird ein Rußland sein, von 
[page 159] ebenso geringer staatlicher Macht wie tief eingewurzelter antideutscher 
Einstellung. Indem dieser Staat keine irgendwie mehr verankerte staatserhaltende 
Oberschichte besitzen wird, wird er zu einer Quelle ewiger Unruhe und ewiger Unsicherheit 
werden. Ein gigantisches Land gebiet wird damit dem wechselvollsten Schicksal ausgeliefert 
sein und statt einer Stabilisierung der Staats Verhältnisse auf der Erde wird eine Periode 
unruhevoller Veränderungen beginnen. 

Die erste Phase dieser Entwicklungen wird dabei sein, daß die verschiedensten Nationen der 
Welt versuchen werden, mit diesem gewaltigen Staatenkomplex Beziehungen anzuknüpfen, 
um auf solchem Wege eine Stärkung der eigenen Positionen und Absichten herbeizuführen. 
Es wird ein solcher Versuch aber immer gebunden sein an das Bestreben, auch einen eigenen 
geistigen und organisatorischen Einfluß dabei auf Rußland auszuüben. 

Deutschland darf nicht hoffen, bei dieser Entwicklung irgendwie in Frage zu kommen. Die 
ganze Mentalität des heutigen und des kommenden Rußlands steht dem entgegen. Weder vom 
Standpunkt nüchterner Zweckmäßigkeit aus gesehen, noch von dem einer menschlichen 
Zusammengehörigkeit aus hat für die Zukunft ein Bündnis Deutschlands mit Rußland für 
Deutschland einen Sinn. Im Gegenteil, es ist ein Glück für die Zukunft, daß diese 
Entwicklung so stattgefunden hat, weil dadurch ein Bann gebrochen ist, der uns verhindert 
hätte, das Ziel der deutschen Außenpolitik dort zu suchen, wo es einzig und allein liegen 
kann: Raum im Osten. 

Kapitel 13. Grundsätze der deutschen Außenpolitik 



[page 160] Bei der Gestaltung der kommenden deutschen Außenpolitik steht angesichts der 
aussichtslosen militärischen Lage Deutschlands folgendes zu bedenken: 

1 . Deutschland kann nicht von sich aus einen Wandel in seiner heutigen Lage 
herbeiführen, soweit dies durch militärische Machtmittel erfolgen müßte. 

2. Deutschland kann nicht hoffen, daß durch Maßnahmen des Völkerbundes eine 
Änderung seiner Lage eintreten wird, solange die bestimmenden Vertreter dieser 
Institution zugleich die Interessenten an Deutschlands Vernichtung sind. 

3. Deutschland kann nicht hoffen, durch eine Mächtekombination seine derzeitige Lage 
zu ändern, die es in Konflikt mit dem Deutschland umspannenden französischen 
Bündnissystem bringt, ohne daß Deutschland vorher die Möglichkeit erhält, seine rein 



militärische Ohnmacht zu beheben, um im Falle [einer Anwendung] des Eintritts der 
Bundesverpflichtungen sofort mit Aussicht auf Erfolg militärisch auftreten zu können. 

4. Deutschland kann nicht hoffen, eine solche Mächtekombination zu finden, solange 
nicht sein letztes außenpolitisches Ziel in voller Klarheit festgelegt erscheint und 
damit den Interessen derjenigen Staaten nicht widerspricht, ja ihnen sogar dienlich 
erscheint, die für ein Bündnis mit Deutschland in Frage kämen. 

5. Deutschland kann nicht hoffen, daß dies Staaten sein können, die sich außerhalb des 
Völkerbundes befinden, sondern es muß im Gegenteil seine einzige Hoffnung darin 
bestehen, daß es gelingt, aus der bisherigen Koalition der Siegerstaaten einzelne 
herauszubrechen und eine neue Interessenten gruppe mit neuen Zielen zu bilden, deren 
Verwirklichung durch den Völkerbund seinem ganzen Wesen nach nicht stattfinden 
kann. 

6. Deutschland darf nur hoffen, auf diesem Wege dann zu einem Erfolg zu kommen, 
wenn es damit seiner bisherigen schwankenden Schaukelpolitik endgültig entsagt und 
sich dafür grundsätzlich nach einer Richtung hin entscheidet und dabei auch alle 
Konsequenzen übernimmt und trägt. 

7. Deutschland soll nie hoffen, durch Bündnisse mit Völkern, deren militärischer Wert 
entweder durch die Tatsache ihres bisherigen Unterliegens genügend gekennzeichnet 
erscheint, oder deren allgemeine rassische Bedeutung eine minderwertige ist, 
Weltgeschichte machen zu können. Denn der Kampf um die Wiedererringung der 
deutschen Freiheit wird die deutsche Geschichte damit wieder zur Weltgeschichte 
emporheben. 

8. Deutschland soll keinen Augenblick vergessen, daß, ganz gleich wie und auf welchem 
Wege es sein Schicksal zu ändern gedenkt, Frankreich sein Gegner sein wird, und daß 
jede Mächtevereinigung, die sich gegen Deutschland wendet, Frankreich von 
vorneherein für sich buchen kann. 



Kapitel 14. Die möglichen Ziele 



[page 161] Man kann nicht die außenpolitischen Möglichkeiten Deutschlands überprüfen, 
ohne erst Klarheit zu besitzen darüber, was man in Deutschland selbst will, wie also 
Deutschland selbst seine Zukunft zu gestalten gedenkt. Weiter wird man dann die 
außenpolitischen Ziele derjenigen Mächte in Europa klarzulegen versuchen müssen, die als 
Angehörige der Siegerkoalition die Bedeutung von Weltmächten haben. 

Ich habe bereits in diesem Buche die verschiedenen außenpolitischen Möglichkeiten 
Deutschlands behandelt. Dennoch will ich noch einmal in aller Kürze die möglichen 
außenpolitischen Ziele aufstellen, damit sich durch sie eine Basis ergibt, zur kritischen 
Prüfung der Verhältnisse dieser einzelnen außenpolitischen Ziele zu denen der anderen 
europ äis chen St aaten . 

1.) Deutschland kann auf eine außenpolitische grundsätzliche Zielsetzung überhaupt 
verzichten. Das heißt in Wirklichkeit, es kann sich zu allem entschließen, und es braucht sich 
auf gar nichts festlegen. 

Es wird damit die Politik der letzten 30 Jahre nur unter anderen Verhältnissen auch in der 



Zukunft fortsetzen. Würde nun die Welt aus lauter Staaten mit ähnlicher politischer Ziel 
losigkeit bestehen, ließe sich dies für Deutschland, wenn auch noch lange nicht rechtfertigen, 
so doch wenigstens ertragen. Dies ist aber eben nicht so. So, wie aber im gewöhnlichen Leben 
ein Mensch mit einem festen Lebensziel, das er unter allen Umständen zu erreichen trachtet, 
ziellosen anderen stets überlegen sein wird, genauso auch im Leben der Völker. Damit ist vor 
allem noch lange nicht gesagt, daß ein Staat ohne politische Zielsetzung Gefahren, die eine 
solche vielleicht mit sich bringen könnte, zu vermeiden wird in der Lage sein. Denn so sehr er 
auch infolge seiner eigenen politischen Ziellosigkeit einer aktiven Tätigkeit enthoben 
erscheint, so leicht kann er in seiner Passivität das Opfer der politischen Ziele anderer werden. 
Denn das Handeln eines Staates wird nicht nur durch seinen Willen bestimmt, sondern auch 
durch den der übrigen, nur mit dem Unterschied, daß er im einen Fall das Gesetz des 
Handelns selbst bestimmen kann, während i es im anderen Fall ihm aufgezwungen wird. Aus 
friedlicher Gesinnung heraus einen Krieg nicht wollen, heißt noch lange nicht, ihn auch 
vermeiden können. Und einen Krieg um jeden Preis vermeiden zu wollen, bedeutet noch 
lange nicht die Rettung des Lebens vor dem Tode. 

Die Lage Deutschlands in Europa ist heute eine solche, daß es bei eigener politischer 
Ziellosigkeit noch lange nicht hoffen darf, einem Zustand der beschaulichen Ruhe 
entgegengehen zu können. Eine solche Möglichkeit existiert für ein Volk, das mitten im 
Herzen Europas sich befindet, nicht. Entweder Deutschland [page 162] versucht, selbst aktiv 
an der Gestaltung des Lebens mitzuwirken, oder es wird ein passives Objekt der 
Lebens gestaltung anderer Völker sein. Alle Klugheit, die bisher vermeinte, Völker aus 
geschichtlichen Gefahren durch Erklärungen eines allgemeinen Desinteressements 
herausziehen zu können, hat sich bisher noch stets als ebenso feiger wie dummer Irrtum 
herausgestellt. Wer nicht Hammer sein will, wird in der Geschichte Amboß sein. Unser 
deutsches Volk hat in seiner ganzen bisherigen Entwicklung immer nur zwischen diesen zwei 
Möglichkeiten zu wählen gehabt. Wollte es selbst Geschichte machen, so hat es sich 
demgemäß selbst freudig und kühn eingesetzt, dann war es immer noch Hammer gewesen. 
Glaubte es aber den Verpflichtungen zum Lebenskampf entsagen zu können, dann war es 
bisher noch stets der Amboß, auf dem entweder andere ihren Lebenskampf ausgefochten 
haben, oder es diente selbst den Fremden als Nahrung. 

Deutschland wird also, wenn es leben will, die Verteidigung dieses Lebens auf sich nehmen 
müssen, und die beste Parade war auch hier stets der Hieb. Ja, Deutschland darf überhaupt 
nicht hoffen, für seine eigene Lebens gestaltung noch etwas tun zu können, wenn es sich nicht 
zu einer klaren außenpolitischen Zielsetzung aufrafft, die geeignet erscheint, den deutschen 
Lebenskampf in kluge Beziehung zu den Interessen anderer Völker zu bringen. 

Tut man dies aber nicht, dann wird die Ziellosigkeit im großen die Planlosigkeit im einzelnen 
bedingen. Diese Planlosigkeit wird uns in Europa langsam zu einem zweiten Polen machen. 
In eben dem Maße, in dem wir unsere eigenen Kräfte dank unserem allgemeinen politischen 
Defaitismus schwächer werden [note 103] und die einzige Aktivität unseres Lebens sich dann 
nur mehr innenpolitisch austobt, werden wir außenpolitisch zum Spielball der 
weltgeschichtlichen Ereignisse herabsinken, deren bewegende Kräfte dem Lebens- und 
Interessenkampf anderer Völker entspringen. 

Im übrigen werden Völker, die über ihre eigene Zukunft keine klare Entscheidung zu treffen 
vermögen und demgemäß am Spiel der Weltentwicklung am liebsten nicht teilnehmen 
möchten, von allen Mitspielern als Spielverderber empfunden und gleichmäßig gehaßt. Ja, es 
kann dann sogar vorkommen, daß man die in der allgemeinen außenpolitischen Ziellosigkeit 
begründete Planlosigkeit der einzelnen politischen Handlungen im Gegenteil als ganz 



raffiniertes undurchsichtiges Spiel ansieht und demgemäß beantwortet. Es war dies mit ein 
Unglück, das uns in der Vorkriegszeit betroffen hat. Je undurchsichtiger, weil 
unverständlicher, die damaligen politischen Entschlüsse der deutschen Reichsregierung 
waren, um so verdächtiger schienen sie, und um so mehr witterte man hinter selbst den 
dümmsten Schritten Gedanken von einer dafür ganz besonderen Gefährlichkeit. 

Wenn also Deutschland sich heute zu einer klaren politischen Zielsetzung nicht mehr aufrafft, 
dann verzichtet es damit praktisch auf alle Möglichkeiten zu einer Revision unseres heutigen 
Schicksals, ohne weiteren Gefahren für die Zukunft damit im geringsten entgehen zu können. 

2.) Deutschland wünscht wirtschaftsfriedlich wie bisher die Ernährung des [page 163] 
deutschen Volkes durchzuführen. Es will sich demgemäß auch in der Zukunft an 
Weltindustrie, -export und -handel maßgebendst beteiligen. Es will damit wieder eine große 
Handelsflotte, will Kohlenstationen und Stützpunkte in der anderen Welt und will endlich 
nicht nur internationale Absatzmärkte, sondern wenn möglich auch in Form von Kolonien 
eigene Rohstoffquellen. In der Zukunft wird man eine solche Entwichlung zwangsläufig 
besonders durch maritime Machtmittel zu schützen haben. 

Dieses ganze politische Zukunftsziel ist Utopie, wenn nicht vorher England niedergeworfen 
erscheint. Es stellt alle Gründe erneut her, die im Jahre 1914 im Weltkrieg endeten. Jeder 
Versuch Deutschlands, auf diesem Wege seine Vergangenheit erneut aufzubauen, muß bei der 
Todfeindschaft Englands enden, zu der dann als sicherster Partner von vorneherein Frankreich 
gerechnet werden darf. 

Vom völkischen Standpunkt aus ist diese außenpolitische Zielsetzung unheilvoll, vom 
machtpolitischen aus gesehen, wahnsinnig. 

3.) Deutschland setzt als sein außenpolitisches Ziel die Wiederherstellung der Grenzen des 
Jahres 1914 fest. 

Dieses Ziel ist ungenügend vom nationalen Standpunkt aus, unbefriedigend vom 
militärischen, unmöglich vom in die Zukunft bückenden völkischen und wahnsinnig von dem 
seiner Folgen. Deutschland hat damit die gesamte Siegerkoalition von einst auch in der 
Zukunft als geschlossene Front von Gegnern vor sich. Wie man aber bei unserer derzeitigen 
militärischen Lage, die bei einer Weiterdauer des jetzigen Zustandes von Jahr zu Jahr 
schlimmer werden wird, die alten Grenzen wiederherstellt, ist das undurchdringliche 
Geheimnis unserer nationalbürgerlichen und vaterländischen Staat spolitiker. 

4.) Deutschland entschließt sich [sein Zukuftsziel], zu einer klaren weitschauenden 
Raumpolitik überzugehen. Es wendet sich damit von allen weit industriellen und 
welthandelspolitischen Versuchen ab und konzentriert statt dessen alle seine Kräfte, um 
unserem Volk durch die Zuweisungeines genügenden Lebensraumes für die nächsten 100 
Jahre auch einen Lebensweg vorzuzeichnen. Da dieser Raum nur im Osten Hegen kann, tritt 
auch die Verpflichtung zu einer Seemacht in den Hintergrund. Deutschland versucht erneut, 
auf dem Wege der Bildung einer ausschlaggebenden Macht zu Lande seine Interessen zu 
verfechten. 

Dieses Ziel entspricht ebenso höchsten nationalen wie völkischen Anforderungen. Es setzt 
ebenfalls große militärische Machtmittel zur Durchführung voraus, bringt aber Deutschland 
nicht unbedingt in Konflikt mit sämtlichen europäischen Großmächten. So sicher auch hier 
Frankreich Deutschlands Feind bleiben wird, so wenig liegt aber in der Natur eines solchen 



außenpolitischen Zieles für England und besonders für Italien ein Grund zur 
Aufrechterhaltung der Feindschaft des Weltkrieges. 

Kapitel 15. Deutschland und England 



[page 164] Zum näheren Verständnis dieser hier eben angeführten Möglichkeiten ist es 
angebracht, sich die großen außenpolitischen Ziele der anderen europäischen Mächte vor 
Augen zu führen. Diese Ziele sind zum Teil erkenntlich an der bisherigen Tätigkeit und 
Wirksamkeit dieser Staaten, zum Teil erscheinen sie auch geradezu programmatisch 
niedergelegt, zum anderen liegen sie in Lebensnotwendigkeiten, die so klar erkenntlich sind, 
daß selbst, wenn diese Staaten augenblicklich andere Wege gingen, der Zwang einer härteren 
Wirklichkeit sie zu diesen Zielen zurückführen müßte. 

Daß England eine klare außenpolitische Zielsetzung hat, wird bewiesen durch die Tatsache 
der Existenz und damit der Entstehung dieses Riesenreiches. Es bilde sich doch niemand ein, 
daß man jemals ein Weltreich schmieden kann, ohne den klaren Willen hiezu zu haben. Es ist 
selbstverständlich, daß nicht jeder einzelne Angehörige eines solchen Volkes dann jeden Tag 
zur Arbeit geht im Gedanken an die große außenpolitische Zielsetzung, aber ganz natürlich 
wird langsam eben doch ein gesamtes Volk von einer solchen Zielsetzung ergriffen, so daß 
selbst die unbewußten Handlungen der einzelnen dennoch in der allgemeinen Linie dieser 
Zielsetzung liegen und ihr tatsächlich auch zugute kommen. Ja selbst im Wesen eines solchen 
Volkes wird sich langsam das allgemeine politische Ziel ausprägen und der Stolz des heutigen 
Engländers ist nichts anderes als der Stolz des einstigen Römers. Die Meinung, daß 
Weltreiche dem Zufall ihre Entstehung zu verdanken hätten, oder daß zumindest die 
Ereignisse, die deren Aufbau bedingten, zufällige geschichtliche Vorgänge gewesen wären, 
die immer glücklich für ein Volk ausgeschlagen hätten, ist falsch. Das alte Rom verdankte 
seine Größe genauso wie das heutige England der Richtigkeit des Moltke'schen Ausspruches, 
daß auf die Dauer das Glück nur beim Tüchtigen allein ist. Diese Tüchtigkeit eines Volkes 
liegt aber keineswegs nur im rassischen Wert, sondern auch in der Fähigkeit und 
Geschicklichkeit, mit der diese Werte angesetzt werden. Ein Weltreich von der Größe des 
antiken Roms oder des heutigen Großbritanniens ist stets das Ergebnis einer Vermählung von 
höchstem Volks wert und klarster pohtis eher Zielsetzung. Sowie es an einem dieser beiden 
Faktoren zu fehlen beginnt, tritt als Folge zunächst eine Schwächung und endlich vielleicht 
sogar ein Niedergang ein. 

Die Zielsetzung des heutigen England ist bedingt durch den Volkswert des Angelsachsentums 
an sich und die insulare Lage. Es lag im Volkswert des Angelsachsentums, nach Raum zu 
streben. Zwangsläufig konnte dieser Trieb nur außerhalb des heutigen Europas seine 
Erfüllung finden. Nicht als ob die Engländer nicht [page 165] auch in Europa von Zeit zu Zeit 
versucht hätten, ihren Expansionsgelüsten Boden zu verschaffen, allein alle diese 
Unternehmungen scheiterten an der Tatsache, daß ihnen dabei Staaten von wenigstens damals 
nicht minder großer rassischer Tüchtigkeit entgegentraten. Die spätere englische Expansion in 
den sogenannten Kolonien führte von vorneherein zu einer außerordentlichen Steigerung des 
englischen Seelebens. Es ist interessant, zu sehen, wie das erst Menschen exportierende 
England endlich zum Warenexport übergeht und dabei selbst die eigene Landwirtschaft 
abbaut. Obwohl nun ein großer Teil des heutigen englischen Volkes, ja der Durchschnitt 
überhaupt unter dem deutschen Höchstwert hegt, ist doch eine jahrhundertelange Tradition 



diesem Volk so sehr in Fleisch und Blut übergegangen, daß es gegenüber unserem deutschen 
Volk wesentliche politische Vorzüge besitzt. Wenn die Erde heute ein englisches Weltreich 
besitzt, dann gibt es aber auch zur Zeit kein Volk, das auf Grund seiner allgemeinen 
staatspolitischen Eigenschaften sowie seiner durchschnittlichen politischen Klugheit mehr 
dazu befähigt wäre. 

Der grundsätzliche Gedanke, der die englische Kolonialpolitik beherrschte, war einerseits, 
Absatzgebiete für das englische Menschenmaterial zu finden und diese in staatlicher 
Beziehung zum Mutterlande zu erhalten, wie andererseits, Absatzmärkte und Rohstoffquellen 
der englischen Wirtschaft zu sichern. Es ist verständlich, wenn der Engländer die 
Überzeugung hat, daß der Deutsche nicht kolonisieren kann, genauso, wie es verständlich ist, 
wenn der Deutsche umgekehrt dasselbe vom Engländer glaubt. Beide Völker nehmen bei der 
Beurteilung der kolonisatorischen Fähigkeiten verschiedene Standpunkte ein. Der englische 
war dabei ein unendlich praktischer, nüchterner, der deutsche ein mehr romantischer. Als 
Deutschland nach den ersten Kolonien strebte, war es in Europa bereits ein Militärstaat und 
damit Macht Staat ersten Ranges. Es hatte sich den Titel einer Weltmacht durch 
unvergängliche Leistungen auf allen Gebieten der menschlichen Kultur sowohl als aber auch 
auf dem der militärischen Tüchtigkeit geholt. Es war nun bemerkenswert, daß besonders im 
19. Jahrhundert ein allgemeiner Zug nach Kolonien durch alle Völker ging, wobei der 
ursprünglich leitende Gedanke jedoch schon vollkommen gewichen war. Deutschland 
motivierte beispielsweise sein Anrecht auf Kolonien mit seiner Fähigkeit und seinem 
Wunsche, deutsche Kultur zu verbreiten. An sich ein Unsinn. Denn man kann nicht Kultur, 
die ein allgemeiner Lebens ausdruck eines bestimmten Volkes ist, irgendeinem anderen Volk 
mit ganz anderen seelischen Voraussetzungen vermitteln. Dies ginge höchstens mit einer 
sogenannten internationalen Zivilisation, die, sich aber zur Kultur verhält wie eine Jazzmusik 
zu einer Beethoven'schen Symphonie. Aber davon ganz abgesehen, es wäre nie einem 
Engländer in der Zeit der Begründung der englischen Kolonien eingefallen, seine Handlungen 
anders als mit sehr realen und nüchternen Vorteilen zu motivieren, die sie mit sich brächten. 
Wenn später England für die Freiheit der Meere oder die der unterdrückten Nationen auftrat, 
dann niemals, um seine eigene Kolonisationstätigkeit damit zu [page 166] begründen, 
sondern nur um üble Konkurrenten dabei zu vernichten. Daher auch die englische 
Kolonisationstätigkeit zum Teil aus natürlichsten Gründen sehr erfolgreich sein mußte. Denn 
je weniger der Engländer daran dachte, so etwas wie englische Kultur oder englische 
Gesittung den Wilden aufoktroyieren zu wollen, umso sympathischer mußte gerade ein 
solches Regiment dem absolut nicht kulturhungrigen Wilden erscheinen. Dazu kam allerdings 
die Peitsche, die man ebenfalls umso eher anwenden konnte, als man nie Gefahr lief, dabei in 
einen Widerspruch zu einer Kulturmission zu geraten. England brauchte Absatzmärkte und 
Rohstoffquellen für seine Waren. Und es hat sich diese Märkte machtpolitisch sichergestellt. 
Das ist der Sinn der englischen Kolonialpolitik. Wenn später England nun trotzdem auch das 
Wort Kultur in den Mund nahm, dann nur aus rein agitatorischen Gesichtspunkten heraus, um 
das eigene so nüchterne Handeln auch noch moralisch etwas verbrämen zu können. In 
Wirklichkeit waren den Engländern die inneren Lebensverhältnisse der Wilden so lange und 
in solchem Unifange vollkommen egal, als sie nicht die Lebensverhältnisse der Engländer 
selbst berührten. Daß sich später mit Kolonien von der Größe Indiens auch noch andere 
Vorstellungen prestigepolitischer Art verbanden, ist begreiflich und verständlich. Daß aber 
niemals etwa indische Interessen die englischen Lebensverhältnisse bestimmen, sondern 
englische die indischen, kann von niemand bestritten werden. Und daß auch in Indien der 
Engländer irgendeine kulturelle Einrichtung nicht macht, damit etwa der Eingeborene der 
englischen Kultur teilhaftig wird, sondern daß höchstens der Engländer mehr Nutzen aus 
seinen Kolonien zu ziehen vermag, ist ebenfalls nicht zu bestreiten. Oder glaubt man, daß 
England die Eisenbahnen nach Indien nur brachte, uni die Indier in den Besitz europäischer 



Transportmöglichkeiten zu bringen, und nicht, um durch sie eine bessere Ausnützung der 
Kolonie zu ermöglichen sowie eine leichtere Beherrschung zu garantieren ? Wenn heute 
England in Ägypten wieder auf den Spuren der Pharaonen wandelt und den Nil durch 
gigantische Staudämme aufspeichert, dann aber sicher nicht, um dem armen Fellachen sein 
irdisches Dasein zu erleichtern, sondern nur um die englische Baumwolle vom 
amerikanischen Monopol unabhängig zu machen. Das sind aber lauter Gesichtspunkte, an die 
Deutschland bei seiner Kolon ialpolitik [note 104] offen zu denken wagte. Die Engländer sind 
Erzieher der Eingeborenen gewesen für Interessen Englands, und der Deutsche war der 
Lehrer. Daß sich am Ende die Eingeborenen vielleicht bei uns sogar wohler gefühlt haben 
mögen als unter den Engländern, würde bei einem normalen Engländer noch lange nicht für 
unsere, sondern erst recht für die englische Art der Kolonisationspolitik sprechen. 

Diese Politik einer langsamen Welteroberung, bei der immer wirtschaftliche Macht und 
politische Kraft Hand in Hand gingen, bedingte die Stellung Englands den anderen Staaten 
gegenüber. Je mehr England in seine koloniale Weitmachtstellung hineinwuchs, umso mehr 
brauchte es die Herrschaft über die Meere, und je mehr es die Herrschaft über die Meere 
erhielt, umso mehr wurde [page 167] es infolgedessen wieder Kolonialmacht, aber umso 
eifersüchtiger begann es endlich auch darüber zu wachen, daß niemand ihm die Herrschaft der 
Meere oder den Besitz der Kolonien streitig machte. 

Es ist in Deutschland besonders eine sehr irrtümliche Auffassung weit verbreitet, daß nämlich 
England jede europäische Vormacht sofort bekämpfe. Dies ist tatsächlich nicht richtig. 
England hat sich eigentlich um die europäischen Verhältnisse immer so lange wenig 
gekümmert, solange ihm nicht aus ihnen heraus ein drohender Weltkonkurrent entstand, 
wobei es die Bedrohung stets nur in einer Entwicklung empfand, die seine See- und 
Kolonialherrschaft eines Tages durchkreuzen mußte. 

Es gibt keinen europäischen Konflikt Englands, bei dem dieses nicht seine Handels- und 
Übersee- Interessen in Schutz genommen hätte. Die Kämpfe gegen Spanien, Holland und 
später Frankreich hatten ihren Grund nicht in einer bedrohlichen militärischen Macht dieser 
Staaten an sich, sondern nur in der Art der Fundierung dieser Macht sowie der Auswirkung 
derselben. Wäre Spanien nicht überseeische - und damit Konkurrenz macht Englands 
gewesen, hätte dieses vermutlich wenig Notiz von Spanien genommen. Das gleiche gilt von 
Holland. Und selbst der spätere gigantische Kampf Englands gegen Frankreich wurde nicht 
geführt gegen ein kontinentales Frankreich Napoleons, sondern gegen das napoleonische 
Frankreich, das seine Kontinentalpolitik nur als Sprungbrett und Basis für größere, durchaus 
nicht kontinentale Ziele ansah. Überhaupt wird die England bedrohlichste Macht infolge 
seiner geographischen Lage Frankreich .sein. Es war vielleicht der einzige Staat, bei dem 
selbst eine gewisse kontinentale Entwicklung Gefahren für die Zukunft Englands in sich 
bergen konnte. Es ist aber umso bemerkenswerter und für uns Deutsche lehrreich, daß sich 
trotzdem England entschlossen hat, im Weltkrieg mit Frankreich zusammenzugehen. 
Lehrreich deshalb, weil damit bewiesen ist, daß bei aller Festhaltung der großen 
Grundgedanken der englischen Außenpolitik man dort immer mit den jeweils vorhandenen 
Möglichkeiten rechnet und nie auf solche einfach deshalb verzichtet, weil in irgendeiner 
näheren oder ferneren Zukunft daraus ebenfalls eine Bedrohung Englands entstehen könnte. 
Unsere deutschen Gott strafe England — Politiker meinen nämlich immer, ein gutes Verhältnis 
zu England in Zukunft müsse schon daran scheitern, daß England im Ernste nicht daran 
dächte, durch ein Bündnis mit Deutschland dieses zu fördern, um es dann eines Tages wieder 
als gefahrdrohende Macht [note 105] gegenüberzusehen. Selbstverständlich wird man in 
England keinen Bund zur Förderung Deutschlands mit diesem schließen, sondern nur zur 
Förderung britischer Interessen. Allein England hat bisher zahlreiche Beispiele dafür gegeben, 



daß sich die Vertretung seiner Interessen mit der Vertretung der Interessen anderer Völker 
sehr oft zu paaren vermochte, und daß es dann zu Bündnissen griff, obwohl nach 
menschlicher Voraussicht sogar diese in spätere Feindschaft umschlagen mußten. Denn 
endlich unterliegen politische Ehen immer der früheren oder späteren Scheidung, da sie ja 
nicht einer beiden [page 168] Teilen gemeinsamen Interessenvertretung dienen, sondern nur 
mit gemeinsamen Mitteln die an sich verschiedenen, aber zur Zeit nicht 
gegenein ander stehenden Interessen zweier Staaten schützen oder fördern wollen. 

Daß England nicht grundsätzlich gegen eine europäische Großmacht von überragender 
militärischer Bedeutung Front macht, solange die außenpolitischen Ziele dieser Macht 
ersichtlich rein kontinentaler Natur sind, beweist sein Verhalten Preußen gegenüber. Oder will 
jemand bestreiten, daß unter Friedrich dem Großen die preußische Militärmacht über allen 
Zweifel die weitaus stärkste Europas gewesen ist?Man glaube ja nicht, daß England dieses 
Preußen damals nur deshalb nicht bekämpft habe, weil es an Raumgröße in Europa trotz 
seiner militärischen Hegemonie zu den kleineren Staaten gerechnet werden mußte. Durchaus 
nicht. Denn als England einst seine Kämpfe gegen die Holländer aus gefochten hat, da war das 
holländische Staatsgebiet in Europa räumlich noch wesentlich kleiner als das preußische der 
spätfriederizianischen Zeit, und von einer bedrohlichen Hegemonie oder Vormachtstellung in 
Europa konnte man bei Holland überhaupt nicht reden. Wenn aber England 
nichtsdestoweniger in jahrzehntelangen Kämpfen Holland an den Leib rückte, dann lag der 
Grund eben ausschließlich nur in der durch Holland durchkreuzten englischen See- und 
Handelsherr schaft, sowie in der allgemeinen kolonialpolitischen Tätigkeit der Holländer. Und 
da soll man sich keiner Täuschung hingeben: Hätte der preußische Staat sich nicht so 
ausschließlich rein kontinentalen Zielen gewidmet, dann würde er England zu allen Zeiten als 
seinen schärfsten Feind gehabt haben, ohne Rücksicht auf die Größe der rein militärischen 
Machtmittel Preußens in Europa oder die Gefahr einer Hegemonisierung Europas durch 
Preußen. Es wird von unseren wenig denkenden national-patriotischen Politikern den 
Nachfolgern des Großen Kurfürsten nicht selten der bittere Vorwurf gemacht, sie hätten die 
durch den Großen Kurfürsten ins Leben gerufenen überseeischen Besitzungen Preußens 
vernachlässigt, ja überhaupt preisgegeben und damit auch keinerlei Interessen für eine 
Aufrechterhaltung und den Weiterbau einer brandenburgisch-preußischen Flotte gehabt. Ein 
Glück für Preußen und für das spätere Deutschland, daß es so war. 

Es spricht nichts so sehr für die überragende Staatsklugheit, besonders Friedrich Wilhelms I., 
[note 106] daß er die bei aller Sparsamkeit doch unendlich beschränkten Mittel des kleinen 
preußischen Staates ausschließlich auf die Förderung des Landheeres konzentrierte. Nicht nur, 
daß dadurch dieser kleine Staat in einer Waffe eine überlegene Stellung erhalten konnte, 
wurde ihm damit auch die Feindschaft Englands erspart. Ein auf Hollands Spuren wandelndes 
Preußen aber hätte nicht die drei schlesischen Kriege durchfechten können mit England im 
Rücken ebenfalls als Gegner. Ganz abgesehen davon, daß jeder Versuch der Erringung einer 
wirklichen Seegeltung für den kleinen preußischen Staat auf die Dauer fehlschlagen hätte 
müssen, infolge der so überaus beschränkten und militärisch so ungünstig gelagerten 
Raumbasis des Mutterlandes. Es wäre den Engländern [page 169] schon damals eine Spielerei 
gewesen, sich des gefährlichen Konkurrenten in Europa durch einen allgemeinen 
Koalitionskrieg zu entledigen. Daß überhaupt aus dem kleinen Brandenburg das spätere 
Preußen werden konnte und aus dem späteren Preußen ein neues deutsches Reich, war nur 
jener weisen Einsicht in die wirklichen Machtverhältnisse sowie in die Möglichkeiten des 
damaligen Preußens zu verdanken, mit der die Hohenzollern sich bis in die Bismarckische 
Zeit hinein fast ausschließlich auf die Stärkung der Landmacht beschränkten. Es war die 
einzigklare, folgerichtige Politik. Wenn Deutsch-Preußen und dann später Deutschland 
überhaupt einer Zukunft entgegengehen wollten, dann konnte sie nur gewährleistet werden 



durch eine Suprematie zu Land, die der englischen zur See entsprach. Es war ein Unglück für 
Deutschland, daß man sich von dieser Erkenntnis langsam entfernte, die Machtmittel zu 
Lande ungenügend ausbaute und statt dessen zu einer Flottenpolitik überging, die im 
Endresultat doch auch nur Halbes gewesen war. Selbst das Deutschland der 
nachbismarckischen Periode konnte sich nicht den Luxus leisten, zu Lande und zur See zu 
gleicher Zeit eine überlegene Rüstung zu schaffen und zu erhalten. Es ist aber für alle Zeiten 
einer der wichtigsten Grundsätze, daß ein Volk die unumgänglich notwendigste Waffe zur 
Erhaltung seines Daseins erkennt und dann unter Einsatz aller Mittel auf das äußerste fördert. 
England hat dies erkannt und befolgt. Denn für England war wirklich die Seeherrschaft das 
Um und Auf seines Daseins. Selbst die glänzendsten militärischen Perioden auf dem Festland, 
ruhmvollste Kriege, unvergleichliche militärische Entscheidungen konnten die Engländer 
nicht bewegen, in der Landmacht für England [note 107] etwas am Ende doch nur 
Untergeordnetes zu sehen und die gesamte Kraft der Nation auf die Aufrechterhaltung einer 
überlegenen Seeherrschaft zu konzentrieren. In Deutschland allerdings hat man sich von der 
großen Kolonialwelle des XIX. Jahrhunderts mitreißen lassen, vielleicht auch noch bestärkt 
durch romantische Erinnerungen an die alte Hansa, sowie getrieben durch die 
wirtschaftsfriedliche Politik, die au sschließ liehe Förderung des Landheeres zurückzustellen 
und den Bau einer Flotte aufzunehmen. Ihren letzten Ausdruck erhielt diese Politik dann in 
dem ebenso verkehrten wie unheilvollen Satz: Unsere Zukunft hegt auf dem Wasser. Nein, 
ganz im Gegenteil, sie lag und liegt für uns in Europa auf dem Lande, genauso wie auch die 
Ursachen unseres Unterganges immer rein kontinentaler Natur sein werden: Unsere unselige 
raummäßig und militär geographisch furchtbare Lage. 

Solange sich Preußen in seinem außenpolitischen Wollen auf rein europäische Ziele 
beschränkte, hat es von England ernste Gefahren nicht zu befürchten gehabt. Der Einwand, 
daß nichtsdestoweniger schon im Jahre 1870/71 in England eine profranzösische Stimmung 
geherrscht hat, ist nicht zutreffend und besagt auf alle Fälle gar nichts. Denn ebenso herrschte 
damals in England auch eine prodeutsche Einstellung, ja selbst in englischen Kirchen wurde 
von der Kanzel herunter Frankreichs Vorgehen als Frevel gebrandmarkt. Im übrigen 
entscheidet die tatsächlich eingenommene offizielle Haltung. Denn es ist ganz [page 170] 
selbstverständlich, daß in einem Staat von der Bedeutung Englands auch Frankreich laufende 
Sympathien haben wird, umsomehr, als der Einfluß auf die Presse eines Landes nicht selten 
durch fremde Kapitalien ausgeübt wird. Frankreich, hat es immer verstanden, in sehr 
geschickter Weise Sympathien für sich zu mobilisieren. Es hat dabei als vorzüglichste 
Hilfswaffe Paris zu allen Zeiten ausgespielt. Dies fand aber nicht etwa nur in England statt, 
sondern sogar in Deutschland. Befand sich doch mitten im Kriege anno 70/71 sogar in der 
Berliner Gesellschaft, ja am Berliner Hof, eine nicht kleine Clique, die aus ihren 
profranzösischen Sympathien gar kein Hehl machte und auf alle Fälle das Bombardement von 
Paris geraume Zeit hinauszuziehen verstand [note 108]. Daß im übrigen englische Kreise mit 
gemischter Freude auf die deutschen Waffenerfolge sahen, ist menschlich verständlich. Die 
offizielle Haltung der englischen Staatsregierung konnten sie jedenfalls nicht zu irgendeinem 
Einschreiten bewegen. Auch die Meinung, daß dies nur der russischen Rückendeckung, der 
sich Bismarck versichert hatte, zuzuschreiben wäre, ändert daran nichts. Denn diese 
Rückendeckung war in erster Linie gegen Österreich gedacht. Würde aber England damals 
seine neutrale Haltung aufgegeben haben, dann hätte auch die russische Rückendeckung einen 
umfangreichen Brand nicht zu verhüten vermocht. Denn dann wäre natürlich Österreich erst 
recht erneut auf den Plan getreten, und so oder so, der Erfolg d es Jahres 1871 wäre kaum 
eingetreten. Tatsächlich hatte Bismarck eine laufende stille Angst vor der Einmengung 
anderer Staaten nicht nur in den Krieg, sondern sogar auch noch in die 
Friedensverhandlungen. Denn was wenige Jahre später Rußland gegenüber stattfand [note 
109], die Intervention anderer Mächte hätte genauso gut durch England auch gegen 



Deutschland inszeniert werden können. 

Der Wandel der englischen Einstellung gegen Deutschland läßt sich genau verfolgen. Er geht 
parallel unserer Entwicklung zur See, steigert sich mit unserer Kolonialtätigkeit zur offenen 
Abneigung und endet endlich mit unserer Flottenpolitik beim offenen Haß. Daß man in 
England aber in dieser Entwicklungeines so tüchtigen Volkes, wie es das deutsche ist, eine 
bedrohliche Gefahr für die Zukunft wittert, kann man einer wirklich besorgten Staatsleitung 
nicht für Übel [sie] nehmen. Man darf eben niemals unsere deutschen Unterlassungssünden 
als Maßstab für die Beurteilung der Handlungen anderer anlegen. Der Leichtsinn, mit dem das 
Deutschland der nachbismarekischen Zeit seine machtpolitische Stellung in Europa durch 
Frankreich und Rußland bedrohen ließ, ohne Ernstliches dagegen zu unternehmen, gestattet 
noch lange nicht, anderen Mächten ähnliches zuzumuten oder über sie in moralischer 
Entrüstung den Stab zu brechen, wenn sie die Lebensinteressen ihrer Völker eben besser 
wahrnehmen. 

[page 171] Hätte das Deutschland der Vorkriegszeit statt seiner Weltfriedens- und 
Wirt schaft spohtik mit ihren an sich verhängnisvollen Rückwirkungen sich zu einer 
Fortsetzung der einstigen preußischen Kontinentalp olitik entschlossen, dann konnte es erstens 
seine Landmacht wirklich auf jene überragende Höhe heben, wie sie der preußische Staat 
einst gehabt hat, und es brauchte dann zweitens eine unbedingte Feindschaft mit England 
nicht zu fürchten. Denn soviel ist sicher, daß, wenn Deutschland die gesamten ungeheueren 
Mittel, die es in die Flotte hineinpulverte, zur Stärkung seines Landheeres verwendet haben 
würde, dann wären seine Interessen zumindest auf den ausschlaggebenden europäischen 
Schlachtfeldern anders zu verfechten gewesen, und der Nation wäre das Schicksal erspart 
geblieben, eine zum Teil mehr als ungenügend ausgerüstete Landarmee gegenüber einer 
erdrückenden Weltkoalition langsam verbluten zu sehen, während die Marine wenigstens in 
ihren ausschlaggebenden Kampfeinheiten in den Häfen dahinrostete, um endlich in einer 
mehr als schmachvollen Übergabe ihr Dasein zu beschließen. Man rede sich dabei nicht [note 
110] die Führer aus, sondern habe den Mut zuzugeben, daß dies im Wesen dieser Waffe für 
uns selbst lag. Denn in derselben Zeit wurde das Feldheer aus einer Schlacht heraus- und in 
die andere hineingeworfen, ohne Rücksicht auf Verluste und sonstige Not. Die Landarmee 
war wirklich die deutsche Waffe, herausgewachsen aus einer 100jährigen Tradition, unsere 
Flotte aber war am Ende doch nur eine romantische Spielerei, ein Paradestück, das um seiner 
selbst willen geschaffen wurde und wiederum um seiner selbst willen nicht eingesetzt werden 
durfte. Der Gesamtnutzen, den sie uns brachte, steht in keinem Verhältnis zu der furchtbaren 
Feindschaft, die sie uns auflud. 

Hätte Deutschland diese Entwicklung nicht genommen, dann konnte man noch um die 
Jahrhundertwende mit England, das damals verständigungsbereit war, auch zu einer 
Verständigung gelangen. Allerdings Dauer hätte eine solche Verständigung nur dann gehabt, 
wenn sie sich [sie] von einer grundsätzlichen Umstellung unserer außenpolitischen 
Zielsetzung begleitet gewesen wäre. Noch um die Jahrhundertwende konnte Deutschland sich 
zu einer Wiederaufnahme der früheren preußischen Kontinentalpolitik entschließen und mit 
England gemeinsam der Weltgeschichte die weitere Entwicklung vorschreiben. Der Einwand 
unserer ewigen Zauderer und Zweifler, daß dies immerhin unsicher gewesen wäre, gründet 
sieh auf gar nichts als auf persönliche Meinungen. Dagegen spricht auf alle Fälle die bisherige 
englische Geschichte. Mit welchem Recht vermutet solch ein Zweifler, daß Deutschland nicht 
dieselbe Rolle hätte spielen können, wie sie Japan gespielt hat. Die dumme Phrase, daß dann 
Deutschland eben den Engländern die Kastanien aus dem Feuer geholt hätte, könnte man 
genauso gut dann auch auf Friedrich den Großen anwenden, der endlich ja auch mitgeholfen 
hat, auf den europäischen Schlachtfeldern die außereuropäische englische 



Auseinandersetzung mit Frankreich zu erleichtern. Auch der weitere Einwand, daß England 
dann doch eines Tages gegen Deutschland gegangen wäre, [page 172] ist schon fast dumm zu 
nennen. Denn immer würde selbst in dem Fall die deutsche Position nach einer erfolgten 
Niederwerfung Rußlands in Europa besser gewesen sein, als sie so zu Beginn des Weltkrieges 
war. Im Gegenteil, wäre der russischjapanische Krieg in Europa zwischen Deutschland und 
Rußland aus gefochten worden, dann würde Deutschland einen solchen rein moralischen 
Machtzuwachs erhalten haben, daß es sich auf die nächsten 30 Jahre jede weitere europäische 
Macht überlegt hätte, den Frieden zu brechen und sich gegen Deutschland in eine Koalition 
hineinhetzen zu lassen. Aber alle diese Einwände entspringen immer der Mentalität des 
Vorkriegsdeutschlands, das selbst als Opposition alles wußte und nichts tat. 

Tatsache ist, daß man damals von England aus an Deutschland herangetreten ist, und Tatsache 
weiter, daß man sich deutscherseits aus der Mentalität dieser ewig zögernden Zauderer heraus 
zu keiner klaren Stellungnahme entschließen konnte. Was Deutschland damals ablehnte, hat 
dann Japan besorgt und sich auf verhältnismäßig billige Weise dabei den Ruhm einer 
Weltmacht geholt. 

Wenn man aber in Deutschland dies unter keinen Umständen tun wollte, dann hätte man sich 
eben auf die andere Seite schlagen müssen. Das Jahr 1904 oder 05 konnte man dann zu einer 
Auseinandersetzung mit Frankreich verwenden und hätte Rußland im Rücken gehabt. Allein 
auch das wollten diese Zögerer und Zauderer genauso wenig. Aus lauter Vorsicht und lauter 
Bedenklichkeit und vor lauter Wissen haben sie zu keiner Stunde festzustellen vermocht, was 
sie null eigentlich wollen. Und nur darin beruht die Überlegenheit der englischen 
Staatsleitung, daß man dort eben nicht von solchen Tausendwissern regiert wurde, die sich 
dann nie zu einer Tat aufraffen können, sondern von sehr natürlich denkenden Menschen, für 
die die Politik sehr wohl eine Kunst des Möglichen ist, die aber dann auch alle Möglichkeiten 
beim Schopf nehmen und wirklich mit ihnen schlagen [note 111]. 

Sowie Deutschland aber einer solchen grundsätzlichen Verständigung mit England 
ausgewichen war, die, wie schon bemerkt, allerdings nur dann einen dauernden Sinn gehabt 
hätte, wenn man in Berlin zu einer klaren raumpolitischen kontinentalen Zielsetzung 
gekommen wäre, begann England den Welt widerst and gegen den Bedroher der britischen 
Seeherrschaftsinteressen zu organisieren. 

Der Weltkrieg selbst ging angesichts der selbst in England nicht vermuteten militärischen 
Tüchtigkeit unseres Volkes nicht so, wie man anfangs dachte. Wohl wurde endlich 
Deutschland niedergerungen, allein nur nachdem auch die amerikanische Union auf dem 
Schlachtfeld erschienen war, und Deutschland endlich infolge seines inneren 
Zusammenbruches die Rückendeckung der Heimat verloren hatte. Damit war aber auch schon 
das eigentliche englische Kriegsziel nicht erreicht worden. Denn wohl wurde die deutsche 
Bedrohung der englischen [page 173] Seeherrschaft beseitigt, allein die wesentlich stärker 
fundierte amerikanische ist an ihre Stelle getreten. In der Zukunft wird die größte Gefahr 
Englands überhaupt nicht mehr in Europa sein, sondern in Nordamerika. In Europa selbst ist 
der zur Zeit für England gefährlichste Staat Frankreich. Seine militärische Hegemonie hat für 
England eine besonders bedrohliche Bedeutung infolge der geographischen Lage, die 
Frankreich zu England einnimmt. Nicht nur, daß ein großer Teil wichtiger englischer 
Lebenszentren französischen Fliegerangriffen nahezu schutzlos ausgesetzt erscheinen, kann 
selbst eine Anzahl englischer Städte durch Ferngeschütze von der französischen Küste aus 
erreicht werden. Ja, wenn es der modernen Technik gelingt, noch eine wesentliche Steigerung 
der Schuß leistungen schwerster Ferngeschütze herbeizuführen, dann hegt selbst eine 
Beschießung Londons vom französischen Festlande aus nicht außerhalb des Bereichs aller 



Möglichkeiten [note 1 12]. Wichtiger aber noch ist, daß ein französischer U-Bootkrieg gegen 
England eine ganz andere Basis besitzt als der einstige deutsche während dem Weltkriege. 
Die breite Lagerung Frankreichs an zwei Meerenwürde Absperrungsmaßnahmen, wie sie dem 
beschränkten nassen Dreieck gegenüber leicht erfolgreich sein konnten, nur sehr schwer 
durchführbar machen. 

Wer im heutigen Europa versucht, natürliche Gegner Englands zu finden, wird immer auf 
Frankreich und — auf Rußland stoßen. Frankreich als Macht mit kontinentalen politischen 
Zielen, die aber in Wahrheit immer nur die Rückendeckung für sehr weit gesteckte allgemeine 
weltpolitische Absichten sind. Rußland als bedrohlichen Feind Indiens und Besitzer von 
Ölquellen, denen heute die gleiche Bedeutung zukommt, wie Eisen- und Kohlengruben sie im 
vergangenen Jahrhundert besessen haben. 

Wenn England selbst seinen großen weltpolitischen Zielen treu bleibt, dann werden seine 
möglichen Widersacher in Europa, Frankreich und Rußland, in der übrigen Welt in der 
Zukunft besonders die amerikanische Union sein. 

Eine Veranlassung zu einer Verewigung der englischen Feindschaft gegen Deutschland, ist 
demgegenüber nicht vorhanden. Ansonsten wäre die englische Außenpolitik nunmehr durch 
Motive bestimmt, die fern aller realen Logi k hegen und damit vielleicht nur im Kopf eines 
deutschen Professors maßgeblichen Einfluß auf die Bestimmung der politischen Verhältnisse 
der Völker untereinander haben können. Nein, man wird in England in der Zukunft genauso 
nüchtern nach reinen Zweckmäßigkeitsgesichtspunkten seine Einstellungen vornehmen, wie 
dies seit 300 Jahren geschehen ist. Und so wie seit 300 Jahren Bundesgenossen Englands zu 
Feinden werden konnten und Feinde wieder zu Bundesgenossen, so wird dies auch in der 
Zukunft immer der Fall sein, sofern allgemeine und besondere Notwendigkeiten dafür 
sprechen. Wenn aber Deutschland zu einer grundsätzlichen politischen Neuorientierung 
kommt, die den See- und Handelsinteressen Englands nicht mehr widerspricht, sondern sich 
in kontinentalen Zielen erschöpft, [page 174] dann ist ein logischer Grund für eine englische 
Feindschaft, die dann bloß Feindschaft um der Feindschaft wegen wäre, nicht mehr 
vorhanden [note 113]. Denn auch das europäische Gleichgewicht interessiert England nur so 
lange, als es das Werden einer für England bedrohlichen Welthandels- und Seemacht 
verhindert. Es gibt gar keine außenpolitische Leitung, die weniger als die englische durch 
lebensunwirkliche Doktrinen bestimmt gewesen wäre. Ein Weltreich entsteht nicht durch 
sentimentale oder rein theoretische Politik. 

Auch in der Zukunft wird deshalb bestimmend für die englische Außenpolitik die nüchterne 
Wahrnehmung der britischen Interessen sein. Wer diese Interessen durchkreuzt, wird damit 
auch in der Zukunft Englands Feind sein. Wer sie nicht berührt, dessen Dasein wird auch 
England nicht berühren. Und wer ihnen von Zeit zu Zeit nützlich sein kann, der wird all 
Englands Seite geladen ohne Rücksicht darauf, ob er früher ein Feind gewesen ist und in der 
Zukunft vielleicht wieder einer werden kann. 

Ein nützliches Bündnis aber ablehnen, weil es später einmal vielleicht doch in Feindschaft 
enden kann, bringt nur ein bürgerlich-nationaler deutscher Politiker fertig. Einem Engländer 
so etwas zuzumuten, ist eine Beleidigung des politischen Instinkts dieses Volkes. 

Wenn natürlich Deutschland überhaupt zu keiner politischen Zielsetzung kommt und damit 
wie bisher planlos ohne jeden leitenden Gedanken von hellte auf morgen fortwurstelt, oder 
wenn diese Zielsetzung in der Wiederherstellung der Grenzen und Besitzverhältnisse des 
Jahres 1914 liegt und damit am Ende erneut bei unserer Welthandels-, Kolonial- und 



Seemachtspolitik landet, dann allerdings wird die englische Feindschaft uns auch für die 
Zukunft gewiß sein. Dann wird Deutschland unter seinen Daweslasten wirtschaftlich ersticken 
[note 114], unter seinen Locarnoverträgen politisch verkommen, rassisch sich immer mehr 
schwächen, um endlich als zweites Holland und als zweite Schweiz in Europa sein Dasein zu 
beschließen. Das können unsere bürgerlich-nationalen und vaterländischen Politikaster schon 
erreichen, dazu brauchen sie nur auf dem Wege ihrer heutigen Phrasendrescherei weiter 
fortfahren, mit dem Maul Proteste hinausschleudern, ganz Europa bekriegen und vor jeder Tat 
feige ins Loch kriechen. Nationalbürgerlich-vaterländische Politik der Wiedererhebung 
Deutschlands heißt man dann das. So, wie unser Bürgertum es verstanden hat, im Laufe von 
knappen 60 Jahren den Begriff national zu entwürdigen und zu kompromittieren, so zerstört 
es noch in seinem Untergang den schönen Begriff vaterländisch, indem es auch ihn in seinen 
Verbänden zu einer reinen Phrase herabdegradiert. 

Allerdings tritt für die Haltung Englands Deutschland gegenüber noch ein weiterer wichtiger 
Faktor in Erscheinung: das auch in England maßgebenden Einfluß besitzende Weltjudentum. 
So sicher das Engländertum selbst die [page 175] Kriegspsychose Deutschland gegenüber 
überwinden wird können, so sicher wird aber auch das Weltjudentum nichts unterlassen, um 
die alten Feindschaften rege zu erhalten, eine Befriedigung Europas nicht eintreten zu lassen, 
um im Durcheinander einer allgemeinen Unruhe seine bolschewistischen 
Zersetzungstendenzen zum Zuge kommen lassen zu können. 

Man kann nicht über Weltpolitik sprechen, ohne diese furchtbarste Macht in Rechnung zu 
stellen. Ich will mich deshalb mit diesem Problem in diesem Buche noch besonders 
beschäftigen [note 115]. 

Kapitel 16. Deutschland und Italien 



(A) [page 176] Wenn schon England nicht aus prinzipiellen Gründen gezwungen ist, seine 
Kriegsfeindschaft gegen Deutschland für immer beizubehalten, dann aber noch viel weniger 
Italien. Italien ist der zweite Staat in Europa, der nicht grundsätzlich mit Deutschland 
verfeindet sein muß, ja, dessen außenpolitische Ziele sich mit Deutschland überhaupt nicht zu 
kreuzen brauchen. Im Gegenteil, mit keinem Staat hat Deutschland vielleicht mehr 
gemeinsame Interessen als gerade mit Italien und umgekehrt. 

In derselben Zeitperiode, in der Deutschland versuchte, zu einer neuen nationalen Einigung zu 
gelangen, fand der gleiche Prozeß auch in Italien statt. Allerdings fehlte den Italienern dabei 
eine Zentralmacht von langsam werdender und endlich überragender Bedeutung, wie es das 
werdende Deutschland in Preußen besaß. Aber ähnlich so, wie der deutschen Einigung in 
erster Linie Frankreich und Österreich als wirkliche Feinde gegenüberstanden, so hatte auch 
die italienische Einigungsbewegung unter diesen beiden Mächten am meisten zu leiden. In der 
Hauptsache war es allerdings der Habsburgerstaat, der an der Beibehaltung der 
inneritalienischen Zerrissenheit ein Lebensinteresse besitzen mußte und auch besaß. Da ein 
Staat von der Größe Österreich-Ungarns ohne direkten Zugang zum Meere kaum denkbar ist, 
das einzige hiefür in Frage kommende Gebiet aber wenigstens in seinen Städten von 
Italienern bewohnt war, mußte schon aus Angst vor dem möglichen Verlust dieser Gebiete im 
Falle der Gründungeines italieschen Nationalstaates Österreich der Entstehungeines geeinten 
italienischen Staates ablehnend entgegentreten. Damals konnte selbst das kühnste politische 



Ziel des italienischen Volkes nur in seiner nationalen E ini gyn g liegen. Dies mußte dann auch 
die außenpolitische Einstellung bedingen. [Das durch Savoyen] Als daher die italienische 
Einigung langsam Gestalt annahm, hat sein genialer großer Staatsmann Cavour sich aller 
Möglichkeiten bedient, die diesem besonderen Zwecke dienen konnten. Italien verdankt die 
Möglichkeit, seiner Einigung einer außerordentlich klug gewählten Bündnispolitik. Stets war 
dabei das Ziel in erster Linie eine Lähmung des Hauptfeindes dieser Einigung, Österreich- 
Ungarns, herbeizuführen, ja endlich diesen Staat zum Verlassen der nord italienischen 
Provinzen zu bewegen. Damit befanden sich aber selbst nach dem Abschluß der vorläufigen 
Einigung Italiens allein in Österreich-Ungarn über 800 000 Italiener. Das nationale Ziel der 
weiteren Zusammenschließung der Menschen italienischer Nationalität mußte freilich 
zunächst eine Zurückstellung erfahren, da zum ersten [page 177] Mal die Gefahren einer 
italienisch-französischen Entfremdung aufzusteigen begannen. Italien entschloß sich, 
besonders um Zeit zu seiner inneren Konsolidierung zu erhalten, in den Dreibund einzutreten. 

Der Weltkrieg brachte endlich Italien aus Gründen, die ich schon angeführt habe, in das Lager 
der Entente. Die italienische Einigung ist damit einen gewaltigen Schritt weiter vorwärts 
getragen worden, jedoch sie ist auch heute noch nicht vollendet. Das größte Ereignis für den 
italienischen Staat ist aber die Beseitigung des verhaßten Habsburgerreiches. Allerdings tritt 
an dessen Stelle ein südslawisches Gebilde, das schon aus allgemeinen nationalen 
Gesichtspunkten heraus eine kaum weniger große Gefahr für Italien darstellt. 

Denn sowenig für Deutschland auf die Dauer die bürgerlich-nationale immer nur rein 
grenzpolitische Auffassung den Lebensbedürfnissen unseres Volkes Genüge leisten konnte, 
sowenig die ebenso rein bürgerlich-nationale Einigungspolitik des italienischen Staates dem 
italienischen Volk. 

Gleich dem deutschen Volk lebt das italienische auf einer zu kleinen und dabei zum Teil 
wenig fruchtbaren todenfläche. Diese Übervölkerung hat Italien schon seit vielen Jahrzehnten, 
ja wohl seit Jahrhunderten zu einem dauernden Menschenexport gezwungen. Wenn auch 
dabei ein großer Teil dieser Auswanderer als Saisonarbeiter wieder nach Italien zurückkehrt, 
um dort von seinen Ersparnissen zu leben, so führte dies erst recht zu einer weiteren 
Anspannung der Lage. Das Bevölkerungsproblem wurde damit nicht nur nicht gelöst, sondern 
verschärft. So wie Deutschland durch seinen Warenexport in Abhängigkeit geriet von der 
Aufnahmefähigkeit, der Aufnahmemöglichkeit und dem Aufnahmewollen anderer Mächte 
und Länder, genau so Italien mit seinem Menschenexport. In beiden Fällen mußte ein durch 
irgendwelche Ereignisse erfolgtes Abstoppen der Empfangsmärkte zu katastrophalen Folgen 
im Inneren führen. 

Der Versuch Italiens, durch eine Steigerung seiner industriellen Tätigkeit dem 
Ernährungsproblem Herr zu werden, kann deshalb zu heinem endgültigen Erfolg führen, weil 
der Mangel an natürlichen Rohstoffen im Mutterlande Italien einen großen Grad der nötigen 
Konkurrenzfähigkeit von vorneherein raubt. 

So wie in Italien die Auffassungen einer formalen bürgerlichen Nationalpolitik überwunden 
werden und an Stelle dessen völkisches Verantwortlichkeitsgefühl tritt, wird auch dieser Staat 
gezwungen sein, von seiner bisherigen politischen Auffassung abzugehen, um sich einer 
großzügigen Raumpolitik zuzuwenden. 

Das natürliche Gebiet der italienischen Expansion ist und bleibt dabei das Randbecken des 
mittelländischen Meeres. Je mehr das heutige Italien von seiner bisherigen nationalen 
Einigungspolitik ab- und zu einer imperialistischen hingeht, um so mehr wird es auf die Wege 



des alten Roms geraten, nicht aus Macht dunkel heraus, sondern aus tiefinneren 
Notwendigkeiten. Wenn Deutschland heute im Osten Europas nach Boden sucht, dann ist dies 
nicht das Zeichen überspannten Machthungers, sondern nur die Folge seiner Bodennot. Und 
wenn Italien [page 178] heute am Rande des mittelmeerländischen Beckens seinen Einfluß zu 
erweitern sucht und endlich Kolonien gründen will, dann ist es ebenfalls nur die durch eine 
Zwangslage erfolgte Auslösung einer natürlichen Interessenvertretung. Würde die deutsche 
Politik der Vorkriegszeit nicht mit aller Blindheit geschlagen gewesen sein, dann hätte sie 
diese Entwicklung init allen Mitteln unterstützen und fördern müssen, nicht nur weil sie eine 
natürliche Stärkung des Bundesgenossen bedeutet hätte, sondern weil sie vielleicht die einzige 
Möglichkeit geboten hätte, das italienische Interesse von der Adria wegzuziehen und damit 
die Reibungsflächen mit Österreich-Ungarn zu vermindern. Zu allem Überfluß aber hätte eine 
solche Politik die natürlichste Gegnerschaft, die es überhaupt geben kann, nämlich die 
zwischen Italien und Frankreich, befestigt und damit wieder in günstigem Sinne auf die 
Stärkung des Dreibundes zurückgewirkt. 

Es war ein Unglück für Deutschland, daß damals nicht nur die Reichsleitung glatt versagte, 
sondern daß vor allem die öffentliche Meinung, angeführt von irrsinnigen deutschnationalen 
Patrioten und außenpolitischen. Phantasten, gegen Italien Stellung nahm. Besonders auch 
noch deshalb, weil Österreich im italienischen Vorgehen in Tripolitanien irgend etwas 
Unfreundliches entdeckte. Es gehörte aber damals zur politischen Weisheit unseres nationalen 
Bürgertums, jede Dummheit oder Niedertracht der Wiener Diplomatie zu decken, ja wenn 
möglich selbst zu übernehmen, um dadurch am besten die innere Harmonie und Festigkeit 
dieses Herzensbundes vor der Welt zu demonstrieren. 

Nun ist Österreich-Ungarn ausgelöscht. Weniger denn je hat aber Deutschland eine 
Veranlassung, eine Entwicklung Italiens zu bedauern, die zwangsläufig eines Tages auf 
Kosten Frankreichs gehen muß. Denn je mehr das heutige Italien sich seiner höchsten 
volklichen Aufgaben besinnt, und je mehr es demgemäß zu einer römisch gedachten 
Raumpolitik übergeht, um so mehr muß es in Gegensatz geraten zu dem schärfsten 
Konkurrenten im mittelländischen Meer, zu Frankreich. Frankreich wird nie dulden, daß 
Italien zu einer Vormacht im mittelländischen Meere wird. Es wird dies entweder durch seine 
eigene Kraft allein oder durch ein System von Bündnissen zu verhindern suchen. Es wird der 
italienischen Entwicklung Hindernisse in den Weglegen, wo immer dies mir möglich ist, und 
es wird endlich auch nicht davor zurückschrecken, die Gewalt zu Hilfe zu rufen [note 116]. 
Auch die sogenannte Verwandtschaft der beiden lateinischen Nationen wird daran nichts 
ändern, denn sie ist keine nähere als die zwischen England und Deutschland. 

[page 179]Es [note 1 17] kommt noch dazu, daß in eben dem Verhältnis, in dem die eigene 
Volkskraft Frankreichs nachläßt, dieser Staat an die Erschließung seiner schwarzen 
Menschenreservoire geht. Damit zieht für Europa eine Gefahr von nicht ausdenkbarem 
Umfange herauf. Der Gedanke, daß am Rhein französische Neger als Kulturwächter gegen 
Deutschland das weiße Blut vergiften können, ist so ungeheuerlich, daß er noch vor wenigen 
Jahrzehnten als gänzlich unmöglich angesehen worden wäre. Sicher wird durch diese 
Blutsverpestung Frankreich selbst den schwersten Schaden leiden, allein doch nur dann, wenn 
die anderen europäischen Nationen sich des Wertes ihrer weißen Rasse bewußt bleiben. Rein 
militärisch betrachtet kann Frankreich sehr wohl seine europäischen Formationen ergänzen 
und, wie der Weltkrieg gezeigt hat, auch wirkungsvoll einsetzen. Zum Schluß gewährt diese 
vollkommen unfranzösische schwarze Armee sogar noch einen gewissen Schutz gegen 
kommunistische Demonstrationen, da der Kadavergehorsam in allen Lagen bei einer mit dem 
französischen Volk blutsmäßig überhaupt nicht verbundenen Armee leichter 
aufrechtzuerhalten sein wird. Die größte Gefahr bringt diese Entwicklung aber in erster Linie 



für Italien mit sich. Wenn das italienische Volk seine Zukunft nach seinen eigenen Interessen 
gestalten will, wird es einmal die durch Frankreich mobilisierten schwarzen Armeen als seine 
Gegner haben. Es kann dabei Dicht im geringsten Interesse Italiens liegen, eine Feindschaft 
zu Deutschland zu besitzen, die selbst im günstigsten Falle für die Gestaltung des 
italienischen Lebens in der Zukunft nichts Nutzbringendes beisteuern kann. Im Gegenteil, 
wenn ein Staat die Kriegsfeindschaft endgültig begraben kann, dann ist dies Italien. Italien hat 
an keiner weiteren Unterdrückung Deutschlands ein eigenes Interesse, wenn beide Staaten 
ihren natürlichsten Zukunfts aufgaben nachgehen wollen. 

Schon Bismarck erkannte diese glückliche Fügung. Öfter als einmal stellte er die 
vollkommene Parallele der deutschen und italienischen Interessen fest. Er ist es, der schon 
darauf hinweist, daß das Italien der Zukunft seine Entwicklung am Rande des 
mittelländischen Meeres suchen wird müssen, und er ist es auch weiter, der dabei die 
Harmonie der italienischen Interessen mit den deutschen feststellt, indem er betont, daß nur 
Frankreich an eine Störung dieser italienischen Lebensgestaltung denken kann, während 
Deutschland sie von seinem Gesichtspunkt aus nur begrüßen muß. Er sieht wirklich in der 
ganzen Zukunft keine notwendige Veranlassung zu einer Entfremdung oder gar zu einer 
Verfeindung Italiens mit Deutschland. Würde Bismarck statt Bethmann Hollweg die 
Geschicke Deutschlands vor dem Weltkrieg gelenkt haben, wäre ja auch diese furchtbare 
Verfeindung nur wegen Österreich [Dicht] nie eingetreten. 

Mehr noch selbst als bei England steht es für Italien fest, daß eine kontinentale Ausdehnung 
Deutschlands in Nordeuropa keine Bedrohung und damit keinen Anlaß zu einer Entfremdung 
für Italien gegen Deutschland geben kann, [page 180] Umgekehrt sind es die natürlichsten 
Interessen, die für Italien gegen jede weitere Steigerung der französischen Hegemonie in 
Europa sprechen. 

Damit aber würde vor allem Italien für ein Bundes Verhältnis mit Deutschland in Frage 
kommen. 

Seit in Italien der Faszismus einen neuen Staatsgedanken und mit ihm einen neuen Willen in 
das Leben des italienischen Volkes gebracht hat, ist die Feindschaft Frankreichs bereits 
offensichtlich geworden. Dabei versucht Frankreich, durch ein ganzes System von 
Bundesgenossenschaften sich nicht nur für die mögliche Auseinandersetzung mit Italien zu 
stärken, sondern auch die möglichen Freunde Italiens ein- und abzuschnüren. Das 
französische Ziel ist ein klares: Es soll ein französisches Staatensystem gebildet werden, das 
von Paris über Warschau, Prag, Wien bis nach Belgrad reicht. Der Versuch, Österreich in 
dieses System einzubeziehen, ist keineswegs so aussichtslos, als auf den ersten Blick scheinen 
mag. Bei dem dominierenden Charakter, den die Zweimillionenstadt Wien auf das insgesamt 
nur 6 Millionen Menschen umspannende Österreich ausübt, wird die Politik dieses Landes 
immer in erster Linie durch Wien bestimmt werden. Dem kosmopolitischen [Charakter] 
Wesen Wiens, das in dein letzten Jahrzehnt immer schärfer zum Ausdruck kommt, liegt an 
sich eine Allianz mit Paris weitaus näher als eine solche mit Italien. Dafür sorgt schon die 
durch die Wiener Presse garantierte Bearbeitung der öffentlichen Meinung. Besonders 
wirkungsvoll droht diese Tätigkeit aber zu werden, seit es dieser Presse gelungen ist, mit 
Hilfe des Südtiroler Geschreis auch die vollkommen instinktlose bürgerlich-nationale Provinz 
gegen Italien aufzuputschen. Damit zieht eine Gefahr von gar nicht abmeßbarem Umfang 
herauf. Denn eine vieljährige konsequent durchgeführte Pressehetze kann kein Volk leichter 
als das deutsche zu den unglaublichsten, ja in Wirklichkeit wahrhaft selbstmörderischen 
Entschlüssen bringen. 



Gelingt es Frankreich aber, Österreich in die Kette seiner Freundschaft einzufügen, dann wird 
Italien eines Tages zu einem Zweifrontenkrieg gezwungen sein, oder es wird einer wirklichen 
Vertretung der Interessen des italienischen Volkes eben doch wieder entsagen müssen. In 
beiden Fällen besteht die Gefahr für Deutschland, daß ein möglicher Bundesgenosse auf 
unabsehbare Zeit für Deutschland endgültig ausscheidet und Frankreich damit immer mehr 
zum Herren der Geschicke Europas wird. 

Was dies für Deutschland mit sich bringt, darüber mag man sich keiner Täuschung hingeben. 
Unsere bürgerlich-nationalen Grenzpolitiker und vaterländischen Verbandsprotestler werden 
dann alle Hände voll zu tun haben, um im Namen der nationalen Ehre die Spuren der 
Mißhandlungen immer wieder zu beseitigen, die sie von Frankreich dank ihrer weitsichtigen 
Politik zu ertragen haben werden. 

Seit die nationalsozialistische Bewegung sich mit außenpolitischen Gedanken abgibt, habe ich 
unter Erwägung aller angeführten Motive versucht, sie zum Träger eines klaren 
außenpolitischen Zieles zu erziehen. Der Vorwurf, daß dies [page 181] in erster Linie 
Aufgabe der Regierung sei, wird zu Unrecht erhoben, zunächst in einem Staat, dessen 
offizielle Regierungen dem Schöße von Parteien entetammen, die weder ein Deutschland 
kennen noch eine glückliche Zukunft dieses Deutschland wollen. Seit die verantwortlichen 
Arrangeure des Novemberverbrechens regierungsfähig geworden sind, werden nicht mehr die 
Interessen der deutschen Nation vertreten, sondern nur mehr die Interessen der sie 
mißhandelnden Parteien. Überhaupt kann man nicht gut von Menschen eine Förderung 
deutscher Lebensnotwendigkeiten erwarten, denen Vaterland und Nation nur Mittel zum 
Zweck sind, die, wenn notwendig, um eigener Vorteile wegen schamlos geopfert werden. Ja, 
der so oft sichtbare Selbsterhaltungstrieb dieser Menschen und Parteien spricht in Wahrheit 
allein schon gegen jede Wiedererhebung der deutschen Nation, da der Freiheitskampf um die 
deutsche Ehre notwendigerweise Kräfte mobilisieren würde, die zum Untergang und zur 
Vernichtung der bisherigen Schänder der deutschen Ehre führen inüßten. Einen 
Freiheitskampf ohne allgemeine nationale Wiedererhebung gibt es nicht. Eine Erhebung aber 
des nationalen Gewissens und der nationalen Ehre ist nicht denkbar, ohne daß sie zum Gericht 
über die Verantwortlichen der bisherigen Entehrung werden würde. Der nachte 
Selbsterhaltungstrieb wird diese verkommenen Elemente und ihre Parteien zwingen, alle 
Schritte zu hintertreiben, die zu einer wirklichen Wiederauferstehung unseres Volkes führen 
könnten. Und der scheinbare Wahnsinn mancher Tat dieser Herostraten unseres Volkes, wird, 
sowie man erst die inneren Motive würdigt, zu einer planvoll geschickten, wenn auch infamen 
und erbärmlieben Handlung. 

In einer solchen Zeit, da aus Parteien solcher Art das öffentliche Leben seine Gestaltung 
erhält und durch einzelne Menschen minderwertigsten Charakters repräsentiert wird, ist es die 
Pflicht einer nationalen Reformbewegung, auch ihren eigenen außenpolitischen Weg zu 
gehen, der dereinst nach aller menschlichen Voraussicht und Vernunft zum Erfolg und Glück, 
des Vaterlandes führen muß. Soweit also dieser Vorwurf, eine Politik zu treiben, die nicht der 
offiziellen Außenpolitik entspricht, von marxistisch-demokratisch-zentrümlerischer Seite 
kommt, kann er mit der gebührenden Verachtung abgetan werden. Wenn bürgerlichnationale 
und sogenannte vaterländische Kreise ihn erheben, dann ist er wirklich nur der Ausdruck und 
das Symbol einer Gesinnung der Vereinsmeierei, die sich stets nur in Protesten übte und die 
es im Ernste gar nicht fassen kann, daß eine andere Bewegung den unzerstörbaren Willen 
besitzt, einmal Macht zu werden und in Voraussehung dieser Tatsache schon jetzt die 
notwendige Erziehung dieser Macht vorzunehmen. 



Seit dem Jahre 1920 habe ich die nationalsozialistische Bewegung mit allen Mitteln und mit 
aller Beharrlichkeit an den Gedanken eines Bündnisses zwischen Deutschland, Italien und 
England zu gewöhnen versucht. Es war dies sehr schwer, besonders in den ersten Jahren nach 
dem Kriege, da der Gott strafe England- Standpunkt unserem Volk zunächst noch jede 
Fähigkeit zum klaren [page 182] und nüchternen Denken auf außenpolitischem Gebiet 
geraubt hatte und weiterhin gefangen hielt. 

Auch Italien gegenüber war die Lage der jungen Bewegung unendlich schwer, besonders seit 
unter der Leitung des genialen Staatsmannes Benito Mussolini eine unerhörte Reorganisation 
des italienischen Volkes einsetzte, die den Protest der gesamten durch Weltfreimaurer 
dirigierten Staaten auf sich zog. Denn während bis zum Jahre 1922 die Fabrikanten der 
öffentlichen deutschen Meinung von den Leiden der durch ihre Verbrechen von Deutschland 
getrennten Volksteile überhaupt keine Notiz nahmen, begannen sie nun auf einmal Südtirol 
[auf] ihrer Aufmerksamkeit zu würdigen. Mit allen Mitteln einer gerissenen Journalistik und 
einer verlogenen Dialektik wurde das Südtiroler Problem zu einer Frage von 
außerordentlicher Bedeutung aufgebauscht, so daß am Ende in Deutschland und Österreich 
Italien einer Verfemung verfiel, wie sie keinem anderen der Siegerstaaten zuteil wurde. 
Wollte die nationalsozialistische Bewegung ihre außenpolitische Mission, getragen von der 
Überzeugung der unbedingten Notwendigkeit derselben, ehrlich vertreten, dann durfte sie 
nicht zurückzucken, den Kampf gegen dieses System der Lüge und Verwirrung aufzunehmen. 
Sie hatte dabei auf keinen Bundesgenossen zu rechnen, sondern mußte sich leiten lassen von 
dem Gedanken, daß man Heber auf Popularität billiger Art verzichten muß, als gegen eine 
erkannte Wahrheit, eine vorliegende Notwendigkeit und die Stimme seines eigenen 
Gewissens zu handeln. Selbst wenn man dabei unterliegen würde, dann wäre dies immer noch 
ehrenvoller, als sich an einem durchschauten Verbrechen zu beteiligen. 

Als ich im Jahre 1920 auf die Möglichkeit eines späteren Zusammengehens mit Italien 
hinwies, schienen tatsächlich wenigstens zunächst alle Voraussetzungen hiezu zu fehlen. 
Italien befand sich im Kranze der Siegerstaaten und nahm an den tatsächlichen oder auch nur 
vermeintlichen Vorteilen dieser Lage teil. Es schien im Jahre 1919 und 1920 gar keine 
Aussicht zu bestehen, daß sich in absehbarer Zeit das innere Gefüge der Entente lockern 
würde. Noch legte die gewaltige Weltkoalition allen Wert darauf, zu zeigen, daß sie ein in 
sich selbst geschlossener Sieges- und damit auch Friedens garant sei. Die Schwierigkeiten, die 
schon anläßlich der Abfassung der Friedensverträge zu Tage getreten waren, kamen der 
breiteren Öffentlichkeit um so weniger zum Bewußtsein, als eine geschickte Regie wenigstens 
nach außen hin stets den Eindruck einer vollkommenen Einheitlichkeit zu wahren vermochte. 
Dieses gemeinsame Auftreten war sowohl begründet in der durch die allgemeine gleichartige 
Kriegspropaganda erzielten öffentlichen Meinung, als aber auch in der noch immer 
unsicheren Furcht vor dem deutschen Riesen. Erst langsam erhielt die äußere Welt einen 
Einblick in die Größe des inneren Verfalls Deutschlands. Auch ein weiterer Grund wirkte bei 
der fast unlöslich scheinenden Zusammengehörigkeit der Siegerstaaten mit: Die Hoffnung der 
einzelnen, auf solche Weise bei der Beuteverteilung nicht übergangen zu werden. Endlich war 
es noch weiter die Angst, daß, wenn wirklich ein [page 183] Staat damals sich zurückgezogen 
haben würde, das Schicksal Deutschlands trotzdem keinen anderen Lauf genommen hätte, nur 
wäre der Nutznießer unseres Zusammenbruchs dann vielleicht Frankreich ganz allein 
gewesen. Denn in Paris dachte man natürlich nicht daran, eine Änderung der im Krieg 
betätigten Haltung gegen Deutschland herbeizuführen. Der Friede ist für mich die Fortsetzung 
des Krieges. Mit diesem Satz drückte der alte weißhaarige Clemenceau die wirklichen 
Absichten des französischen Volkes aus. 



Dieser wenigstens scheinbaren inneren Festigkeit der Siegerkoalition mit dem von Frankreich 
inspirierten unverrückbaren Ziel einer noch nachträglichen vollständigen Vernichtung 
Deutschlands stand eine vollkommene Planlosigkeit der deutschen Absichten gegenüber. 
Neben der erbärmlichen Schurkerei derjenigen, die im eigenen Lande Deutschland wider alle 
Wahrheit und wider ihr eigenes Wissen die Schuld am Kriege zuschoben und mit aller 
Frechheit [die] daraus die Berechtigung der feindlichen Erpressungen ableiteten, stand eine 
teils verschüchterte, teils unsichere nationale Seite, die glaubte, nun nach erfolgtem 
Zusammenbruch durch eine möglichst peinliche Rekonstruktion der Vergangenheit der 
Nation helfen zu können. Wir haben den Krieg verloren infolge eines Mangels an nationaler 
Leidenschaft gegen unsere Feinde. Es war die Meinung der nationalen Kreise, daß man 
deshalb erst recht diesen unheilvollen Mangel ersetzen müsse und im Frieden den Haß gegen 
die ehemaligen Gegner zu verankern habe. Dabei war es bemerkenswert, daß von Anbeginn 
an dieser Haß sich mehr gegen England und später Italien konzentrierte als gegen Frankreich. 
Gegen England, weil man dank der Bethmann Hollweg'schen Einschläferun gspolitik bis in 
die letzten Stunden an einen Krieg mit England nicht geglaubt hatte und damit seinen Eintritt 
als ein außerordentliches schändliches Verbrechen wider Treu und Glauben empfand. Bei 
Italien war der Haß angesichts der politischen Gedankenlosigkeit unseres deutschen Volkes 
erst recht verständlich. Man war von den offiziellen Regierungskreisen im Dunst und Nebel 
des Dreibundes so gefangen worden, daß schon das Nichtein greifen Italiens zugunsten 
Österreich-Ungarns und Deutschlands als Treubruch empfunden wurde. Im späteren 
Anschluß des italienischen Volkes, an unsere Feinde erblickte man aber eine grenzenlose 
Perfidie. Dieser gesammelte Haß entlud sich dann in dem echt bürgerlich-nationalen 
Donnerwort, und Kampfschrei: Gott strafe England. Da der liebe Gott nun ebensosehr bei den 
Stärkeren, Entschlosseneren wie auch lieber bei den Klügeren ist, hat er diese Strafe 
ersichtlich abgelehnt. Dennoch war wenigstens während des Krieges die Aufpeitschung 
unserer Nationalleidenschaft mit allen Mitteln nicht nur erlaubt, sondern selbstverständlich 
geboten. Es war nur von Übel, daß man, trotzdem die Leidenschaft bei uns nie zu hoch 
getrieben wurde, dennoch den Blick für die realen Wirklichkeiten verloren hatte. Es gibt in 
der Politik, keinen Justaments Standpunkt [note 118], und es war deshalb schon während des 
Krieges falsch, [page 184] besonders aus dem Eintritt Italiens in die Weltkoalition keine 
anderen Konsequenzen zu ziehen als nur die einer aufflammenden Wut und Empörung. Denn 
man hätte im Gegenteil die Pflicht gehabt, nun erst recht immer wieder die Möglichkeiten der 
Lage zu überprüfen, um jene Entschlüsse zu treffen, die für die Rettung der bedrohten 
deutschen Nation in Frage gekommen wären. Denn mit dem Eintritt Italiens in die Front der 
Entente war eine außerordentliche Erschwerung der Kriegslage nicht zu vermeiden, nicht 
etwa nur infolge des waffenmäßigen Zuwachses, den die Entente erhielt, sondern viel mehr 
noch infolge der moralischen Stärkung, die im Neuauftreten einer solchen Macht an der Seite 
der sieh bildenden Weltkoalition besonders für Frankreich liegen mußte. Pflichtgemäß hätte 
sich damals die politische Leitung der Nation entschließen müssen, koste es was es kosten 
wolle, den Zwei- und Dreifrontenkrieg zu beenden. Deutschland war nicht verantwortlich 
dafür, daß der korrupte, verschlampte österreichische Staat erhalten würde. Der deutsche 
Soldat kämpfte auch nicht für die Hausmachtpolitik des Erzhauses Habsburg. Das lag 
höchstens im Sinne unserer nicht kämpfenden Hurra- Schreier, aber nicht der ihr Blut 
vergießenden Front. Die Leiden und Nöte des deutschen Musketiers waren schon im Jahre 
1915 unermeßliche. Für die Zukunft und Erhaltung unseres deutschen Volkes konnte man 
diese Leiden fordern, für die Rettung des habsburgischen Großmachtswahnsinns aber nicht. 
Es war ein ungeheuerlicher Gedanke, Millionen deutscher Soldaten in einem aussichtslosen 
Krieg verbluten zu lassen, nur damit der Staat einer Dynastie erhalten bleibt, deren eigenste 
dynastische Interessen seit Jahrhunderten antideutsche gewesen sind. Dieser Wahnsinn wird 
einem erst vollkommen in seinem ganzen Umfang verständlich, wenn man sich vor Augen 
hält, daß das beste deutsche Blut vergossen werden mußte, damit im günstigsten Fall die 



Habsburger dann im Frieden wieder die Möglichkeit erhalten hätten, das deutsche Volk zu 
ent nationalisieren. Für diesen himmelschreienden Irrsinn hat man nicht nur selbst an zwei 
Fronten den ungeheuersten Bluteinsatz vornehmen müssen, nein, man war dann sogar noch 
verpflichtet, immer und immer wieder mit deutschem Fleisch und Blut die Lücken 
auszufüllen, die der Verrat und die Korruption in die Fronten des hohen Bundesgenossen 
gerissen hatten. Und dabei brachte man diese Opfer für eine Dynastie, die selbst bereit war, 
bei der ersten sich bietenden Gelegenheit den alles opfernden Verbündeten im Stich zu lassen. 
Und die dies dann später auch getan hat. Von dem Verrat allerdings da reden unsere 
bürgerlich-nationalen vaterländischen Patrioten so wenig, als sie von dem laufenden Verrat 
der mit uns verbündeten österreichischen Kriegsvölker sprechen, slawischer Nationalität, die 
regiments- und brigadeweise zum Gegner hinüberschwenkten, um am Ende sogar noch in 
eigenen Legionen am Kampfe gegen die teilzunehmen, die nur durch die Handlungen ihres 
Staates in dieses entsetzliche Unglück hineingerissen worden waren. Dabei würde Österreich- 
Ungarn niemals von sich aus an einem Krieg teilgenommen haben, der Deutschland betroffen 
hätte. Es ist mir der grenzenlosen Unkenntnis der österreichischen Verhältnisse [page 185] 
zuzuschreiben, die in Deutschland allgemein vorherrschte, daß man vielleicht da oder dort 
wirklich glaubte, im Dreibund einen auf Gegenseitigkeit begründeten Schutz zu haben. Es 
hätte die schlimmste Enttäuschung für Deutschland gegeben, wenn der Weltkrieg durch eine 
deutsche Veranlassung ausgebrochen wäre. Niemals hätte der in seiner slawischen Majorität 
und in seinem habsburgischen Herrscherhaus grundsätzlich antideutsch und reichsfeindlich 
eingestellte österreichische Staat den Waffenkampf zum Schutz und zur Hilfe Deutschlands 
gegen eine ganze andere Welt mit aufgenommen, so, wie das dummerweise Deutschland 
getan hat. Tatsächlich hatte Deutschland Österreich-Ungarn gegenüber nur eine einzige 
Verpflichtung zu erfüllen, nämlich: Das Deutschtum dieses Staates mit allen Mitteln zu retten 
und die verkommene, schuldbeladendste Dynastie, die das deutsche Volk je zu ertragen 
gehabt hat, zu beseitigen. 

Der Eintritt Italiens in den Weltkrieg hätte für Deutschland der Anlaß zu einer 
grundsätzlichen Revision seiner Stellung Österreich-Ungarn gegenüber sein müssen. Es ist 
nicht eine politische Tat oder gar der Ausfluß einer politischen Leitung von Klugheit und 
Fähigkeit, in einem solchen Fall keine andere Antwort zu finden als verbissene Wut und 
ohnmächtigen Grimm. So etwas ist im Privatleben schon Meistens schädlich, im politischen 
aber ärger als ein Verbrechen. Es ist eine Dummheit. 

Und selbst wenn dieser Versuch einer Änderung der bisherigen deutschen Einstellung zu 
keinem Erfolg geführt haben würde, dann würde er aber zumindest die politische Leitung der 
Nation freisprechen von der Schuld, es nicht versucht zu haben. Deutschland mußte auf jeden 
Fall versuchen, nach dem Eintritt Italiens in den Weltkrieg zu einer Beendigung des 
Zweifrontenkrieges zu kommen. Es war dann ein Sonderfrieden mit Rußland anzustreben, 
nicht nur auf dem Standp unkt eines Verzichts auf jede Auswertung der bisherigen von 
deutschen Waffen erfochtenen Erfolge im Osten, sondern sogar, wenn notwendig, unter 
Opferung von Österreich-Ungarn. Nur die vollkommene Loslösung der deutschen Politik von 
der Aufgabe, den österreichischen Staat zu retten und deren ausschließliche Konzentration auf 
die Aufgabe, dem deutschen Volk zu helfen, konnte noch eine Aussicht nach menschlichem 
Ermessen auf den Sieg gewähren. 

Im übrigen wäre bei einer Zertrümmerung Österreich-Ungarns die Angliederung von 9 
Millionen Deutschösterreichern an das Reich an sich ein vor der Geschichte und für die 
Zukunft unseres Volkes wertvollerer Erfolg gewesen als der in den Auswirkungen 
fragwürdige Gewinn einiger französischer Kohlen- oder Eisen gruben. Es muß aber immer 
wieder betont werden, daß die Aufgabe einer auch nur bürgerlich-nationalen deutschen 



Außenpolitik nicht die Erhaltung des Habsburgerstaates gewesen wäre, sondern 
ausschließlich nur die Rettung der deutschen Nation, einschließlich den 9 Millionen 
Deutschen in Österreich. Und sonst gar nichts, aber auch rein nichts. 

Die Reaktion der deutschen Reichsleitung auf die durch den Eintritt Italiens in den Weltkrieg 
geschaffene neue Lage war bekanntlich eine andere. Man [page 186] versuchte, nun erst 
recht, den österreichischen Staat der desertierenden slawischen Bundesbrüder zu retten, indem 
man das deutsche Blut in noch erhöhtem Maße zum Einsatz brachte und in der Heimat die 
Rache des Himmels auf den treulosen Verbündeten von einst herabbeschwor. Um aber sich 
selbst jede Möglichkeit einer Beendigung des Zweifrontenkrieges zu verriegeln, ließ man sich 
von der pfiffigen - und gerissenen Wiener Diplomatie zur Gründung des polnischen Staates 
bewegen. Damit war Jede Hoffnun, mit Rußland zu einer Verständigung zu kommen, die sich 
natürlich auf Kosten Österreich-Ungarns ausgewirkt hätte, von den Habsburgern 
schlauerweise unterbunden. Der deutsche Soldat aus Bayern und Pommern, Westfalen, 
Thüringen und Ostpreußen, aus Brandenburg, Sachsen und vom Rheine hatte damit die hohe 
Ehre erhalten, in furchtbaren, blutigsten Schlachten der Weltgeschichte sein Leben zu 
Hunderttausenden hinzugeben [für die Bildung] nicht etwa für die Rettung der deutschen 
Nation, sondern für die Bildungeines polnischen Staates, dem bei günstig ausgehendem 
Weltkrieg die Habsburger einen Repräsentanten gegeben hätten und der für Deutschland dann 
ein ewiger Feind gewesen wäre [note 119]. 

Bürger lich-nationale Staatspolitik. Wenn aber schon im Kriege diese Reaktion auf den 
italienischen Schritt unverzeihlicher Wahnwitz gewesen war, dann war die Konservierung der 
stimmungsmäßigen Reaktion auf den italienischen Schritt nach dem Kriege eine noch 
größere, kapitale Dummheit. 

Sicherlich befand sich Italien auch nach dem Kriege in der Koalition der Siegerstaaten und 
damit auch an der Seite Frankreichs. Aber es war selbst verständlich, da doch Italien nicht 
etwa aus profranzösischen Gefühlen in den Krieg eingetreten war. Die bestimmende Macht, 
die das italienische Volk dazu trieb, war ausschließlich der Haß gegen Österreich und die 
sichtbare Möglichkeit, den eigenen italienischen Interessen nützen zu können. Dies war der 
Grund des italienischen Vorgehens und nicht irgendeine phantastische Gefühlsregung für 
Frankreich. Daß nun Italien nach dem erfolgten Zusammenbruch seines verhaßten 
100jährigen Gegners weitgehende Konsequenzen zog, kann man als Deutscher mit tiefstem 
Schmerz fühlen, darf einem aber nicht die Sinne einer gesunden Vernunft nehmen. Das 
Schicksal hatte sich gewendet, Einst hatte Österreich über 800 000 Italiener unter seiner 
Herrschaft, und nun fielen 200 000 Österreicher unter die [page 187] Herrschaft Italiens. Daß 
diese uns interessierenden 200 000 deutscher Nationalität sind, ist die Ursache unseres 
Schmerzes. 

Mit der Aufhebung des ewigen latenten österreichisch-italienischen Konflikts sind die 
Zukunftsziele weder einer nationalen noch völkisch gedachten italienischen Politik erfüllt. Im 
Gegenteil, die enorme Steigerung des Selbst- und Machtbewußtseins des italienischen Volkes 
durch den Krieg und ganz besonders durch den Faszismus wird seine Kraft zur Verfolgung 
größerer Ziele nur erhöhen. Damit werden aber die natürlichen Interessengegensätze zwischen 
Italien und Frankreich immer mehr in Erscheinung treten. Und darauf konnte man schon in 
den Jahren 1920 [sie] rechnen und hoffen. Tatsächlich zeigten sich auch schon damals die 
allerersten Spuren einer inneren Disharmonie zwischen den beiden Staaten. Während die 
südslawischen Instinkte einer weiteren Schmälerung des österreichischen Deutschtums der 
ungeteilten Sympathie Frankreichs sicher waren, war die italienische Haltung schon in der 
Zeit der Befreiung Kärntens von den Slawen eine zumindest dem Deutschturn gegenüber sehr 



wohlwollende. Diese innere Umstellung Deutschland gegenüber zeigte sich auch in der 
Haltung italienischer Kommissionen in Deutschland selbst, am schärfsten anläßlich der 
Kämpfe in Oberschlesien. Man konnte jedenfalls schon damals den Beginn einer wenn auch 
zunächst nur leichten inneren Entfremdung zwischen den beiden lateinischen Nationen 
feststellen. Nach aller menschlichen Logik: und Vernunft und auf Grund aller bisherigen 
Erfahrungen der Geschichte muß diese Entfremdung sich immer mehr vertiefen und muß 
eines Tages beim offenen Kampf enden. Italien wird, es mag wollen oder nicht, um die 
Existenz und Zukunft seines Staates gegen Frankreich genauso kämpfen müssen wie 
Deutschland selbst. Es ist dabei nicht notwendig, daß Frankreich dabei stets im Vordergrund 
der Aktionen steht. Es wird aber an den Drähten derjenigen ziehen, die es in kluger Weise in 
finanzielle und militärische Abhängigkeit von sich gebracht hat, oder mit denen es durch 
gleichlaufende Interessen verbunden erscheint. Die italienisch-französische 
Auseinandermetzungkann endlich genauso am Balkan begonnen werden, wie sie in der 
lombardischen Tiefebene vielleicht ihr Ende findet. 

Angesichts dieser zwingenden Wahrscheinlichkeit einer späteren Verfeindung It ah ens mit 
Frankreich schien schon im Jahre 1920 gerade dieser Staat in erster Linie als ein zukünftiger 
Bundesstaat für Deutschland in Frage zu kommen. Diese Wahr s che inlichkeit steigerte sich 
zur Gewißheit, als mit dem Siege des Faszismus die schwächliche, am Ende doch 
internationalen Einflüssen unterhegende italienische Regierung beseitigt wurde und an ihre 
Stehe ein Regiment trat, das die ausschheßhche Vertretung der italienischen Interessen als 
Parole an seine Fahnen geheftet hatte. Eine schwache italienisch-demokratisch-bürgerliche 
Regierung konnte vielleicht unter Außerachtlassung der wirklichen italienischen 
Zukunfts aufgaben ein gekünsteltes Verhältnis mit Frankreich aufrechterhalten, ein 
nationalbewußtes und verantwortliches italienisches Regiment aber niemals. An dem Tag, an 
dem das Liktorenbündel italienisches Staatszeichen wurde, hat [page 188] der Kampf des 
dritten Roms um die Zukunft des italienischen Volkes seine geschichtliche Deklaration 
erhalten. Damit wird eine der beiden lateinischen Nationen den Platz am mittelländischen 
Meere räumen müssen, während die andere die Vorherrschaft als Preis dieses Ringens 
erhalten wird. 

Als nationalbewußter und vernünftig denkender Deutscher habe ich die feste Hoffnung und 
den stärksten Wunsch, daß dies Italien sein möge und nicht Frankreich. 

Damit wird aber mein Verhalten Italien gegenüber von zukunfts freudigen Motiven bewegt 
und nicht von unfruchtbaren Rückerinnerungen an den Krieg. 

Der Standpunkt, Hier werden Kriegserklärungen entgegengenommen, war als 
Waggonaufschrift bei Truppentransporten ein gutes Zeichen des sieghaften Vertrauens des 
einzig [sie] alten Heeres. Als politisches Bekenntnis aber eine verrückte Dummheit [note 
120]. Noch viel verrückter aber ist es, wehn man sich heute auf den Standpunkt steht, für 
Deutschland komme kein Bundesgenosse in Frage, der im Weltkrieg auf der Seite der Gegner 
stand und am Nutzen des Weltkrieges zu unseren Ungunsten teilnahm. Wenn Marxisten, 
Demokraten und Zentrümler einen solchen Gedanken zum Leitmotiv ihres pohtischen 
Handelns erheben, dann ist dies deshalb klar, weil diese verkommenste Koalition ja überhaupt 
niemals eine Wiedererhebung der deutschen Nation wünscht. Wenn aber nationale 
bürgerhehe und vaterländische Kreise solche Gedanken übernehmen, dann hört sich alles auf. 
Denn man nenne mir überhaupt dieMacht, die in Europa als Bundesgenosse in Frage 
kommen könnte und die sich nicht territorial auf unsere oder unserer damaligen Verbündeten 
Kosten bereichert hätte. Von dein Standpunkt aus betrachtet, scheidet dann von vorneherein 
aus Frankreich, weil es Eis aß- Lothringen geraubt hat und das Rheinland rauben will, Belgien, 



weil es Eupen und Malmedy besitzt, England, weil es unsere Kolonien, wenn auch nicht 
besitzt, aber dann doch zumindest zum größten Teil verwaltet; was das aber im Völkerleben 
heißt, weiß jedes Kind. Dänemark scheidet aus, weil es Nordschleswig genommen hat, Polen, 
weil es Westpreußen und Oberschlesien und Teile von Ostpreußen besitzt, die 
Tschechoslowakei, weil sie fast 4 Millionen Deutsche unterdrückt, Rumänien, weil es 
ebenfalls über 1 Million Deutsche annektiert hat, Jugoslawien, weil es nahezu 600 000 
Deutsche besitzt, und Italien, weil es Südtirol heute sein eigen nennt [note 121]. 

Damit sind die Bundesmöglichkeiten in Europa samt und sonders für unsere [page 189] 
national-bürgerlichen und vaterländischen Kreise unmöglich. Aber sie brauchen das ja auch 
gar nicht, denn sie werden durch die Flut ihrer Proteste und das Dröhneu ihres Hurrageschreis 
den Widerstand der anderen Welt teils ersticken, teils zum Einsturz bringen. Und dann 
werden sie ohne jeden Verbündeten, j a auch ohne alle Waffen, nur gestützt auf die 
Protestfestigkeit ihres Mundwerks, die geraubten Gebiete zurückholen, England noch 
nachträglich durch den lieben Gott strafen lassen, Italien aber züchtigen und der gebührenden 
Verachtung der gesamten Welt preisgeben — soferne sie nicht bis dorthin von ihren eigenen 
augenblicklichen außenpolitischen Verbündeten, den bolschewikischen und marxistischen 
Juden, an die Laternenpfähle gehängt worden sind. 

Dabei ist es bemerkenswert, daß unseren nationalen Kreisen bürgerlicher und vaterländischer 
Herkunft gar nicht zum Bewußtsein kommt, daß der stärkste Beweis für die Unrichtigkeit 
ihrer außenpolitischen Haltung in der Zustimmung der Marxisten, Demokraten und 
Zentrümler hegt, überhaupt besonders in der Zustimmung des Judentums. Aber man muß 
besonders unser deutsches Bürgerturn kennen, um sofort zu wissen, warum dies so ist. Sie 
sind alle unendlich glücklich, wenigstens eine Angelegenheit gefunden zu haben, in der die 
vermeintliche Einigkeit des deutschen Volkes hergestellt erscheint. Da kann es sich dabei 
ruhig schon um eine Dummheit handeln. Es ist trotzdem unendlich wohltuend für einen 
mutigen bürgerlichen und vaterländischen Politiker, in nationalen Kampftönen reden zu 
können, ohne vom nächsten Kommunisten dafür gleich eine Maulschelle zu empfangen. Daß 
ihnen diese aber nur deshalb erspart bleibt, weil ihre politische Auffassung national ebenso 
unfruchtbar wie jüdisch-marxistisch wertvoll ist, leuchtet diesen Menschen entweder nicht ein 
oder wird im Tiefinnersten verschwiegen. Es ist unerhört, welchen Umfang die Korruption 
der Lüge und Feigheit bei uns angenommen hat. 

(B) Als ich im Jahre 1920 die außenpolitische Einstellung der Bewegung nach Italien hin 
vornahm, stieß ich zunächst bei den nationalen Kreisen sowohl als auch bei den sogenannten 
vaterländischen auf vollständiges Unverständnis. Es war diesen Menschen einfach 
unbegreiflich, wie man entgegen der allgemeinen Verpflichtung zu dauernden Protesten einen 
politischen Gedanken, fassen konnte, der praktisch genommen, eine innere Liquidation einer 
der Feindschaften des Weltkrieges bedeutete. Überhaupt war es den nationalen Kreisen 
unverständlich, daß ich das Hauptgewicht der nationalen Tätigkeit nicht auf Proteste gelegt 
wissen wollte, die man vor der Münchner Feldherrnhalle oder irgendwo anders bald gegen 
Paris, dann wieder gegen London oder auch gegen Rom in den blauen Himmel 
hineinschmettert, sondern vielmehr auf die Beseitigung der zunächst im Innern Deutschlands 
für den Zusammenbruch Verantwortlichen. Anläßlich [page 190] des Pariser Diktats fand 
ebenfalls in München eine ganz flammende Protestkundgebung gegen Paris statt, die 
allerdings Herrn Clemenceau wenig Sorge bereitet haben dürfte, die mich aber veranlaßte, in 
aller Schärfe die dieser Protestelei entgegengesetzte nationalsozialis tische Einstellung 
herauszuarbeiten. Frankreich hat nur getan, was jeder Deutsche wissen konnte und wissen 
hätte müssen. Würde ich selbst Franzose sein, wäre ich selbstverständlich hinter Clemenceau 
gestanden. Gegen einen übermächtigen Gegner aus der Ferne dauernd bellen, ist ebenso 



unwürdig wie blöde. Die nationale Opposition dieser vaterländischen Kreise hätte 
demgegenüber ihre Zähne den Verantwortlichen und Schuldigen an der furchtbaren 
Katastrophe unseres Zusammenbruches in Berlin zeigen müssen. Allerdings war es 
angenehmer, gegen Paris Flüche auszustoßen, zu deren Verwirklichung angesichts der 
tatsächlichen Verhältnisse keine Möglichkeit vorlag, als gegen Berlin mit Taten aufzutreten. 

Dies galt insbesondere auch von den Vertretern jener bayerischen Staatspolitik, die allerdings 
schon durch die Tatsache ihrer bisherigen Erfolge die Art ihre Genialität genugsam erkennen 
läßt. Denn gerade die Männer, die dauernd vorgaben, Bayerns Hoheitsrechte wahren zu 
wollen, und die dabei auch die Erhaltung des außenpolitischen Betätigungsrechtes im Auge 
hatten, wären in erster Linie verpflichtet gewesen, positiv eine mögliche Außenpolitik so zu 
vertreten, daß Bayern damit zwangsläufig die Führung einer wirklich von großen 
Gesichtspunkten aus aufgefaßten nationalen Opposition in Deutschland erhalten hätte. Gerade 
der bayerische Staat hätte angesichts der vollständigen Zerfahrenheit der Reichspolitik oder 
der beabsichtigten Negierung aller wirklichen Erfolgsmöglichkeiten sich zum Wortführer 
einer Außenpolitik aufschwingen müssen, die nach menschlicher Voraussicht eines Tages die 
Beendigung der entsetzlichen Isolierung Deutschlands mit sich gebracht hätte. 

Allein auch dort in diesen Kreisen stand man der von mir vertretenen außenpolitischen 
Auffassungeines Zusammengehens mit Italien vollkommen gedankenlos dumm gegenüber. 
Statt sich in so großzügiger Weise zum Wortführer und Wahrer höchster nationaler deutscher 
Zukunftsinteressen aufzuschwingen, blinzelte man lieber von Zeit zu Zeit mit einem Auge 
nach Paris und beteuerte, indem man das andere zum Himmel emporschlug, die reichstreue 
Gesinnung einerseits, aber anderseits doch den Entschluß, Bayern zu retten, indem man den 
Norden bolschewistisch ausbrennen lasse. Ja, ja, es sind schon ganz besonders große geistige 
Phänomene, die der bayerische Staat mit der Vertretung seiner Hoheitsrechte betraut hat. 

Daß man angesichts einer solchen allgemeinen Mentalität vom ersten Tage an meiner 
außenpolitischen Auffassung, wenn schon nicht direkt ablehnend, dann doch zumindest 
gänzlich verständnislos gegenüberstand, darf niemand wundernehmen. Ich habe damals, 
aufrichtig gesagt, auch gar nichts anderes erwartet. Ich rechnete noch mit der allgemeinen 
Kriegspsychose und bemühte, mich nur, der eigenen Bewegung ein nüchternes 
außenpolitisches Denken anzuerziehen. 

[page 191] Irgendwelche offene Angriffe bette ich wegen meiner Italienpolitik damals noch 
nicht zu erdulden. Der Grund lag einerseits wohl darin, daß man sie im Augenblick für 
vollkommen ungefährlich hielt, und daß anderseits Italien selber ja ebenfalls eine den 
internationalen Einflüssen unterliegende Regierung hatte. Ja, im Hintergrund hoffte man 
vielleicht sogar, daß dieses Italien der bolschewistischen Seuche erHegen könnte und dann 
wäre es, zumindest für unsere Linkskreise, als Bundesgenosse an sich hochwillkommen 
gewesen. 

Außerdem konnte man damals auch nicht gut gerade von der Unken Seite gegen den Abbau 
einer Kriegsfeindschaft Stellung nehmen, da man sich in diesem Lager ja ohnehin 
unausgesetzt bemühte, das häßliche, entwürdigende und für Deutschland so ungerechtfertigte 
Gefühl des Kriegshasses auszurotten. Es wäre nicht leicht gewesen, aus diesen Kreisen heraus 
gegen mich einen Vorwurf zu erheben wegen einer außenpolitischen Auffassung, die ja als 
Voraus setzung für ihre Verwirklichung zumindest den Abbau des Kriegshasses zwischen 
Deutschland und Italien bedingt hätte. 

Ich muß aber noch einmal betonen, daß vielleicht der Hauptgrund, warum ich so wenig 



positiven Widerstand fand, für meine Gegner wohl in der vermuteten Harmlosigkeit, 
Undurchführbarkeit und damit auch Ungef ährlichkeit meiner Aktion lag. 

Dieser Zustand änderte sich fast wie mit einem Schlage, als Mussolini den Marsch nach Rom 
angetreten hatte. Wie auf Zauberwort begann von dieser Stunde an das Trommelfeuer der 
Vergiftung und Verleumdung durch die gesamte jüdische Presse gegen Italien einzusetzen. 
Und nun erst nach dem Jahre 1922 wurde die Südtiroler Frage aufgeworfen und, die 
Südtiroler selber mochten das wollen oder nicht, zum Angelpunkt des deutsch-italienischen 
Verhältnisses gemacht. Es dauerte nicht lange, dann wurde selbst der Marxismus Vertreter 
einer nationalen Opposition, und man konnte nun das einzigartige Schauspiel erleben, daß 
Juden und Deutschvölkische, Sozialdemokraten und vaterländische Verbändler, 
Kommunisten und nationales Bürgertum, Arm in Arm geistig über den Brenner zogen, um 
nun in gewaltigen Schlachten, allerdings ohne Blutvergießen, die Rückeroberung dieses 
Gebietes durchzuführen. Daß sich dabei für den Freiheitskampf um das Andreas -Hof er- Land 
auch noch diejenigen urbajuwarischen Vertreter staatlicher bayerischer Hoheitsrechte auf das 
lebhafteste interessierten, deren geistige Vorfahren vor etwa über 100 Jahren den guten 
Andreas Hofer an die Franzosen auslieferten und dann erschießen ließen, gab dieser kühnen 
nationalen Front noch einen ganz besonderen Reiz. 

Da es nun dem Wirken der jüdischen Pressemeute und ihren nachlaufenden national- 
bürgerlichen und vaterländischen Dummköpfen wirklich gelungen ist, das Südtiroler Problem 
zur Größe einer Lebensfrage der deutschen Nation aufzutreiben, sehe ich mich veranlaßt, 
dazu ausführlich Stellung zu nehmen. 

Der altösterreichische Staat hatte, wie schon betont, innerhalb seiner Grenzen etwas über 850 
000 Italiener. Genau stimmten die durch die österreichischen [page 192] Volkszählungen 
ermittelten Nationalitätenverhältnisse übrigens nicht. Man zählte nämlich nicht die 
Nationalität des einzelnen, sondern nur die von ihm angegebene Umgangssprache. Daß dies 
kein vollkommen klares Bild zu geben vermochte, liegt auf der Hand, allein es gehörte auch 
zur Schwäche des nationalen Bürgertums, sich selbst über die wirkliche Lage gerne täuschen 
zu lassen. Wenn man eine Sache nicht erfährt oder wenigstens nicht offen von ihr spricht, 
dann ist sie auch nicht. Die auf Grund eines solchen Vorgehens ermittelten Italiener oder 
besser, Menschen mit italienischer Umgangssprache, lebten zu einem sehr großen Teil in 

Tirol. Nach den Ergebnissen der Volkszählung des Jahres 1910 hatte Tirol Einwohner, 

davon zählten sich . . . Prozent zur italienischen Umgangssprache, während der Rest deutsch 

oder zum Teil auch ladinisch war. Mithin befanden sich im Erzherzogtum Tirol rund 

Italiener. Da diese gesamte Zahl auf das heutige von Italienern besetzte Gebiet entfällt, ist 
mithin, das Verhältnis der Deutschen zu den Italienern in dem gesamten von Italien besetzten 
Gebietsabschnitt Tirols ein solches von Deutschen zu Italienern. 

Es ist notwendig, das festzustellen, weil in Deutschland nicht wenige Menschen dank der 
Verlogenheit unserer Presse gar keine Ahnung davon haben, daß tatsächlich in dem unter dem 
Begriff Südtirol verstandenen Gebiet 2/3 Italiener und 1/3 Deutsche leben. Wer also für die 
Rückeroberung Südtirols im Ernst eintritt, würde dann nur einen Wandel der Dinge insoferne 
herbeiführen, als er statt 200 000 Deutsche unter italienischer Herrschaft 400 000 Italiener 
unter deutsche brächte [note 122]. 

Allerdings ist nun das Deutschtum in Südtirol vorwiegend im nördlichen Teil konzentriert, 
während das Italienertum den südlichen bewohnt. Würde also jemand eine national gerechte 
Lösung finden wollen, dann müßte er zunächst den Begriff Südtirol aus der allgemeinen 
Diskussion vollkommen ausschalten. Denn man kann nicht gut aus moralischen Gründen die 



Italiener befehden, weil sie ein Gebiet genommen haben, in dem sich neben 400 000 
Italienern auch 200 000 Deutsche befinden, wenn man selbst umgekehrt als Beseitigung 
dieses Unrechts dieses selbe Gebiet wieder für Deutschland gewinnen will, also von rein 
moralischem Standpunkt aus ein noch größeres Unrecht begehen will, als dies bei Italien der 
Fall ist [notel23]. 

Damit wird der Ruf nach einer Wiedereroberung Südtirols ganz dieselben moralischen 
Schwächen in sich haben, die man zur Zeit an der italienischen [page 193] Herrschaft in 
Südtirol entdeckt. Damit verliert dieser Ruf aber auch seine moralische Berechtigung Es 
könnten damit noch andere Gesichtspunkte geltend gemacht werden, die für eine 
Zurückgewinnung ganz Südtirols dann sprechen müßten. So könnte man von allgemein 
moralisch berechtigten Gefühlen heraus höchstens für die Zurückgewinnung jenes Teiles 
eintreten, der tatsächlich in überragender Mehrheit von Deutschen bewohnt ist. Dies ist ein 

räumlich engbegrenztes Gebiet von qkm. Selbst auf dem treffen aber auf rund 190 

000 Deutsche 64 000 Italiener und Ladiner und 24 000 sonstige Fremde, so daß das 
vollkommen deutsche Gebiet tatsächlich kaum 160 000 Deutsche umfaßt. 

Es gibt nun kaum eine derzeitige Grenze, die nicht ähnlich wie in Südtirol Deutsche vom 
Mutterland abschneidet. Ja, insgesamt sind allein in Europa nicht weniger als . . . Millionen 
Deutsche vom Reiche getrennt. Davon leben . . . Millionen unter ausgesprochener 
Fremdherrschaft und nur . . . Millionen und zwar in Deutschösterreich und der Schweiz unter 
wenigstens für den Augenblick die Nationalität nicht bedrohenden Verhältnissen. Dabei 
handelt es sich hier in einer ganzen Reihe von Fällen um zahlenmäßig ganz andere Komplexe 
unseres Volkstums gegen Südtirol. 

So furchtbar diese Tatsache für unser Volk ist, so schuldig daran sind diejenigen, die heute 
über Südtirol ihr Geschrei erheben. Sowenig aber kann man jedenfalls selbst bei Übernahme 
einer rein bürgerlichen Grenzpolitik das Schicksal des gesamten noch übriggebliebenen 
Reiches einfach abhängig machen von den Interessen dieser verlorenen Gebiete oder gar von 
den Wünschen eines einzelnen davon. 

Denn etwas muß zunächst auf das allerschärfste zurückgewiesen worden: Es gibt kein heiliges 
deutsches Volk in Südtirol, wie die vaterländischen Verbändler daherschwätzen. Sondern dem 
deutschen Volkstum hat alles gleich heilig zu sein, was zu ihm gerechnet werden muß. Es 
geht nicht an, einen Südtiroler höher einzuschätzen als einen Schlesier, Ostpreußen oder 
Westpreußen, der unter polnischer Herrschaft geknechtet wird. Es geht auch nicht an, einen 
Deutschen der Tschechoslowakei als wertvoller anzusehen als einen Deutschen im Saargebiet 
oder aber auch in Elsaß-Lothringen. Das Recht, das Deutschtum der abgetrennten Gebiete 
nach besonderen Werten zu sortieren, könnte höchstens aus einer analytischen Prüfung ihrer 
jeweils ausschlaggebenden und dominierenden rassischen Grundwerte erwachsen. Allein 
gerade diesen Maßstab legt die erhobene Protestvereinigung gegen Italien am allerwenigsten 
an. Er würde auch für den Tiroler in den heutigen abgetretenen Gebieten unbedingt keinen 
höheren Wertfaktor ergeben als, sagen wir, für einen Ost- oder Westpreußen [note 124]. 

An sich nun kann die außenpolitische Aufgabe des deutschen Volkes nicht bestimmt werden 
von den Interessen eines der vom Reich ab gesplitterten Teile. Denn in Wirklichkeit wird ja 
diesen Interessen dadurch nicht gedient, da ja eine praktische Hilfe die wiedergewormene 
Macht des Mutterlandes voraussetzt, [page 194] Damit kann aber der einzige Gesichtspunkt, 
der für die außenpolitische Stellungnahme in Frage kommt, nur der sein, der am schnellsten 
und ehesten die Wiederherstellung der Unabhängigkeit und Freiheit des staatlich 
zusammengefaßten Restbestandes der Nation sein [sie]. 



Das heißt mit anderen Worten: Selbst wenn eine deutsche Außenpolitik gar kein anderes Ziel 
kennen würde als die Rettung des heiligen Volkes in Südtirol, das heißt die 190000 
Deutschen, die dabei wirklich in Frage kämen, dann wäre aber erst die Voraussetzung hiezu 
die Erringung der politischen Unabhängigkeit sowie der militärischen Machtmittel 
Deutschlands. Denn daß der österreichische Proteststaat den Italienern Südtirol nicht 
entreißen wird, dürfte doch ziemlich klar sein. Ebenso klar aber muß es dann auch sein, daß 
selbst, wenn die deutsche Außenpolitik gar kein anderes Ziel kennen würde als die 
tatsächliche Befreiung Südtirols, sie ihre Handlungen aber erst recht von solchen 
Gesichtspunkten und Momenten bestimmen lassen müßte, die die Voraussetzungen zur 
Wiedergewinnung der politischen und militärischen Machtmittel gewähren. Damit dürfte man 
also erst recht nicht Südtirol in den Brennpunkt der außenpolitischen Erwägungen stellen, 
sondern müßte [note 125] im Gegenteil erst recht von jenen Gedanken beherrschen und leiten 
lassen, die eben gestatten, die derzeitig bestehende gegen Deutschland gerichtete 
Weltkoalition zu zerbrechen. Denn endlich würde auch durch Deutschland Südtirol nicht dem 
Deutschtumzurückgegeben werden durch das Herunterleiern einer tibetanischen 
Gebetsmühle von Protesten und Entrüstungen, sondern durch den Einsatz des Schwertes. 

Wenn also Deutschland selbst dieses Ziel besäße, müßte es nichtsdestoweniger immer wieder 
und zwar dann erst recht nach einem Bundesgenossen suchen, der der deutschen 
Machtgewinnung Hilfe leisten würde. Nun könnte man sagen, daß für diesen Fall Frankreich 
in Frage käme. Da allerdings trete ich als Nationalsozialist schärfstens dagegen auf. 

Es kann schon sein, daß Frankreich sich bereit erklären würde, Deutschland als Hilfsvolk 
gegen Italien mitmarschieren zu lassen, ja, es kann sogar sein, daß man uns dann gnädig als 
Anerkennung unserer Blutopfer und als spärliches Pflaster für unsere Wunden Südtirol 
zusprechen würde, allein was hätte ein solcher Sieg für Deutschland zu bedeuten? Könnte 
unser Volk dann etwa leben, weil es 200000 Südtiroler mehr besitzt? Oder glaubt man nicht, 
daß Frankreich, wenn es erst mit deutscher Waffenhilfe den lateinischen Konkurrenten am 
Mittelmeer geschlagen hätte, sich erst recht wieder gegen Deutschland wenden würde? Auf 
alle Fälle aber sein altes politisches Ziel der Auflösung Deutschlands erst recht befolgen 
würde? 

Nein, wenn für Deutschland überhaupt eine Wahl bleibt zwischen Frankreich und Italien, 
dann kann nach aller menschlichen Vernunft für Deutschland nur Italien in Frage kommen. 
Denn ein Sieg mit Frankreich über Italien bringt uns Südtirol und im übrigen ein stärkeres 
Frankreich als nachträglichen Feind. Ein Sieg Deutschlands über Frankreich mit Hilfe Italiens 
bringt uns Elsaß-Lothringen [page 195] als mindestes und als höchstes aber die Freiheit zur 
Durchführung einer wirklich großzügigen Raumpolitik [note 126]. Und davon allein kann auf 
die Dauer in der Zukunft Deutschland leben und nicht von Südtirol. Es. geht aber eben nicht 
an, aus den gesamt abgetrennten Gebieten eines und zwar das lebensunwichtigste 
herauszugreifen und die gesamten Interessen eines 70 Millionen Volkes auf das Spiel zu 
setzen, ja, einfach auf seine Zukunft zu verzichten, damit der unselige deutsche phantastische 
Hurra-Patriotismus für den Augenblick seine Befriedigung erhält. Und dabei alles nur eines 
reinen Phantoms wegen, da ja in der Wirklichkeit Südtirol damit so wenig geholfen wird als 
jetzt. 

An sich hat die nationalsozialistische Bewegung das deutsche Volk dahin zu erziehen, daß es 
für die Gestaltung seines Lebens den Bluteinsatz nicht scheut. Allein ebenso ist unser Volk zu 
erziehen, dahin, daß ein solcher Bluteinsatz wenigstens in der kommenden Geschichte 



niemals mehr für Phantome stattfinden darf. 

Unsere Protestpatrioten und vaterländischen Verbändler mögen aber doch gefälligst einmal 
sagen, wie sie sich die Rückeroberung von Südtirol anders vorstellen als mit Waffengewalt. 
Sie mögen doch einmal die Ehrlichkeit aufbringen, um einzugestehen, ob sie im Ernst daran 
glauben, daß Italien, eines Tages einfach mürbe gemacht durch die Rederei und Protesteleien, 
Südtirol herausgeben wird, oder ob sie nicht auch überzeugt sind, daß ein Staat von einigem 
vorhandenen Nationalbewußtsein ein Gebiet, um das er endlich 4 Jahre lang gekämpft hat, nur 
unter der Not der Waffenentscheidung wieder opfern wird. Sie mögen nicht immer davon 
reden, daß wir oder ich auf Südtirol verzichtet hätten. Diese infamen Lügner wissen sehr 
wohl, daß zumindest, was meine Person anbetrifft, ich in der Zeit, in der über das Schicksal 
Südtirols mitentschieden wurde, an der Front gekämpft habe, etwas, was nicht wenige der 
heutigen Vereinsprotestler damals versäumten. Daß aber in dieser selben Zeit die Kräfte, mit 
denen unsere vaterländischen Verbände und unser nationales Bürgertum heute gemeinsame 
Außenpolitik machen und gegen Italien hetzen, den Sieg mit allen Mitteln sabotiert haben, 
daß der Internationale Marxismus, die Demokratie und das Zentrum schon im Frieden nichts 
versäumten, um die Schwertkraft unseres Volkes zu schwächen und zu lähmen, und daß sie 
endlich im Kriege eine Revolution organisierten, die zum Zusammenbruch der deutschen 
Heimat und damit des deutschen Heeres führen mußte. 

Durch diese Tätigkeit dieser Menschen und die verfluchte Schwäche und Ohnmacht unserer 
heutigen bürgerlichen Protestmeier ist auch Südtirol dem deutschen Volk verlorengegangen. 
Es ist eine erbärmliche Fälschung dieser sogenannten nationalen Patrioten, wenn sie heute 
von einem Verzicht auf Südtirol reden. Nein, meine sehr geehrten Herren, winden Sie sich 
und drehen Sie sich nur nicht so feige um das richtige Wort herum. Sind [sie] Sie doch nicht 
zu feige auszusprechen, daß es [page 196] sich heute nur um eine Eroberung Südtirols 
handeln könnte. Denn den Verzicht, meine Herren nationalen Verbandsprotestler, haben ihre 
derzeitigen hohen Verbündeten, die marxistischen Landesverräter von einst, in aller Form 
staatsrechtlich vollzogen. Und die einzigen, die gegen dieses Verbrechen damals offen 
Stellungzu nehmen den Mut hatten, das waren nicht Sie, meine Herren nationale Verbändler 
und bürgerliche Politikusse, sondern das war die kleine nationalsozialistische Bewegung, und 
das war in erster Linie ich selbst. Jawohl, meine Herren, als von Ihrer Existenz infolge ihrer 
Schweigsamkeit in Deutschland kein Mensch eine Ahnung hatte, so waren Sie in den 
Mauslöchern verkrochen, da trat ich damals im Jahre 1919 und 1920 gegen die Schande der 
Unterzeichnung der Friedensverträge auf. Und zwar nicht im geheimen, hinter vier Wänden, 
sondern öffentlich. Damals aber waren Sie noch so feige, daß Sie nicht einmal wagten, in 
unsere Versammlungen zu kommen, aus Angst, von ihren heutigen außenpolitischen 
Verbündeten, den marxistischen Straßenstrolchen, verprügelt zu werden. 

Die Männer, die den Friedensvertrag von St. Germain unterzeichnet haben, waren so wenig 
als die unterzeichnet des Vertrages von Versailles Nationalsozialisten. Es waren dies 
Angehörige der Parteien, die durch diese Unterzeichnung nur ihrem jahrzehntelangen 
Landesverrat die letzte Krönung aufsetzten. Wer heute an Südtirols Schicksal etwas ändern 
will, der kann nicht mehr verzichten, weil schon in aller Form durch die heutigen Protestler 
einst verzichtet wurde, sondern der könnte es höchstens zurückerobern. 

Dagegen allerdings wende ich mich auf das fanatischste und sage diesem Bestreben den 
alleräußersten Widerstand an und werde die Männer, die unser Volk in dieses ebenso blutige 
wie wahnsinnige Abenteuer hineinzusetzen versuchen, mit dem äußersten Fanatismus 
bekämpfen [note 127]. Ich habe den Krieg nicht vom Stammtisch aus kennengelernt. Ich war 
auch nicht einer von denen, die in diesem Kriege irgend etwas zu befehlen oder zu 



kommandieren hatten. Ich war nur ein gewöhnlicher Soldat, dem 4 1/2 Jahre lang befohlen 
wurde, der nichtsdestoweniger seine Pflicht ehrlich und treu erfüllte. Ich hatte aber damit das 
Glück, den Krieg kennenzulernen, wie er ist und nicht man ihn gern sehen möchte. Ich war 
bis zur letzten Stunde dieses Krieges selbst als einfacher Soldat, der nur seine Schattenseiten 
kannte, für den Krieg, weil ich die Überzeugung besaß, daß nur im Sieg die Rettung unseres 
Volkes liegen könnte. Da aber nun ein Friede ist, den andere verbrochen haben, sträube ich 
mich auf das äußerste gegen einen Krieg, der nicht dem deutschen Volke nützen würde, 
sondern nur jenen, die schon einmal die Blutopfer unseres Volkes freventlich für ihre 
Interessen verkauften. Ich habe die Überzeugung, daß es mir einst nicht an Entschlossenheit 
fehlen wird, wenn nötig auch die Verantwortung für einen Bluteinsatz des deutschen Volkes 
zu tragen [note 128], aber ich wehre mich, daß auch nur ein einziger Deutscher auf ein 
Schlachtfeld geschleppt wird, aus dessen Blut nur Narren oder Verbrecher ihre Pläne nähren. 
Wer die [page 197] unerhörten Schrecken und den furchtbaren Jammer eines modernen 
Krieges überdenkt, die grenzenlose Beanspruchung der Nervenkräfte eines Volkes erwägt, der 
muß scheu werden bei dem Gedanken, daß ein solches Opfer verlangt werden könnte für 
einen Erfolg, der im günstigsten Falle diesem Einsätze niemals entsprechen kann. Und ich 
weiß auch, wenn heute Südtirols Volk, soweit es auch nur deutsch denkt, in einer einzigen 
Front versammelt würde, und vor den Augen dieser Zuschauer die 100000 und 
Hunderttausende der Toten erscheinen würden, die der Kampf um sie unserem Volk 
auferlegen würde, dann führen 300 000 Hände abwehrend zum Himmel empor, und die 
Außenpolitik der Nationalsozialisten wäre gerechtfertigt. 

Das Furchtbare an dem allem aber ist, daß man mit diesen entsetzlichen Möglichkeiten spielt, 
ohne daß man aber auch nur daran denkt, den Südtirolern helfen zu wollen. 

Indem der Kampf um Südtirol heute von denen geführt wird, die einst ganz Deutschland dem 
Verderben preisgegeben haben, ist ihnen auch Südtirol nur mehr ein Mittel zum Zweck, das 
sie mit eiskalter Gewissenlosigkeit anwenden, um ihre infamen, im höchsten Sinne des 
Wortes antideutschen Instinkte befriedigen zu können. Es ist der Haß gegen das heutige 
nationalbewußte Italien, und es ist vor allem der Haß gegen die neue Staatsidee dieses Landes 
und am allerhöchsten der Haß gegen den überragenden italienischen Staatsmann, der sie 
veranlaßt, mit Hilfe, Südtirols die deutsche Öffentlichkeit aufzuputschen. Denn wie 
gleichgültig ist doch in Wirklichkeit diesen Elementen das deutsche Volk. Während sie mit 
Krokodilstränen in den Augen Südtirols Schicksal beklagen, jagen sie ganz Deutschland 
einem Schicksal entgegen, das schlimmer ist als das der abgetrennten Gebiete. Während sie 
im Namen der nationalen Kultur gegen Italien protestieren, verpesten sie die Kultur der 
deutschen Nation im Inneren, zerstören unser gesamtes Kulturempfinden, vergiften die 
Instinkte unseres Volkes und vernichten selbst die Leistungen der vergangenen Zeiten. Hat 
eine Zeit ein moralisches Recht, im Namen der Kultur gegen das heutige Italien aufzutreten 
oder die deutsche Kultur davor in Schutz zu nehmen, die im Inneren unser gesamtes Theater, 
unsere Literatur, bildende Kunst auf das Niveau von Schweinen herunterdrückt? Für die 
deutsche Kultur der Südtiroler sind die Herren der Bayerischen Volkspartei, der 
Deutschnationalen und selbst der marxistischen Kulturschänder besorgt, aber die Kultur der 
Heimat lassen sie durch die erbärmlichsten Machwerke ungestört beleidigen, liefern die 
deutschen Bühnen der Rassenschande eines Jonny spielt auf [note 129] aus und wehklagen 
heuchlerisch über die Unterdrückung des deutschen [page 198] Kulturlebens in Südtirol, 
während sie selbst in der Heimat diejenigen auf das blutigste verfolgen, die die deutsche 
Kultur vor der bewußten und gewollten Zerstörung in Schutz nehmen wollten. Hier hetzt die 
Bayerische Volkspartei die Staatsgewalt gegen diejenigen, die Protest erheben gegen die 
infame Schändung der Kultur unseres Volkes. Was tun sie, diese besorgten Hüter der 
deutschen Kultur in Südtirol, in Deutschland selbst zum Schutz der deutschen Kultur? Sie 



haben das Theater zum Niveau des Bordells heruntersinken lassen, zur Stätte der 
demonstrierten Rassenschande, lassen das Kino zur Verhöhnung von Anstand und Sitte alle 
Fundamente unseres Volkslebens zerstören, sie sehen zu bei der kubistischen und 
dadaistischen Vernarrung unserer bildenden Kunst [note 130], sie selbst protegieren die 
Fabrikanten dieses gemeinen Betruges oder Irrsinns, sie lassen die deutsche Literatur in 
Schlamm und Schmutz versinken und liefern das gesamte geistige Leben unseres Volkes dem 
internationalen Juden aus. Und dasselbe erbärmliche Pack hat dann die freche Stirne, für die 
deutsche Kultur in Südtirol einzutreten, wobei ihnen aber naturgemäß als Ziel nur die 
Verhetzung zweier Kulturvölker vorschwebt, um sie am Ende desto leichter auf das Niveau 
ihrer eigenen kulturlosen Erbärmlichkeit drücken zu können. 

So ist es aber in allem. 

Sie klagen über die Verfolgung der Deutschen in Südtirol, und das sind dieselben Menschen, 
die in Deutschland jeden auf das blutigste befehden, der unter Nationalsein etwas anderes 
versteht, als sein Volk der Syphilitisierung durch Juden und Neger wehrlos auszuliefern. 
Dieselben Leute, die für die Gewissensfreiheit der Deutschen in Südtirol rufen, unterdrücken 
sie in Deutschland selbst auf das hundsgemeinste. Noch niemals ist die Freiheit der Äußerung 
seiner nationalen Gesinnung in Deutschland so geknebelt worden als unter der Herrschaft 
dieses verlogenen Partei gesindels, das sich anmaßt, für die Gewissensrechte und nationalen 
Freiheiten ausgerechnet in Südtirol eine Lanze zu brechen. Sie jammern über jedes Unrecht, 
das einem Deutschen in Südtirol zugefügt wird, aber schweigen über die Morde, die diese 
marxistischen Straßenstrolche in Deutschland Monat für Monat am nationalen Element 
verbrechen, und mit ihnen schweigt dieses ganze saubere nationale Bürgertum einschließlich 
der vaterländischen Protestler. In einem einzigen Jahr, das heißt, es sind erst fünf Monate 
dieses Jahres verstrichen, wurden allein aus den Reihen der nationalsozialistischen Bewegung 
neun Menschen unter zum Teil viehischen Begleitumständen ums Leben gebracht und über 
600 verwundet [note 131]. Da schweigt diese ganze verlogene Brut, aber wie würden sie 
brüllen, [page 199] wenn nur eine einzige solche Tat vom Faszismus am Deutschtum in 
Südtirol verbrochen würde. Wie würden sie die ganze Welt zur Rebellion aufrufen, wenn 
auch nur ein Deutscher in Südtirol von Faszisten unter ähnlichen Umständen abgeschlachtet 
würde, wie sie das marxistische Mordgesindel in Deutschland anwendet, ohne daß dies die 
Entrüstung dieser sauberen Phalanx zur Rettung des deutschen Volkes hervorruft. Und wie 
haben doch dieselben Menschen, die gegen die behördliche Verfolgung der Deutschen in 
Südtirol feierlichst protestieren, die ihnen unbequemen Deutschen im Reiche selbst verfolgt. 
Wie hat man hier, angefangen von den U-Boothelden bis zu den Rettern Oberschlesiens, die 
Männer, die erst ihr Blut für Deutschland einsetzten, in Ketten vor Gerichtshöfe geschleift 
und endlich zu Zuchthausstrafen verurteilt und alles nur, weil sie aus glühender Liebe zum 
Vaterland ihr Leben hundert- und aberhundertmal eingesetzt haben, während dieses 
erbärmliche Protestgesindel sich unauffindbar irgendwo verkrochen hatte [note 132]. Sie 
mögen die Zuchthausstrafen zusammenrechnen, die in Deutschland für Taten verhängt 
worden sind, die in einem nationalbewußten Staat mit höchsten Auszeichnungen belohnt 
worden wären. Wenn heute Italien einen Deutschen in Südtirol in Haft setzt, dann zetert 
augenblicklich das ganze deutsche nationale und marxistische Zeitungspack. Daß man aber in 
Deutschland auf bloße Denunziation hin monatelang in Gefängnisse kommen kann, daß 
Haussuchungen, Verletzung des Briefgeheimnisses, Telefonabhören, also lauter 
verfassungswidrige Beraubungen der durch die bürgerlichen Rechte garantierten persönlichen 
Freiheit dieses Staates an der Tagesordnung sind, das übergehen sie vollständig. Und unsere 
sogenannten nationalen Parteien mögen ja nicht sagen, daß dies mir im marxistischen Preußen 
möglich ist. Erstens sind sie mit denselben Marxisten heute Arm in Arm außenpolitisch 
verbrüdert und zweitens haben dieselben nationalen [page 200] Parteien an der 



Unterdrückungeines wirklichen selbstbewußten Nationalismus denselben Anteil. Im 
nationalen Bayern hat man den todkranken Dietrich Eckart [note 133] trotz vorliegender 
ärztlicher Zeugnisse ohne auch nur die Spur von irgendeiner Schuld als höchstens der seiner 
unbestechlichen nationalen Gesinnung in seine sogenannte Schutzhaft geworfen und so lange 
in ihr verwahrt, bis er endlich zusammenbrach und zwei Tage nach seiner Entlassung starb. 
Dabei ist dies Bayerns größter Dichter gewesen, freilich er war ein nationaler Deutscher und 
hat kein Jonny spielt auf verbrochen, und folglich existierte er für diese Verfechter der 
nationalen Kultur nicht. So wie ihn diese Nationalpatrioten erst umgebracht haben, so 
schweigen sie heute seine Werke tot, denn er ist ja eben nur ein Deutscher gewesen und guter 
Bayer dazu und kein Deutschland besudelnder internationaler Jude. In dem Fall wäre er dieser 
Patriotenliga heilig gewesen, so aber handelten sie ihrer national-bürgerlichen Gesinnung 
gemäß nach dem in der M ünchner Polizeidirektion offen ausgesprochenen Zuruf: Nationales 
Schwein verrecke. Das sind aber dieselben deutschbewußten Elemente, die die Empörung der 
Welt mobilisieren, wenn man in Italien dummerweise einen Deutschen auch nur in Haft setzt. 

Als man in Südtirol einige Deutsche auswies, da [mob] riefen wieder dieselben Leute das 
ganze deutsche Volk zur hellen Empörung auf, aber sie vergessen nur hinzuzufügen, daß man 
in Deutschland selbst die Deutschen am meisten gehetzt hat. Das nationale Bayern unter einer 
bürgerlich nationalen Regierung hat Dutzende von Deutschen ausgewiesen und alles nur, weil 
sie politisch infolge ihres kompromißlosen Nationalismus der herrschenden fauligen 
Bürgerschichte nicht paßten [note 134]. Da kannte man dann auf einmal nicht mehr die 
Stammesbruderschaft zum Deutschösterreicher, sondern nur mehr den Ausländer. Dabei blieb 
es aber bei der Ausweisung von sogenannten ausländischen Deutschen gar nicht stehen. Nein, 
dieselben bürgerlich-nationalen Heuchler, die gegen Italien flaminende Proteste schleudern, 
weil man dort einen Deutschen aus Südtirol auswies und in eine andere Provinz abschob, 
haben aus Bayern Dutzende von Deutschen mit deutscher Staatsangehörigkeit, die im 
deutschen Heere 4 1/2 Jahre lang für Deutschland gekämpft haben, schwer verwundet worden 
sind und höchste Auszeichnungen hatten, aus Bayern ausgewiesen. Ja, so sehen sie aus, diese 
bürgerlich-nationalen Heuchler, die nun in Entrüstung gegen Italien toben, während sie selbst 
Schande über Schande im eigenen Volk auf sich geladen haben. 

Sie wehklagen über die Entnationalisierung in Italien und entnationalisieren dabei das 
deutsche Volk in der eigenen Heimat. Kämpfen gegen jeden, der der blutsmäßigen Vergiftung 
unseres Volkes entgegentritt, ja sie verfolgen jeden [page 201] Deutschen, der der durch sie 
in Szene gesetzten und protegierten Entdeutschung, Vernegerungund Verjudung unseres 
Volkes in den Großstädten sich entgegenstemmt, auf das unverschämteste und 
rücksichtsloseste und versuchen, sie durch das verlogene Vorbringen einer Gefährdung 
religiöser Einrichtungen in das Gefängnis zu bringen. 

Als in Meran ein italienischer Exaldo das dortige Kaiserin- Elisabeth-Denkmal beschädigte, 
erhoben sie ein wildes Geschrei und konnten sich nicht beruhigen, obwohl ein italienisches 
Gericht den Täter mit 2 Monaten Gefängnis bestraft hatte. Daß man aber in Deutschland 
selbst die Denkmäler und Erinnerungen an die vergangene Größe unseres Volkes 
ununterbrochen besudelt, das interessiert sie nicht. Daß man in Frankreich fast sämtliche an 
Deutschland erinnernden Monumente in Elsaß- Lothringen zerstört hat, ist ihnen gleich, daß 
die Polen planmäßig alles verwüsten, was auch nur an den deutschen Namen erinnert, regt sie 
nicht auf, ja daß erst in diesen Monaten in, Bromberg der Bismarckturm ganz offiziell 
gesprengt wurde [note 135], das alles läßt sie kühl, diese Kämpen der nationalen Ehre unseres 
Volkes. Wehe aber, wenn so etwas in Südtirol der Fall wäre. Denn das ist für sie auf einmal 
heiliges Land geworden. Das Vaterland aber selbst, die Heimat, die kann zur Hölle gehen. 



Gewiß, auch in Südtirol hat es auf italienischer Seite mehr als eine unkluge Handlung 
gegeben, und der Versuch, das deutsche Element planmäßig zu entnationalisieren, ist ebenso 
unklug wie im Ergebnis fragwürdig, allein das Recht, dagegen zu protestieren, haben nicht 
diejenigen, die zum Teil Schuld sind an dem allen und zum anderen eine nationale Ehre ihres 
Volkes tatsächlich gar nicht kennen, sondern dieses Recht hätten nur diejenigen, die bisher 
wirklich für deutsche Interessen und deutsche Ehre kämpften. Das war in Deutschland 
ausschließlich die nationalsozialistische Bewegung. 

Die ganze innere Verlogenheit der Hetze gegen Italien wird aber sichtbar, wenn man die 
Handlungen der Italiener vergleicht mit den Handlungen, die Franzosen, Polen, Belgier, 
Tschechen, Rumänen und Südslawen am Deutschtum verbrochen haben. Daß Frankreich 
insgesamt über 1/4 Million Deutsche aus Elsaß-Lothringen überhaupt ausgewiesen hat, also 
mehr Menschen als ganz Südtirol Einwohner zählt, das ist ihnen wurst. Und daß die 
Franzosen heute jede Spur des Deutschtums in Elsaß-Lothringen auszurotten versuchen, 
hindert nicht, mit Frankreich sich zu verbrüdern, selbst wenn dauernde Maulschellen die 
Pariser Antwort sind. Daß die Belgier mit einem Fanatismus sondergleichen das deutsche 
Element verfolgen, daß die Polen über 17000 Deutsche zum Teil unter geradezu bestialischen 
Begleitumständen hingeschlachtet haben, ist kein Anlaß zu einer Erregung, daß sie [page 
202] endliche [note 136] Zehntausende von Haus und Hof vertrieben und, haum mit einem 
Hemd bekleidet, über die Grenze trieben, das sind lauter Dinge, die unsere bürgerlichen und 
vaterländischen Protestschwindler nicht in Harnisch zu bringen vermögen. Überhaupt, wer die 
wirkliche Gesinnung dieses Packs kennenlernen will, der braucht sich nur zurückerinnern an 
die Art und Weise, mit der man den Flüchtlingen schon damals entgegengekommen ist. 
Damals blutete ihnen nicht das Herz, so wenig, wie es dies heute tut, als die Zehntausende der 
unglücklich Vertriebenen zum Teil in förmlichen Konzentrationslagern sich wieder auf dem 
Boden ihrer teueren Heimat befanden und nun wie Zigeuner von Ort zu Ort abgeschoben 
wurden. Noch sehe ich vor mir die Zeit, in der die ersten Ruhrflüchtlinge nach Deutschland 
kamen und nun von Polizeidirektion zu Polizeidirektion abgeschoben wurden, als wenn es 
sich um Schwerverbrecher gehandelt hätte. Nein, da hat ihnen das Herz nicht geblutet, diesen 
Vertretern und Verteidigern des nationalen Deutschtums in Südtirol, aber wenn ein einziger 
Deutscher in Südtirol selbst von den Italienern ausgewiesen wird oder sonst ein Unrecht 
zugefügt wird, dann zittern sie vor gerechter Empörung und Entrüstung über diese einzige 
Kulturschande und über diese größte Barbarei, die die Welt bisher gesehen hat. Wie sagen sie 
dann: Noch niemals ist das Deutschtum und noch nirgends mit so entsetzlichen und 
tyrannischen Methoden unterdrückt worden wie in diese Lande. Ja, aber nur mit einer 
Ausnahme, das ist nämlich in Deutschland selbst, durch euere eigene Tyrannei. 

Südtirol oder besser das Deutschtum in Südtirol muß dem deutschen Volk ererhalten bleiben, 
aber in Deutschland selbst ermorden sie jähr lieh durch ihre verruchte Politik der unnationalen 
Ehrlosigkeit, der allgemeinen Korruption und der Unterwürfigkeit unter die internationalen 
Finanzherren mehr als das Doppelte anMenschen, als Südtirol insgesamt deutsche Einwohner 
zählt. Von den durch ihre Katastrophenpolitik zum Selbstmord getriebenen 17 000-22 000 
Menschen als Durchschnitt in den letzten Jahren schweigen sie, obwohl diese Zahl allein in 
10 Jahren mit Kindern mehr ausmachen würde, ebenfalls als [sie] Südtirol deutsche 
Einwohner zählt [note 137]. Die Auswanderung protegieren sie, und die Erhöhungder [page 
203] Auswanderungsquoten bezeichnet dieses nationale Bürgertum eines Herrn Stresemann 
als einen gewaltigen außenpolitischen Erfolg und doch heißt dies, daß Deutschland in je vier 
Jahren mehr Menschen verliert als Südtirol an Einwohnern deutscher Nationalität zählt. An 
Geburtenabtreibung aber und Kinderverhütung morden sie Jahr für Jahr nahezu doppelt so 
viel, als das Deutschtum in Südtirol insgesamt ausmacht. Und dieses Pack nimmt dann für 



sich das moralische Recht in Anspruch, für die Interessen des Deutschtums im Auslande zu 
reden. 

Oder dieses nationale offizielle Deutschland jammert über die Entdeutschung unserer Sprache 
in Südtirol, aber in Deutschland selbst entdeutscht man in aller offiziellen Art und Weise die 
deutschen Namen in der Tschechoslowakei, in Elsaß-Lothringen usw., ja es werden offizielle 
Reiseführer herausgegeben, in denen selbst unsere deutschen Städtenamen in Deutschland den 
Tschechen zuliebe vertschechisiert werden. Das ist alles in der Ordnung, nur daß die Italiener 
den heiligen Namen Brenner in Brennero umgewandelt haben, das ist ein Anlaß, den 
glühendsten Widerstand herauszufordern. Und das muß man dann gesehen haben, wenn so 
ein bürgerlicher Patriot zu glühen beginnt, wo man doch genau weiß, daß alles nur Komödie 
ist. Nationale Leidenschaft heucheln, paßt zu unserem leidenschaftslosen, fauligen Bürgertum 
genauso, als wenn eine alte Huxe Liebe mimt. Es ist alles nur künstliche Mache, und am 
ärgsten trifft dies dann zu, wenn eine solche Erregung die Heimat in Österreich hat. Das 
schwarzgelbe legitimis tische [page 204] Element, dem früher das Deutschtum in Tirol 
vollkommen gleichgültig gewesen ist, macht jetzt in heiliger nationaler Empörung mit. So 
etwas elektrisiert dann alle Spießbürgervereinigungen, besonders wenn sie dann hören, daß 
auch die Juden mittun. Das heißt, sie selber protestieren ja nur, weil sie wissen, daß sie dieses 
Mal ausnahmsweise einmal ganz laut ihre nationale Gesinnung herausschreien dürfen, ohne 
von den Pressejuden in die Ecke gefeuert zu werden. Im Gegenteil: Es ist doch schön für 
einen aufrechten national-bürgerlichen Mann, zum nationalen Kampf aufzurufen und dabei 
[note 138] Itzig Veitel Abrahamsohn sogar noch gelobt zu werden. Ja, noch mehr. Die 
jüdischen Gazetten schreien mit, damit ist zum ersten Mal die wirkliche bürgerlich 
nationaldeutsche Einheitsfront von Krotoschin über Wien bis Innsbruck hergestellt. Und unser 
politisch so dummes deutsches Volk läßt sich von diesem ganzen Theater genauso einfangen, 
wie sich einst schon die deutsche Diplomatie und unser deutsches Volk von den Habsburgern 
einwickeln und mißbrauchen ließen. 

Deutschland hat schon einmal seine Außenpolitik ausschließlich durch österreichische 
Interessen bestimmen lassen. Die Strafe dafür war eine entsetzliche. Wehe, wenn der junge 
deutsche Nationalismus seine Zukunft spohtik von den theatralischen Schwätzern des 
verfaulenden bürgerlichen Elements oder gar von marxistischen Deutschfeinden bestimmen 
läßt. Und wehe, wenn er dabei wieder in vollkommener Verkennung der wirklich treibenden 
Kräfte des österreichischen Staates in Wien von dorther seine Direktiven bezieht. Es wird die 
Aufgabe der nationalsozialistischen Bewegung sein, diesem Schauspieler geschrei ein Ende zu 
bereiten und die nüchterne Vernunft zum Regenten der kommenden deutschen Außenpolitik 
zu wählen. 

Allerdings trifft auch Italien eine Schuld an dieser ganzen Entwicklung. Ich würde es als 
dumm und politisch kindisch empfinden, dem italienischen Staat einen Vorwurf zu machen, 
daß er anläßlich des österreichischen Zusammenbruchs die Grenze bis an den Brenner 
verschob. Die Motive, die ihn dabei beherrschten, waren keine gemeineren als die Motive, die 
[note 139] die bürgerlichen Annexionspolitiker einschließlich Herrn Stresemann und Herrn 
Erzberger einst bestimmten, die deutsche Grenze auf die belgischen Maasfestungen zu 
stützen. Zu allen Zeiten wird eine verantwortlich [und] denkende und handelnde 
Staatsregierung sich bemühen, strategisch natürliche und sichere Grenzen zu finden. 
Sicherlich hat Italien nicht Südtirol annektiert, um dadurch in den Besitz von ein paar 
hunderttausend Deutschen zu kommen, sicher wäre es den Italienern Heber gewesen, wenn an 
Stelle dieser Deutschen nur Italiener allein in diesem Gebiete leben würden. Denn tatsächlich 
waren es in erster Linie nie [sie] strategische Rücksichten, die sie veranlaßten, die Grenze 
über den Brenner zu legen. Kein Staat würde in einer ähnlichen Situation aber anders 



gehandelt haben. Es ist deshalb zwecklos, über diese Grenzgestaltung in sich Vorwürfe zu 
erheben, da ja endlich jeder Staat seine natürlichen Grenzen nach eigenen und nicht nach 
anderen Interessen bestimmt. So sehr aber nun der Besitz des Brenners militärischen 
Interessen [page 205] und strategischen Zwecken dienen mag, so belanglos ist es dann, ob 
innerhalb dieser an sich strategisch festgelegten und gesicherten Grenze 200 000 Deutsche 
leben oder nicht, wenn das Staats volk selbst 42 Millionen Menschen umfaßt und ein 
militärisch wirksamer Gegner gerade an dieser Grenze gar nicht in Frage kommt. Es würde 
eine höhere Klugheit gewesen sein, diesen 200 000 Deutschen jeden Zwang zu ersparen, als 
mit Gewalt ihnen eine Gesinnung einzuimpfen [note 140] versuchen, die erfahrungsgemäß als 
Ergebnis einer solchen Veranlassung meistens ohne Wert zu sein pflegt. Man kann auch nicht 
in 20 oder 30 Jahren ein Volkstum ausrotten, ganz gleich, welche Methoden man anwendet 
und ob man dies will oder nicht will. Man wird italienischerseits mit einem gewissen Schein 
von Recht zur Antwort geben, daß dies zunächst auch nicht beabsichtigt gewesen sei, aber 
sich als Folge des provokatorischen Versuchs einer dauernden Einmischung in 
inneritalienische Angelegenheiten von Seiten außenstehender österreichischer oder deutscher 
Kräfte und der dadurch bei den Südtirolern selbst ausgelösten Rückwirkungen von selbst 
zwangsläufig entwickelte. Das ist richtig, denn tatsächlich kamen die Italiener zunächst dem 
Deutschtum in Südtirol sehr anständig und loyal entgegen. Sowie aber in Italien der 
Faszismus zur Höhe kam, begann in Deutschland und in Österreich aus prinzipiellen Gründen 
die Hetze gegen Italien und führte nun zu einer sich steigernden gegenseitigen Gereiztheit, die 
in Südtirol endlich zu Folgen führen mußte, wie wir sie heute vor uns sehen. Unselig war 
dabei vor allem das Wirken des Andreas -Hof er-Bundes [note 141], der statt, den Deutschen in 
Südtirol Klugheit anzuempfehlen und ihnen klarzumachen, daß es ihre Mission sei, eine 
Brücke zwischen Deutschland und Italien zu bilden [note 142], bei den Südtirolern 
Hoffnungen erweckte, die außerhalb jeder Realisierbarkeit Hegen, die aber zu einer 
Aufreizung und damit zu unüberlegten Schritten führen mußten. Diesem Bunde ist es mit in 
erster Linie zuzuschreiben, wenn die Verhältnisse auf die Spitze getrieben wurden. Wer dabei 
wie ich, Gelegenheit genug besaß, wesentliche Mitglieder dieser Vereinigung auch als 
Menschen kennenzulernen, muß staunen über die Verantwortungslosigkeit, mit der es ein 
Verband von so geringen wirklich aktiven Kräften immerhin fertigbringt, unseliges Unheil 
anzurichten. Denn wenn ich verschiedene dieser leitenden Köpfe mir vor Augen halte und 
dabei noch besonders an einen denke, der seinen Sitz in der Münchener Polizeidirektion hat 
[note 143], dann wird einem doch anders bei dem Gedanken, daß Menschen, die niemals ihr 
eigenes Blut und ihre eigene Haut zu Markte tragen würden, eine Entwicklung veranlassen, 
die in ihrer letzten Konsequenz bei einer blutigen Auseinandersetzung enden müßte. 

Es ist auch richtig, daß es mit den wirklichen Drahtziehern dieser Itälienhetze gar keine 
Verständigung über Südtirol geben kann, da diesen Elementen [page 206] Südtirol an sich 
genauso gleichgültig ist wie das Deutschtum überhaupt, sondern es sich dabei nur um ein 
geeignetes Mittel handelt, Verwirrung zu stiften und die öffentliche Meinung besonders in 
Deutschland gegen Italien in Harnisch zu bringen. Denn daraufkommt es den Herrschaften 
an. Und der italienische Einwand, daß ganz gleich, wie die Behandlung der Deutschen in 
Südtirol auch sei, diese Menschen immer wieder, weil sie es eben wollen, auch etwas finden 
würden, was für ihre Hetze geeignet wäre, hat deshalb auch einen gewissen Grund der 
Berechtigung. Allein gerade weil heute in Deutschland genau wie in Italien gewisse Elemente 
ein Interesse daran besitzen, eine Verständigung der beiden Nationen mit allen Mitteln zu 
hintertreiben, wäre es eine Pflicht der Klugheit, ihnen diese Mittel nach Möglichkeit zu 
entziehen, selbst auf die Gefahr hin, daß sie dann natürlich trotzdem immer weiter suchen 
würden. Das Gegenteil hätte nur dann einen Sinn, wenn es in Deutschland überhaupt niemand 
gäbe, der entgegen dieser Hetze den Mut besäße, für eine Verständigung zu sprechen. Dies ist 
aber doch nicht der Fall. Im Gegenteil, je mehr das heutige Italien von sich aus alle unklugen 



Zwischenfälle zu vermeiden versucht, um so leichter wird es den Freunden Italiens in 
Deutschland werden, die Hetzer hier zu entlarven, die Scheinheiligkeit ihrer Gründe zu 
enthüllen und ihrer volksvergiftenden Tätigkeit das Handwerk zu legen. Glaubt man aber in 
Italien wirklich, daß man nicht gut unter dem Geschrei und bei den Forderungen 
ausländischer Organisationen irgendwie entgegenkommen kann, da dies eher einer 
Kapitulation ähnlich sähe und den Übermut dieser Elemente möglicherweise nur noch 
steigern würde, dann ließen sich Wege finden, ein solches Entgegenkommen eben 
grundsätzlich denen zuzuschreiben, die nicht nur nicht an dieser Hetze beteiligt sind, sondern 
die im Gegenteil als Freunde einer Verständigung Italiens und Deutschlands selbst den 
schärfsten Kampf gegen die Vergifter der öffentlichen Meinung in Deutschland führen [note 
144]. 

Das außenpolitische Ziel der nationalsozialistischen Bewegung hat weder mit einer 
Wirtschafts- noch mit einer bürgerlichen Grenzpolitik etwas zu tun. Unser völkisches 
Raumziel wird auch in der Zukunft dem deutschen Volke eine Entwicklung zuweisen, die es 
niemals in einen Konflikt mit Italien zu bringen braucht. Wir werden auch niemals das Blut 
unseres Volkes opfern, um kleine Grenz horrekturen herbeizuführen, sondern immer nur, um 
Raum für eine weitere Ausdehnung und Ernährung unseres Volkes zu gewinnen. Dieses Ziel 
drängt uns nach Osten. Was für Italien das mittelländische Meer ist, ist für Deutschland die 
Ostküste der Ostsee. Deutschlands Todfeind für jede weitere Entwicklung, ja selbst für die 
bloße Erhaltung der Einheit unseres Reiches, ist Frankreich, genauso wie es der Todfeind für 
Italien ist. Die nationalsozialistische Bewegung wird niemals in ein äußeres seichtes 
Hurrageschrei verfallen. Sie will nicht mit dem Säbel rasseln. Ihre Führer haben fast 
ausnahmslos den Krieg kenn engelernt, wie er in Wirklichkeit und Wahrheit ist. Sie wird 
deshalb auch niemals für andere Ziele Blut vergießen als solche, die der gesamten 
Zuhunftsent wicklung unseres Volkes [page 207] dienlich sind. Sie lehnt es deshalb auch ab, 
um einer angesichts der deutschen Zersplitterung in Europa lächerlichen Grenzkorrektur 
wegen, einen Krieg mit Italien zu provozieren. Im Gegenteil, sie will, daß für alföZukunft der 
unselige Germanenzug nach dem Süden ein Ende nimmt und die Vertretung unserer 
Interessen in der Richtung stattfindet, die unserem Volk eine Behebung seiner Raumnot 
möglich erscheinen läßt. Indem wir aber Deutschland dabei aus der Periode seiner heutigen 
Versklavung und Knechtschaft erlösen, kämpfen wir damit auch am höchsten für die 
Wiederherstellung und damit im Sinne einer deutschen Ehre. 

Wenn das heutige Italien glaubt, daß eine Änderung verschiedener Maßnahmen in Südtirol als 
eine Kapitulation vor fremden Einmischungen aufgefaßt werden könnte, ohne am Ende doch 
nicht zu einer gewünschten Verständigung zu führen, dann mag es seine Umstellung eben 
ausschließlich denen zuliebe vornehmen und damit auch offen begründen, die in Deutschland 
selbst Vertreter einer Verständigung mit Italienern sind und es nicht nur weit von sich weisen, 
mit den Hetzern gegen eine solche identifiziert zu werden, sondern die sogar den schärfsten 
Kampf gegen diese Elemente seit Jahren ausgefochten haben, und die die souveränen 
Hoheitsrechte des italienischen Staates als selbstverständlich bestehend anerkennen. 

Sowenig es für Deutschland gleichgültig ist, ob es Italien zum Freunde erhält, so wenig 
gleichgültig ist es auch für Italien. So wie der Faszismus dem italienischen Volk einen neuen 
Wert gegeben hat, so darf auch der Wert des deutschen Volkes für die Zukunft nicht 
abgeschätzt werden nach seinen augenblicklichen Lebensäußerungen, sondern nach den 
Kräften, die es in seiner bisherigen Geschichte so oft bewiesen hat und die es vielleicht schon 
morgen wieder zeigen kann. 

So, wie für Deutschland die Freundschaft Italiens ein Opfer wert ist, ebensoviel wert ist aber 



auch für Italien die Freundschaft Deutschlands. Es würde ein Glück für beide Völker sein, 
wenn sich diejenigen Kräfte verständigen könnten, die in beiden Ländern Träger dieser 
Erkenntnis sind. 

So sehr also die Hetze in Deutschland gegen Italien schuld an der unseligen Verfeindung ist, 
so viel Schuld liegt auch auf Seite Italiens, wenn es angesichts der Tatsache, daß in 
Deutschland selbst gegen diese Hetze gekämpft wird, nicht auch von sich aus ihnen die Mittel 
so weit als irgend möglich aus der Hand windet [note 145]. 

Wenn es die Klugheit des faszistischen Regiments fertigbringt, eines Tages 65 Millionen 
Deutsche zu Freunden Italiens zu machen, dann ist dies mehr wert, als wenn man 200 000 zu 
schlechten Italienern erzieht. 

Ebenso unrichtig war das italienische Eintreten für ein Verbot des Anschlusses Österreichs an 
Deutschland. Schon die Tatsache, daß Frankreich in erster Linie dieses Verbot vertrat, hätte in 
Rom zur gegenteiligen Stellungnahme führen [page 208] müssen. Denn Frankreich tut auch 
diesen Schritt nicht, um Italien zu nützen, sondern viel eher in der Hoffnung, ihm auch 
dadurch Schaden zufügen zu können. Es sind in erster Linie zwei Gründe, die Frankreich 
bewogen haben, das Anschlußverbot durchzudrücken: Einmal, weil man dadurch eine 
Stärkung Deutschlands zu verhindern wünscht, und zum anderen Mal, weil man überzeugt ist, 
im österreichischen Staat eines Tages eben doch ein Glied der französisch-europäischen 
Allianz zu erhalten. Man gebe sich doch in Rom keiner Täuschung darüber hin, daß der 
französische Einfluß in Wien ein wesentlich ausschlaggebenderer ist als selbst der deutsche, 
vom italienischen ganz zu schweigen. Der französische Versuch, den Völkerbund wenn 
möglich nach Wien zu verlegen [note 146], entspringt nur der Absicht, den an sich 
kosmopolitischen Charakter dieser Stadt zu stärken und in Beziehung zu bringen mit dem 
Land, dessen Wesen und Kultur in der heutigen Wiener Atmosphäre einen stärkeren 
Widerhall findet als das Wesen des deutschen Reiches. 

So ernst gemeint dabei die Anschlußtendenzen der österreichischen Provinzen an sich sind, so 
wenig ernst nahm man sie in Wien. Im Gegenteil, wenn man in Wien wirklich mit dem 
Anschlußgedanken operierte, dann immer nur, um irgendeine finanzielle Schwierigkeit zu 
beheben, denn dann war Frankreich viel eher bereit, dem kleinen Pump Staat wieder 
beizuspringen. Allmählich aber wird dieser Anschluß gedanke in eben dem Maß versiegen, in 
dem eine innere Konsolidierung des österreichischen Bundes stattfindet und Wien seine volle 
dominierende Stellung zurückerhält. Dazu kommt noch, daß die politische Entwicklung in 
Wien immer mehr anti-italienischen und besonders anti-faszistischen Charakter annimmt, 
während der Austro-Marxismus von jeher aus seinen starken Sympathien für Frankreich 
keinen Hehl gemacht hat. 

Daß man also damals den Anschluß glücklicherweise und zum Teil mit italienischer Hilfe 
verhindert hat, wird dem französischen Bündnissystem eines Tages das fehlende Glied 
zwischen Prag und Jugoslawien einfügen. 

Für Italien war aber die Verhinderung des österreichischen Anschlusses an Deutschland auch 
noch aus einem psychologischen Grund falsch gewesen. Je kleiner der abgesplitterte 
österreichische Staat blieb, um so beschränkter waren naturgemäß auch seine 

außenpolitischen Ziele. Man kann nicht von einem Staatsgebilde, das knapp qkm 

Bodenfläche mit haum . . . Millionen Einwohner hat, eine groß aufgefaßte raumpolitische 
Zielsetzung erwarten. Würde Deutschösterreich in den Jahren 1919/1920 an Deutschland 
angegliedert worden sein, so wäre die Tendenz seines politischen Denkens allmählich durch 



die großen wenigstens möglichen politischen Ziele Deutschlands, also eines fast 70 
Millionen Volkes, bestimmt worden. Indem man dies damals verhinderte, hat man selbst die 
Richtung des außenpolitischen Denkens von größeren Zielen weggebracht und auf kleine 
altösterreichische Rekonstruktionsgedanken beschränkt. Nur so war es [page 209] möglich, 
daß die Südtiroler Frage überhaupt zu einer solchen Bedeutung emporwachsen konnte. Denn 
so klein der österreichische Staat an sich war, so war er doch wenigstens groß genug, um der 
Träger eines außenpolitischen Gedankens zu werden, der ebensosehr seiner Kleinheit 
entsprach, wie er aber umgekehrt langsam das politische Denken ganz Deutschlands vergiften 
konnte. Je beschränkter die politischen Gedanken des österreichischen Staates infolge seiner 
räumlichen Beschränkung sein werden, umsomehr werden sie endlich in Problemen aufgehen, 
die wohl für diesen Staat Bedeutung haben können, für die deutsche Nation aber nicht als 
bestimmend für die Gestaltung der deutschen Außenpolitik empfunden werden können. 

Italien müßte schon, um das französische Bündnissystem in Europa zu durchkreuzen, für 
einen Anschluß Österreichs an Deutschland eintreten. Es müßte dies weiter aber auch tun, um 
der Zelle der deutschen Grenzpolitik infolge ihrer Eingliederung in ein großes Reich andere 
Aufgaben vorzulegen. 

Im übrigen sind die Gründe, die Italien einst bewogen haben, gegen den Anschluß 
aufzutreten, nicht recht ersichtlich. Weder das heutige Österreich, noch das heutige 
Deutschland können als militärische Gegner für Italien zur Zeit in Frage kommen. Gelingt es 
aber Frankreich, gegen Italien eine allgemeine Allianz in Europa ins Leben zu rufen, an der 
Österreich und Deutschland teilnehmen, dann wird sich an der militärischen Lage gar nichts 
ändern, ob nun Österreich selbständig ist oder ob es sich bei Deutschland befindet. Übrigens 
kann von einer wirklichen Selbständigkeit eines so kleinen Gebildes tatsächlich ja ohnehin 
nicht geredet werden. [Sie werden immer] Österreich wird immer an den Schnüren 
irgendeiner Großmacht hängen. Die Schweiz kann nicht im geringsten das mögliche 
Gegenteil beweisen, da sie als Staat, wenn auch unter Zugrundelegung des Fremdenverkehrs, 
immerhin eine eigene Lebensmöglichkeit besitzt. Dies ist für Österreich schon unmöglich 
infolge des Mißverhältnisses der Hauptstadt dieses Landes zur Größe der gesamten 
Einwohnerschaft. Ganz gleich aber, welche Haltung dieses Österreich selbst zu Italien 
einnimmt, schon [note 147] der Tatsache seines Bestandes Hegt eine Erleichterung der 
militärisch strategischen Lage der Tschechoslowakei, die sich eines Tages so oder so 
gegenüber dem an sich natürlichen Bundesgenossen Italiens, Ungarn, bemerkbar machen 
kann. 

Militärische Gründe und politische würden für die Italiener dahin sprechen, das 
Anschlußverbot als zumindest bedeutungslos, wenn schon nicht als [note 148] zweckmäßig 
anzusehen [note 149]. 

(C) [page 210] Ich kann dieses Kapitel [note 150] nicht schließen, ohne nun noch im 
einzelnen festzustellen, wer tatsächlich die Schuld daran trägt, daß es überhaupt eine 
Südtiroler Frage gibt. 

Für uns Nationalsozialisten ist staatsrechtlich die Entscheidung gefallen, und zumindest ich, 
der ich mich auf das schärfste dagegen stemme, daß man Millionen Deutsche auf ein 
Schlachtfeld schleppt und dort für Frankreichs Interessen verbluten läßt, ohne daß für 
Deutschland dabei ein Erfolg erwächst, der den angewandten Blutopfern nur irgendwie 
entspricht, ich lehne es auch ab, den Standpunkt der nationalen Ehre hier als bestimmend 
anzuerkennen, da ich unter Zugrundelegung dieses Gesichtspunktes dann immer noch erst 
gegen Frankreich marschieren müßte, das die deutsche Ehre durch sein ganzes Handeln ganz 



anders verletzt hat als Italien. Ich habe mich über die Möglichkeit, den Begriff nationale Ehre 
zur Grundlage einer Außenpolitik zu machen, bereits in der Einleitung [note 151] dieses 
Buches ausgelassen und brauche deshalb hier nicht mehr weiter dazu Stellung nehmen. Wenn 
nun von unseren Protestvereinigungen versucht wird, diese unsere Haltung als Verrat oder 
Verzicht von [sie] Südtirol hinzustellen, dann könnte dies nur richtig sein, wenn ohne diese 
unsere Haltung Südtirol entweder überhaupt nicht verloren worden wäre oder in absehbarer 
Zeit im Begriff stände, wieder zum anderen Tirol zurückzukehren. 

Ich sehe mich deshalb gezwungen, in dieser Auslassung noch einmal ganz präzise 
festzustellen, wer Südtirol verraten hat und durch wessen Maßnahmen es für [Österreich] 
Deutschland verloren ging. 

1 . Südtirol wurde verraten und ging verloren durch die Tätigkeit jener Parteien, die in 
langer Friedens arbeit dem deutschen Volke die Schwertrüstung, die es zu seiner 
Behauptung in Europ a brauchte, schwächten oder vollständig ablehnten und dadurch 
dem deutschen Volk für die kritische Stunde die notwendige Macht zum Sieg und 
damit auch zur Erhaltung Südtirols geraubt haben. 

2. Diejenigen Parteien, die in langer Friedensarbeit die moralischen und sittlichen 
Grundlagen unseres Volkes unterwühlten und die vor allem den Glauben an das Recht 
der Selbstwehr zerstörten. 

3. Südtirol haben verraten damit aber auch diejenigen Parteien, die als sogenannte 
staatserhaltende und nationale diesem Treiben gleichgültig oder [page 211] zumindest 
ohne ernstlichen Widerstand Zugesehen haben. Sie sind, wenn auch indirekt, 
mitschuldig an der Schwertschwächung unseres Volkes. 

4. Südtirol wurde verraten und verloren durch die Tätigkeit derjenigen politischen 
Parteien, die das deutsche Volk zum Handlanger der habsburgjschen Großmacht sidee 
erniedrigt hatten. Die, statt der deutschen Außenpolitik das Ziel der nationalen 
Einigung unseres Volkes vorzulegen, in der Erhaltung des österreichischen Staates die 
Aufgabe der deutschen Nation sahen. Die damit schon im Frieden jahrzehntelang der 
planmäßigen Entdeutschungs arbeit der Habsburger zugesehen, ja Vorschub geleistet 
haben, und die dadurch auch mitschuldig sind an dem Versäumnis, die österreichische 
Frage von Deutschland selbst aus oder zumindest unter bestimmender Mitwirkung 
Deutschlands zu lösen. In einem solchen Falle wäre sicherlich Südtirol dem deutschen 
Volk erhalten geblieben. 

5. Südtirol ging verloren infolge der allgemeinen Ziel- und Planlosigkeit der deutschen 
Außenpolitik, die sich im Jahre 1914 auch auf die Festlegung vernünftiger Kriegsziele 
ausdehnte, bzw. diese verhinderte. 

6. Südtirol wurde verraten von all denen, die im Laufe des Krieges nicht auf das äußerste 
an der Stärkung der deutschen Widerstands- und Angriffskraft mitarbeiteten. Sowohl 
durch die Parteien, die die deutsche Widerstandskraft absichtlich lähmten, als auch 
die, die diese Lähmung duldeten. 

7. Südtirol ging verloren infolge der Unfähigkeit, selbst im K riege eine Neuorientierung 
der deutschen Außenpolitik vorzunehmen und unter Verzicht auf die Erhaltung der 
habsburgischen Großmacht das Deutschtum des österreichischen Staates zu retten. 

8. Südtirol ging verloren und wurde verraten durch die Tätigkeit derer, die im Kriege 
unter der Vorspiegelung der Hoffnung auf einen Frieden ohne Sieg die moralische 
Widerstandskraft des deutschen Volkes gebrochen haben und statt einer Manifestation 
des Kriegswillens eine für Deutschland verhängnisvolle Friedensresolution 
herbeiführten. 

9. Südtirol ging verloren durch den Verrat derjenigen Parteien und Männer, die noch im 
Kriege dem deutschen Volk das Nichtvorhandensein imperialistischer Ziele der 



Entente vorlogen, unser Volk dadurch betörten, der unbedingten Notwendigkeit des 
Widerstandes entfremdeten und der Entente endlich mehr glauben ließen als den 
eigenen Warnern. 

10. Südtirol wurde weiter verloren durch die von der Heimat aus besorgte Zermürbung der 
Front und durch das Verseuchen des deutschen Denkens mit den schwindelhaften 
Erklärungen Woodrow Wilsons. 

11. Südtirol wurde verraten und wurde verloren durch die Tätigkeit der Parteien und 
Männer, die angefangen von der Kriegsdienstverweigerung bis zur Organisation des 
Munitions Streiks, der Armee die Empfindung von der unumstößlichen Notwendigkeit 
ihres Kampfes und ihres Sieges raubten. 

12. Südtirol wurde verraten und verloren durch die Organisation und Durchführung des 
Novemberverbrechens sowie durch die erbärmliche und feige [page 212] Duldung 
dieser Schmach durch die sogenannten Staats erhalt enden nationalen Kräfte. 

13. Südtirol wurde verloren und verraten durch die schamlosen Handlungen der Männer 
und Parteien, die nach dem Zusammenbruche die deutsche Ehre besudelten, das 
Ansehen unseres Volkes vor der Welt vernichteten und damit erst den Mut zu der 
Größe der Forderungen bei unseren Gegnern erweckten. Es wurde weiter verloren 
durch die erbärmliche Feigheit der national-bürgerlichen Parteien und vaterländischen 
Verbände, die vor dem Terror der Gemeinheit und Niedertracht überall ehrlos 
kapitulierten. 

14. Südtirol wurde endlich verraten und verloren durch die Unterzeichnung der 
Friedensverträge und damit durch die rechtliche Anerkennung des Verlustes auch 
dieses Gebietes. 

Schuld an dem allen sind sämtliche deutsche Parteien. Die einen haben bewußt und gewollt 
Deutschland vernichtet, und die anderen haben in ihrer sprichwörtlichen Unfähigkeit und in 
ihrer zum Himmel emporschreienden Feigheit nicht nur nichts getan, um den Vernichtern der 
deutschen Zukunft das Handwerk zu legen, sondern sie haben im Gegenteil durch die 
Unfähigkeit ihrer innen- und außenpolitischen Leitung diesen Feinden unseres Volkes 
tatsächlich noch in die Hände gearbeitet. Noch nie ist ein Volk durch eine solche Vermählung 
von Gemeinheit, Niedertracht, Feigheit und Dummheit zugrunde gerichtet worden wie das 
deutsche. 

In diesen Tagen [note 152] wird in die Tätigkeit und das Wirken dieses alten Deutschland auf 

außenpolitischem Gebiet ein Einblick vermittelt durch die Veröffentlichung der 

Kriegs er innerun gen des Chefs des amerikanischen Nachrichtendienstes, Mr. Flynns [note 

153]. 

Ich lasse darüber nur zum breiteren Verständnis ein bürgerlich-demokratisches Organ 
sprechen [note 154]: 

[page 213] 

(26. Juni 1928) 

Wie Amerika in den Krieg eintrat 

Flynn veröffentlicht aus dem diplomatischen Geheimdienst — von F. W. Elven, Vertreter der 

Münchener Neuesten Nachrichten — Cincinnati, Mitte Juni 
In der hier vielgelesenen Wochenschrift Liberty veröffentlicht William J. Flynn einen Teil 
seiner Kriegserinnerungen. Flynn war während des Krieges Leiter des Geheimdiensten der 
Vereinigten Staaten. Dieser Dienst umfaßt das ganze Land und ist glänzend organisiert. In 
Friedenszeiten stellt er vor allem den persönlichen Schutz des Präsidenten. Auch was sonst 



noch in der Bundeshauptstadt schutzbedürftig ist oder zu sein glaubt, erfreut sich seiner 
Fürsorge. Er überwacht alle zweifelhaften Elemente, die irgendwie im Verdacht stehen, sich 
politischen Bestrebungen angeschlossen zu haben, die sich gegen den Staat und seine Träger 
richten. Während des Krieges war seine Hauptaufgabe, jene zu überwachen, die sich mehr 
oder weniger laut als Gegner des Krieges bemerkbar gemacht hatten, oder auch nur in 
Verdacht standen, mit der Wilsonschen Kriegspolitik nicht einverstanden zu sein, Seiner 
besonderen Fürsorge erfreuten sich auch die Deutschen, und gar mancher ist damals in die 
Schlingen gegangen, die vom Bundes geh eimdienst überall gelegt wurden. 

Aber aus den Erinnerungen Flynns erfährt man, daß dem Geheimdienst eine wichtige 
Aufgabe auch schon vor unserem Eintreten in den Krieg zugewiesen worden war. Im Jahre 
1915, volle zwei Jahre vor der Kriegserklärung, wurde der tüchtigste Telephonexperte nach 
Washington beordert Und beauftragt, die nach der deutschen undnach der österreichischen 
Botschaft führenden Telephondrähte so zu arrangieren, daß Beamte des Geheimdienstes jedes 
Gespräch, das von irgendeiner Seite mit den Botschaftern und ihrem Personal geführt wurde, 
und jede Unterhaltung, die aus den Botschaftsräumen herausging, belauschen konnten. Ein 
Raum wurde eingerichtet, mit dem die sämtlichen Drähte in sinnreicher Weise so verbunden 
wurden, daß auch nicht ein einziges Gespräch verlorengehen konnte. In diesem Raums saßen 
Tag und Nacht Geheimbeamte, die die erlauschten Gespräche den neben ihnen sitzenden 
Stenographistinnen diktierten. Jeden Abend erhielt der Leiter des Geheimdienstes, also der 
Verfasser des Artikels in der Wochenschrift Liberty, die stenographische Niederschrift aller in 
den letzten 24 Stunden geführten Gespräche, so daß er imstande war, noch an demselben 
Abend alles Wichtige dem Staatsdepartement und dem Präsidenten Wilson mitzuteilen. 

Man beachte die Zeit — es war zu Beginn des Jahres 1915, als diese Einrichtung geschaffen 
wurde, also zu einer Zeit, wo die Vereinigten Staaten mit Deutschland und Österreich-Ungarn 
noch in Frieden lebten, und Wilson nicht müde wurde, zu versichern, daß er feindselige 
Absichten gegen Deutschland nicht hege. Auch die Zeit, wo der damalige deutsche 
Botschafter in Washington, Graf Bernstorff, keine Gelegenheit versäumte, der freundlichen 
Gesinnung und der freundschaftlichen Gefühle Wilsons für Deutschland und das deutsche 
Volk Anerkennung zu zollen. Um dieselbe Zeit war es, als Wilson seinem Vertrauten Baruch 
Weisung gab, langsam mit der M obilisierung der Industrie für den Krieg zu beginnen ; also die 
Zeit, in der es immer offenbarer wurde, wie auch der amerikanische Historiker Harry Eimer 
Barnes in seinem Buche über die Entstehung des großen Krieges ausführt, daß Wilson zum 
Eintritt [page 214] in den Krieg fest entschlossen war und die Ausführung seiner 
kriegerischen Pläne nur deshalb noch vertagte, weil die öffentliche Meinung erst noch für 
diese Pläne gewonnen werden mußte. 

Die Veröffentlichung Flynns muß dem törichten Gerede, Wilson sei durch den deutschen U- 
Bootkrieg gegen seinen Willen in den Krieg gedrängt worden, endgültig den Boden 
entziehen. Die Anzapfung der nach der deutschen Botschaft führenden Telephondrähte 
geschah mit seinem Wissen. Auch das erfährt man aus der Veröffentlichung Flynns. Der 
Verfasser fügt hinzu, das auf diese Weise gegen Deutschland gesammelte Material habe ganz 
wesentlich zu dem schließ liehen Bruch beigetragen. Was mir beweisen kann, daß dieses 
Material Wilson die Mittel an die Hand gegeben habe, die öffentliche Meinung für den von 
ihm lange geplanten Krieg zu gewinnen. Und in der Tat war dieses Material dazu ganz 
vortrefflich geeignet. Die Veröffentlichung bestätigt in vollem Umfange, was leider immer 
wieder hat gesagt werden müssen, daß Deutschland damals in Washington in einer geradezu 
unglaublich unfähigen und unglaublich würdelosen Weise vertreten war. Wenn man hört, daß 
Flynn an einer Stelle schreibt, die ihm täglich zugefertigten stenographischen Berichte hätten 
genug Material enthalten, um einen Scheidungsanwalt monatelang zu beschäftigen, dann 



erhält man eine ungefähre Vorstellung von dem, was vorging. 

Der Geheimdienst unterhielt in Washington und New York weibliche Vertraute, die die 
Mitglieder der deutschen Botschaft, Bernstorff eingeschlossen, aushorchen mußten, wenn 
irgend etwas Wichtiges vorging. Eine dieser Vertrauten hielt in Washington ein besseres 
Absteigequartier, in dem die Herren sich mit ihren Damen trafen, und wo gelegentlich auch 
Staatssekretär Lansing vorsprach, um zu hören, was es Neues gebe. Am Neujahrstage 1916, 
als die Versenkung des Dampfers Persia in der Bundeshauptstadt bekannt geworden war, rief 
Bernstorff der Reihe nach fünf Damen auf, um ihnen süßliche Komplimente zu sagen und 
ähnliche Komplimente dafür einzutauschen, obschon es wegen der Stimmung, die die 
Nachricht vom Untergang der Persia im Staatsdepartement und im Weißen Haus 
zurückgelassen hatte, an ernster Beschäftigung wahrlich nicht gefehlt haben kann. 

Eine der Damen machte Bernstorff das Kompliment, daß er groß sei in der Liebe — great 
lover — und immer sein werde, auch wenn er hundert Jahre alt werden sollte. Die übrigen 
Herren von der Botschaft waren nicht anders geartet. Einer, den Flynn als die beste 
diplomatische Kraft der Botschaft bezeichnet, hatte eine Freundin in New York, eine 
verheiratete Frau, mit der er täglich Telephongespräche führte, die dem Deutschen Reiche 
jedesmal 20 Dollar kosteten, und die er häufig besuchte. Ihr erzählte er alles, was vorging, 
und sie sorgte dann dafür, daß es an den richtigen Stellen angebracht wurde. Auch ganz 
ordinäre Bemerkungen über Wilson und seine Gattin fielen in den telephonischen 
Unterhaltungen, und man kann sich unschwer vorstellen, daß dadurch die Stimmung im 
Weißen Hause Deutschland gegenüber nicht freundlicher gestaltet wurde. 

Wie wenig man in der deutschen Botschaft Land und Leute kannte, und mit welchen 
kindlichen Plänen man sieh beschäftigte, erfährt man aus Gesprächen, die anfangs März 1916 
geführt wurden. Damals lag in dem Kongreß ein vom Senator Gore eingebrachter 
Beschlußantrag vor, dahin lautend, an das amerikanische Volk eine Warnung vor der 
Benutzung bewaffneter Handelsschiffe zu erlassen. Präsident Wilson bekämpfte den Antrag 
aufs bitterste. Er brauchte Verluste von amerikanischen Menschenleben, um die Stimmung 
gegen Deutschland aufzupeitschen. In der deutschen Botschaft wußte man, daß die 
Aussichten des Antrages nicht günstig waren, deshalb beschäftigte man sich allen Ernstes mit 
dem Plane, den Kongreß zu kaufen. Nur wußte man zunächst nicht, woher man das Geld 
nehmen sollte. Am 3. März beschloß der Senat, den Goreschen Antrag vorläufig 
zurückzulegen. Die Abstimmung im Hause sollte einige Tage später erfolgen. So wurde denn 
der Plan, zunächst das Haus zu kaufen, eifrig weiterverfolgt, aber in diesem Falle wenigstens 
war Bernstorff Vernunft ig genug, von dem Plane entschieden abzuraten. 

Die Lektüre des Flynnschen Artikels muß bei jedem Menschen mit gesundem deutschen 
[page 215] Blut in den Adern ein Gefühl heller Empörung zurücklassen, nicht bloß über die 
heimtückische Politik Wilsons, sondern auch, und besonders, über die unglaubliche 
Dummheit mit der man in der deutschen Botschaft dieser Politik in die Hände arbeitete. 
Wilson wickelte Bernstorff von Tag zu Tag mehr ein. Als Oberst House, sein Vertrauter, im 
Mai 1916 von seiner europäischen Reise zurückkehrte, reiste Bernstorff nach New York, um 
ihn dort zutreffen. Wilson aber, der Bernstorff gegenüber getan hatte, als habe er gegen diese 
Zusammenkunft nichts einzuwenden, Heß House im geheimen die Weisung zugehen, sich mit 
dem Grafen nicht einzulassen und ihm unter allen Umständen aus dem Wege zu gehen. So 
geschah es. Bernstorff wartete in New York vergebens. Dann ging er nach einem 
benachbarten Badestrand und Heß sich dort im Badekostüm mit zwei Freundinnen in sehr 
intimer Stellung p holographieren. Das Bild ist dein Flynnschen, Artikel eingefügt. Es fiel 
damals dem russischen Botschafter Bakmateff in die Hände, der es vergrößern ließ und nach 



London schickte, wo es mit der Unterschrift Der würdevolle Botschafter — The Dignified 
Ambassador von den Zeitungen veröffentlicht wurde und der alliierten Propaganda treffliche 
Dienste leistete. 

Das schreiben heute die Münchener Neuesten Nachrichten. Der Mann, der also charakterisiert 
wird, war aber ein typischer Vertreter der deutschen Außenpolitik vor dein Kriege genauso, 
wie er auch der typische Vertreter der deutschen Außenpolitik der Republik ist. Dieses 
Subjekt, das in jedem anderen Staat von einem Staatsgerichtshof an einen Strick gehängt 
worden wäre, ist der Vertreter Deutsch, lands im Völkerbund in Genf [note 155]. 

Diese Menschen tragen Schuld und Verantwortung für den Zusammenbruch Deutschlands 
und damit aber auch für den Verlust Südtirols. Und mit ihnen fällt die Schuld auf alle Parteien 
und Männer, die entweder solche Zustände veranlaßten oder sie deckten oder auch nur 
stillschweigend hinnahmen oder sie nicht auf das schwerste bekämpften. 

Die Männer aber, die heute mit frecher Stirne die Öffentlichkeit erneut zu belügen versuchen 
und andere als die Schuldigen an Südtirols Verlust hinstellen möchten, müssen erst im 
einzelnen Rechenschaft ablegen, was sie für seine Erhaltung getan haben. 

Ich darf für meine Person jedenfalls mit Stolz erklären, daß ich seit der Zeit, in der ich Mann 
wurde, für die Stärkung meines Volkes eingetreten bin, als der Krieg 1 mm, an der deutschen 
Front im Westen 4 1/2 Jahre kämpfte und seit seinem Ende gegen die korrupten Kreaturen 
streite, denen Deutschland dieses Unheil zu verdanken hat. Daß ich seit dieser Zeit keinen 
Kompromiß geschlossen habe mit den Verrätern des deutschen Vaterlandes, weder innen- 
noch außenpolitisch, sondern unentwegt deren einstige Vernichtung als Ziel meiner 
Lebensarbeit und Aufgabe der nationalsozialistischen Bewegung proklamiere. 

Ich kann das Gekläff der feigen bürgerlichen Köter sowohl als der vaterländischen Verbändler 
umso ruhiger ertragen, als ich die Durchschnittsmemmen dieser mir unsagbar verächtlichen 
Gebilde nur zu genau kenne. Daß sie mich auch kennen, ist der Grund ihres Geschreis. 

Kapitel 17. Schlußwort 



(A) [page 216] Als Nationalsozialist sehe ich heute in Italien zunächst den ersten möglichen 
Bundesgenossen Deutschlands, der aus dem Lager der alten Feindeskoalition heraustreten 
kann, ohne daß diese Bundes genossenschaft für Deutschland einen sofortigen Krieg bedeutet, 
für den wir nicht gerüstet wären. 

Dieses Bündnis wird meiner Überzeugung nach von gleich großem Nutzen sein für 
Deutschland wie für Italien. Selbst wenn sein direkter Nutzen einmal nicht mehr bestünde, 
wird es so lange nie zu einem Schaden umschlagen, solange beide Nationen im höchsten 
Sinne des Wortes ihre eigensten nationalen Interessen vertreten. Solange Deutschland als 
oberstes Ziel seiner Außenpolitik die Erhaltung der Freiheit und Unabhängigkeit unseres 



Volkes ansieht und diesem Volk dM 1 Voraussetzung zum täglichen Leben sichern will, so 
lange wird sein außenpolitisches Denken von der Raumnot unseres Volkes bestimmt werden. 
Und so lange werden wir keine innere oder äußere Veranlassung besitzen können, in 
Feindschaft zu einem Staat zu geraten, der uns dabei hinderlich nicht im geringsten im Wege 
steht. 

Und so lange Italien seinen wirklichen Lebensinteressen als wahrhaft nationaler Staat dienen 
will, solange wird es ebenfalls der Raumnot gehorchend, sein politisches Denken und 
Handeln auf die Bodenerweiterung Italiens einstellen müssen. Je stolzer und unabhängiger, je 
nationaler das italienische Volk sein wird, umso weniger wird seine Entwicklung je in 
Konflikt mit Deutschland geraten. 

Die Interessengebiete dieser beiden Länder liegen in glücklichster Weise so weit auseinander, 
daß es keine natürlichen Reibungsflächen gibt [note 156]. 

Ein nationalbewußtes Deutschland und ein ebenso stolzes Italien werden auch einmal im 
Sinne ihrer aufrichtigen gegenseitigen auf Interessengemeinschaft begründeten Freundschaft 
die Wunden schließen können, die der Weltkrieg hinterlassen hat. 

Südtirol wird damit dereinst eine hohe Mission im Dienste beider Völker zu erfüllen haben. 
Wenn die Italiener und die Deutschen dieses Gebietes erst, erfüllt von der Verantwortlichkeit 
für das eigene Volkstum, die großen Aufgaben, die Italien und Deutschland zu lösen haben, 
erkennen und verstehen, werden die kleinen Streitigkeiten des Tages zurücktreten gegenüber 
der höheren Mission, all der einstigen Grenze Deutschlands und Italiens eine Brücke 
aufrichtiger gegenseitiger Verständigung zu bilden. 

[page 217] Ich weiß, daß dies unter den heutigen Regierungen in Deutschland genauso 
unmöglich ist, wie es unter einer nichtfaszistischen in Italien nicht möglich wäre. Denn die 
Kräfte, die heute die deutsche Politik bestimmen, wünschen keine deutsche Wiedererhebung, 
sondern im ere Vernichtung. Sie wünschen ebenso die Vernichtung dem heutigen 
italienischen faszistischen Staat und werden deshalb nichts unversucht lassen, die beiden 
Völker in Haß und Feindschaft zu versenken. Frankreich wird jede solche und wäre es auch 
nur unbedachte Äußerung mit tausend Freuden aufgreifen und zu eigenem Vorteil verwenden. 

Ein nationalsozialistisches Deutschland erst wird mit einem faszistischen Italien den Weg zu 
einer letzten Verständigung finden und die Schwertgefahr zwischen den beiden Völkern 
endgültig beseitigen. Denn dieses alte Europa war immer ein Gebiet, das von politischen 
Sy stemen beherrscht wurde, und es wird dies wenigstens für die nächste menschlich 
absehbare Zeit nicht anders werden. Die allgemeine europäische Demokratie wird entweder 
abgelöst von einem System jüdischmarxistischen Bolschewismus, dem Staat um Staat 
verfällt, oder von einem System freier und ungebundener Nationalstaaten, die im freien Spiel 
der Kräfte entsprechend der Zahl und Bedeutung ihres jeweiligen Volkstums Europa den 
Stempel ihres Wesens aufprägen werden. 

Es ist auch für den Faszismus nicht gut, als Idee in Europa vereinsamt zu bestehen. Entweder 
die Gedankenwelt, aus der er stammt, wird verallgemeinert, oder Italien wird einst wieder den 
allgemeinen Gedanken eines anderen Europas verfallen. 

(B) Zieht man also die außenpolitischen Möglichkeiten Deutschlands zu einer näheren 
Prüfung heran, dann bleiben in Europa an wertvollen für die Zukunft möglichen 
Bundesgenossen tatsächlich nur zwei Staaten über: Italien und England. Das Verhältnis 



Italiens zu England selbst ist schon heute ein gutes und wird sich aus Gründen, We ich an 
einer anderen Stelle schon anführte, in der nächsten Zeit kaum trüben. Auch dies hat nichts 
mit gegenseitigen Sympathien zutun, sondern beruht vor allem auf italienischer Seite auf 
einem vernüftigen Einschätzen der tatsächlichen Machtverhältnisse. Beiden Staaten ist dabei 
gemeinsam eine Abneigung gegen uferlose und unbegrenzte Hegemonie Frankreichs in 
Europa. Für Italien, weil seine vitalsten europäischen Interessen bedroht werden, für England, 
weil ein in Europa übermächtiges Frankreich der heute an sich nicht mehr vollkommen 
z weif eis freien See- und Weltherrschaft der Engländer eine neue Bedrohung zufügen kann. 

Daß dieser Interessengemeinschaft, wenn auch nur im stillen, wohl schon heute auch Spanien 
und Ungarn zuzurechnen sind, liegt begründet in der Abneigung Spaniens gegen die 
französische nordafrikanische Kolonisationstätigkeit sowie in der Feindschaft Ungarns gegen 
Jugoslawien, das von Frankreich dabei gestützt wird. 

[page 218] Würde Deutschland es gelingen, in Europa an einer neuen Staatenkoalition 
teilzunehmen, die entweder zu einer Verschiebung der Schwergewichtslage im Völkerbund 
selbst führen müßte oder die bestimmten Kraftfaktoren überhaupt außerhalb des 
Völkerbundes entwickeln ließe, dann wäre die erste innerpolitische Vor aus Setzung für eine 
spätere aktive außenpolitische Betätigung erfüllbar. Die durch den Versailler Vertrag uns 
auferlegte Waffenlosigkeit und damit praktisch Wehrlosigkeit könnte, wenn auch langsam, 
ein Ende finden. Nur wenn die bisherige Siegerkoalition selbst in dieser Frage zerfällt, ist dies 
möglich, niemals aber, sei es im Bunde mit Rußland oder gar im Verein mit anderen 
sogenannten unterdrückten Nationen, gegen die uns umklammernde gemeinsame Front der 
koalierten Siegerstaaten von einst. 

In ferner Zukunft läßt sich dann vielleicht eine neue Völkervereinigung denken, die, aus 
Einzelstaaten mit hohem Nationalwert bestehend, dann der drohenden Überwältigung der 
Welt durch die amerikanische Union entgegentreten könnte. Denn mir scheint, daß den 
heutigen Nationen das Bestehen der englischen Weltherrschaft weniger Leiden zufügt als das 
Aufkommen einer amerikanischen. 

Kein Paneuropa aber kann zur Lösung dieses Problems berufen sein, sondern nur ein Europa 
mit freien und unabhängigen Nationalstaaten, deren Interessengebiete auseinandergehalten 
und genau begrenzt sind. 

Für Deutschland aber kann dann erst die Zeit heranreifen, gesichert durch ein in seine 
Schranken zurückgewiesenes Frankreich und gestützt auf die erneut gewordene Wehrmacht, 
die Behebung seiner Raumnot in die Wege zu leiten. Sowie aber unser Volk erst einmal 
dieses große raumpolitische Ziel im Osten erfaßt haben wird, tritt als Folge nicht nur eine 
Klarheit, sondern auch eine Stabilität der deutschen Außenpolitik ein, die auf eine wenigstens 
menschlich absehbare Zeit politische Irrsinnigkeiten vermeiden lassen wird, wie diejenigen, 
die unser Volk am Ende in den Weltkrieg verstrickten. Und dann wird man auch endgültig die 
Periode des kleinen täglichen Geschreis und der vollkommen unfruchtbaren Wirtschafts- und 
Grenzpolitik überwunden haben. 

Deutschland wird dann aber auch im Innern zur stärksten Konzentration seiner Kraftmittel 
schreiten müssen. Es wird erkennen müssen, daß man Heere und Flotten nicht nach 
romantischen, sondern nach praktischen Bedürfnissen errichtet und organisiert, es wird sich 
von selbst dann wieder als unsere Hauptaufgabe herausschälen die Bildung einer überragend 
starken Landarmee, denn unsere Zukunft hegt tatsächlich nicht auf dem Wasser, sondern sie 



liegt in Europa. 

Erst wenn man die Bedeutung dieses Satzes restlos erkannt haben wird, und im Sinne dieser 
Erkenntnis in großzügigster Weise die Raumnot unseres Volkes im Osten beendet, wird auch 
die deutsche Wirtschaft aufhören, ein Faktor der Weltbeunruhigung zu sein, der tausend 
Gefahren auf unser [note 157] herabbeschwört. Sie wird dann wenigstens in der großen 
Hauptsache der Befriedigung unserer inneren Bedürfnisse dienen. Ein Volk, das seinen 
Landnachwuchs nicht mehr als Fabriks arbeit er in die Großstädte zu schieben braucht, sondern 
als freie [page 219] Bauern auf eigener Scholle anzusiedeln vermag, wird der deutschen 
Industrie ein inneres Absatzgebiet erschließen, das sie langsam vom tobenden Kampf und 
dem Geraufe um den sogenannten Platz an der Sonne in der übrigen Welt entziehen und 
entheben kann [note 158]. 

Diese Entwicklung vorzubereiten und einmal auch durchzuführen, ist die außenpolitische 
Aufgabe der nationalsozialistischen Bewegung. Sie muß aus ihrem weltanschaulichen 
Gedankenkreis heraus auch die Außenpolitik in den Dienst der Reorganisation unseres 
Volkstums stellen. Sie hat auch hier den Grundsatz zu verankern, daß man nicht um Systeme, 
sondern für ein lebendes Volk kämpft, also für Fleisch und Blut, das erhalten werden muß, 
dem das tägliche Brot nicht fehlen darf, auf daß es infolge seiner körperlichen Gesundheit 
auch geistig gesund zu sein vermag. 

So wie sie in ihrem innerpolitischen Reformkampf über tausend Widerstände, 
Unverständnisse und Bosheiten hinwegsehreiten muß, so wird sie auch außenpolitisch 
aufräumen müssen, ebenso mit dem bewußten Landesverrat des Marxismus sowohl als auch 
dem Wust von wertlosen, ja schädlichen Phrasen und Vorstellungen, unserer nationalen, 
bürgerlichen Welt. Je geringer dabei augenblicklich das Verständnis für den Sinn ihres 
Kampfes sein wird, umso gewaltiger ist einst ihr Erfolg. 

(C) Warum heute Italien für Deutschland in allererster Linie als Bundesgenosse in Frage 
hommen kann, hängt zusammen mit der Tatsache, daß in diesem Lande als einzigem die 
Innen- und Außenpolitik bestimmt wird von rein italienischen nationalen Interessen. Diese 
italienisch-nationalen Interessen aber sind es allein, die deutschen Interessen nicht 
widersprechen und denen umgekehrt die deutschen Interessen nicht zieviderlaufen. Und dies 
ist nicht nur aber aus tatsächlichen Gründen wichtig, sondern auch noch aus folgenden: 

Der Krieg gegen Deutschland wurde von einer übermächtigen Weltkoalition geführt, bei der 
nur ein Teil der Staaten ein direktes Interesse an der Vernichtung Deutschlands haben konnte. 
In nicht wenigen Ländern erfolgte die Umstellung zum Krieg durch Einflüsse, die in keiner 
Weise den wirklichen inneren Interessen dieser Völker entspringen oder ihnen auch nur 
zugute kommen könnten. Eine ungeheure Kriegspropaganda begann die öffentliche Meinung 
dieser Völker zu [page 220] vernebeln und für einen Krieg zu begeistern, der diesen Völkern 
selbst zumTeil gar keinen Gewinn zu bringen vermochte, ja, manchmal den wahren 
Interessen geradezu zuwiderlief. 

Die Macht, die diese ungeheuere Kriegspropaganda veranlaßte, war das internationale 
Weltjudentum [note 159] Denn so sinnlos für manche dieser Nationen auch die Beteiligung 
am Krieg, vom Standpunkt der eigenen Interessen aus besehen, sein mochte, so sinnvoll und 
logisch richtig war sie, vom Gesichtspunkt der Interessen des Weltjudentums betrachtet [note 
160]. 

Es ist hier nicht meine Aufgabe, eine Abhandlung über die Judenfrage an sich zu geben. Dies 



kann nicht im Rahmen einer so kurzen, gezwungenerweise gedrängten Darstellung 
geschehen. Nur [soviel] sei zum besseren Verständnis hier folgendes gesagt: 

Das Judentum ist ein Volk mit rassisch nicht ganz einheitlichem Kern, aber als Volk dennoch 
mit besonderen Wesenseigenheiten, die es von allen sonst auf der Erde lebenden Völkern 
scheiden. Das Judentum ist keine Religionsgemeinschaft, sondern die religiöse Bindung der 
Juden untereinander ist in Wirklichkeit die augenblickliche staatliche Verfassung des 
jüdischen Volkes. Der Jude hat niemals einen räumlich begrenzten und ihm zu eigenen [note 
sie] Staat nach Art arischer Staaten gehabt. Nichtsdestoweniger ist seine 
Religionsgemeinschaft ein wirklicher Staat, da sie die Erhaltung, die Vermehrungund die 
Zukunft des jüdischen Volkes gewährleistet. Dies aber ist die Aufgabe des Staates ganz allein. 
Daß der jüdische Staat keiner territorialen Begrenzung unterhegt, wie dies bei arischen 
Staaten der Fall ist, hängt zusammen mit einem Wesen des jüdischen Volkes, das die 
produktiven Kräfte zum Aufbau und zur Erhaltung eines eigenen Raumstaates vermissen läßt. 

So wie jedes Volk als Grundtendenz seines gesamten irdischen Handelns die Sucht der 
Erhaltung seiner selbst als treibende Kraft besitzt, genauso auch das Judentum. Nur ist hier 
entsprechend der grundverschiedenen Veranlagung arischer Völker und des Judentums der 
Lebenskampf auch in seinen Formen verschieden. Die Grundlage des arischen 
Lebenskampfes ist der Boden, der von ihm bebaut wird und der nun die allgemeine Basis für 
eine Wirtschaft gibt, die zunächst im inneren Kreislauf durch die produktiven Kräfte des 
eigenen Volkes die eigenen Bedürfnisse befriedigt. 

Das jüdische Volk kann mangels eigener produktiver Fähigkeiten einen Staatsbau räumlich 
empfundener Art nicht durchführen, sondern braucht als Unterlage seiner eigenen Existenz 
die Arbeit und schöpferischen Tätigkeiten anderer [page 221] Nationen. Die Existenz des 
Juden selbst, wird damit zu einer parasitären innerhalb des Lebens anderer Völker. Das letzte 
Ziel des jüdischen Lebenskampfes ist dabei die Versklavung produktiv tätiger Völker. Zur 
Erreichung dieses Zieles, das in Wirklichkeit den Lebenskampf des Judentums zu allen Zeiten 
darstellte, bedient sich der Jude aller Waffen, die dem Gesamtkomplex seines Wesens 
entsprechen. 

Innenpolitisch kämpft er dabei innerhalb der einzelnen Völker erst um die Gleich- und später 
um die Überberechtigung. Als Waffen dienen ihm hiezu die Eigenschaften der Schläue, 
Klugheit, List, Tücke, Verstellung usw., die im Wesen seines Volkstums wurzeln. Sie sind 
Kriegslisten in seinem Lebenserh alt ungs kämpf, so wie die Kriegslisten anderer Völker im 
Schwertkampf. 

Außenpolitisch versucht er die Völker in Unruhe zu bringen, von ihren wahren Interessen 
abzulenken, in gegenseitige Kriege zu stürzen und auf diesem Wege langsam mit Hilfe der 
Macht des Geldes und der Propaganda sich zu ihrem Herrn aufzuschwingen. 

Sein Endziel ist die Entnationalisierung, die Durcheinanderbastardierung der anderen Völker, 
die Senkung des Rassenniveaus der Höchsten, sowie die Beherrschung dieses Rassenbreies 
durch Ausrottung der völkischen Intelligenzen und deren Ersatz durch die Angehörigen seines 
eigenen Volkes. 

Das Ende des jüdischen Weltkampfes wird daher immer die blutige Bolschewisierung sein, 
das heißt in Wahrheit die Vernichtung der mit den Völkern verbundenen eigenen geistigen 
Oberschichten, so, daß er selbst zum Herrn der führerlos gemachten Menschheit aufzusteigen 



vermag. 

Dummheit, Feigheit und Schlechtigkeit arbeiten ihm dabei in die Hände. In den Bastarden 
sichert er sich die ersten Öffnungen zum Einbruch in einen fremden Volks körp er. 

Das Ende einer Judenherrschaft ist dabei stets der Verfall jeglicher Kultur und endlich der 
Wahnsinn des Juden selbst. Denn er ist Völkerparasit, und sein Sieg bedeutet ebensosehr den 
Tod seines Opfers als sein eigenes Ende. 

Mit dem Zusammenbruch der antiken Welt traten den Juden junge, zum Teil noch 
vollkommen unverdorbene, rassisch instinkt sichere Völker gegenüber, die ihm ein Eindringen 
in sie verwehrten. Er war Fremdling, und alle Lüge und Verstellung haben ihm nahezu 1 1/2 
tausend Jahre nur wenig genützt. 

Erst die Feudalherrschaft und das Fürstenregiment schufen einen allgemeinen Zustand, der 
ihm gestattete, sich dem Kampfe einer unterdrückten Gesellschafts schichte anzuschließen, ja 
diesen in kurzer Zeit zu seinem eigenen zu machen. Mit der französischen Revolution erhielt 
er die bürgerliche Gleichberechtigung. .Damit war nun die Brücke geschlagen, über die er zur 
Eroberung der politischen Macht innerhalb der Völker schreiten konnte. 

Das XIX. Jahrhundert gibt ihm eine beherrschende Stellung innerhalb der Wirtschaft, der 
Völker durch den Ausbau des auf dem Zinsgedanken fußenden Leihkapitals. Über den 
Umweg der Aktie setzt er sich endlich in den Besitz eines großen Teiles der 
Produktionsstätten und mit Hilfe der Börse wird er langsam [page 222] zum Regenten nicht 
nur des öffentlichen wirtschaftlichen, sondern endlich auch politischen Lebens. Er unterstützt 
diese Herrschaft durch die geistige Entartung der Völker mit Hilfe der Freimaurerei sowie 
durch die Arbeit der von ihm abhängig gewordenen Presse. Im neuaufstrebenden vierten 
Stand der Hindarbeiterschaft entdeckt er die mögliche Kraft zur Vernichtung des bürgerlich 
geistigen Regiments, so wie das Bürgertum einst das Mittel zur Zertrümmerung der 
Feudalherrschaft gewesen war. Bürgerliche Dummheit und unanständige 
Gesinnungslosigkeit, Geldgier und Feigheit arbeiten ihm dabei in die Hände. Er formiert den 
Berufsstand der Handarbeiter zu einer besonderen Klasse, die er nun den Kampf gegen die 
nationale Intelligenz aufnehmen läßt. Der Marxismus wird zum geistigen Vater der 
bolschewistischen Revolution. Er ist die Waffe des Terrors, die der Jude nun rücksichtslos 
und brutal ansetzt. 

Um die Jahrhundertwende ist die wirtschaftliche Eroberung Europas durch den Juden 
ziemlich vollzogen, er beginnt nun mit der politischen Sicherung. Das heißt, die ersten 
Versuche zur Ausrottung der nationalen Intelligenz werden in Form von Revolutionen 
unternommen. 

Die Spannung der europäischen Völker, die zum größten Teil ihrer allgemeinen Raumnot 
zuzuschreiben ist, mit den Folgen, die daraus erwachsen, nützt er zu seinen Gunsten aus, 
indem er planmäßig zum Weltkriege hetzt. 

Das Ziel ist die Vernichtung des innerlich antisemitischen Rußland sowohl als die 
Vernichtung des in Verwaltung und Heer dem Juden noch Widerstand entgegensetzenden 
Deutschen Reiches. Weiteres Ziel ist der Sturz jener Dynastien, denen noch nicht eine vom 
Juden abhängige und geleitete Demokratie übergeordnet war. 



Dieses jüdische Kampfziel ist zum Teil zumindest restlos erreicht worden. Der Zarismus und 
der Kaiserismus in Deutschland wurden beseitigt. Mit Hilfe der bolschewistischen Revolution 
wurde unter unmenschlichen Martern und Grausamkeiten die russische Oberschichte und 
auch russische nationale Intelligenz ermordet und restlos ausgerottet. Die Gesamt opfer dieses 
jüdischen Kampfes um die Vorherrschaft in Rußland betrugen für das russische Volk 28-30 
Millionen Menschen an Toten. 15mal so viel, als der Weltkrieg Deutschland gekostet hat. 
Nach gelungener Revolution riß er sämtliche Bande der Ordnung, der Moral, der Sitte usw. 
[weiter] weg, hob die Ehe als höhere Institution auf und proklamierte statt dessen die 
allgemeine Paarung untereinander mit dem Ziele, auf dem Wege einer regellosen 
Verbastardierung einen allgemeinen minderwertigen Menschenbrei her anzuzüchten, der ans 
sich selbst heraus zur Führung unfähig ist und den Juden endlich als einziges geistiges 
Element nicht mehr entbehren kann. 

Inwieweit dies gelungen ist und inwieweit nun natürliche Reaktionskräfte einen Wandel 
dieses furchtbarsten Menschheitsverbrechens aller Zeiten noch herbeizuführen vermögen, 
wird die Zukunft lehren. 

Augenblicklich bemüht er sich, die übriggebliebenen Staaten demselben Zustand 
entgegenzuführen. Er wird dabei unterstützt in seinem Bestreben und in [page 223] seinen 
Handlungen und gedeckt von den bürgerlichen nationalen Parteien der sogenannten 
nationalen vaterländischen Verbände, während als offensive Kampftruppe derMarxismus, die 
Demokratie und das sogenannte christliche Zentrum in Erscheinung treten. 

Das erbittertste Ringen um den Sieg des Judentums spielt sich zur Zeit in Deutschland ab. 
Hier ist es die nationalsozialistische Bewegung, die als einzige den Kampf gegen dieses 
fluchwürdige Menschheitsverbrechen aufgenommen hat. 

In allen europäischen Staaten wird augenblicklich ein zum Teil stiller und heftiger Kampf, 
wenn auch oft nur unter der Decke, um die politische Macht durchgefochten. 

Entschieden ist dieser Kampf zunächst außer in Rußland auch noch in Frankreich. Dort hat 
der Jude durch eine Anzahl von Umständen begünstigt, eine Interessengemeinschaft mit dem 
französischem nationalen Chauvinismus geschlossen. Jüdische Börse und französische 
Bajonette sind seitdem Verbündete. 

Unentschieden ist dieser Kampf in England. Der jüdischen Invasion tritt dort immer noch eine 
altbritische Tradition entgegen. Noch sind die Instinkte des Angelsachsentums so scharfe und 
lebendige, daß von einem vollständigen Sieg des Judentums nicht gesprochen werden kann, 
sondern daß dieser zum Teil noch gezwungen ist, seine eigenen Interessen den englischen 
anzupassen. 

Wird in England der Jude siegen, dann werden die englischen Interessen genauso in den 
Hintergrund treten, wie für Deutschland heute nicht mehr deutsche, sondern jüdische 
maßgebend sind. Siegt hingegen der Brite, dann kann eine Umstellung Englands Deutschland 
gegenüber noch stattfinden [note 161]. 

Entschieden ist der Kampf des Judentums um seine Vorherrschaft auch in Italien. Mit dem 
Sieg des Faszismus hat in Italien das italienische Volk gesiegt. Wenn auch der Jude 
gezwungenerweise heute sich in Italien dem Faszismus anzupassen versucht, so zeigt doch 
seine Einstellung außerhalb Italiens zum Faszismus seine innere Auffassung über ihn. Seit 
dem denkwürdigen Tag, da die faszistischen Legionen nach Rom zogen, ist für das Schicksal 



Italiens nur mehr sein eigeneß nationales Interesse maßgebend und bestimmend. 

Aus diesem Grunde ist auch kein anderer Staat so wie Italien heute für Deutschland als 
Bundesgenosse geeignet. Es entspricht nur der bodenlosen Dummheit und hinterhältigen 
Gemeinheit unserer sogenannten Völkischen, daß sie den einzigen Staat, der heute national 
regiert wird, ablehnen und Heber als echte Deut seh völkische [note 162] mit den Juden in eine 
Weltkoalition gehen würden. Es ist ein Glück, daß die Zeit dieser Narren in Deutschland 
ausgespielt ist [note 163] und damit der Begriff [page 224] deutsch- völkisch aus der 
Umschlingung ebenso kleiner wie erbärmlicher Kreaturen gelöst wird. Er wird dadurch 
unendlich gewinnen [note 164]. 



1. Main Kampf. 

2. Ein Beweis für 1928 als Entstehungsjahr des Dokuments. 

3. Für Hitler sehr typische S ätze. 

4. S tatt darf stand ursprünglich muß; die einzige handschrifüiche Änderung im 
Text. 

5. Offensichtlich Hörfehler oder Diktatfehler für Volksvermehrung. HiÜer diktierte 
bekanntlich seine Aufsätze sowie größtenteils seinen "Mein Kampf" in großen 
Einheiten ab. Der letzte wurde z.B. von seinem Privatsekretär Rudolf Hess mit 
der Schreibmaschine aufgezeichnet. Dieses Ms. hat angeblich Max Amann 
geschrieben. (Siehe unten English Remarks) 

6. Siehe Mein Kampf, I, 4, S. 144-145 (Hier und im folgenden immer zitiert nach 
der Volksausgabe). 

7. Für die Förderung dieser Gedanken in den Adolf- Hitler-Schulen siehe O. W. von 
Vacano, Sparta, Der Lebenskampf einer nordischen Herrenschaft, Bücherei der 
Adolf- Hitler-Schulen, w. verb. Aufl., Kempten: Allgäuer Druckerei und 
Verlagsanstalt, 1942. Das Buch hat ein kurzes Vorwort von Kurt Petter, 
Kommandeur der Adolf- Hitler^S chulen. (Das Datum ist auf den Einband 
gedruckt, das Buch ist aber wohl im Jahr 1943 erschienen, da es den Vergleich 
Stalingrad-Thermopylä aus Görings Appell vom 30. Januar 1943 enthält; S. 120.) 

8. Siehe Mein Kampf, I, 4, S . 146 ff. 

9. Mit innerer Kolonisation meint Hitler hier nicht die Erschließung bisher 
unbebauten Landes, sondern Besitzveränderungen. Es ist von einigem Interesse, 
die Ansichten Alfred Hugenbergs in seinem Buch Innere Colonisation im 
Nordwesten Deutschlands (Abhandlungen aus dem Staatswissenschaftlichen 
Seminar zu Straß bürg, VIH) (Straß bürg: Trübner, 1891) mit denen Hitlers zu 
vergleichen. Obwohl Hugenberg die Urbarmachung der Moorgebiete 
befürwortete, kommt auch er zu dem Schluß, daß nur auswärtige 
Ackerbaukolonien unter deutscher Herrschaft dem Reich helfen können (S . 452). 

10. So wollte Hiller, daß auf der Weltwirtschaftskonferenz in London im Sommer 
1933 eine Vereinbarung gegen die Industrialisierung außereuropäischer Gebiete 
angestrebt werden sollte; Aufzeichnung über die Konferenz in der Reichskanzlei 
am 24. April 1933, Documents on German Foreign Policy, 1918-1945, Series C, 
Bd. 1, Nr. 182, S. 337. 

11. Siehe Mein Kampf, I, 4, S. 164 ff. 
12. ist? 



13. Eine zu damaliger Zeit neue Wissenschaft Ethologie beschäftigte sich mit den für 
die Rassen typischen Verhaltenarten (Charakteren), im Volksmund Rassenseele. 
Die Grundgedanken wurde besonders von Dr. Ludwig Ferdinand Clauß in 
mehreren Schriften vom J. F. Lehmann- Verlag veröffentlicht. Während des 
Zweiten Weltkrieges, hielt ein Redner der Südosteuropa-Gesellschaft 
Lichtbildervorträge über die dinarische Rassenseele. Die Bilder der dinarischen 
Rassenseele sind leider nicht erhalten. 

14. Der Glaube an sich selbst, den Hitler in besonders großem Ausmaß besaß, fand 
nach seinen Sieg im Kampf um die Macht seine Bestetigung. Im Kriege 
veranlaßte dieser Glaube ihn, das Unmögliche zu versuchen, um aus einer 
allgemein ungünstigen Situation noch einen Ausweg zu finden. 

15. zu? 

16. Hitler bezieht sich hier wohl besonders auf Heinrich Claß, Verfasser der Bücher 
Bilanz des Neuen Kurses (1903), Deutsche Geschichte (1909 unter dem 
Decknamen Einhart) und Wenn ich der Kaiser war (1912 unter dem Decknamen 
Fryman). Claß durfte nach 1933 als Gast der NSDAP im Reichstag sitzen. Siehe 
hierzu jetzt auch Alfred Kruck, Geschichte des Alldeutschen Verbandes 1890- 
1939 (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz, Bd. 3), 
Wiesbaden: Franz Steiner Verlag, 1954. 

17. Hitler hatte die notwendigen Ziffern während des Diktates dieses Ms. nicht 
parat. Über drei Millionen(?) Polen lebten vor dem Ersten Weltkrieg in 
Deutschland. 

Nur an einer Stelle des Dokuments stehen solche Ziffern: S. 192 (siehe unten note 
122). 

18. Unter entfernen versteht sich natürlich evakuieren, umsiedeln. Es kann keine 
"Germanisierung" der annektierten Völkergeben, genauso keine "Integration" 
von Einwanderern heutzutage. Germanisieren, d.h. germanisch besiedeln, kann 
man nur den Boden. 

19. Hitler bezieht sich auf den italienischen Irredentismus, der nach 1870 auf 
österreichische Gebiete mit zumindest angeblichen italienischen 
Bevölkerungsmehrheiten Anspruch erhob. 

20. Zu Frankreichs Bestrebungen zählte schon immer Hegemonie auf dem Kontinent 
und Expansion nach Osten. Vgl. mit Frankreichs Aktivitäten im 30-jährigen 
Kreig bzw. Napoleons Feldzüge. 

21. Lorbeer? 

22. Weist auf ein Datum zu Stresemanns Lebzeiten hin. 

23. haben? 

24. Ein bezeichnendes Zeugnis für Hitlers Abneigung gegenüber dem rechten 
Zentrum. Die Bürgerlich-Konservativen beschuldigte er zu oft für ihre Feigkeit 
und Passivität angesichts der Zerstörungsarbeit der marxistischen und 
Zentrumsparteien. 

25. Bismarck vermutete schon damals, daß es einst zu einem Konflikt mit England 
kommen könnte, wenn Deutschland uneingeschränkt auch weiterhin Export- und 
Handelspolitik betreiben und seine Flotte dafür ausbauen sollte. Er besaß ein 
gesundes Mißtrauen gegenüber Österreich, das schon einmal mit Deutschland in 
einem Krieg verwickelt war. Seine Lösung hieß Rückversicherungsvertrag mit 
Rußland. 

26. Friedensversuche Kaiser Karls. 

27. Im Original heißt es Verslavung (ebenso im folgenden stets slavisch, Slaven, 
Slaventum usf.). Dieser hier im Druck verbesserte Fehler ist vermutlich ein 
Überbleibsel der früher in Bayern gebräuchlichen Schreibweise. 



28. Siehe hierzu Mein Kampf, I, 4, 141ff. 

29. So auch die Ausführungen in Mein Kampf, I, 4, S. 154-155, wonach ein Bündnis 
nur auf der Grundlage eines gegenseitigen Vorteils ruhen könne. 

30. Siehe Mein Kampf, I, 4, S. 142-143. 

31. Hitler lebte zur Zeit des Tripolitanischen Krieges (29. September 1911 bis 18. 
Oktober 1912) noch in Wien. 

32. kam? 

33. Vergleiche die fast identischen Ausführungen in Mein Kampf, L 4, S . 158ff.. 

34. Gebietsgrößen(Standvon 1928): Frankreich: 551 000 qkm; Polen: 388 000 qkm; 
Italien: 310 000 qkm; Jugoslawien: 249 000 qkm; Tschechoslowakei: 140 000 
qkm; Österreich: 84 000 qkm. 

35. Teil? 

36. Lloyd George gibt später bei einem Gespräch mit Hitler zu, daß die Allierten am 
Ende des L Weltkrieges kurz vor ihrem militärischen und wirtschaftlichen 
Zusammenbruch standen, so daß der Novemberverrat einem deutschen Sieg wie 
ein Wunder knapp zuvorkam. 

37. Siehe Mein Kampf, I, S. 158. 

38. Adolphe Niel (1802-1869), französischer Heerführer (Belagerung Roms, 
Krimkrieg, Krieg Frankreichs und Piemonts gegen Österreich), wurde 1867 
Kriegsminister. Er führte verschiedene Reformen in der Bewaffnung und 
Organisation des französichen Heeres ein. 

39. Es kann sich hier um den bestochenen sächsischen Kanzlisten Mentzel, der 
Friedrich seit 1753 Abschriften der Berichte aus Wien und St. Petersburg aus 
Dresden verschaffte, handeln. Möglicherweise ist der Sekretär des 
österreichischen Gesandten de la Puebla, Weingarten, gemeint. Auch der 
preußische Gesandte im Haag, Heller, kommt in Betracht, weil ein Bericht 
Hellers auf Grund von Informationen aus einem Bericht des holländischen 
Gesandten in St. Petersburg den letzten Anstoß zum Handeln Friedrichs gab. 

40. sondern? 

41. Höchstwahrscheinlich ein Hörfehler für zu Lande (siehe oben S . 108 die gleiche 
Formulierung). 

42. Hitler meint wahrscheinlich die nach dem Münchener Opfergang entlassenen 
Reichswehroffiziere wie Oberstleutnant Adolf Herrgott, Hauptmann Ritter von 
Krausser. 

43. Am 8. Oktober 1926. 

44. Auch ein Beweis für die Datierung auf 1928. 

45. So in Mein Kampf, IL 14, S. 737-738. 

46. ausgeschlossen? 

47. sich? 

48. Ähnlich in Mein Kampf, S. 736 f. 

49. Die Zahlen fehlen. 

50. Im Jahre 1928 etwas über 63(?) Millionen. 

51. Dieses sind die letzten Worte auf Seite 124 des Originals -- über die Hälfte des 
Blattes ist unbeschrieben. Vermutlich hat Hitler das Diktat nach einer kurzen 
Unterbrechung fortgesetzt und dann die hier in Klammern gesetzten Worte 
durch die ersten auf Seite 125 des Originals (hier der folgende Abschnitt) ersetzt. 

52. Im Original an dieser Stelle zehn Zeilen freigelassen. 

53. Die Zahlen fehlen. 

54. So im Original. Offenbar ein Schreibfehler. Vielleicht zuzuschreiben (?). 

55. Südtirol gemeint. 

56. man? 



57. gemeint die Jahre vor 1914. 

58. Mein Kampf, I,S. 146. 

59. Offenbar ein Fehler für jener. 

60. 4.? 

61. Widerspruch zu der Trevor-Ropers Ausgabe der Tischgespräche, S. 188. Siehe 
auch Hitlers Ausführungen am 10. November 1938, in Vierteljahrshefte für 
Zeitgeschichte, VI (1958), S. 191. 

62. man? 

63. Mende Ische Spaltungsgesetze: 1. In der ersten Generation besitzt das Produkt 
der Kreuzung zweier Rassen zu einer Hälfte Merkmale seiner Mutter u. zu einer 
anderen seines Vaters . Die Äußerung seines Genotyps kann dominant-rezessiv o. 
intermediär (vermischt) sein. 2. Die Spaltung in der zweiten Generation: a) bei 
Dominanz ~ es ergeben sich 3/4 aller Individuen mit dominanten 
Anlagen(vermischt) u. 1/4 mit rezessiven (Spaltung 3:1); b) bei intermediärer 
Vererbung je 1/4 der Individuen mit einem der beiden Ausgangsmerkmale(rein!) 
u. 1/2 intermediäre Individuen (Spaltung 1:2:1). Vom Merkmal zu Merkmal 
unterschiedlich kommen die Regeln a) oder b) zur Geltung. Mendelsche Gesetze 
gelten universell fiier ALLE Lebensformen auf dieser Erde. 

64. So im Original; wahrscheinlich Hörfehler für doch. 

65. Hitler spricht hier über die paneuropäische Bewegung des Grafen Coudenhove- 
Kalergi an. Ungefähr zur Zeit des Diktats dieser Zeilen erschienen Artikel über 
Coudenhove-Kalergi im Völkischen Beobachter, z. B. am 5. und 17. Juli 1928. 

66. Aus einem Haufen von Schwächlingen wird kein Reich mit 
Weltmachtansprüchen. Widerspruch zu Hitlers Tischgesprächen (z.B. vom 
31.3.1942): er lobt Karl den Großen als Einiger aller germanischen Stämme und 
Schöpfereines "vereinigten Europas" angesichts einer damals gegen Europa 
anrückenden Hunnengefahr. Karl der Große, bekannt als " Sachsenschlächter", 
fügte die deutsche Nation mit Gewalt unter christlicher Fahne zusammen und 
verhinderte damit ihre Auslieferung an asiatische Eroberer. Seine historische 
Rolle ist nicht eindeutig fesüegbar. 

67. Neben den tapfersten Elementen wanderten natürlich auch Verbrecher, Schieber 
und Nichtskönner nach Amerika aus. Doch die rauen Lebensbedingungen 
formten aus diesem ganzen Menschengemisch eine lebensfähige idealistische 
Auslese. 

68. Graf Coudenhove-Kalergi lebte in Wien. 

69. natürlich und verständlich (?). 

70. Nochmals ein Zeichen, daß Stresemann zur Zeit des Diktats noch lebte. 

71. hat? 

72. sofern die Partei? (?) 

73. Bemerkung zur Clause witzs Behauptung: nach einer Niederlage kann nur solch 
ein Volk sich wieder erheben, bei dem der Idealistenanteil noch überwiegt. Ein 
gesundes Volk, dessen beste Elemente im Krieg geblieben sind, braucht eine 
gewisse Zeit, damit sich diese wieder im Rahmen einer natürlichen Auslese 
herausbilden. 

74. Dies ist eine Parallel-Steile zu Hitlers Mein Kampf I, S. 104: Wenn durch die 
Hilfsmittel der Regierungsgewalt ein Volkstum dem Untergang entgegengeführt 
wird, dann ist die Rebellion eines jeden Angehörigen eines solchen Volkes nicht 
nur Recht, sondern Pflicht. 

75. sind? 

76. Wichtig für das Entstehungsjahr des Dokuments. 



77. Auf die damals hochaktuelle Frage der Panzerkreuzer geht Hitler hier nicht ein. 
In der kürzlich erschienenen Studie Wolfgang Wackers, Der Bau des 
Panzerschiffes A und der Reichstag (Tübinger Studien zur Geschichte und 
Politik, Nr. 11 -- Tübingen 1959: J. C. B. Mohr), spielt die Haltung der NSDAP 
eine geringe Rolle (siehe S. 32, Anm. 82, aber auch S. 69). Die 
Reichstagsabgeordneten der NSDAP stimmten für den Panzerkreuzer, aber in 
seiner Rede gegen das kommunistische Volksbegehren gegen den 
Panzerkreuzerbau am 10. Oktober 1928 sagte Hitler über diesen Schiffstyp: Das 

sind Schiffchen, mit denen wir die Meere nicht bedrohen können Keine 

Verstärkung unserer Wehrmacht, sondern nur ein Schulschiff (Völkischer 
Beobachter, 12. Oktober 1928). Diese Bewertung der Panzerkreuzer mag den 
Wortlaut des Dokuments verständlich machen. 

78. Also vor der Rheinlandräumung geschrieben. 

79. ändert? 

80. Siehe hierzu die Ausführungen in Mein Kampf, II, S. 748 ff. 

81. Rußland beherrschender Kommunismus war nichts anderes als ein 
Staatskapitalismus. Die von manchen oft betonte national -patriotische Züge des 
Kommunismus im und nach dem ü. Weltkrieg waren nur Stalins Propaganda- 
Selbshilfen zur Motivation der kämpfesmüden und identitätslosen 
internationalen Soldaten. Nach dem Kriegen wurden Kommunisten diese 
überflüssig gewordene Geister des Nationalismus nicht mehr los. Wegen ihres 
Hurra-Patriotismus holte sich die UdSS Reine Gegnerschaft mit ihrem jüdisch- 
Alliierten USA (sowie China) und zerbrach anschließend von separatistischen 
Tendenzen erschüttert in vielerlei kleine Nationalstaaten. 

82. gerade die? 

83. entkäme? 

84. Balten! -So der eingeklammerte Zusatz im Original. 

85. lassen? 

86. nie? 

87. sich? 

88. wie? 

89. anderes als? 

90. Dies bezieht sich auf die Revision des Vertrags von San Stefano auf dem Berliner 
Kongreß 1878. 

91. auf? 

92. Paris wurde schon im Ersten Weltkrieg durch deutsche Ferngeschütze 
beschossen. 

93. England hat sich nicht bis zum Ende des ü. Weltkrieges von den mittelalterlichen 
Vorstellungen Pitts (Gleichgewichtspolitik auf dem Kontinent) zu verabschieden 
vermocht. Aus Dummheit oder Übermut übersah man in London eine deutliche 
Entwicklung zum neuen Kräfteverhältnis. So wurde England zum Spiel ball der 
jungen Weltmächte wie die USA und UdSSR. 

94. Also vor dem Young-Plan geschrieben. 

95. Siehe den letzten Abschnitt des Dokuments. Es ist beachtenswert, daß diese 
letzten Zeilen mit den ersten Zeilen des folgenden Abschnittes auf derselben Seite 
stehen. Man darf also annehmen, daß diese Hauptteile des Buches zur selben Zeit 
mindestens begonnen worden sind. 

96. Der Gedanke an einen französisch-italienischen Krieg hat Hitler jahrelang 
beschäftigt. In der berühmten Hoßbach-Aufzeichnung über die Besprechung 
vom 5. November 1937 sind ähnliche Gedankengänge Hitlers wiedergegeben. 
Ungefähr zur Zeit, als er sein Buch diktierte, brachte übrigens die Beilage Der 



deutsche Frontsoldat des Völkischen Beobachters einen längeren Artikel von 
Konstantin Hierl: Italiens kommender Zweifrontenkrieg (d. h. mit Frankreich 
und Jugoslawien: Völkischer Beobachter vom 3./4. und 23. Juni 1928, dazu auch 
Völkischer Beobachter vom 3. Juli 1928, S. 2). 

97. An dieser Stelle fängt Seite 240 des Originals an. Die Seiten 240-324 sind 
Durchschläge. 

98. Analog mit gleicher Begründung war Hitler später gegen die Neugründungen der 
von der Wehrmacht besetzten Teilrepubliken derSovjetuniun. 

99. Hitler spricht sich hier eindeutig gegen eine sinnlose Verfeindung mit allen aus. 

100. Siehe hierzu die Rede vom 13. Juli 1928. 

101. Hitler gibt hier Zahlen an, die er im vorhergehenden Absatz offenließ. 

102. S päter ging diesen Angelegenheiten der Oberste Prüfungshof für 
Volkszugehörigkeitsfragen in den eingegliederten Ostgebieten genauer nach. 

103. sich? 

104. Raumpolitik im Osten. Siehe Mein Kampf, ü, S . 766 f. 

105. Hitler lehnt hier ausdrücklich einen Krieg mit Italien über S üdtirol ab. 
Die jüdisch-liberale Presse heizte zu dieser Zeit zielbewußt und übertreibend 
deutsche Nationale gegen Italien, um vor allem den erfolgreichen völkisch- 
faschistischen Staat mit der deutschen Hand militärisch niederzuschlagen. Eine 
typische Handschrift der Außerwählten. Gegen Polen, Frankreich oder 
Tschechoslovakei hetzte diese Presse natürlich niemanden. Bzgl. dieser Nationen 
forderte sie die Deutschen zum Internationalismus und Toleranz auf. 

106. Siehe die Rede vom 23. Mai 1928. 

107. Jonny spielt auf ist eine Oper des Komponisten Ernst Krenck. Sie wurde 
1927-1928 aufgeführt unter wiederholten Protesten der Nationalsozialisten und 
anderer völkischer Gruppen wegen solcher Anmaßungen wie negroide 
Hauptfigur und Jazz-Musik. Die Protestaktivitäten der Nationalsozialisten sind 
im Völkischen Beobachter für 1928 leicht zu verfolgen. Es fanden statt: NS- 
Demonstration gegen die Opernvorführung in Wien: 28., 29./30. Januar, 2. 
Februar, 13. März, 5. Mai; gegen die Vorführung in München 13., 15., 19., 21., 
24./25., 26., 27. Juni; gegen die Vorführung in Breslau 22. Juni (Verurteilung von 
zwei der Münchener Demonstranten, 14. Dezember). Es ist sehr wahrscheinlich, 
daß die Demonstrationen in München zur Zeit des Diktates dieses Buches 
stattfanden. 

108. Es handelt sich hier zweifellos um das Jahr 1928, auch sieht man hier, daß 
das Buch Ende Juni oder Anfang Juli diktiert wurde. 

109. Es geht hier wahrscheinlich um Prozesse gegen die sog. Fememörder, die 
damals ein auch oft im Völkischen Beobachter erwähntes Hauptthema waren. Zu 
den Männern gehört auch Rudolf Höß; S . 35-37. 1928 erschien auch im 
Vormarsch- Verlag (Berlin) die von Hartmut Plaas herausgegebene Sammlung: 
Wir klagen an! Nationalisten in den Kerkern der Bourgeoisie, mit Beiträgen von 
Ernst von Salomon, Martin Bormann, Kapitän Ehrhardt, Hans-Gerd Techow, 
Manfred von Killinger, Joseph Göbbels und anderen. 

110. Die erste Auflage von Alfred Rosenbergs Buch Dietrich Eckart. Ein 
Vermächtnis erschien 1928 im Eher- Verlag/München mit einem Vorwort vom 
November 1927. 

111. Siehe Jetzinger, S . 276-279; Kempner, S . 51-56; D. C. Watt, Die 
bayerischen Bemühungen um die Ausweisung Hitlers 1924, Vierteljahrshefte für 
Zeitgeschichte, VI (1956), S. 270-280. 

112. Dies ereignete sich Anfang Mai 1928 ( Deutsche Allgemeine Zeitung, 11. 
Mai 1928). Ein Bericht darüber erschien am 23. Mai im Völkischen Beobachter. 



An diesem Tag sprach Hitler im Bürgerbräukeller zum Thema Südtirol. Unter 
den Ausführungen ist auch ein ähnlicher Satz: In Bromberg hat man in aller 
Ruhe einen Bismarckturm gesprengt die deutsche Presse geht seelenruhig 
darüber hinweg (V. B., 25. Mai 1928, S. 2). 

113. etliche? 

114. Hitler befaßte sich viel mit der Frage der Selbstmorde der Deutschen in 
den aussichtslosen Zuständen. Er erwähnte das Thema Strese mann belastend am 
2., 8. und 19. Mai 1928. In der Rede vom 13. Juli 1928 sagte er: Heute stehen wir 
als Folge der bürgerlich-marxistischen Politik vor der Tatsache, daß sich 62 
Millionen auf 460 000 Quadratkilometern ernähren sollen. Das Ergebnis ist 
Hunger und Not, 60 000 (wohl ein Stenogrammfehler für 16 000) Selbstmorde im 
Jahr, 180 000 Auswandernde, 300 000 nicht geborene Kinder, insgesamt ein 
jährlicher Verlust von rund 500 000 Menschen. Im Völkischen Beobachter dieser 
Zeit wird die Selbstmordfrage auch sonst erwähnt, z. B. am 5. Januar und 21. 
August 1928. Auch ein Wahlplakat der NSDAP für die Reichstagswahl des 20. 
Mai 1928 enthält einen Hinweis auf die Freiheit Jedermanns, den Freitod zu 
sterben (siehe die Abbildung in Adolf Dresler und Fritz Maier-Hartmann, 
Dokumente der Zeitgeschichte, die Sammlung Rehse, I, München: Eher, 1938, S. 
195). Auch in seiner ersten Rede zur Außenpolitik nach der Machtergreifung am 
17. Mai 1933 sprach Hitler über die 224 900 Menschen, die seit der 
Unterzeichnung des Versailler Vertrages Selbstmord begangen hätten 
(Dokumente der Deutschen Politik, I, Berlin: Junker und Dünnhaupt, 1939, S. 
110). 

115. von? 

116. zu? 

117. Über den Andreas-Hofer-Bund siehe das Buch Herres. 

118. Siehe die Rede am 23. Mai 1928. 

119. Hitler appelliert oft an Mussolini. 

120. Ähnlich schrieb Rosenberg am 6. März 1928 im Völkischen Beobachter, 
daß Mussolini in der Südtiroler Frage sehr schlecht beraten gewesen sei, weil er 
mit seiner Rede vom 4. März den deutschen Feinden Italiens in die Hände 
gearbeitet habe. 

121. Diese Möglichkeit wurde 1928 in der Öffentlichkeit diskutiert. 

122. in? 

123. un? 

124. 1933/1934 kam es fast zum Bruch der deutsch-italienischer Beziehungen. 
Der Grund war ein tiefes Mißtrauen Mussolinis und Mißverstehen der Haltung 
Deutschlands Italien gegenüber. Durch seine Politik hat Duce besonders während 
des H. Weltkrieges Deutschland mehr geschadet als geholfen. 

125. Hierin und in der Anlage des Textes liegt der Grund für die Aufgliederung 
des XV. Abschnittes in drei Teile. Im Manuskript beginnt mit diesen Worten eine 
neue Seite, vom Vorhergegangenen durch einen Strich getrennt, wie er sonst zur 
Markierung eines Abschnittes dient. 

126. Wenn es wirklich eine Einleitung gab, ist sie nicht erhalten geblieben. Da 
alle Seiten des vorliegenden Dokuments durchlaufend numeriert sind, könnte das 
Vorwort gemeint sein. Dagegen ist zu beachten, daß im Vorwort das hier 
behandelte Thema nicht erwähnt wird, die einschlägigen Erläuterungen sind 
vielmehr auf den Seiten 46ff. oder 115-120 (S. 121-130 des Originals) zu finden. 

127. Der zitierte Artikel (siehe unten) erschien am 26. Juni 1928. Das zeigt ganz 
sicher, daß das Buch Ende Juni - Anfang Juli 1928 diktiert wurde, auch wenn 
das dem Artikel folgende heute nicht wörtlich genommen werden soll. 



128. Es handelt sich hier um einen Artikel von William J. Flynn, Tapped 
Wires, der am 2. Juni 1928 in Liberty (S . 19-22) erschien. Der Artikel berichtet 
über die von dem amerikanischen Secret Service (die für die Sicherheit des 
Präsidenten verantwortliche kleine Polizeibehörde) abgehörten 
Telephongespräche der Deutschen Botschaft in Washington. 

129. Der Text des Artikels fehlt im Original, sollte aber später eingefügt 
werden; der Rest der Seite blieb unbeschrieben. Dieser Text wurde hier 
sinngemäß eingefügt; wie aus der vorhergehenden Anmerkung hervorgeht, 
entstellt der Artikel den Sinn der amerikanischen Quelle. Über dieselbe 
Angelegenheit berichtete der Völkische Beobachter am 18. August 1928 (S. 4). 
Dem Autor des V. B.-Artikels wird der Artikel in Liberty nicht vorgelegen 
haben, sonst hätte er Flynn kaum sich als most big spy of the world bezeichnen 
lassen. Von Interesse im Zusammenhang mit dem nächsten Abschnitt des 
vorliegenden Dokuments ist die Schlußfolgerung des V. B.: Genug der Schande. 
Ein kommender Staatsgerichtshof möge sich die Flynnschen Veröffentlichungen 
als Anklagematerial zurücklegen. Der würdevolle Botschafter aber ist eine der 
außenpolitischen Kanonen der demokratischen Partei, M. d. R. 
selbstverständlich, und Völkerbundsvertreter Deutschlands für 
Abrüstungsfragen. 

130. GrafBernstorff. 

131. Gemäß dieser Auffassung und seiner raumpolitischen Idee, wollte Hitler 
am Anfang den Mittelmeerkampf des Zweiten Weltkrieges ganz in Mussolinis 
Händen lassen. 

132. Haupt? 

133. Hier deutet Hitler Ideen an (der Staat als Selbstversorger, siehe Mein 
Kampf, I, S. 151), die später besonders mit dem Namen von Werner Daitz 
verbunden waren, dem Autor des Buches Der Weg zur völkischen Wirtschaft 
und zur europäischen Großraumwirtschaft (Dresden: Meinhold 
Verlagsgesellschaft, 1938 und 1943). D. spielte nach 1933 eine bedeutende Rolle 
in der nationalsozialistischen Außenpolitik und war die führende Persönlichkeit 
der am 21. September 1939 gegründeten Gesellschaft für europäische 
Wirtschaftsplanung und Großraumwirtschaft e. V. 

134. Zum Schluss erst behandelt Hitler die Judenfrage. 

135. Einer der ehemaligen deutschvölkischen Reichstagsabgeordneten, v. 
Graefe, gehörte zu denen, gegen die Hitler Strafantrag wegen Beleidigung in der 
Südtiroler Frage gestellt hatte, vgl. oben, S. 24. 

136. Die Deutschvölkischen hatten bei der Reichstagswahl vom 20. Mai 1928 
kein Mandat erlangt. 

137. Der Wortlaut der letzten Seiten und der S chlußstrich berechtigen zu der 
Annahme, daß dies der Schluß des Buches sein sollte und daß keine Blätter 
fehlen. 



München 

Zentral vertag der NSDAP 

Thierschstr. 11 



Ziel Nr.: 589 



Vorrang: 3 
Bemerkungen: 

• Dies ist ein ergänzender Bericht. Josef Berg, in München, Scheubner- 
Richter-Straße 35, wohnhaft und früher technischer Leiter dieses Verlages, 
übergab uns ein Manuskript eines angeblich unveröffentlichten Werkes 
von Adolf Hitler. Es wurde vor über 15 Jahren geschrieben und in einen 
Tresor geschlossen. Herr Berg hatte strengste Anweisung, daß das 
Manuskript weder gedruckt noch irgendjemandem gezeigt werden dürfe. 
Herr Berg kann weitere Auskünfte darüber geben. 

• Herr Berg hat uns auch berichtet, daß sich eine Ausweichstelle für 
Bücher des Verlages in der Willibaldsburg bei Eichstätt befindet. 

Paul M . Leake 
Hptm. SC 



Dokument als Beweismittelfragwirdig? Datumsangabe fehlt 



Diese "nicht veröffentlichte Schrift" erwähnt Hitler bei einem Gespräch in Wolfschanze. 
Siehe hierzu H. Pickers "Tischgespräche", Gespräch Nr. 25 vom 17.02.1942, 
aufgenommen von Heim. Er sagt, daß er schon in dieser Schrift darüber geschrieben 
habe, daß das Weltjudentum "in Japan den letzten, nicht anfreßbaren Gegner sieht." 
1929/1930 war sie durch die politische Entwicklung derart überholt, daß Hitler dem 
Parteiverlag EHER die Veröffentlichung verbot und auf die Reinschrift - Korrektur des 
Manuskripts verzichtete, so Henry Picker. Diese Schrift Hitlers von 1928 wurde 1961 
von Münchener Institut für Zeitgeschichte unter dem Titel "Hitlers Zweites Buch" 
publiziert. Authentizität und Richtigkeit der Pickers "Tischgespräche" ist fragwürdig, 
da es allgemein bekannt ist, daß selbst Borman sie laß und korrigierte (!), abgesehen von 
den Bonner Systemfunktionären. Das gilt auch für das 1961 erschienene "Hitlers Zweite 
Buch".